Nachtschattengedanken

22.02.2008 um 00:00 Uhr

die seele

wenn man das erstmal raushat, wie die tickt, dann kann einem nur noch schlecht werden.

und dann muss man es ganz schnell wieder vergessen.

 

tirili...

17.02.2008 um 23:50 Uhr

Song

Manchmal treffen sie ins Schwarze, die Lieblingsmusiker, erstaunlich, erstaunlich.

 

Solo

Solo - It isn't a dream

So low - It's just what it seems

An empty thing

Waiting on somebody who never calls

Listening

In the night to something scratching round

behind the walls

 

Solo - With no one to care

So low - The cupboards are bare

So now to dine

On three stale crackers and a fifth of gin

and say you're fine

Feeling like something that the dog dragged in

 

Oh one has to laugh

Still safe and warm

With peace of mind

After storms

 

Solo - You stare into space

So low - Scared to look at your face

Scared to find

Someone in the mirror who you can't recall

Pale and lined

Talking to himself and saying fuck 'em all

 

Though one must admit

Chances are few

To try to be

Someone new

 

Though one gets to play

With no referee

Peace at last

Guaranteed

 

J. Jackson

 

 

 

16.02.2008 um 22:33 Uhr

Die Wände...

... schauen mich an. Vorwurfsvoll. Ich habe noch keine Bilder aufgehangen. Deswegen fühlen sie sich so leer. Aber es ist auch ein Scheiß mit den Bildern. Habe ganz tolle. Weiß auch schon, in welcher Kombination ich die aufhängen will. Weiß aber nicht, welche Maße der Kleiderschrank haben wird, den ich seit einem Jahr gedenke zu kaufen, und die Spezial-Bohrmaschine von den Nachbarn liegt immer noch hier rum, denn mit einem Nagel kommt man bei Stahlbeton nicht weiter. Tja. So sieht es aus mit meinen Wänden. Zu hart um einen Nagel reinzubekommen. Die Hälfte des Platzes mit virtuellen Möbeln verplant. Und enttäuscht über die Leere, das sind sie auch.

Na gut, ich starre zurück. Das können sie haben, die Wände. Wenn Starren olympisch wäre, würde ich spielerisch Weltmeister. Jawoll.

Herrje, sag mal einer, wie ich wieder Bewegung reinkriege. Noch nicht mal zum Weinen kann ich mich aufraffen...

 

15.02.2008 um 23:52 Uhr

Ohne Benzin fünf Uhr morgens auf der Autobahn...

Wen rufst du an? Ist das nicht die alte Männerdefinition für Freundschaft? "Den Jörg, den könnt ich um fünf Uhr morgens aus dem Bett schmeißen, wenn mein Auto liegen geblieben ist." Aha. Und warum rufen wir dann doch nur den ADAC? Weil wir Beiträge bezahlen.

Aber ich glaube trotzdem daran. MEIN Freund Jörg würde tatsächlich kommen. Das ist ja auch ein handfestes Problem. Er würde es lösen. Grinsend würde er die Scheibe herunterkurbeln und "Na, junge Dame? So alleine in der Nacht?" herausschnoddern. Er hätte seine Pyjamahose noch an, und wir würden auf der Rückfahrt rauchen, gute Musik hören und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Vielleicht würden wir schweigend den Vollmond betrachten, wenn er uns die Ehre gibt. Vielleicht wäre da ein Gefühl von Verbundenheit, das uns tief ans Herz geht, eine Art wundersame Stimmung, die unausgesprochen bleiben muss. "Danke." würde ich zu guter Letzt zu Jörg sagen. "Du bist ein echter Freund." Und das ist er auch, der Jörg.

Wen aber rufe ich an, wenn ich mich um fünf Uhr morgens in meinen eigenen Ängsten verhedder, wen weck ich, wenn ich mich so gläsern fühle, an wen wende ich mich, wenn alte Wunden aufbrechen, die ich nicht benennen kann? Alle. Ich könnte sie alle anrufen. Alle würden sie kommen, keiner wär sauer, alle alarmiert, in Sorge. "Hey, Sunny-Maus, was machst du denn? Was ist los?"

Was los ist? Meine Seele ist auf der Autobahn liegen geblieben. Und leider nutzt es nichts, jemanden anzurufen.

Rrring - rrring. "Hey, Sunny hier. Kannst du vielleicht meine Seele abschleppen?" "Äh, wohin denn?" "Weiß nicht. Irgendwohin, wo's schön warm ist." "Und wie denn?" "Öhm." "Und was hat sie?" "Öhm." Und die alles entscheidende Frage: "Was kann ich tun?" "Nichts." Es kann der Treibstoff, der Kat, der Verteiler oder die Zündkerzen sein. Batterie alle? Vielleicht.

Aber wisst ihr was? Vielleicht hab ich auch grade die Lenkradsperre drin und muss mich nur daran erinnern, wie ich die wieder rausbekomme. Erstmal geh ich vom Gas und roll ein wenig aus. Dann tief durchatmen und sich sammeln. Das Handy aus. Füße hoch. Musik an. Mond betrachten. Kleine Rauchkringel beim Auflösen beobachten. Alles wird gut. Meine inneren Mechaniker arbeiten dran...