Nachtschattengedanken

13.08.2008 um 00:30 Uhr

Müde

Es flimmert um mich herum. Letztens war der Tank noch halb voll, jetzt ist er leer. Nein, nicht halb leer, ich Pessimistenfrau, leer, leer, leer.

Es ist die Wiederholung. Die ewige Wiederholung. Vielleicht der Kreis. Brumm-brumm-brumm. Vielleicht aber auch die breite Straße, der graue Asphalt, das vertrocknete Gras am Straßenrand, der Staub, die Räder, die Geschwindigkeit, die grelle Sonne, der schnurgerade Mittelstreifen, der geradewegs ins Nichts führt.

Am Horizont lauert die Hoffnung, die alte Schlampe, die mich davon abhält, mich in die Büsche zu schlagen.

Es ist nicht mein Weg. Ich gehe ihn mit jemand zusammen. Ich bleibe stehen, überhole, gehe rückwärts, seitwärts. Ich schlage Räder, Purzelbäume, ich singe, keife, schreie. Ich renne, schlurfe, krieche, hüpfe auf einem Bein. Lache, weine, schlage um mich. Und nichts davon wird etwas daran ändern, dass ich mich immer geradeaus bewege. Mitten hinein ins Nichts.

Ich kenne die lauschigen Pfade, die gefährlichen Grate, die Schluchten, die Seen, die Hecken, die Wiesen.

Ach. 

Lass mich allein.

Ich bin müde.

So müde.