tO sTaRt SoMeThInG NeW

12.11.2007 um 16:27 Uhr

Ein schlechter Film?

von: levi

Stimmung: ohnmächtig, traurig, hilflos
Musik: You'll never be alone - Anastacia

Manchmal ist das Leben wie ein schlechter Film. Es kommen Sachen auf einen zu, damit hätte man nie gerechnet.

Ich hatte gerade einen Anruf von meiner Mutter...mein Onkel ist krank - Krebs.

Man denkt sich, das kommt immer nur bei anderen vor, es betrifft einen nicht selbst. Und jetzt das.

Ich fühle mich so hilflos. Ohnmächtig.

So dumm das klingen mag, aber im Moment fühlen sich die knapp 700 Kilometer von hier bis zu meinen Eltern wie die Entfernung von der Erde zum Mond an...

Ich fühle mich so weit weg.

Klein.

Allein.

Wenn es kommt, dann kommt es richtig...heftig...

06.11.2007 um 14:31 Uhr

Teatime

von: levi

...ist im Moment bei mir. Ich war heute bei gelinde gesagte Sauwetter einkaufen. Wieso musste es auch gerade heute regnen??

Ich habe mir Tee gekauft, weil meiner mal wieder zur Neige geht. Ich habe Roibos-Vanille geholt, Himbeer-Rharbarber-Chilli und Pfirsisch-Melba. Und die sind alle sowas von lecker. Da kann man gar nicht genug davon bekommen.

Und ich habe vergessen mir Sun Rice mitzunehmen. Kann man davon süchtig werden? ich habe langsam aber sicher die Befürchtung.

Nachdem ich gestern Abend von 3+ enttäuscht wurde und nichts interessantes für mich lief, blieb ich glaub ich auf RTL hängen "Bauer sucht Frau"... Ich habe an einigen Stellen herzlich gelacht und an anderen wirklich nur mit dem Kopf geschüttelt. Kennt jemand diese Sendung???

Dann hab ich auf einem anderen Sender - keine Ahnung welcher das war - so eine Sendung gesehen, da ging es darum, dass man eine Woche in einer Nachbarschaft leben sollte und wer den Nachbarn am besten gefallen hat, der bekommt das Haus. Da waren einige Familien dabei, die hätten wirklich in diese kleine, spießige Gemeinschaft gepasst. Dann war da noch eine afroamerikanische Großfamilie, ein paar jugendliche Punks und ein anderes Paar - wo er ständig als Frau rumlief.

Interessant fand ich die Grundlagen, die diese Gemeinschaft genommen hat, um zu entscheiden, welche Familie das Haus bekommen sollte. Sie sollten zum Beispiel authentisch sein. Was meinen die damit, dass eine Familie authentisch ist? Und der eine meinte, sie sollen leise sein. Ach ja, unsympathisch können sie sein - Hauptsache sie sind nett.

Und wie dann in der Diskussion manche ihren Standpunkt dargebracht haben - da konnte man auch nur mit dem Kopf schütteln. Ein älterer Mann meinte wegen der afrikanischen Großfamilie, dass er die da nicht haben will, weil er ja schon älter ist und diesen Trubel nicht haben will. Aha!

Und ein anderer (der vorher das mit dem authentisch hatte) meinte, er könne es ja mal wegen der afrikanischen Familie auf einen Punkt bringen...und dann das große Schweigen. Da war mir doch alles klar. Die wollten die Familie nicht, weil sie eine andere Hautfarbe hatten! Da kann es egal sein, ob die nett und alles sind, nein weil sie schwarz sind dürfen die das Haus nicht haben.

Auch gegenüber den Punks kamen sehr viele Vorurteile zum Tragen, was ich auch sehr traurig fand. Die waren für mich aber irgendwie die Favoriten, ich weiss nicht, die kamen einfach sympathisch rüber.

Leider haben sie am Ende nicht gewonnen, sondern das Paar, wo er immer in Frauenklamotten rumrennt. Toll, als Willkommensparty haben die für alle eine Dildo-Party (ähnlich einer Tupperware-Party) veranstaltet. Na wie toll ist das denn?

In letzter Zeit hab ich es mit solchen Sendungen....

Ich schau auch - wenn ich dazu komme - auf Vox Auf und davon - Mein Auslandstagebuch. Ist auch sehr interessant. Am besten fand ich die beiden Mädels (hmpf), die nach China sind. Gerade mal ihr Abi in der Tasche und dann schon denken, dass die als Praktikanten an was weiß ich für Stellen kommen. Sowas finde ich niveaulos. Aber das waren die beiden auch fand ich. Tja, wer fliegen will, sollte erstmal lernen zu laufen...

05.11.2007 um 19:30 Uhr

in Gedanken...

von: levi

Stimmung: nachdenklich, traurig

Dankeschön für den herzlichen Empfang!!

Der Tag heute lief an mir vorbei...es ging alles so Ruckzuck...schwupps war die Arbeit schon rum. Es war heute auch wieder die Hölle los... Aber zum Glück alles gut überstanden.

Und so ganz langsam wird es richtig kalt in Deutschland...äh in der Schweiz. Wann kommt der erste Schnee? Hoffentlich nicht so bald...

Manchmal habe ich das Gefühl, dass alles an mir vorbei läuft. Rasant, und ich steh da und seh nur zu... Eigenartig.

Was mich momentan auch sehr nachdenklich macht, dass einige Menschen einfach so intolerant und arrogant anderen gegenüber sind. Wieso ist es so schlimm für einige, wenn man eine andere Meinung vertritt, die eben nicht die Mehrheit hat. Ist es so wichtig, immer mit der Menge zu schwimmen, anstatt auch mal gegen den Strom?

 

04.11.2007 um 17:18 Uhr

To Start Something New

von: levi

Stimmung: gelöst, froh
Musik: Juanes - La Camisa Negra

So recht weiß ich gar nicht, wie und wo ich anfangen soll...

Mich erstmal vorstellen wäre ja nicht schlecht oder?

Ich bin die levi, weiblich, 29 Jahre alt und lebe mit meiner kleinen Tochter in der Schweiz.

Von meinem Freund habe ich mich vor gut anderthalb Monaten getrennt. So richtig im Guten sind wir nicht auseinander gegangen. Am Anfang war es sehr schwer für mich. Man ist hier, in einem doch fremden Land (ich komme gebürtig aus Deutschland und lebe seit anderthalb Jahren in der Schweiz), und ist auf einmal vor die Entscheidung gestellt, geht man zurück in die Heimat oder wagt man den Schritt, hier allein was aufzubauen.

Eine gute Freundin riet mir, eine Pro- und Kontraliste anzufertigen, was mir wirklich die Entscheidung erleichterte.

In Deutschland habe ich zwar meine Familie und meine Freunde, aber hier habe ich einen Job, nette Kollegen und auch neue Freunde. Und das wichtigste - mein Kind hat sich hier sehr gut eingelebt (wie ich auch). Ich würde das alles hier auch sehr vermissen... Die Entscheidung war also gefallen...

Ich hatte mir eine Frist gesetzt, zu wann ich aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen wollte - Ende des Jahres wollte ich eine eigene Wohnung und die ganze Sache hinter mir lassen.

Innerhalb von drei Wochen hatte ich auch eine neue Wohnung - dreieinhalb Zimmer mit Balkon. Ich war so froh und glücklich, als ich letzte Woche Dienstag meinen Mietvertrag unterschreiben konnte. Es war der erste Schritt. Nein - eigentlich ja der zweite, denn die Trennung war der erste Schritt. Und jetzt, einige Zeit und einige Gedanken später, bereue ich es nicht mehr. Anfangs habe ich es sehr bereut, aber nun nicht mehr.

Ich habe mich selbst in den Hintern treten müssen, um mich wach zu rütteln, um mir zu sagen, dass ich mein Leben in die Hand nehmen muss, für mich selbst und für die Kleine.

Es wird zwar schwer werden, das weiß ich, aber es ist nicht so, dass ich nicht den Mut habe und den Elan mich durchzubeißen.

Es ist ein steiniger Weg, aber ich werde ihn nicht allein gehen. Ich habe Freunde und Familie, die hinter mir stehen und zu mir halten. Das ist ein gutes Gefühl - ein wichtiges!

Kleine oder doch große Schritte in eine neue Zukunft.

...to start something new...