Fallstudie

29.11.2006 um 16:43 Uhr

Treffen sich Christkind und Rentier beim Arzt...

Um diese Baby-Sache noch ein bisschen abzurunden, ist mir folgende Ungeheuerlichkeit eingefallen.

Was kennt man eigentlich für Leute?

Vor ungefähr zwei Jahren war es. Ich - ein nach acht Jahren Beziehung verlassener Single ohne Selbstbewusstsein und mit nichts als Bitterkeit im Herzen - bin bei einem befreundeten Paar eingeladen, das im vergangenen Jahr geheiratet hat. Fehler Nummer eins - weiß  man doch, dass frisch verheiratete Paare zu Missionstätigkeiten neigen und jeden unverheirateten und unbepartnerten Mitmenschen ansehen, als wäre er ein kleines knuffiges Negerbaby kurz vorm Verhungern.

Ebenfalls eingeladen war mein Kindergarten-Freund Olli nebst Lebenspartnerin, die zwar nicht mit einer taufrischen Heirat aufwarten konnten, dafür aber mit einem 11 Monate alten Unfall namens Lukas.

Besagte Lebenspartnerin - nennen wir sie mal Kathi - ist angehende Grundschullehrerin, die eigentlich immer so spricht, als würde sie einem Sechsjährigen etwas erklären, ihn dabei salbungsvoll anlächeln und ihm permanent über das blondgelockte kleine Köpfchen streicheln.

Der Abend ging noch ganz angenehm an, mit ein paar Snacks und diversen Getränken auf der Dachterrasse der großzügig geschnittenen Wohnung. Bis, ja bis das Thema auf das Unausweichliche kam, das, was ich hätte ahnen müssen. Die private Situation eines jeden Anwesenden wurde nun seziert. Ich klammerte mich an meiner Zigarette fest und rauchte, als wäre der Teufel hinter mir her - eine Tatsache, die Ollis bessere Hälfte mit demonstrativem Luft fächeln und mehr oder weiniger diskretem Hüsteln kommentierte. Bitte! Immerhin saßen wir draußen. Als ich an der Reihe war - frisch Verheiratete und junge Muttis sind da wirklilch unerbittlich - war klar, dass die beiden keine Milde walten lassen würden. Sie suhlten sich in ihrem Erfolg, sie bohrten nach, worans denn bei mir läge - im Hinterkopf immer die Genugtuung "MIR wäre sowas nicht passiert!" - und der Stolz auf den gut gebauten blonden Ehemann bzw. auf den strammen kleinen Hosenscheißer quoll ihnen aus allen Öffnungen.

Ich wurde immer kleinlauter und schließlich baute sich langsam, aber stetig doch der Trotz in mir auf. Ich habe schließlich auch meinen Stolz! Und ich zog schließlich richtig vom Leder. Dass ich sehr zufrieden sei in meiner Freiheit, dass es für eine echte Persönlichkeit wichtig sei, sich zu entwickeln und sich nicht in seinem bescheidenenen kleinen Leben mit Mann und zwei Kindern einzurichten und nichts mehr zu hinterfragen, dass ich absolut nicht verstehen könne, wie man plötzlich aufhören könne, seinen Horizont zu erweitern, nur weil man sich nach einem Mann richten müsse etc.

Und dann tat sie es! Kathi ergriff mit ihrer "ich bin die Krone der Schöpfung, weil ich ein Kind gebar, aber mach dir nichts draus du armselige unglückliche Frau"-Miene und ihrer Grundschul-Stimme das Wort und sagte folgende Sätze zu einem tatsächlich unglücklichen,trotzigem, gerade eben sechsundzwanzig gewordnen Single:

"Also, ich bin ja soo froh, dass ich schon mit vierundzwanzig Mutter geworden bin." Künstlerische Pause. Gnädiger Blick zur Seite, geschuldet seiner Beteiligung an diesem Wunder. "Nich, Olli?" Kopfnicken von meinem bemitleidenswert unmündig gewordenem Kindergarten-Freund. "Es ist ja allgemein bekannt, dass die Fähigkeit, Kinder zu bekommen, ab fünfundzwanzig rapide abnimmt!"

Sprach´s, lehnte sich mit einem siegessicheren Grinsen in ihrem Gartenstuhl zurück, zupfte den Kragen ihrer altrosafarbenen Bluse zurecht und hörte mich zwischen zwei Gesprächsfetzen der Anderen gerade noch nach Luft schnappen...

28.11.2006 um 20:32 Uhr

Diesmal kommt das Rentier

Hab ich eigentlich schon mal von meinem Hund erzählt? Mein lieber, schnuffiger, süßer, goldiger und absolut einzigartiger Hund, den ich nur alle paar Wochen sehe, weil es genaugenommen der Familienhund bei meinen Eltern ist? Nein?

Mein bevorzugter Kosename für sie (es ist eine sie!) ist Nuzi und immer wenn ich zu Hause im Norden bin, gehe ich lange mir ihr spazieren, schmeiße Stöckchen, bringe ihr neue Sachen bei (ich hab ihr zur Bewunderung aller ein wirklich gelungenes "Mach tot" beigebracht...)

Ich liebe sie sehr, aber irgendwie sind mir diese Gedanken grade unheimlich....

Kann es sein, dass ich das tue, was man in der Fachsprache Übertragung nennt?

Ich glaub das Baby-Ding ist noch nicht durch.... Stay tuned! *g

28.11.2006 um 16:07 Uhr

Das Christkind kommt ... oder nicht

Ich hätts ja sehr gerne ein bisschen spannend gemacht, aber Fakt ist: ich bin - laut TESTA-med Schwangerschaftsfrühtest (cooles Wort zum Galgenmännchen spielen...) nicht schwanger.

So, und wo bleibt dann jetzt die rote Zora?

Nunja. Ich bin fast ein klitzekleines bisschen enttäuscht. Aber nee, eigentlich ist es auch besser so. Was hätte ich denn meinen Eltern sagen sollen? Dass ihre Tochter mit 27 Mutter wird? Pfft - was für ein Skandal!

Also bin ich erleichtert. Habe ich beschlossen. Schade ists trotzdem.

27.11.2006 um 18:38 Uhr

ach ja ...

Und übrigens....

Happy Birthday du Arschloch!

Ich hoffe, deine kleine farblose Frau hat einen drögen und geschmacklosen Kuchen für dich gebacken und ihr haltet eine langweilige und einschläfernde Konversation über ihren Plan, sich verbeamten zu lassen, während du die baumwollenen Unterhosen auspackst, die sie dir von Tschibo besorgt hatte. Die Karte hat sie mit neonfarbenen Filzstiften geschrieben: "Happy Birthday" in rosa, "mein Schatz" in orange, und "In Liebe, deine ..." in blau und grün abwechselnd.

Und heute nacht gibts wahrscheinlich den einfallslosen Geburtstags-Fick (Missionarsstellung natürlich - alles andere ist euch beiden christlichen Saubermenschen zu schmutzig) und ich vermute mal, beim Einschlafen erwischt dich dann zu guter Letzt doch noch der Flash....Du bist gut im Verdrängen Freundchen, aber nicht SO gut!

Welche Bilder sind es, die dich überwältigen? Das würde mich mal wirklich interessieren. Wir waren vielleicht nicht immer glücklich, aber verdammt noch mal - wir haben gelebt! Gefühlt, gestritten, geliebt, geweint und geredet!

Tja, und so ist es jetzt letztendlich gekommen. So niedrig und unwürdig. Du sitzt an deinem Geburtstag in deinem konstruierten Nichts-Sehen-Nichts-hören-Nichts-sagen-Leben mit deiner absolut austauschbaren und bemitleidenswerten Frau und mir ist es untersagt, dir auch nur einen kleinen Gruß zukommen zu lassen.

Aber ich verstehe das schon. Ein Wort von mir, eine lebendige Erinnerung, und dein ganzes Kartenhaus würde zusammen stürzen. Du hast es selbst gesagt: "Ich schaffe es nicht, dich zu treffen. Ich komm damit nicht klar! Ich weiß doch erst jetzt wirklich, was ich an dir hatte..."

Nun ja - zum Glück gibt es den Blog. Eine schöne gediegene Gift und Galle-Gratulation und ich fühle mich befreit. Mein Geburtstags-Gruß an dich bleibt nicht ungehört.

Ein paar Leute werden es lesen, und sie werden dich sehen wie ich dich sehe und nicht das Still-Leben, das du von dir geschaffen hast.

Happy Birthday du Arschloch!

27.11.2006 um 17:52 Uhr

Das Christkind kommt.....

Ich bin heute morgen von einem schweren Schock geweckt worden:

Ich lag - noch im friedvollen Delirium kurz vorm Aufwachen - also nichtsahnend dösend, warm in die Federn gekuschelt im Bett, als sich etwas aus den Tiefen meines Unterbewußtseins langsam, aber erbarmungslos nach oben arbeitete.

Irgendwas habe ich vergessen... oder wahrscheinlich sogar verdrängt...

Ich drehte mich, streckte wohlig schnurrend alle Viere von mir, als es mir plötzlich durch alle Glieder fuhr: Da war doch was....

Ich hätte längst schon meine Tage haben müssen! Schon Mittwoch oder Donnerstag!

So eine Scheiße! Das ist doch ein Witz! Jetzt bin ich vielleicht schwanger oder was? Was mach ich denn jetzt? Wie lange wartet man ab bis zum Test? Kann mal bitte jemand diese Sache in die Hand nehmen? Ich bin damit völlig überfordert!

Ach, wahrscheinlich ist eh nix passiert. Nee nee. Kann ja eigentlich gar nicht.

Oder doch.....?

Son Mist!

23.11.2006 um 17:04 Uhr

Der Duft des Geldes

Ich habe es heute morgen hinter mich gebracht!

Mein erstes Vorstellungsgespräch. Lief anders als erwartet. Sie wollten mich - ich sie aber nicht. (Thema: Wirtschaft und Finanzen - sowas braucht doch kein Mensch!)

Hat man sowas schon gehört? Gleich beim ersten Gehversuch schon Ansprüche stellen - ob ich wohl ne ganz schön überhebliche Sau bin.....?

Habe mir ein paar Wochen Zeit ausbedungen. Werden sehen.

Und jetzt warte ich noch dringender auf Antwort von MEINER Stelle. Die, die ich unbedingt haben will. Die, an der jetzt schon mein Herz hängt. Die einzige, für die ich echte Motivation entwickeln könnte.

Also drückt mir die Daumen Leute, weil sonst versauere ich bald bei Leuten mit Wall-Street-Gehabe und werde zu einer Tussi, die ständig die "Financal Times" unter dem Arm trägt...

21.11.2006 um 17:29 Uhr

Ich will Pippi Langstrumpf sein!

Jawohl, ich bekenne. Ich bin arbeitslos.

Ups - nein, korrigiere: arbeitssuchend. "Arbeitslos" - das würde mein Coach gar nicht gerne hören. Das klingt so unmotiviert und irgendwie auch armselig.

Ich komme "frisch von der Uni" soll ich sagen, weil das so beschwingt und ehrgeizig klingt. Dabei bin ich schon seit Juni fertig mit dem Studium und meine Angst und Frustration wächst mit jedem Tag. Nicht mal, weil ich besonders viele Absagen bekomme, nee, das Problem ist, dass ich nicht mal Stellenanzeigen finde, die ansatzweise auf mich zugeschnitten wären.

Ich bin aber dafür seit ein paar Wochen stolzer "Besitzer" eines Coaches - freundlicherweise vermittelt und zur Verfügung gestellt von der Agentur für Arbeit. Der sagte mir bei unserem ersten Treffen, ich sei eine bildhübsche Frau, und er sei ja schließlich auch nicht immer professionell, sondern, naja.... - in erster Linie auch Mann und somit ab und zu eben auch ... "schwanzgesteuert". Sachte er so.

Da merkte ich natürlich gleich: jetzt kann nichts mehr schief gehen. Mit so einem Mann an meiner Seite (gelernter Dachdecker, selbsternannter Charmeur und Frauenheld und aufgrund seiner umwerfenden persönlichen Fähigkeiten eine goldene Karriere gemacht - *räusper*  ... beim Arbeitsamt!) bin ich bestens gerüstet, um den Reichen und Mächtigen dieser Welt Aug in Aug gegenüberzutreten.

Jetzt fahre ich alle ein bis zwei Wochen für mein sauer erspartes Hartz4-Geld (das sich auch nicht schlecht ab und zu mal in nem schönem Latte Macchiato machen würde.... is aber nur meine persönliche Meinung...) mit Bus und Bahn quer durch die Stadt, um mir erzählen zu lassen, dass es bei der Arbeitssuche zuerst mal darauf ankommt, Persönlichkeit und Motivation zu zeigen. Wow! Das nenn ich mal Fachkompetenz. Da sind die 45 Minuten Fahrzeit in einer muffigen und vollgemüllten Bahn natürlich gleich vergessen und ich hänge mit glänzenden Augen an seinen Lippen: Der Mann hat Ahnung! Der weiß, wovon er spricht! Von dem kann ich noch ne Menge lernen.... (Vor allem, wenn ich am End doch noch entscheide, mein Geld im horizontalen Gewerbe zu machen - da könnte ich bestimmt EINIGES von ihm lernen - holla, ich mags mir kaum vorstellen...)

Aber das Schlimmste ist ja in echt nicht mein Coach. ICH - ich bin das Problem. Ist es normal, dass ich höllische Angst davor habe, jeden Tag acht Stunden gebunden zu sein, an einen Job, den ich vielleicht nicht mal mag? Ist es normal, dass ich das Gefühl habe, dass alles nur ein Missverständnis ist, und dass ich auf der Uni eigentlich überhaupt nichts gelernt habe, was mich irgendwie für irgendwas qualifiziert? Ich kann doch eigentlich gar nichts und jeder, der mich in einem Augenblick der sozialen Barmherzigkeit oder in einem Moment der geistigen Umnachtung einstellt, würde diese Entscheidung nach zwei Tagen bereuen.  Irgendwann würde in anbetracht meiner Unfähigkeit überall die Vermutung laut, dass mein relativ gutes Zeugnis noch aus Stasi-Beständen stammt und viel Geld gekostet hat. Und dann würde ich gemobbt werden, alle würden mich auslachen. Und ich würde mich jeden Tag auf der Betriebstoilette einschließen, um in Ruhe ein bisschen zu weinen....

Ist es normal, dass ich in wenigen Jahren dreißig bin und trotzdem höllische Angst davor habe, erwachsen zu werden....?

14.11.2006 um 19:21 Uhr

Der Eintrag, der mittendrin zur Tierfabel wird....

Ich habe schon gaanz lange nicht mehr an einen bestimmten Monsieur gedacht...

Ganz lange bedeutet im Moment für mich etwa 2einhalb Stunden, aber davor zählt nicht - da war ich in seinem Haus. In dem Haus, wo er bis vor zwei Wochen gewohnt hat und in dem - Zufälle gibts im Leben, die gibts gar nicht - auch meine beste Freundin wohnt.

Es mag Leute geben, die es für bedenklich halten mögen, dass ich anteilsmäßig soviel über denjenigen nachdenke, den es in meinem Leben eigentlich gar nicht mehr gibt und sowenig über denjenigen, der jeden Tag mit mir aufsteht und lebt und leidet und sich freut. Aber ich nicht. Ich halte das für ganz doll gesund... Und dafür gibt es Gründe, dass ich das so sehe:

Aufarbeiten ist ja so ne Sache. Aufarbeiten muss man eigentlich nur schlimme Sachen. Oder hat schon mal jemand jemanden sagen hören: "Boah scheiße du - ich hab grad zweihundert Euro auf der Strasse gefunden! Das muss ich jetzt erstmal aufarbeiten..."? Ergo: Wenn es nichts zu überdenken und nichts aufzuarbeiten gibt, läuft es eigentlich bis auf die üblichen Problemchen ziemlich gut für ein Paar. Außerdem ist Aufarbeiten ne gute Sache, weil danach das Aufzuarbeitende quasi neutralisiert ist. Zu Pulver zerstäubt, oder zu Gas verpufft, oder zu Krümeln zerdrückt. Es bleibt nicht mehr viel.

Dann ist da noch die Sache mit der Gesundheit: Eine gesunde Beziehung mit zwei gleichberechtigten Partnern, die sich auf Augenhöhe begegnen, verläuft die meiste Zeit gefühlsmäßig wie ein langer ruhiger Fluss.... Man ist zufrieden und fühlt sich wohl, aber tobende Gefühlsausbrüche und verzweifelte Weinkrämpfe sind eher selten.

Die Regel hingegen sind diese absoluten Mega-Tiefs bei einer Beziehung mit zwei ganz und gar verschieden mächtigen Partnern und einem absolut ungesunden Ungleichgewicht. Einer braucht den Partner viel viel doller als der einen selbst, und derjenige spielt immer und immer wieder diese emotionale Macht aus, bis der Schwächere  von beiden (der übrigens im Leben komischerweise immer total stark wirkt) nicht mehr kann, sich erniedrigt und demütigt, nur damit der andere bleibt....Sowas bleibt viel länger in den Knochen als bei demjenigen, der einfach nur mit den Fingern zu schnippsen hatte - ist doch klar...

Zum bitteren Ende wird dann aber der Schwächere doch verlassen und kämpft ums Überleben, kann nicht mehr, kann wirklich absolut nicht mehr, rappelt sich doch wieder auf, ist trotzdem für Jahre aus dem Verkehr gezogen und fängt am Ende doch wie ein Maulwurf wieder das Graben an, bis er die ersten Strahlen der Sonne sehen kann und sich durch schlammige Erde nach draußen wühlt.....an die frische Luft, da, wo das Licht ist, und die Wärme....

Das wiederum ruft dann den stärkeren (inzwischen Ex-) Partner auf den Plan wie einen alten Aasgeier, denn so hatte er sich das nun auch wieder nicht vorgestellt. Der Maulwurf sollte doch schön in der dunklen Erde warten, und schweigend abwarten, ob sich nicht früher oder später doch noch Verwendung für ihn findet. Denn: davor hatte der Geier sich ja die ganze Zeit gefürchtet: Dass er feststellt, dass das Leben nie wieder so süß schmeckt wie mit dem Maulwurf und dass niemand mehr so schöne Geschichten erzählen kann und dass niemand so lieb ist wie der Maulwurf. Und plötzlich ist es wirklich so. Fühlt sich scheiße an, aber er braucht ja nur zu schnippsen. Denkt er. Denkt er aber falsch. Und dann versucht der Geier zu tricksen und zu zetern und mit den Füßen aufzustampfen, aber bumms: der Maulwurf kanns nicht mehr hören. Der Maulwurf ist plötzlich stark geworden, macht einmal "pfffft", macht auf dem Absatz kehrt und geht davon... Ein anderer Maulwurf gesellt sich dazu und nimmt den ersten Maulwurf an die Hand und beide spazieren in den Sonnenuntergang und scheinen wirklich glücklich zu sein, ohne Spielchen und ohne Machtkämpfe, auch ohne große Liebesszenen mit schweren Symphonien und Streichquartetten im Hintergrund - nur mit ein bisschen sich Wärmen und die Nasen aneinanderstubsen.

Nur der Geier, der hat aus dieser Geschichte wohl immer noch nicht gelernt. Er nimmt sich ein Stinktier, stülpt ihm ein altes Maulwurfsfell über und zieht es mit in sein Nest. Schade - sein Nest wird nun ein Leben lang stinken, ohne dass er es merken wird. Er will nur einen Maulwurf gewonnen haben und redet sich so lange das verkleidete Stinktier schön, bis er selbst glaubt, es sei ein Maulwurf....und setzt einfach eine Nasenklammer auf.

Und die Moral von der Geschicht....? Man fängt an, will sich ganz ernsthaft auf seine Gefühle hin überprüfen und dann? Dann landet dann mitten in einer ganz wirren und bescheuerten Fabel mit Maulwürfen und Geiern - obwohl die sich in freier Wildbahn doch nie begegnen. Das weiß doch jedes Kind! .....Sachen gibts...tztztz