Engelchen links, Teufelchen rechts
Wie heißt es doch so schön in einem Ärzte-Song? "Ich hab schon viermal onaniert, weil hier einfach nichts passiert"
Ganz so drastisch möchte ich es natürlich nicht formulieren, da ich ja zumindest dreiviertel des Tages arbeite wie eine Bekloppte. Aber danach? Letzte Woche zum Beispiel habe ich meine Bücher (und davon gibt es einige!) sortiert - und zwar erst nach Genre, dann nach Alphabet. Ich trinke Kaffee, wenn ich nach Hause komme. Super Sache, die Zubereitung dauert fünf Minuten - die sind dann schon mal rum. Ab und zu telefoniere ich auch. Ich checke meine Mails, gucke hier im Blog, sauge meine Soaps auf. Aber sonst? Nicht viel.
Gibt es Highlights? Öhm... nö. Vielleicht die gelegentlichen Besuche bei meinem Piercer. Die sind aber selten geworden, seit wir an einem "ernsthaften" Date herumdoktern. Oder wenn ich mich entschließe, mir einen Shopping-Bummel zu gönnen und wenn ich dann auch WIRKLICH was finde, das isn auch n Highlight.
Hach, ich bade in Selbstmitleid. So MUSS doch das Leben nicht aussehen, auch nicht mit annähernd dreißig. Ich sollte echt wieder rauchen. Dann könnte ich mich mit meinen Zigaretten über mein Tagebuch setzen und hemmungslos rumdenken, rumheulen, rumphantasieren - einfach voll aufgehen in dem ganzen Emo-Kram. Aber ohne Kippen - ist das doch nur der halbe Spaß.
Ich sollte etwas ausprobieren, was ich noch nie gemacht habe. Mir ein Hobby suchen. Drogen oder Sport böten sich an. Eins von beiden. Mal sehen.
