Von Doris und ner E-Gitarre
Oh, was bin ich doch eine treulose Tomate!
Mit Grauen sehe ich, dass ich in meiner Zeitleiste (da rechts...) ein ekliges, triefendes Loch von 3 (!!!) Monaten habe.
Vielleicht fehlen mir in letzter Zeit einfach die Worte. Wortwörtlich. Das muss sich ändern. Dringend.
Ich könnte Sachen erzählen, aber sie erscheinen mir so blöd. So normal, verstehen Sie? Ich bin ja jemand, der latent immer das Drama sucht, die Päsch´n und das ganz ganz große Gefühl. Doch mit einem lauten Schwupps scheint sich mein Leben geändert zu haben. Da gibt es im Höchstfall noch eine Geschichte von meiner nervigen Kollegin Doris. Aber wen interessierts?
Doris ist nämlich AUCH so blöd. Doris reizt mich zum Fremdschämen. Doris trägt türkisblau schimmernde Blazer, kombiniert mit Wanderschuhen und cremefarbenem Seidenschal und hält sich für elegant.
Doris besitzt eine ausgeprägte Profilneurose und möchte alles genau so wie sie es eben möchte. Ansonsten gibts genäselte Einwände und pseudo-freundliche Belehrungen. Ich füge mich ... und denke mir meinen Teil. Nützt ja nix. Und ich bin faul....
Sehr schön war übrigens folgende Sitewation: Der neue Geschäftsführer bereist unseren kleinen Laden und wird zu ihr ins Büro gebeten. Bekommt mit viel Herumscharwenzeln und angedeuteten Knicksen Tee angeboten (obwohl er, wie ich später feststellte eher passionierter Kaffeetrinker ist), hört von Doris viele "Hach wie schön Sie kennenzulernen" und "Legen Sie doch bitte ab, setzen Sie sich" und bekommt anschließend ungefragt ihre Lebensgeschichte zu hören. Eine Erfolgsstory - natürlich!
Ich sitze -Statistenrolle- daneben, schäme mich fremd und höre plötzlich folgenden Satz von ihr, in einem Singsang vorgetragen und mit einem versucht neckischen Grinsen in ihrer Hackfresse: "Tja, lieber Herr Aschentreter, und ich möchte Ihnen natürlich auch nicht verschweigen, dass ich es dort bis zur Chefredakteurin gebracht habe...." und lässt diesen Satz wirksam verklingen.
Herr Aschentreter lächelte sichtlich unbehaglich. Vielleicht muss man wissen, dass sie von einer Fachzeitschrift für Pferdebedarf sprach. Macht´s das komischer? Für mich auf jeden Fall.
Ich wand mich in meinem Sessel und schmulte rum. Heißt: ich versuchte das aufkommende Glucksen in den Griff zu kriegen. Mein Fazit von diesem Tag: Schleimen darf man, aber doch bitte etwas subtiler.
Das Gegenprogramm gab es aber immerhin auch: Der Männe und ich rocken. Die letzten Abende haben wir mit seiner E-Gitarre verbracht, die er unter lautem Protest wieder hervor gekramt hat. Er spielte und ich wippte mit dem Kopf. Das war schön! Mein Projekt für 2010 ist es nämlich, diesem Talent nicht zu erlauben, es verkümmern zu lassen.
Tja, liebe Freunde. Wie Ihr seht, habt Ihr nichts verpasst. Und das nächste mal verrate ich Euch, warum ich plötzlich in einer Villa wohne...
Pfürti, Servus und Baba.... und ein frohes neues Jahr! :-)

Wat bin ick froh, dass Du nur der Normalität zum Opfer gefallen bist!
Aber......zu Deinem Eintrag:
Ahhhhjaaaa.....verrat mir doch bitte noch eines: Doris hat nicht zufällig noch ein Pferdegebiß?
Und warum ist sie eigentlich nicht mehr Chefredakteurin bei den Vierbeinern?
Und wer hat sie befördert? Ein Pferd?
Uaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!!
Doris hat zwar kein Pferdegebiss, ist aber trotzdem eine optische Zumutung. Lass uns nicht mehr über sie reden - sie macht mir schlechte Laune!!!
Tjaja, die lieben Kollegen...
Dann leg mal los: Hochzeit, Villa, Chaufeur?
Datt Frollein Windkraft ist auch hier wieder aktiv... sehr schön.
Lange nix gelesen und doch wieder erkannt! *g*
Villa Kunterbunt, oder was?! *g* Und die Doris spielt den großen Onkel... *wieher* ;-)