Weblog von Hans-Wolfgang

27.09.2008 um 17:55 Uhr

fest in deiner Hand

von: tao

 

 

Ist ein geliebter Mensch fern von uns,

wächst unsere Zuneigung zu ihm.

Liebe bedeutet, auch gönnen zu können. Wer seinen Partner im Käfig hält, wird ihn beim ersten Türöffnen verlieren.

Jemand wollte den Sand nicht verlieren, weil er so kostbar war. Er presste ihn ganz fest in seine Hand. Der Sand rieselte durch die Finger und war nicht aufzuhalten. Lässt man den Sand jedoch offen auf der Hand liegen, bleibt er einem erhalten.

Genauso ist es auch in der Beziehung. Lässt man seinem Partner alle Freiheiten, hat er keinen Nachholbedarf und wird auch nicht bei der nächstbesten Gelegenheit fremdgehen oder türmen.

Wenn unsere erfahrbare Welt nicht so ist wie in der Vision vom Paradies, muss normalerweise das utopische, das unrealistische Bild der Realität Platz machen. Macht man sich aber gerade das Bild vom Paradies zum Maßstab für die Wirklichkeit, um neu zu ihr in Beziehung zu treten, dann vermittelt das Bild einen ver-rückten Blick auf die Welt.

Die heile Welt ist etwas, das wir als Realität hier und heute nicht kennen; das heißt: Dieses Bild ist mit Sehnsucht verbunden. Es ist wichtig, dass wir uns an dem orientieren, was unsere Vision ist; denn unsere Träume und Visionen sind ja der Motor unseres Handelns.

 

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