Taoistische Reflektionen

07.11.2005 um 02:59 Uhr

Tao Te King 4 (8)

von: tao

All meine Anstrengungen werden unvollkommen sein. All meine Resultate werden mangelhaft sein, denn die Anstrengung genau so wie das Ergebnis, beides, kam aus mir. Meine Handlungen können nicht größer sein als ich selbst. Meine Errungenschaft kann nicht über mich hinausgehen. Alles wird innerhalb der Grenzen meines Wesens sein. Unsere Aktionen kommen aus dem Inneren unseres Wesens heraus. Wir können nicht besser sein als wir es sind, obwohl wir immer dabei sind, den Versuch zu unternehmen, besser zu sein, als wir es sind. Nur dies läßt Melancholie aufkommen. Die Anstrengung ist groß, aber das Resultat ist gleich Null. Die gleiche Unvollkommenheit zeichnet sich im Ergebnis ab. Wir gehen im Kreis und begegnen unserem eigenen Selbst ! Wenn der Sucher unvollkommen ist, wird, was immer er erreicht, unvollkommen sein. Wir können nichts mehr als uns selbst erreichen.

Das ist die Sachlage. Wir sind in der Mitte – unvollkommen, unvollständig. Das unvollständige Denken strebt danach, perfekt zu sein. Aus der Unvollkommenheit wird die Sehnsucht geboren – das Verlangen, perfekt zu sein. In der Vollkommenheit gibt es kein Verlangen nach Perfektion. Das wäre sinnlos. Es liegt an der Unvollkommenheit, daß die Sehnsucht nach Perfektion entsteht. Das Verlangen geht immer nach dem Entgegengesetzten. Wenn wir arm sind, streben wir nach Reichtümern. Wenn wir krank sind, verlangen wir nach Gesundheit. Wir sind unvollkommen, also streben wir danach, perfekt zu sein. Die Sehnsüchte sind alle logisch und plausibel. Es ist natürlich, daß das Verlangen nach Vollkommenheit in einem unvollkommenen Denken entstehen muß. Es kann keine Entwicklung in diese Richtung geben, denn der Unvollkommene kann durch keinerlei Anstrengung zum Vollkommenen werden, durch keine Übung, kein Sadhana und keinerlei körperliche Anstrengung. Alle Sadhanas, alle Übungen entwickeln sich aus dem Unvollkommenen heraus und werden immer den Stempel der Unvollkommenheit tragen. Wenn ein unvollkommener Mensch Vollkommenheit erlangt, dann war er niemals unvollkommen, andernfalls hätte Unvollkommenheit keinen Sinn. Dies ist der Stand der Dinge. Alle Anstrengungen des Menschen, all seine Unternehmungen – egal in welche Richtung – zielen alle darauf ab, Perfektion zu erreichen. Aber Lao-tse sagt: "Sei leer !" Er sagt: "Sei auf der Hut vor jeglichem Gedanken daran, perfekt zu sein, denn das ist die Falle; nur dies ist die Pest, die den Menschen zerstört." Deswegen – erkenne dich selbst, verstehe, daß du nicht der Verführung erliegen darfst, perfekt zu sein. Sei leer, sei eine Leere, und das Wunder ist: So bald, wie wir leer werden, werden wir erfüllt, wir sind vollkommen ! Die Leere ist das vollkommenste Potenzial auf dieser Erde.

06.11.2005 um 02:23 Uhr

Ko Hsuan 5 (7)

von: tao

Ko Hsuan kann nicht das meinen, was die deutsche Übersetzung aus dem Chinesischen in unseren Köpfen als Eindruck entstehen läßt. Es heißt da: "Wenn der Mensch die Macht erlangt, das zu transzendieren, was sich verändert..." Nein. Dem Geist des Tao gemäß müßte dies heißen: "Wenn der Mensch sich der Macht des Tao ergibt, transzendiert er das, was sich verändert." Das ist nicht etwas, das wir ständig aufrechterhalten müssen, auf das wir achtgeben müssen, sonst würden wir es verlieren... Unsere Heiligen sind ständig auf der Hut. Sie wissen ganz genau, sogar wenn sie sich auch nur einen einzigen Moment entspannen, werden sie ihre ganze Reinheit verlieren. Sie ruhen nicht in ihr, es ist nicht natürlich für sie, es ist etwas künstliches, willkürliches; sie haben es sich selbst aufgesetzt und aufgezwungen. Wir brauchen nicht Atmen zu praktizieren, wir brauchen uns nicht ans Atmen zu erinnern; sonst wären wir schon jetzt seit langem tot, denn das kann jederzeit passieren, daß wir aufs Atmen vergessen – eine schöne Frau geht vorbei imd wir vergessen das Atmen – und Schluß Ende ! Das ist der Schlußstrich. Dann könnten wir nicht wieder atmen. Aber das Atmen setzt sich fort, sogar während wir schlafen – nicht nur während wir uns im Tiefschlaf befinden, sogar wenn wir in einem Koma sind, geht das Atmen weiter; es hängt nicht von uns ab. Tao sorgt für unsere Atmung; es ist natürlich. Unser Blut zirkuliert ständig, Tag ein, Tag aus, Jahr ein, Jahr aus. Jahrhundertelang dachten die Menschen für gewöhnlich, daß es im Körper keinen Blutkreislauf gäbe; das Blut würde einfach den Körper ausfüllen, wie Wasser einen Topf ausfüllt. Es ist erst dreihundertfünfzig Jahre her, daß entdeckt wurde, daß das Blut nicht einfach nur den Körper füllt; es zirkuliert ständig, es zirkuliert mit sehr großer Geschwindigkeit in einem fort. Dies hält unsere innere Welt lebendig und dynamisch. Wer läßt unser Blut zirkulieren ? -- sicherlich nicht wir, sonst könnten wir es vergessen. Wer verdaut unser Essen ? -- sicherlich nicht wir. Tatsächlich würden wir uns den Magen verderben, wenn wir uns ganz auf unsere Verdauung konzentrieren würden. Man kann ein kleines Experiment vierundzwanzig Stunden lang ausprobieren: Wenn wir essen, brauchen wir bloß darauf aufmerksam sein, daß das Essen nun in den Magen kommt; wir hätten es nun zu verdauen. Und die Probleme werden beginnen: Wir werden uns schwer fühlen und wir werden nicht wissen, was wir tun sollen, wie wir verdauen sollen. Wenn wir uns dessen bewußt bleiben, daß das Essen im Magen ist und nun verdaut werden muß, sind wir schon fast unfähig, irgendetwas zu tun. Dann brauchen wir bloß noch ein paar Yogaübungen tun, auf dem Kopf stehen, joggen, herumhüpfen, und innerhalb von vierundzwanzig Stunden werden wir uns den Magen verdorben haben; wir werden den ganzen Prozeß gestört haben. Es braucht uns überhaupt nicht dazu. Ist das Essen erst einmal unseren Hals hinuntergerutscht, brauchen wir uns nicht mehr darum zu kümmern; Tao kümmert sich darum.

05.11.2005 um 00:00 Uhr

Ko Hsuan 5 (6)

von: tao

Jesus tat niemals irgendwelche Wunder. Wenn er irgendwelche Wunder getan hätte, würde sich all die Juden bekehrt haben; sie würden ihn nicht gekreuzigt haben. Das ist genug Beweis dafür, daß er niemals irgendwelche Wunder vollbrachte. Und all die Wunder, die von den Christen propagiert werden, sind erfunden. Diese Christen haben alle dasselbe Denkmuster, das gleiche Verlangen, den gleichen Ehrgeiz: "Wie kann unser Herr ohne Wunder sein ? Wenn ganz gewöhnliche Propheten soviele Dinge bewirkt hatten, wie kann da unser Herr ohne Wunder bleiben ?" Also haben sie sogar bessere Wunder erfunden, großartigere Wunder als die von all den Propheten.

Aber Jesus war viel mehr ein Mensch des Tao. Er war wohl wirklich ein Mensch, der religiös genannt werden kann.

Es gibt eine schöne Geschichte, die nirgendwo aufgeschrieben worden ist. Sie muß wohl von einem Meister zu einem anderen gegangen sein, bloß mündlich überliefert: Moses, Abraham und Hesekiel, drei altertümliche Propheten, saßen unter einem Baum im Himmel und sprachen über große Dinge, redeten über das Alte Testament. Da sagte Abraham plötzlich: "Wir wissen alles über das Alte Testament. Wäre Jesus jetzt hier gewesen, hätte er uns etwas über das Neue Testament erzählt."

Moses lachte und er rief einen Jungen, der gleich neben dem Baum saß und sagte: "Jesus, bitte geh und bring drei Tassen Kaffee für uns."

Abraham war schockiert. Das ist Jesus ? Und Jesus stand auf und ging, um für die drei alten Propheten drei Tassen Kaffee zu bringen.

Nur Jesus kann das tun – so äußerst machtlos. Seine Machtlosigkeit ist sein Wunder: Er hat sich selbst total anulliert. Sie hatten nicht einmal gemerkt, daß er da war, daß er neben dem Baum saß. Er sagte kein einziges Wort, er sagte nicht: "Ich bin Jesus Christus, der eingeborene Sohn Gottes. Und was sagst du zu mir ? Ich soll losziehen und drei Tassen Kaffee für euch bringen ? Geh doch selbst ! Wie sprichst du überhaupt mit dem Sohn Gottes ?" Aber er stand einfach auf und ging.

Nur Jesus kann das tun, oder Lao-tse oder Ko Hsuan oder Bodhidharma oder Basho. Dies sind Leute, die den ganzen Powertrip, die ganze Nummer, das Spiel mit der Macht aufgegeben haben.

Wenn ein Mensch als getrennte Entität ganz machtlos wird, dann transzendiert er das, was sich verändert. Dann verweilt er in Reinheit und Stille. Diese Reinheit, die ihn überkommt, ist nicht von außen kultiviert worden.

04.11.2005 um 03:08 Uhr

Südliches Blütenland 6/4 (2)

von: tao

Wenn wir eine Erklärung abgeben,

dann deutet die Erklärung immer auf das, was tot ist.

Die Philosophie hat Erklärungen, also kann sie nicht sehr lebendig sein.

Und man kann keine Leute finden, die mehr tot sind, als es Philosophen sind –

das Leben ist abgeebbt, das Leben ist aus ihnen ausgelaufen.

Sie sind Schrumpfköpfe, wie tote Steine.

Sie machen viel Lärm, aber da ist keine Musik des Lebens.

Sie haben viele Erklärungen, aber sie haben komplett vergessen,

daß sie nur Erklärungen in ihren Händen halten.

Eine Erklärung ist wie eine geschlossene Faust. Das Leben ist wie eine offene Hand.

Sie sind total verschieden.

Und wenn die Faust völlig geschlossen ist,

ist kein Himmel in ihr, keine Luft mehr und kein Raum, um zu atmen.

Wir können den Himmel nicht in unserer geschlossenen Faust an uns reißen.

Die Faust wird scheitern.

Der Himmel ist da, die Hand ist offen, sie ist zugänglich.

Erklären ist ein Ergreifen, ein Einschließen, ein Definieren – das Leben fließt heraus.

Sogar ein Lacher ist größer als irgendeine Philosophie,

und wenn jemand über das Leben lacht,

versteht er es.

So haben all die, die es wirklich kennengelernt haben, gelacht.

Und ihr Lachen kann sogar nach Jahrhunderten gehört werden.

Als er Buddha sah, wie er eine Blume in seiner Hand hielt, lachte Mahakashyap.

Sein Lachen kann sogar jetzt noch gehört werden.

Wer Ohren hat zu hören, werden sein Lachen hören,

so wie ein Fluß dahinfließt,

kontinuierlich durch die Jahrhunderte hindurch.

03.11.2005 um 01:11 Uhr

Südliches Blütenland 6/4 (1)

von: tao

Die erste Sache über das Leben ist,

daß es keine Erklärung hat.

Es ist da in seiner absoluten Herrlichkeit,

aber es hat keine Erklärung.

Es ist da als ein Mysterium

und wenn wir versuchen, es zu erklären, werden wir es verfehlen.

Es wird dadurch nicht erklärt werden,

aber wir werden blind werden durch unsere Erklärungen.

Philosophie ist der Feind des Lebens.

Die schädlichste Sache, die einem Menschen passieren kann,

ist, fixiert auf und besessen von Erklärungen zu werden.

In dem Moment, in dem wir denken, wir haben die Erklärung,

hat das Leben uns verlassen, sind wir schon tot.

Dies scheint ein Paradox zu sein.

Der Tod mag zu erklären sein – aber das Leben kann nicht erklärt werden.

Denn der Tod ist etwas, was beendet und vollständig ist,

und das Leben ist immer eine laufende Angelegenheit;

das Leben ist immer auf der Reise, der Tod ist schon angekommen.

Wenn etwas angekommen ist und es ist zu Ende,

können wir es erklären, wir können es definieren.

Wenn etwas immer noch am Laufen ist,

heißt das, daß das Unbekannte immer noch bereist werden muß.

Wir können die Vergangenheit kennen, aber wir können nicht die Zukunft kennen.

Wir können die Vergangenheit in eine Theorie stecken,

aber wie können wir der Zukunft eine Theorie zuordnen ?

Die Zukunft ist immer etwas Offenes, ein unbegrenztes sich Öffnen –

und sie öffnet und öffnet sich immer weiter.

02.11.2005 um 11:53 Uhr

Tao 78

von: tao

Wie können wir jemandem nachfolgen ? Jede Nachfolge und Jüngerschaft ist falsch.

Anstatt jemandem nachzufolgen wäre es besser, der Mensch würde verstehen, lernen, zuhören, offen bleiben und seiner eigenen inneren Sponaneität folgen, seinem eigenen Wesen folgen. Die Welt ist reich, weil es die Verschiedenheit gibt. Die Welt würde häßlich sein, wenn nur Rosen wachsen würden und keine andere Blume. Tausende von Blumen wachsen und die Welt ist schön. Jede Person muß authentisch sie selbst sein, ganz und gar sie selbst. Taoismus hat keinerlei Dogma, an das jeder glauben müßte. Da gibt es nichts, was man glauben müßte, aber Millionen Dinge, mit denen man experimentieren kann. Auch das erzeugt große Probleme, weil der Mensch vergessen hat, zu experimentieren. Taoismus ist ein multidimensionales Experimentieren. Es ist ein Experimentieren mit all den Möglichkeiten, die das menschliche Bewußtsein reich und ein menschliches Wesen ganz machen können.

Dies ist eine der grundlegenden taoistischen Einsichten: Im Leben gibt es keine Widersprüche. Alle Widersprüchlichkeiten sind komplementär. Die Nacht ist komplementär zum Tag, der Sommer zum Winter, der Tod zum Leben. Sie sind nicht gegeneinander. Da ist nichts dagegen, denn da ist nur eine Energie, es ist ein Tao. Unsere linke Hand und unsere rechte Hand sind nicht gegeneinander, sie sind komplementär. Gegensätze sind genau wie Flügel eines Vogels, zwei Flügel – sie erscheinen entgegengesetzt zueinander, aber sie unterstützen einander. Der Vogel kann nicht mit einem Flügel fliegen.

Yogis können nicht sehen, wie Sex und Liebe ein Teil im Leben eines Suchers sein können. Sie haben Angst. Sie haben Angst vor Sex, denn Sex ist die spontanste Sache in unserem Leben. Das muß doch kontrolliert werden. Sie wissen, daß wenn Sex erst einmal kontrolliert wird, dann wird alles andere auch kontrolliert, also geht ihr Hauptangriff gegen den Sex. Nun hat Yoga eine großartige Einsicht in Disziplin, und Tao hat eine großartige Einsicht in Spontaneität. Oberflächlich gesehen sind sie entgegengesetzt, aber bevor nicht unsere Disziplin uns spontaner macht und bevor nicht unsere Spontaneität uns disziplinierter macht, werden wir nicht ganzheitlich sein. Yoga ist Kontrolle, Tantra ist Entkontrollierung; und beides ist nötig. Ein Mensch sollte schon so ordnungsfähig sein, daß er, wenn die Notwendigkeit entsteht, in äußerster Ordnung funktionieren kann. Aber Ordnung sollte keine Fixierung werden, ansonsten wird er ein Roboter werden. Er sollte fähig sein, aus seinem System herauszukommen, aus seiner Disziplin, immer wenn die Notwendigkeit dazu entsteht. Und dann kann er spontan sein, fließend, loslassen und sich treiben lassen. Und das kann man durch Tantra bekommen.

01.11.2005 um 23:59 Uhr

Tao 77

von: tao

Was ist der Unterschied zwischen einem Schüler und einem Nachfolger ? Ein Nachfolger, ein Jünger, glaubt; was auch immer gesagt wird, er macht ein Dogma daraus. Der Schüler lernt, experimentiert, und bevor er nicht selbst die Wahrheit findet, bleibt er offen.

Ein Nachfolger imitiert. Ein Christ muß Christus imitieren und ein Buddhist muß Buddha nachmachen -- und alle Nachmacher sind pseudo.

Wir sind so einzigartig. Es hat niemals eine Person so wie uns gegeben und es wird sie niemals wieder geben. Gott erschafft eine Person nur einmal. Er ist sehr innovativ, Er wiederholt sich nicht, Er macht den Menschen nicht auf einem Fließband. Das ist nicht wie bei Fiatautos oder Fordwagen: Wir können Tausende sehen, und sie sind sich alle gleich, genau gleich. Gott erschafft immer das Einzigartige.

Wenn wir in den Garten gehen, werden wir keine zwei Grasblättchen sehen, die dieselben sind. Nicht einmal eineiige Zwillinge sind dieselben.

Nun ist es Zeit, der Mensch ist reif genug, um aus diesen halbherzigen, schiefen und einseitigen Mustern herauszukommen. Diese Programme sollten aufgegeben und verändert werden. Man sollte beides, das Äußere und das Innere, akzeptieren, und zwar total und völlig bedingungslos. Dann wird da Bewußtheit sein und da wird Liebe sein, und die werden nicht widersprüchlich zueinander sein, sondern komplementär. Liebe wird uns Freude geben, Bewußtheit wird uns Kristallisation geben. Bewußtheit wird uns darauf aufmerksam machen, wer wir sind, und Liebe wird uns zeigen, was diese Welt ist. Und zwischen diesen zwei Ufern fließt der Fluß des Lebens.

Taoismus lehrt den ganzen Menschen. Dies ist eines der fundamentalsten Dinge, die es zu verstehen gilt – dann wird alles andere leicht werden, dann werden die Dinge einfach sein. Das ist die Basis: Gott und die Welt im selben Atemzug. Epikur und Buddha so nah wie möglich. Buddha sitzt unter seinem Baum; wir können uns Buddha nicht tanzend vorstellen. Epikur tanzt in seinem Garten; wir können uns Epikur nicht still sitzend unter einem Baum vorstellen, wie er meditiert.

Im Taoismus werden Epikur und Buddha eins. Das Leben sollte ein Rhythmus von Tanz und Schweigen sein, von Musik, Ton und Stille. Das Leben sollte ein Rhythmus sein, zwischen so weit wie möglich hinauszugehen und so weit wie möglich nach innen zu gehen, denn Tao ist beides.

Schließen wir die Augen, dann sehen wir Tao, öffnen wir unsere Augen, dann sehen wir Tao, denn Tao ist alles, was ist.