Südliches Blütenland 17/10 (6)
Die Baeume sind da, aber sie kennen das "Ich" nicht;
die Tiere sind da, aber sie kennen das Ego nicht -
sie leben unbewusst.
Sie leben einfach ohne irgendeinen inneren Kampf oder Zwist.
Wenn sie hungrig sind, suchen sie nach Nahrung;
wenn sie gesaettigt sind, gehen sie schlafen.
Sie machen Liebe, sie essen, sie schlafen,
sie existieren einfach, sie sagen nicht: "Wir sind."
Sie sind bloss Wellen im ungeheuer weiten Ozean des Lebens,
sie kommen und gehen ohne irgendeine Spur zu hinterlassen.
Sie haben keine Geschichte, keine Autobiographie;
sie kommen und gehen, als wenn sie niemals da gewesen waeren.
Läwen haben existiert, Elefanten haben existiert,
aber sie haben keinerlei Geschichte,
sie haben keinerlei Autobiographie.
Ein Läwe kommt wie eine riesengrosse Welle und dann verschwindet er;
keine Spur bleibt zurueck.
Das Ego hinterlaesst Spuren, Fussspuren.
Wenn das Ego nicht sterben mächte,
dann werden Autobiographien geschrieben, dann wird Geschichte gemacht.
Und dann kommt die ganze Torheit -- Neurose.
Um das Ego zu erschaffen, hat der Mensch einen Konflikt erschaffen,
und dieser Konflikt hat zwei Aspekte:
Der eine Aspekt betrifft die aeussere Natur -
auf diese Weise wird die Wissenschaft erzeugt.
Die Wissenschaft ist ein Kampf mit der Natur im Aussen, der Natur um uns herum.
Das ist der Grund, warum sogar eine Person wie Bertrand Russell
laufend in Begriffen redet, die von der Eroberung der Natur handeln.
Wie kännen wir die Natur erobern?
Wie kann eine Welle den Ozean erobern?
Das ist patenter Schwachsinn!
