11.10.2009 um 23:38 Uhr
10.10.2009 um 20:44 Uhr
Tao 558
09.10.2009 um 23:59 Uhr
Südliches Blütenland 13/10 (18)
08.10.2009 um 23:59 Uhr
Tao 557
Rollen sind bloß dazu da, benutzt zu werden,
und wenn du nicht auf sie fixiert
und in ihnen eingesperrt bist,
behältst du die Freiheit und das Fließen bei
und du erhältst dir die Kapazität,
das Leben in seiner Totalität zu genießen.
Weisheit ist gut, Torheit auch.
Arithmetik ist schön, Poesie auch.
Das ist das Paradox.
Verwende den Kopf, benutze das Herz,
und wenn du beides nutzen kannst
wird sich eine gewaltige Revolution ereignen.
Wenn du beides benutzen kannst
wird dir bewußt werden,
dass du die dritte Kraft bist -- weder noch;
du bist weder der Kopf noch das Herz;
denn wenn du dich so leicht
vom einen zum anderen bewegen kannst,
kannst du weder das eine noch das andere sein;
du mußt getrennt von beidem sein --
dann entsteht das Zeuge-Sein;
dann ist die Identifikation gebrochen.
Und dieses Zeuge-Sein
ist das, was Meditation ausmacht.
07.10.2009 um 12:07 Uhr
Tao 556
06.10.2009 um 13:16 Uhr
Tao 555
05.10.2009 um 18:34 Uhr
Tao Te King 45 (23)
Der Gebrauch höchster Perfektion
wird niemals beeinträchtigt,
denn ein Mensch der Totalität ist niemals am Ende.
Er wächst immer und wächst und wächst weiter.
Seine Vollkommenheit ist
keine tote, abgestandene Sache.
Seine Perfektion ist ein Prozess,
seine Vollkommenheit ist ein Kontinuum,
er wächst ständig weiter und weiter und weiter.
Da ist kein Ende abzusehen.
Im realen Leben gibt es kein Ende
Anfang und Ende sind falsche Worte.
Nichts beginnt und nichts endet.
Im wirklichen Leben wächst alles immer weiter...
und weiter und weiter und weiter.
Deine Perfektion ist eine tote Sache,
ein Mensch endet in einer Sackgasse.
Dann ist er bloß wie eine Steinstatue,
kein Mensch mehr.
Du kannst eine Schicht erschaffen
von steinharter Unflexibilität um dich herum:
Das ist das, was du Charakter nennst.
04.10.2009 um 16:40 Uhr
Tao 554
03.10.2009 um 15:02 Uhr
Tao 553
02.10.2009 um 16:07 Uhr
Goldene Blüte 3/10 (9)
Und noch einmal: Wenn du meditieren willst, wirst du die Gestalt, also die Gestaltwahrnehmung, ändern müssen. Bloß deine Augen zu schließen und in das Ego zu schauen, wird nicht helfen.
Der große englische Philosoph David Hume schrieb: "Nachdem ich wieder und wieder die große Maxime und den Ratschlag all der großen Meister hörte und las: "Erkenne dich selbst, meditiere", versuchte ich auch zu meditieren. Ich fand nichts in mir außer Gedanken, Erinnerungen, Imagination und Träumen. Aber ich habe nichts sonst gefunden."
Er hat recht, weil er nicht weiß, was Meditation ist. Er war ein Philosoph, und einer der talentiertesten Philosophen der Welt -- sehr, sehr logisch, konsistent -- aber bloß ein Philosoph, kein Meditierender. Er muss es probiert haben, wenn er das so schreibt, und er muss auf viele Gedanken gestoßen sein, die in ihm unherwandern, Und dann schrieb er: "Aber ich sehe kein Selbst, ich sehe kein Schweigen, ich sehe keinen Gott. Es ist alles zwecklos."
01.10.2009 um 17:16 Uhr
Südliches Blütenland 26/10 (21)
