Taoistische Reflektionen

29.07.2015 um 01:44 Uhr

Das Leben ist keine Philosophie, kein Problem - es ist ein Mysterium

von: tao

Noch ist Zeit! Ich komme heraus aus dem Gefängnis, in dem ich bis jetzt gelebt habe! Ich brauche nur ein bißchen Mut, nur den Mut eines Spielers. Und es gibt gar nichts zu verlieren. Ich kann höchstens meine Ketten verlieren - ich kann meine Langeweile verlieren, ich kann das Gefühl verlieren, daß mir ständig etwas fehlt. Was kann ich schon verlieren? Ich komme raus aus meinem alten Trott und akzeptiere mein eigenes Wesen. Ich akzeptiere mich. Ich habe keinerlei Verantwortung gegenüber irgendjemand anderem, ich bin allein mir selbst gegenüber verantwortlich. Meine Verantwortlichkeit besteht nicht aus Pflichten, ich antworte der Wirklichkeit, bin also ver-antwortlich im wörtlichen Sinn des Wortes. Rückblickend habe ich ein unverantwortliches Leben geführt, ich habe  alle möglichen Verantwortungen erfüllt, die andere mir auferlegt haben. Was habe ich da zu verlieren? Ich langweile mich - das ist eine gute Ausgangsposition. Mir fehlt der Saft, was brauche ich noch, um aus meinem Gefängnis herauszukommen? Ich springe raus und schaue nicht zurück! Es heißt immer: Überlege es dir zweimal, bevor du springst. Ich springe zuerst! - und erst danach überlege ich, soviel ich will!
Denn nur ein Verrückter kann eins mit dem Tao werden! Die sogenannten geistig Gesunden können höchstens Buddhisten werden.
Der Taoismus ist für die Verrückten der ganzen Welt. Der Taoismus ist der Verrücktenführer zum Tao.


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