Taoistische Reflektionen

24.07.2015 um 01:46 Uhr

Es geht immer um die Befreiung

von: tao

Wenn jede Art von Denkzwang zum Stillstand kommt,
bleibt nicht mehr die geringste Spur von Anhaftung.
Dann gehört mein Körper und mein Geist
schon in diesem Leben
zu einem vollkommen befreiten Wesen.
Kann ich auch nur das begriffliche Denken aufgeben,
dann habe ich alles erreicht.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenzartgewebt schreibt am 24.07.2015 um 13:00 Uhr:Das Denken ist mir gegeben.
    Nicht denken zu WOLLEN, ist Zwang.
  2. zitierentao schreibt am 24.07.2015 um 15:23 Uhr:Mir jedoch geht es im Wesentlichen um die Praxis, d.h. was geschieht, wenn ich nicht denke?
  3. zitierenzartgewebt schreibt am 24.07.2015 um 23:05 Uhr:Du schreibst: ...*dann habe ich alles erreicht.*

    Alles erreicht, zielt auf einen Endpunkt hin, tao.
    Wo kein Anfang … da auch kein Ende.
  4. zitierentao schreibt am 25.07.2015 um 02:56 Uhr:Meditation ist ein Mysterium, gleichzeitig eine Wissenschaft, eine Kunst und ein Dreh, ohne sich zu widersprechen. Einerseits ist sie eine Wissenschaft mit einer klar umrissenen Methode, an die ich mich zu halten habe - ohne jede Ausnahme, praktisch, wie ein naturwissenschaftliches Gesetz. Andererseits kann ich sie auch eine Kunst nennen. Wissenschaft ist ein Produkt des Denknes, sie ist mathematisch, sie ist logisch, sie ist rational. Meditation dagegen gehört dem Herzen an, nicht dem Verstand - sie ist keine Logik, sie steht der Liebe näher. Sie läßt sich nicht mit den üblichen wissenschaftlichen Projekten vergleichen, sondern mehr mit Musik, Poesie, Malerei, Tanz - also kann ich von einer Kunst sprechen. Aber Meditation ist ein so großes Mysterium, daß ich sie nicht damit definiere, sie „Wissenschaft" und „Kunst" zu nennen. Sie ist ein Dreh - entweder kriege ich ihn hin oder ich habe den Dreh noch nicht raus. Ein Dreh ist keine Wissenschaft, er läßt sich nicht lehren.
  5. zitierenzartgewebt schreibt am 25.07.2015 um 12:53 Uhr:Für dich, tao, mag das ja alles stimmig sein, was du hier kundtust, ich aber mag davon nichts essen, was du uns hier auftischt, denn du bist, erstens kein guter Gastgeber, man fühlt sich in seinem „So-Sein“ nicht angenommen, und zweitens, ist vieles mit Zwang behaftet. Das Natürliche, das mir Gegebene zu unterdrücken, ist und bleibt zwanghaft (in allen Bereichen). Dem anderen das Gefühl zu vermitteln, „du bist falsch“, und das hat man hier beim Lesen bei dir zuweilen, ist Ausgrenzung. Das Tao ist groß und weit, so DENKE ich (aber ich bin ja NUR Laie), da hat alles Platz, darf alles sein; du beschneidest dich ja unentwegt selber …

    Ach ja, und hinkriegen, muss man gar nichts, entweder es passiert oder eben nicht.
  6. zitierentao schreibt am 25.07.2015 um 17:18 Uhr:Das ist Taoismus:
    Eingestimmt zu sein auf das Tao,
    auf die tiefste Ebene der Schönheit;
    gerade wie ein Pfeil
    am Physiologischen, am Psychologischen vorbei zu fliegen,
    nicht im Physiologischen oder Psychologischen stecken zu bleiben, sondern tief innen
    genau in die Mitte des Taos zu treffen.
    Nur dann erkenne ich die höchste und letzte Schönheit.
    Und nur dort wohnt Seligkeit.
    Die physiologische Schönheit gibt mir Genuss: die psychologische gibt mir Glück ;
    aber nur die spirituelle gibt mir Seligkeit geben.
    Ich kann also zweierlei tun:
    Entweder ich entdecke mein Sein
    und werde glücklich, indem ich es entdecke;
    oder ich fange damit an, glücklich zu sein
    und entdecke, Indem ich glücklich werde, mein Sein. Beides ist das gleiche —
    verschiedene Seiten desselben Tao.
    Wenn ich durch die erste Tür eintreten will, dann meditiere ich, dann bin ich still
    und versenke mich tiefer und tiefer,
    bis hinab zum Felsengrund meines Seins.
    Dort finde ich mich selber — und Glückseligkeit
    als meinen Schatten.
    Oder wenn dir das nicht behagt... vor allem Frauen
    haben nicht viel Sinn für Meditation. Das ist natürlich.
    Darum sind auch nur sehr wenige Frauen erleuchtet gewesen. Nicht, dass es von Natur aus ein Hindernis gäbe,
    warum eine Frau nicht erleuchtet werden kann.
    Der einzige Grund war der, dass all die männlichen Buddhas von Meditation gesprochen haben,
    und Meditation für die Frau nicht sehr attraktiv ist. Sie braucht einen völlig anderen Zugang,
    sie ist mehr für etwas Beseligendes zu haben,
    für etwas Orgasmisches,
    für etwas, das mehr wie Tanz, Musik, Poesie ist, für etwas, dem sie sich
    völlig hingeben kann;
    nicht für etwas,
    das mit Selbsterinnerung zu tun hat. Meditation bedeutet Selbsterinnerung,
    und Seligkeit heisst: das Selbst total vergessen.
    Am Anfang sieht es aus wie ein Gegensatz:
    Erinnern und Vergessen sind ganz gewiss Gegensätze;
    aber je näher ich meinem Wesen komme,
    desto mehr werden sie eins.
    Mich an das Selbst zu erinnern, bringt mich zum wirklichen Selbst, das unwirkliche Selbst fällt unterwegs fort;
    und wenn ich mich von Anfang an selbst vergesse,
    komme ich dahin, das falsche Selbst abzuwerfen,
    der Augenblick kommt, wo ich das falsche Selbst abstreife,
    und das wirkliche von allein auftaucht.
  7. zitierenVincentos schreibt am 19.08.2015 um 00:02 Uhr:Hast es halt drauf :=)
  8. zitierentao schreibt am 19.08.2015 um 00:22 Uhr:Danke, auch und gerade, weil Du mit dieser Meinung hier ganz alleine dastehst, siehe weiter oben.......... ;-)
  9. zitierenzartgewebt schreibt am 21.08.2015 um 13:20 Uhr:@Vincentos: "Halleluja!"
  10. zitierenVincentos schreibt am 23.08.2015 um 03:50 Uhr:Leider verstehen die meisten dein ringen um´s erklären vom Tao nicht.
    Die vielen Worte die du suchst, wollen von den Lesern als klar erkennbare Regeln wahrgenommen werden.
    So wie der Satz vor diesem.
    Die Natur des Ego.
    Die hässlichste Fratze der Menschheit.
    Kein Ort für Taoisten, darum verweilen sie nicht dort, wenn´s ohne geht.

    Ich verstehe dich und deine Worte, und wenn nicht dann den tiefen sinn...

    So oft schon durfte ich mit dir tauchen!

    Danke für alles :=)
  11. zitierenzartgewebt schreibt am 23.08.2015 um 09:25 Uhr:Ach, Vincentos, der ganze Blog hier,
    trieft doch nur so …

    vor lauter EGO;

    aber das macht nichts,

    es ist
    natürlich,

    menschlich ;-)

  12. zitierentao schreibt am 24.08.2015 um 02:42 Uhr:Von der Illusion des Ichs zur Freiheit des Seins
  13. zitierenzartgewebt schreibt am 25.08.2015 um 10:57 Uhr:Ich kann dich, in diesen …
    *ähm* DEINEN Worten

    *Von der Illusion des Ichs zur Freiheit des Seins*

    nicht finden.

    Du plapperst wohl gerne nach , du ... da oben … ;-)

    www.goodreads.com/book/show/15762040-das-buch-vom-ego-von-der-illusion-des-ichs-zur-freiheit-de s-seins
  14. zitierentao schreibt am 25.08.2015 um 14:54 Uhr:Das ununterbrochene Geplapper eines rastlosen Ichs.

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