Taschenlampe

30.11.2005 um 18:56 Uhr

Wie ich einmal Hans Heine begegnete.

Büdeler? Siefarth? Nix, ne? Oder Ernst von Khuon? Und schon gar nicht Hans Heine, oder? Na, vielleicht klingelt's doch bei dem einen oder anderen... Mondlandung 1969, 21. Juli. Aufbleiben dürfen. Im Schlafanzug, eingehüllt in eine Decke mit hochgezogenen Beinen auf dem Wohnzimmerstuhl sitzend, nachts um 3 in den Schwarzweiß-Kasten starren. Man sah nix, hörte aber die krächzenden Astronauten und die sachlichen, nüchternen Erläuterungen von Siefarth. Und ab und zu durften auch mal Anatol Johanson und Hans Heine ein paar Kommentare abgeben aus ihrem Studio mit der Pappmondlandefähre. Ich war technikbegeisterte 12 Jahre und diese Nacht brannte sich mir unvergesslich ins Gedächntnis. Noch im Herbst des gleichen Jahres machten meine Eltern mit uns Kindern und der Oma einen Ausflug ins Allgäu. Und wer kam uns da beim Erklimmen irgendeiner Alm bergab entgegen? Hans Heine. Das war der lange Schlanke, der immer im Hintergrund saß und eigentlich nicht viel zu melden hatte. Trotzdem ein Idol für mich! Er war schon bergab, da wachte ich aus meinem Schock wieder auf. Zurück und für ein Autogramm hinterher gerannt? Ach nee, das traute ich mich dann doch nicht. Aber ich war glücklich, jemandem begegnet zu sein, der Mittler war zwischen mir und dem wichtigsten Ereignis des Jahres. Wer nachschlagen will, kann das auf der offiziellen Seite von RWB!


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