Auswirkung der Finanzkrise in Spanien
Das wirtschaftliche Wachstum Spaniens wurde neben den genannten Wirtschaftssektoren auch noch wesentlich von einem Immobilienboom beeinflusst. Der Nachteil dieses Booms bestand jedoch darin, dass bereits im Jahr 2005 eine Pro-Kopf-Verschuldung von 125 % des Jahreseinkommens vorlag. In Folge passierte das Unvermeidliche: der Immobilienaufschwung zerschellte im Jahr 2007 im Zusammenhang mit der Finanzkrise und im Jahr 2009 besaß Spanien eine Arbeitslosenquote von sage und schreibe knapp 20 %.
Während des Wirtschaftsaufschwungs im Jahr 2006 war eine Zahl von 7% erreicht. Bei der Finanzkrise 2007 handelt es sich um eine Banken-, Finanz- und Wirtschaftskrise, die im Frühjahr 2007 begann, ausgelöst durch eine Immobilienkrise in den USA. Selbstverständlich führte all dies auch dazu, dass die Immobilienpreise sanken und somit viele Haushalte überschuldet sind. Die bis dahin gesunden Banken Spaniens sahen sich nun vor dem Problem der zahlreichen Kreditausfälle, eine Ausfallquote von 5 % wurde erreicht, dies stellt das Vierfache des Normalen dar.
2009 war es dann soweit, dass die Sparkasse einen Milliardenkredit vom Staat aufnehmen musste, immerhin handelt es sich hierbei um neun Milliarden Euro. Der einzige Vorteil der Situation, dass die Immobilienpreise sanken, liegt in einer Deflation, die in Spanien vorherrscht. Im Juli 2009 lagen sämtliche Preise mit 1,4 % unter den Preisen des gleichen Monats im Vorjahr.
