Kleiner Blütenzauber

27.12.2009 um 14:20 Uhr

Schillers einfache Wahrheit

von: sternenschein   Kategorie: Zitate   Stichwörter: Zitate, Friedrich, Schiller, bestehen, zusammen, loesen, Jungfrau, Orleans

Was nicht zusammen kann Bestehen,
tut am besten sich zu lösen.

ZItat: Friedrich Schiller
( Die Jungfrau von Orleans II, 2. )

Wie wahr ist dieser Satz doch.
Was könnten Menschen sich doch ersparen, an Kraft, Energie und an Herzeleid, wenn sie danach handeln würden.
Und doch versuchen manche es immer und immer wieder, obwohl sie es besser wissen sollten.
Und je mehr Energie sie hineingesteckt haben, umso schwerer fällt ihnen das lösen.

13.11.2009 um 00:46 Uhr

Liebe überbrückt die Kluft

von: sternenschein   Kategorie: Zitate   Stichwörter: Zitat, Liebe, Blueten, Duft, Tod, Friedrich, von, Bodenstedt

Nur Liebe überbrückt die Kluft,
die zwischen Sein und Nichtsein droht,
dass wie gepflückter Blumen Duft,
doch etwas überlebt den Tod.

Zitat: Friedrich von Bodenstedt (1819 - 1892)

Klafft zwischen Sein und Nichtsein wirklich eine so tiefe Kluft. Oder erscheint es uns nur so, da wir von dem Übergang und dem sich daran anschliessenden nichts wirkliches wissen?
Die Liebe überbrückt viele Klüfte, tiefe und weniger tiefe im Leben. Können wir immer wieder sehen.
Auch hier, sie überdauert den Tod. Sie hebt ihn für den Bleibenden teilweise auf. Lässt den Gegangenen weiterleben, auf eine ganz besondere Art und Weise..Im Herzen, in Gedanken, im Inneren.

Wie gepflückter Blumen Duft.
Wir sind wohl mehr als, nur ein gepflückter Blumen Duft, dennoch ist es ein sehr schönes Beispiel, wie ich finde.
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15.09.2009 um 23:21 Uhr

Goethe und die Unsterblichkeit

Stimmung: gut

Den Beweis der Unsterblichkeit
muss jeder in sich selbst tragen,
ausserdem kann er nicht gegeben werden.
Wohl ist alles in der Natur Wechsel,
aber hinter dem Wechselnden ruht ein Ewiges.

Zitat: Johann Wolfgang von Goethe
( Zum Kanzler Müller )

Die Beschäftigung mit Unsterblichkeitsideen
ist für vornehme Stände und vor allem für Frauenzimmer, die nichts zu tun haben.
Ein tüchtiger Mensch aber, der schon hier etwas ordentliches zu sein gedenkt und der daher täglich zu streben, zu kämpfen und zu wirken hat, lässt die künftige Welt auf sich beruhen und ist tätig und nützlich in dieser.

Zitat: Johann Wolfgang von Goethe
( Zu Eckermann )

Nein, beweisen lässt sich eine Unsterblichkeit wohl nicht. Aber sehr schön sagt Goethe doch, dass hinter dem Wechselnden ein Ewiges steht.
Etwas erstaunlich die Aussage Goethes, die Unsterblichkeitsideen sei Sache der gehobenen Schichten und der Frauenzimmer.

Gut, mag ja sein, dass heute wie auch zu Goethes Zeiten, Menschen die hart arbeiten, sich über die Unsterblichkeit eher weniger Gedanken machen.
Ganz klar ist für mich selbst auch, wir sollten aus unserem Leben hier und jetzt versuchen das beste aller Leben zu machen.
Denn im Moment haben wir nur dieses, wie es danach weitergeht wissen wir nicht wirklich.

Es wäre wohl auch nicht der Sinn unseres Lebens, auf ein nächstes, ein besseres Leben, zu warten. Welches uns für dieses entschädigen soll, oder auf eine glückselige Ewigkeit. Denn was sollte uns dieses im heutigen Leben bringen?.
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12.08.2009 um 18:14 Uhr

Friedrich Schiller beschimpft das Publikum

Stimmung: gut

Es gibt nichts Roheres
als den Geschmack des jetzigen deutschen Puublikums, und an der Änderung dieses elenden Geschmacks zu arbeiten, ist der ernstliche Plan meines Lebens.

Zitat: Friedrich Schiller
( in einem Brief an Fichte, Jena 03.08.1795 )

Damit nicht genug.

Die Genügsamkeit des Publikums
ist nur ermunternd für die Mittelmässigkeit, aber beschimpfend und abschreckend für das Genie.
(über die tragische Kunst )
Ich verspreche mir von der Dankbarkeit
des Publikums nicht viel; denn mit dem Guten gefällt man selten.

Zitat: Friedrich Schiller
( in einem Brief an Cotta, Jena 07.09.1795 )

Da erregte sich Schiller über sein, und über DAS Publkum im allgemeinen.
Was Schiller wohl heute zu unseren Fernsehprogrammen und dem heutigen Publikum sagen würde?
Schiller heute als Fernsehkritiker, dagegen könnte Reich-Ranicki wohl fast einpacken.
Ich glaube, es würde für sehr viele Sendungen ein Verriss ohnegleichen herauskommen samt ätzender Publkumsbeschimpfung.
Vielleicht würde Schiller im TV auch einen Niedergang der Kultur sehen, oder die Möglichkeiten dieses Mediums feiern. Ich weiss es nicht.

Dabei heisst es doch so schön, ein jeder lebe nach seiner Facon und werde damit glücklich.
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11.07.2009 um 18:09 Uhr

Vom Wollen und Können

von: sternenschein   Kategorie: Zitate   Stichwörter: Michel, de, Montaigne, wollen, können, Gott, Unrecht, verurteilen, unmoeglich, Ziele

Stimmung: gut

Natürlich sind wir vor Gott nicht vollkommen;
wir können es auch vor uns selbst nicht werden. Unserem menschlichen Wollen ist es nie gelungen, die Ziele zu erreichen, die wir selbst uns gesteckt haben; und wenn es doch einmal gelungen wäre, würden wir wieder höheres von uns verlangen und diesem dann ebenso eifrig und vergeblich nachjagen.
Erfüllung ist uns nicht beschieden.
Was der Mensch selbst von sich verlangt ist unerfüllbar. Er ist eigentlich recht ungeschickt, seine Verpflichtungen zuzuschneiden nach dem geistigen Mass, das für ein anderes Wesen als den Menschen gilt: wem schreibt er das vor, was ja doch, wie er weiss keiner tun wird? Ist es ein Unrecht für ihn, wenn er nicht tut, was für ihn zu tun unmöglich ist? Die Gesetze, die uns dazu verurteilen, dass wir nicht können, verurteilen uns dann, weil wir nicht können.

Zitat: Michel de Montaigne ( 1533 - 1592 )

Wahre Worte, die Montaigne da sagt.
Ich sage:
In seinem Denken mag der Mensch grenzenlos sein, in seinem Handeln jedoch nicht. Da werden dem Menschen seine Grenzen aufgezeigt.
Dieses mag sogar gut so sein, denn wenn es nicht so wäre, würde es die Welt wie wir sie kennen, vielleicht schon garnicht mehr geben.
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