Kleiner Blütenzauber

15.09.2009 um 23:21 Uhr

Goethe und die Unsterblichkeit

Stimmung: gut

Den Beweis der Unsterblichkeit
muss jeder in sich selbst tragen,
ausserdem kann er nicht gegeben werden.
Wohl ist alles in der Natur Wechsel,
aber hinter dem Wechselnden ruht ein Ewiges.

Zitat: Johann Wolfgang von Goethe
( Zum Kanzler Müller )

Die Beschäftigung mit Unsterblichkeitsideen
ist für vornehme Stände und vor allem für Frauenzimmer, die nichts zu tun haben.
Ein tüchtiger Mensch aber, der schon hier etwas ordentliches zu sein gedenkt und der daher täglich zu streben, zu kämpfen und zu wirken hat, lässt die künftige Welt auf sich beruhen und ist tätig und nützlich in dieser.

Zitat: Johann Wolfgang von Goethe
( Zu Eckermann )

Nein, beweisen lässt sich eine Unsterblichkeit wohl nicht. Aber sehr schön sagt Goethe doch, dass hinter dem Wechselnden ein Ewiges steht.
Etwas erstaunlich die Aussage Goethes, die Unsterblichkeitsideen sei Sache der gehobenen Schichten und der Frauenzimmer.

Gut, mag ja sein, dass heute wie auch zu Goethes Zeiten, Menschen die hart arbeiten, sich über die Unsterblichkeit eher weniger Gedanken machen.
Ganz klar ist für mich selbst auch, wir sollten aus unserem Leben hier und jetzt versuchen das beste aller Leben zu machen.
Denn im Moment haben wir nur dieses, wie es danach weitergeht wissen wir nicht wirklich.

Es wäre wohl auch nicht der Sinn unseres Lebens, auf ein nächstes, ein besseres Leben, zu warten. Welches uns für dieses entschädigen soll, oder auf eine glückselige Ewigkeit. Denn was sollte uns dieses im heutigen Leben bringen?.
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