Goethe und die Unsterblichkeit
Stimmung: gut
muss jeder in sich selbst tragen,
ausserdem kann er nicht gegeben werden.
Wohl ist alles in der Natur Wechsel,
aber hinter dem Wechselnden ruht ein Ewiges.
Zitat: Johann Wolfgang von Goethe
( Zum Kanzler Müller )
Die Beschäftigung mit Unsterblichkeitsideen
ist für vornehme Stände und vor allem für Frauenzimmer, die nichts zu tun haben.
Ein tüchtiger Mensch aber, der schon hier etwas ordentliches zu sein gedenkt und der daher täglich zu streben, zu kämpfen und zu wirken hat, lässt die künftige Welt auf sich beruhen und ist tätig und nützlich in dieser.
Zitat: Johann Wolfgang von Goethe
( Zu Eckermann )
Nein, beweisen lässt sich eine Unsterblichkeit wohl nicht. Aber sehr schön sagt Goethe doch, dass hinter dem Wechselnden ein Ewiges steht.
Etwas erstaunlich die Aussage Goethes, die Unsterblichkeitsideen sei Sache der gehobenen Schichten und der Frauenzimmer.
Gut, mag ja sein, dass heute wie auch zu Goethes Zeiten, Menschen die hart arbeiten, sich über die Unsterblichkeit eher weniger Gedanken machen.
Ganz klar ist für mich selbst auch, wir sollten aus unserem Leben hier und jetzt versuchen das beste aller Leben zu machen.
Denn im Moment haben wir nur dieses, wie es danach weitergeht wissen wir nicht wirklich.
Es wäre wohl auch nicht der Sinn unseres Lebens, auf ein nächstes, ein besseres Leben, zu warten. Welches uns für dieses entschädigen soll, oder auf eine glückselige Ewigkeit. Denn was sollte uns dieses im heutigen Leben bringen?.
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Und danke, dass du mich hier so herzlich grüßt!
Aber nun zur Unsterblichkeit.
Ich schreibe viel und auch Geschichten, Bücher, Romane, Fantasie.(Habe diesbezüglich aber noch kein Buch raus gebracht, obwohl ein über 500seitiger Fantasieroman auf mein Computer lungert und der zweite Teil gerade in arbeit ist.) Und dort habe ich mir auch Gedanken über die Unsterblichkeit gemacht.
Ich finde, dass Unsterblichkeit vielseitig zu differenzieren ist:
-->Ein verstorbener Mensch ist unsterblich, denn er lebt im Herzen weiter, gerade dann, wenn manche Menschen jahrelang mit dem Tod kämpfen, wie mein Vater. Noch heute, wenn ich einkaufen gehe, sieht mich die Bäckerstante mit einem Lächeln an und sagt dann, dass sie ihn auf dem Grab besuchen war. Das ist eine Unsterblichkeit, in meinen Sinne.
-->Dann gibt es auch eine Unsterblichkeit, die ich mit langem Leben bezeichne. Dass man sterben kann, aber ein ewiges Leben hat und erst stirbt, wenn man verletzt wird.(Ist gerade in meinem neuen Buch "Soulcut" ein Gespräch. Es geht da um Shinigamis(Totengeist/Todesengel oder auch Todesgott bezeichnet, wobei die ersten beiden Namen eher genannt werden), die bereits tot sind, aber weiterleben und doch sterben können, wenn sie verletzt werden).
-->Und dann habe ich eine Unsterblichkeit, in der man niemals stirbt, egal was geschieht. (Da geht es in meinem Buch, Titel ist noch unbekannt, dass man überlebt, auch wenn der Kopf abgeschlagen wird, so geht das Schwert/Katana ect. einfach durch den Körper.).
Und was denke ich zur Unsterblichkeit? Ich weiß nicht ob ich das haben würde wollen. Vielleicht eine Unsterblichkeit, wenn viele meine Bücher lesen und ich wie Goethe im Namen unterblich bin. Aber alles erleben, was auf der ganzen Welt geschieht, nein, dass würde ich nicht wollen.
Aber, hey, Sterne sind auch unsterblich, zumindest für eine lange Zeit. Einige Sterne leuchten noch und doch existieren sie nicht mehr.
LG das Lupalacrima(Wolfsträne)
Nur nebenbei, Shinigami sind tolle Sagengestalten.
Ich weiss nicht, ob Du Dich erinnerst. Ich hab hier lange mitgebloggt. Und Du hast unendlich viele liebe Kommentare bei mir hinterlassen. Ich hab irgendwann aufgehört zu schreiben. Zumindest online. Es hat sich viel verändert und ich habe mich viel verändert. Neulich war ich wieder hier und habe in der Vergangenheit gelesen. Was für eine lange Zeit. Irgendwann werde ich das alles extern speichern und dann bin ich raus. Soweit man das denn kann. Und heute will ich mich bei Dir bedanken. Für all Deine lieben Worte. Es ist schön, wenn jemand Unbekanntes in manchen Momenten einfach so viel Treffendes sagen kann. Ich habe mich nie zurück gemeldet, glaube ich. Vielleicht war ich ein paar mal hier. Ich weiss es nicht. Bin keine Worte-finder.
Aber heute wollte ich Dir danken.
Ladybugchen.
das was wir am Sternenhimmel sehen ist sowieso die Vergangenheit, wenn das Licht mancher Sternen hunterttausende Jahre braucht, bis es bei uns ankommt.
Da stimmt es, dass wir noch manche Sterne sehen, die schon garnicht mehr da sind, oder andere nicht, die zwar schon leuchten, aber dessen Licht noch nicht bei uns ankam.
Ich selbst weiss ehrlich gesagt auch nicht, ob ich eine "ewige" Wesensgestalt sein möchte. Aber diese Vorstellung übersteigt wohl sowieso unsere Vorstellungskraft, so dass wir darüber kaum in der Lage sein können, ein Urteil abzugeben. Wehren werden wir uns wohl sowieso nicht dagegen können, ob es nun so oder so sein und kommen wird. ;-)
@AngelInChains,
da heute sich scheinbar mehr Menschen mit Unsterblichkeitsideen auseinandersetzen, liesse dieses den Schluss zu, dass heute mehr Menschen zu den mittleren und gehobeneren Schichten gehören, als zu Goethes damaligen Zeiten.
Auch wenn ich etliche kenne, die sich damit nicht befassen wollen. Ist aber auch verständlich, da mehr oder weniger in diese Richtung alles Sekulation ist und wahrscheinlich auch bleiben wird.
Mir sagte einmal eine Frau, "Und was ist, wenn ich ein Leben oder etwas nach dem Tode glaube, und es dann doch nicht so ist, dann bin ich doch angeschissen". *lach*
So könnte man es auch sehen. Aber selbst die Vorstellung und vielleicht der Glaube daran, besagt doch noch lange nicht, wir sollten dieses, unseres Leben im Jetzt, nicht leben oder uns irgendetwas aufsparen für künftige Leben.
Das besagt es ganz sicher nicht. Im Moment ist dieses Leben, was wir hier führen, doch das einzige zählende und wichtige.
Liebe Grüsse
aber sicher erinnere ich mich.
Habe immer gerne bei dir gelesen und auch kommentiert.
Deine Rückmeldung jetzt und deine Worte berühren mich sehr tief. Ja, und erfreuen mich. Sie sind nicht selbstverständlich, ganz und gar nicht.
Ich freue mich, wenn ich dir mit meinen Kommentaren, das eine oder andere Mal etwas habe geben können.
Ich danke dir, liebe Lady, und irgendwie bist du doch eine Worte Finderin, in diesem Fall hast du Worte gefunden, die meine Seele berührten.
Danke dafür und alles Gute für deinen Weg.
sternenschein