Kleiner Blütenzauber

11.07.2009 um 18:09 Uhr

Vom Wollen und Können

von: sternenschein   Kategorie: Zitate   Stichwörter: Michel, de, Montaigne, wollen, können, Gott, Unrecht, verurteilen, unmoeglich, Ziele

Stimmung: gut

Natürlich sind wir vor Gott nicht vollkommen;
wir können es auch vor uns selbst nicht werden. Unserem menschlichen Wollen ist es nie gelungen, die Ziele zu erreichen, die wir selbst uns gesteckt haben; und wenn es doch einmal gelungen wäre, würden wir wieder höheres von uns verlangen und diesem dann ebenso eifrig und vergeblich nachjagen.
Erfüllung ist uns nicht beschieden.
Was der Mensch selbst von sich verlangt ist unerfüllbar. Er ist eigentlich recht ungeschickt, seine Verpflichtungen zuzuschneiden nach dem geistigen Mass, das für ein anderes Wesen als den Menschen gilt: wem schreibt er das vor, was ja doch, wie er weiss keiner tun wird? Ist es ein Unrecht für ihn, wenn er nicht tut, was für ihn zu tun unmöglich ist? Die Gesetze, die uns dazu verurteilen, dass wir nicht können, verurteilen uns dann, weil wir nicht können.

Zitat: Michel de Montaigne ( 1533 - 1592 )

Wahre Worte, die Montaigne da sagt.
Ich sage:
In seinem Denken mag der Mensch grenzenlos sein, in seinem Handeln jedoch nicht. Da werden dem Menschen seine Grenzen aufgezeigt.
Dieses mag sogar gut so sein, denn wenn es nicht so wäre, würde es die Welt wie wir sie kennen, vielleicht schon garnicht mehr geben.
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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenzartgewebt schreibt am 11.07.2009 um 20:31 Uhr:NATÜRLICH SIND WIR VOR GOTT - VOLLKOMMEN!

    ALLES IST EINS

    GOTT
  2. zitierenAngelInChains schreibt am 11.07.2009 um 20:36 Uhr:Und was ist mit denen, die nicht an diesen "Gott" glauben? Gelten diese auch als vollkommen? Ich kenne es zumindest von den Katholiken noch so, dass der, der nie getauft wurde, sowieso in der Hoelle landen wird.
  3. zitierenzartgewebt schreibt am 11.07.2009 um 21:28 Uhr:Jeder hat seine Wahrheit.

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