28.02.2009 um 11:36 Uhr
27.02.2009 um 09:39 Uhr
Keiner da in Utopia.
Gestern auf Spiegel Online: Konsumlaune der Deutschen hellt sich überraschend auf. Nachsatz: Allerdings könnte der Aufwärtstrend jäh gestoppt werden. Mensch, das fing doch echt mal gut an und dann sowas. Ich hab den Artikel nicht gelesen. Dinge die schlecht ausgehen gab es in letzter Zeit oft genug.
Wäre es nicht mal eine Alternative wieder positiv zu denken? So nach dem Motto: Wenn Opel abliegt pack ich die Belegschaft und baue in Eigenregie Öko-Autos? Da freut sich das Klima, die Menschen und sogar die Sonne würde wieder vom Himmel lachen. Bestimmt.
26.02.2009 um 19:06 Uhr
Der Stoff aus dem Kolumnen sind oder was Toffifee mit Sex zu tun haben.
Ja, ich gebe zu, ich wollte mal das Wort Sex in einer Headline testen. Aber es gibt dazu eine ordentliche, auf einer Peinlichkeitsskala weit, weit oben rangierende Geschichte. Um genau zu sein auf einer Skala von eins bis zehn erreicht sie locker eine 12.
Vor einiger Zeit ereignete sich also folgendes: Nach Hause gekommen, keine abendlichen Pläne. Nur erst mal genüsslich Duschen und dann vielleicht ein bißchen telefonieren, ob noch jemand Lust auf Bier oder quatschen hat. IHN anzurufen kommt gar nicht in die Tüte, denn ER ist eben ER. Nett, Nummern sind getauscht, er hat beim Umzug geholfen und man hat sich bisher höchstens errötend unterhalten. ER ist also absolut keine Option. Naja. Erst mal aus den Klamotten gepellt und nachgeschaut, was der Süßigkeitenschrank so hergibt, siehe da eine Schachtel Toffifee, Bingo! In diesem Augenblick klingelt das Handy.
"Hey, ICH bin es! Was machst Du gerade?" Die korrekte Antwort, also ich stehe nackisch in der Küche mit einer Schachtel Toffifee, weil ich grad auf dem Weg in die Dusche bin ist keine gute Idee. Also zärtlich geflunkert. "Och, gar nichts eigentlich, bin zuhause und überlege, was der Abend noch so bringt." "Na dann ist das ja vielleicht eine gute Idee." "...was meinst Du?" In diesem höre ich meine Türklingel. Nein. Bitte nicht. Also schon, aber doch nicht jetzt und so und überhaupt! Ich erstarre bloßen Fußes in meiner Küche. Im Kopf, Tonnen von Gedanken. Einer davon, ganz übel sagt: Der Typ hat deinen Haustürschlüssel, weil er beim Umzug geholfen hat. Michael Schuhmacher ist ein Scheißdreck, ich schieße auf der Suche nach Kleidbarem durch meine Wohnung und finde schließlich eine Hose und ein großes Handtuch, glühend orange mit pinker Blume wohlgemerkt, das ich mir mühsam überwerfe, bevor ich den Schlüssel im Schloss höre. "Überraschung!" "Ja... *hüstel* öhm.... super.... tja. Ich bin grad.... sozusagen....etwas..." "Überrascht?" Kommt zurück. Wie spitzfindig. "Ok, ich mach Dir mal nen Kaffee und geh schnell duschen, ok?" "Ja, danke. Ich schätze das ist eine gute Idee."
Halleluja. Das Loch zum Versinken in meinen Wünschen hätte nicht größer sein können. Der Abend wurde, trotz der Irren im orangenen Frotteewickelkleid, noch ganz ansprechend. Und die Toffifee, die waren wirklich, richtig gut.
26.02.2009 um 11:16 Uhr
Alt-Kleider-Problematik.
Wie bei vermutlich den meisten Damen hängt mein Kleiderschrank voll, vor allem mit Jeans. Das hat ausnahmsweise tatsächlich einen Grund, denn aus hier nicht näher zu erwähnenden Gründen hab ich vor einiger Zeit mehrere Kilos verloren. Wunderbar ansich. Doch kleidungstechnisch problematisch. Es hängen etwa fünf Hosen in meinem Schrank, die nicht genutzt werden, zwei hingegen sind im ständigen Turnus.
Heute morgen musste ich feststellen, das auch Hose zwei selbst mit viel Wohlwollen nicht mehr anzuziehen ist und dringend einer Wäsche bedarf. Also wählte ich aus den fünf ausrangierten Modellen das geeignetste mit der Frage im Hinterkopf: Hm, die sitzt doch ganz ordentlich, warum zieh ich die also nicht öfter an?
Eine halbe Stunde später offenbarte sich die Lösung: Die Jeans ist knapp zu groß und hat Stretchanteil. Stretchanteil! Das bedeutet der Bund rutscht ein paar Zentimeter nach unten, der Schritt hängt dementsprechend fast im Knie und beult sich herzlich unweiblich aus, die Hosenbeine sind plötzlich zu lang. Oben habe ich locker Platz um problemlos einen zweiten Menschen mit hinein zu nehmen. Ständig zieh und zupfe ich herum um das Biest in Form zu halten. Elendige Kleiderwahl!
Da hilft nur: Wieder zunehmen oder ändern lassen. Da ersteres eigentlich keine Option ist bleibt wohl nur ändern. Oder waschen und ignorieren. Ich ringe noch mit mir.
25.02.2009 um 20:21 Uhr
Nur wenn, dann.
Früher gab es doch immer wunderbare Sinnsprüche wie: Herr, lass Hirn regnen, dann ist es beim Metzger nicht so teuer. Oder so ähnlich. Wo sind die hin? Diese Sätze, die mit Vorliebe Lehrer ihren Schülern zukommen ließen: Wenn Unwissenheit klein machen würde, könntest Du das Gras von unten wachsen hören.
Was sagt man heute? Wie blöd bist Du denn. Ey Alter, du bist doof wie Brot. Setzen, sechs. Wie unpoetisch. Ich habe schon lange kein Wenn-Dann mehr gehört. Nur Tatsachen. Ich setze mich hiermit ein für mehr Poesie in der Kritik.
25.02.2009 um 14:05 Uhr
Well done.
24.02.2009 um 20:04 Uhr
Ein schöner Tag, die Welt steht still ein schöner Tag...
Heute, beziehungsweise der Nachmittag des heutigen Tages im Speziellen, war wunderbar. Ganz ohne sarkastische Ansätze schön und wunderbar. Ein klasse Zustand. Trotz Wetter (Bockmist) und Fasching (isch bin dat janze Jahr jeck, also fahr ab!) lief alles gelassen bis besser als erwartet und die Welt scheint endlich wieder im Takt zu sein. Seufz.
Andererseits ist wunderbar ja ganz schön langweilig. Man kann sich nicht aufregen, niemandem Böse sein, nicht stänkern, lästern und zicken. Ziemlich unweiblich also. Andererseits angenehm für den männlichen Gegenpart weil selten genug, siehe Sex and the City. In seltensten Fällen sind Frauen logisch, liebevoll und in den Richtigen gleichzeitig verliebt. Auch wenn das nur Fernsehen ist: Die Quintessenz passt. In jeder Persiflage steckt immer auch ein großer Brocken Wahrheit.
Aber heute, heute bin ich friedlich. Und rosa ist ausnahmweise nur die Brille. Seufz.
23.02.2009 um 17:00 Uhr
Shining bright.
Rot werden hat viele Abstufungen. Sie variieren von einem zart-rosa über ein kräftiges rot inklusive Ohren, bis hin zu einem quitschigen pink, dass sich bei ungeschickter Kleiderwahl über das Dekoltée bis in untere Körperebenen erstrecken kann. Zusätzliche unangenehme Körperreaktionen seien jetzt mal außer acht gelassen. So begab es sich also, dass verschiedenste Abstufungen experimentellen, mehr oder weniger geplanten Tests unterliefen.
Hier die Ergebnisse:
Rosa: Ein nettes Kompliment über meine Frisur von einem überaus netten Kollegen.
Kräftiges Rosa: Ein anzügliches Kompliment von einem überaus anziehenden Kollegen.
Rot: Ein unvermuteter extrem anzüglicher, doch immer noch im Rahmen gehaltenener Kommentar über meinen Allerwertestesten, der by the way natürlich tatsächlich überaus fantastisch ist, vor einem Haufen Kollegen, nicht alle nett.
Pink: Ok, eine konkrete Situation. Auf der Arbeit musste ich mit einem amerikanischen Vorgesetzten Englisch reden, prinzipiell kein Problem. Er fragte: How can i help you? Und ich sagt: Lieber Boss, besorg mir bitte dies und das, dann kann ich gut arbeiten. Am nächsten Tag, nichts ist passiert: How can i help you? Ich wiederholte etwas bestimmter meine Bitte nach diesem und jenem. Das Spiel ging über etwa fünf Tage, nie passierte etwas. Am sechsten Tag, ich dem Abgabetermin und damit dem aggressiven Nervenzusammenbruch sehr nahe treffe auf meinen Chef im Großraumbüro: How can i help you? Ich kann Englisch gut. Ich kann nicht gut auf Englisch fluchen. Und prompt entfleucht mir statt dem korrekten: Mister, I am so pissed! ein enthusiastisches: I am so f**cked, i can't tell you!
Unterdrücktes Prusten im Großraumbüro. Ich indes war so geladen, dass mir der Fehler zwar auffiel, aber völlig egal war. Gesichtsfarbe: Glühend pink. Nicht nur meine allerdings.
Ich arbeite jetzt übrigens woanders und kann getrost und sehr viel differenzierter muttersprachlich Schimpfen. Ein gutes Gefühl.
23.02.2009 um 13:52 Uhr
Hmpf.
Ich bin heute vollkommen, absolut uninspiriert. Gibt es noch Musen da draußen? Menschen die einfach nur da sind um anderen Flausen in den Kopf zu setzen, die dann beschrieben, gemalt oder besungen werden können? Die Assoziationsketten in Köpfen formen, Brainstormings sinnvoll machen und die Welt schöner?
Ich gebe hiermit eine Stellenanzeige auf: Muse gesucht. Du bist anders als ich und bringst mich auf Ideen. Du bist das Gegenteil eines weißen Blattes Papier und des grauen Draußen. Du regst mit nichts tun die Gedankengänge an. Bitte melde Dich unter Chiffre: Madame braucht mehr Mimm. Wenn das mal keiner falsch versteht.
23.02.2009 um 11:49 Uhr
Angebot und Nachfrage.
Karneval ist fast vorbei und Mittwoch beginnt die Fastenzeit. Die wieder ganz in ist. Als Diätmittel, als Reinigungsritual oder einfach um sich etwas zu tun, möglicherweise auch etwas Gutes.
Ob dann nächste Woche auch der Alkohol billiger wird, wenn die Nachfrage sinkt? Ich wär dafür. Nach Ostern sind die Schokoeier schließlich auch im Abverkauf.
21.02.2009 um 10:17 Uhr
Tele ohne Vision.
In letzter Zeit hab ich oft genug das Fernsehen kritisiert. Gestern war es mal wieder an der Zeit diese Angaben zu überprüfen. Ich hab also um acht die Glotze angeworfen und bin postwendend zehn Minunten später eingeschlafen. Um neun etwa wieder aufgewacht und hab lustlos durch meine dreieinhalb Kanäle gezappt. Und wieder. Und nochmal. Und nochmal. Zu lustlos um stattdessen ein Buch in die Hand zu nehmen und ebenfalls zu lustlos um alles wieder auszumachen. Also weiter zappen.
Die Kiste lief gestern von acht bis etwa zwölf. Das einzige Programm, an das ich mich erinnere ist CSI-Miami, das in Wiederholung irgendwo irgendwann um elf in der Nacht lief. Sonst weiß ich nix mehr.
Damit ist bestätigt: Fernsehen macht also doch blöd. Oder zumindest vergesslich. Jedenfalls hält es das Hirn von seiner angestammten Tätigkeit ab und sorgt für Standby bei im Kopf. Bewusst gewählt ab und an ein ganz erstrebenswerter Zustand. In diesem Sinne: Watch on and brain off. Aber: Den anschließenden Neustart nicht vergessen.
20.02.2009 um 09:08 Uhr
Bathroom stories.
Vor kurzem war ich im schwedischen Möbelhaus und habe Handtücher gekauft. Riesige Badetücher. Groß, weich und wonnig. Man könnte diese Dinger getrost als Partyzelte missbrauchen. Sollte ich, weiblich und nicht sonderlich groß gewachsen, irgendwannn mal nach dem Duschen umfallen wird man vermutlich die Mafia verdächtigen, denn die entsorgen ihre Opfer am liebsten in eingerollten Teppichen. Das Bild dürfte ähnlich sein.
Die größten Männer hingegen benutzen am liebsten winzige Stückchen Stoff nach dem Duschen. Zwanzig mal zwanzig Zentimeter, gerade knappste Verhüllung gepaart mit scheinbar höchster Feuchtigkeitssaugkraft. Wer kann sich das erklären? Sind die abgehärtet? Zeigefreudig? Genügsam? Ich weiß es nicht. Jedenfalls werde ich auch weiterhin meine Riesenlaken benutzen. Braucht man auch nur eines, denn für möglichen Männerbesuch scheint ja das Gästehandtuch vollkommen ausreichend zu sein.
19.02.2009 um 12:39 Uhr
Zeit im Fluss.
Wie viel Zeit im Leben verbringt ein Mensch eigentlich durchschnittlich mit warten? Warten auf den Richtigen, warten aufs Mittagessen, warten beim Zahnarzt, auf den Anruf, auf den Anruf vom Richtigen, auf Wechselgeld, auf Post, auf Sommer.
Oh, ich vergaß grüne Ampeln. Wobei so ziemlich alle Frauenzeitschriften mindestens ein Plädoyer für bessere Zeitnutzung veröffentlich haben. Rote Ampeln können nämlich sinnvoll genutzt werden. Glauben Sie nicht? Ein paar Beispiele:
1. Als Anti-Aggressionstherapie. Nicht auf rot schimpfen, rot anlaufen und rot sehen. Sondern entspannen, bis zehn zählen, Mitgefühl entwickeln für die anderen Wartenden. Also auf den Penner vorne, der bei orange einfach stehen geblieben ist.
2. Für Auto-Yoga. Strecken, recken, dehnen. Yoga gibt es mittlerweile sogar schon für Kühe, warum nicht auch fürs Transportvehikel?
3. Für Gesichts-Yoga. Mundwinkel rauf. Mundwinkel runter. Nase rümpfen. Augenbrauen hochziehen. Ohren wackeln. Soll entspannen und Falten vermeiden. Die ungläubigen Blicke der Passanten sind Ihnen sicher.
4. Für Gedächtnistraining. Autokennzeichen merken. An der nächsten Ampel wieder aufsagen. Songtexte auswendig lernen. Den Kopf frei machen. Ohm. Hilft beim Denken und Ablenken.
5. Mit Power-Napping. Besteht auch kein Problem des Verschlafens, spätestens nach zweieinhalb Sekunden Grünphase wird das Hupkonzert ohrenbetäubend.
Und dann, dann wird die Zeit knapp. Und man hastet um die Wartezeit wieder aufzuholen. Eigentlich haben die Menschen schon einen ordentlichen Vogel sich so zu benehmen. Ich werde demnächst mal testen einfach zu sein wo ich bin ohne drüber nachzudenken, wo ich noch hinmüsste.
Da fällt mir ein: Die Post hat nur bis halb sechs auf. So ein Mist aber auch.
18.02.2009 um 18:06 Uhr
Nur ein Gedanke...
18.02.2009 um 11:39 Uhr
Schüttelfrost.
Heute war meine Autoscheibe so elendiglich gefroren, dass selbst mein metallener Eiskratzer den Geist aufgab. Ich bin also kriminellst mit Guckloch auf der Rutschbahn namens Straße herumgeschlittert und habe mich gefragt, wann der Frühling endlich Lust aufs Erscheinen hat. Ok, es ist erst Februar. Aber muss der uns dieses Jahr wirklich so deutlich beweisen, dass er noch zum Winter gehört? Ich mag nicht mehr. Ich mag mein Eis wieder in Tee und Cocktails. Oder am Stiel. Und Schnee höchstens noch im Abkühlraum der Sauna.
Ich warte also auf März. Der gehört laut Kalender zumindest im Ansatz zum Frühling. Bunter, warmer, sonnenverstrahlter Frühling. Mit Farben, die wieder Spass machen. Mit dem Gefühl ohne fünfzehn Lagen Kleidung vor die Tür gehen zu können. Und mit Frühlingsgefühlen. Mit der Aussicht auf Ostern und Hasen.
Oh, ich tagträume schon wieder, aber das tut gut. Zumindest habe ich jetzt wieder warme Füße.
18.02.2009 um 09:10 Uhr
Soundtracks.
Musik begleitet uns. Meistens in Form von Autoradios oder Berieselung im Supermarkt. Manche hören noch ganz bewusst, immer wieder, die gleichen Dinge, immer neue Dinge, immer andere Dinge. Ich bin gerade auf dem immer anders-Trip. Suche neue Songs, schöne manchmal und anders, abseits vom Mainstream und Pop wie Katy-I-kissed-a-girl-Perry, abseits der stromlinienförmigen Rhianna und abseits von Dieter-Bohlen-Klonen.
Hier also meine aktuelle Crossover-Playlist:
1. The Crane Wife 3 | Marianne Faithfull
--> Was für eine Stimme, was für eine Frau, was für ein Song.
2. Tirol Concerto | Philip Glass
--> Man stelle sich kleine, leuchtende Heißluftballons in der kalten Winternacht vor und schwebe davon.
3. He's Frank Ft Iggy Pop | Brighton Port Authority
--> Iggy rules.
4. Ich Bin Traurig | Tanz Baby
--> Nein, das werde ich jetzt nicht weiter kommentieren.
5. Little bit of feelgood | Jamie Lidell
--> Nein, das auch nicht.
6. Total quality woman | Gustav
--> Eine Frau die wie ein Mann heißt und von Frauen singt.
7. There she's gone | Babyshambles
--> Schlicht schön.
8. Everyday i think of you | The bellrays
--> Big Mama Soulstimme mit Punk-Idee.
9. You / Aurora | Get well soon
--> Eine Band die Get well soon heißt muss man mögen.
10. Mausen | Mia
--> Schöner Groove, netter Text.
Aber auch ich muss zugeben, mein Musikgeschmack ist wandelbar. Und es hat wohl jeder seine Platten-Leichen im Keller. Bei mir, und es hat lang gedauert dazu zu stehen, sind das Pur, Roxette und Bon Jovi. Ich konnte alles auswendig. Das ist einerseits peinlich, andererseits auch keine schlechte Gedächtnisleistung. Alles eine Frage der Sichtweise.
17.02.2009 um 11:45 Uhr
Kurzkommentar
Gerade einen wunderbaren Satz auf Spiegel-Online gelesen:
'Panik ist kein Geschäftsmodell'
Ich werde es ausplotten und aufhängen. Solche Weisheiten sollten einfach nicht vergeudet werden.
16.02.2009 um 10:43 Uhr
Wartezimmer-Blues.
Hier ein kleiner Tipp: Nie am Donnerstag-Nachmittag krank werden! Es gibt von dreißig Allgemeinmedizinern im Umkreis genau zwei die geöffnet haben. Und zwar genau ab fünf am Nachmittag. Es ist aber erst zwei. Und bis man zu dieser Erkenntnis gelangt ist, fährt man locker eine Stunde durch die Weltgeschichte.
Dann schafft man es. Platz beim Doc ergattert. Nebst gefühlten fünfhundert Patienten. Doch dann Überraschung: Es geht blitzartig. Etwas verwundert nahm ich mit geschätztem Wartezettel Nummer vierzig nach zehn Minuten in einem Behandlungsraum platz. Dann kam der Halbgott in weiss. So schnell, dass ich ihn kaum wahrnehmen konnte, deshalb passt der Ausdruck.
Was haben Sie?
Kopf-, Hals-, Gliederschm... (Er tippt in den Rechner: grippaler Infekt)
Stehen Sie mal auf.
(20 Sekunden für Stethoskop und Stäbchen, ich schwöre, das Licht hat meinen Rachen noch nicht erreicht.)
Ok, ich verschreibe Ihnen x, y, z.
Arbeiten Sie? - ja. Krankschreibung? - ja. Samstag, Sonntag? - nein.
Gut. Meldung bekommen Sie von der Assistentin.
Keine fünf Minuten. Halleluja. Aber so ist das wohl, wenn man hat, was gerade alle haben. Rezept-Pauschale sozusagen. Und danach hab ich auch verstanden, warum ich so schnell dran war. Swoosh.
16.02.2009 um 06:43 Uhr
So ein Elend.
Heute bin ich durch den Wind. Völlig verweht und kaum in der Lage zu denken. Kaum geschlafen. Nicht wegen Krankheit. Wegen Kummer. Herzlicher Kummer. So ein Elend aber auch.
Gibt es auf dieser Welt keine Männer mehr mit Sex-Appeal, Liebe, Verstand Hirn, Humor, Optik wie George Clooney, die auf mich stehen Herz?
Und grad ist es mir übrigens herzlich egal, wie die Taschentücher riechen. Aber sowas von.
15.02.2009 um 10:00 Uhr
Aber hatschi.
Ich bin erkältet. Nicht erst seit gestern, sondern schon seit einer geraumen Weile. Mal mehr, mal weniger, nie so ganz. Diese Wochenende hat es mich vollständig erwischt und ich wechsel von Sofa zu Bett zu Sofa. Valentin war verschneit und verhustet sozusagen. Und jedes mal, wenn ich mit Viren herumlaviere wunder ich mich über eine Sache:
Welcher Held hat sich Taschentücher mit Duft ausgedacht? Die Dinger stinken! Und entweder bin ich zu erkältet, als dass ich etwas rieche oder ich muss die Luft anhalten, weil das Odeur nicht auszuhalten ist. Die Differenzierungen liegen zwischen Menthol und WC-Reiniger mit einem Hauch chemischer Aloe Vera.
Und ich? Ich habe mich vergriffen. Im Supermarkt. Als die Augen tränten, die Nase lief und der Kopf nicht einsatzbereit war wegen vorherigem Antibiotika-Einwurf. Vermutlich spekuliert die Industrie auf diese Art von Opfer.
