Flu(ch).
Sie ist überall medial präsent, die Schweinegrippe. Oder heißt sie mittlerweile anders? Ich komme da nicht mehr mit. Und irgendwie ist das doch abgefahren. Da sterben bisher, wenn ich das korrekt mitgeschnitten habe, 150 Menschen in Mexiko an diesem Virus. Zum Vergleich: In Deutschland sterben an der stinknormalen Influenza circa 5.000 bis 15.000 Menschen pro Jahr. An Malaria versterben weltweit jährlich eine Millionen Menschen. Also wo ist das Verhältnis? Und wer spricht in diesen Fällen von Epidemie oder Pandemie?
Und wem bringt dieser Hype etwas? Ich schätze die Pharma-Industrie ist grade massiv dabei sich händereibend aus der Krise zu katapultieren. Produziert Tamiflu bis zum abwinken und will bei akuter Bedrohung in schon hundert Tagen, da haben wir dann Mitte August, einen Impfstoff bereit stellen. Hoffen wir das der akute Ausbruch gefälligst bis dahin wartet.
Ich hätte gerne in nächster Zeit sinnvolle Informationen. Zum Beispiel wen diese Sterbequote tatsächlich betrifft. Kleinkinder und über siebzig-Jährige mit geschwächtem Immun-System haben auch mit der normalen Grippe schon ein ordentliches Problem. Das ist nicht schön, aber realistisch. Dieses diffuse Damokles-Schwert jedenfalls, dass die Medienwelt augenblicklich über uns aufhängt, ist für meine Begriffe ausschließlich profitable Panik-Mache.
