Mit Musik ist das so eine Sache. Sie kann sehr eingängig sein, die Laune heben, ein Grinsen ins Gesicht zaubern uns durch die Wohnung tanzen lassen. Oder sie kann uns die Tränen in die Augen treiben, uns mit unserer Melancholie auf dem Sofa versacken und die ganze Welt verfluchen lassen.
Aber was war zuerst da? Die Traurigkeit? Die Freude? Wirken Pop-Songs lediglich als Emotionsverstärker? Oder rufen sie Gefühle hervor? Kann ich freudig durch die Gegend springen und lasse mich von todtraurigen Songs in ein Loch reißen?
Ich kann es, ehrlich gesagt, gar nicht beurteilen. Ich kann nur sagen, das ich empfänglich bin für sowas. Für die Stimmungen, die Musik erzeugt. Melancholisch oder glücklich, ärgerlich oder begeistert. Und dann springe ich zur Freude meiner Nachbarn wie angestochen durchs Wohnzimmer und singe laut vor mich hin. Im Panoramafenster.
Eigentlich verwunderlich, dass mich noch niemand für DSDS entdeckt hat. Die geforderte Fremdschämquote würde ich in solchen Augenblicken nämlich locker und mit bravour erfüllen.