Die lange Leitung.
Wie bereits berichtet sind wir umgezogen. Und hätten auch in der neuen Wohnung gerne Festnetz aus verschiedenen Gründen. Also alles hübsch angeleiert, die Anbieter gecheckt und zu dem Schluss gekommen, es wäre toll die Nummer mitzunehmen, aber den Anbieter zu wechseln. Problemstellung also: Nummer von der alten Bude (Telekom) auf Anschluss neue Bude (nennen wir den Anbieter mal 'Huch') umschreiben. Hier das Protokoll der Fehlleistungen.
16.4. Ein Schreiben von Huch flattert ins Haus (wohlgemerkt ins Neue): Tada! Alles kein Problem! Ihr Anschluss ist hergestellt. Wir freuen uns sie als Kunden begrüßen zu dürfen. Boah, denkt sich die Madame, das geht aber verflucht glatt.
Ebenfalls am 16.4. liegt eine Box von Huch vor der Tür mit allerlei technischem Krimskrams, genannt frtiz-box. Gleich mal hübsch angeschlossen. Das Lämpchen DSL blinkt. Sollte es aber nicht, wenn die Leitung toll ist. Es sollte durchgehend leuchten.
Erster Anruf bei Huch. Ergebnis: Da muss wohl doch die Telekom ran, Leitung checken. Sie melden sich.
17.4. Huch meldet sich: Ein Techniker von der Telekom wird kommen und alles richten. Wow, denkt sich die Madame, das geht ja mal fix.
19.4. Eine Telekom-Mensch ruft an. Ob er bei der richtigen Adresse sei, schon da bei dem Supermarkt. Nee, sagt die Madame, das ist die alte Bude. Kommen se doch einfach rüber, ist ja nur ein Kilometer bis zur neuen, kein dramatischer Weg. Nee, sagt der Telekom-Typ, da muss er erst Rücksprache mit der Zentrale halten. Von da an ward er verschollen. Keine Meldung mehr.
21.4. Nächstes Telefonat mit Huch. Ja, da war ein Techniker, aber an der falschen Adresse. Wie bitte kann das sein? Huch weiß es auch nicht, weil scheinbar alles richtig übermittelt worden sei. Ich könnte, wenn ich wollte mal bei der Telekom nachfragen. Klar, mache ich doch gerne. Schließlich liebe ich Warteschleifen. Telekom sagt: Huch hätte ihnen die falsche Adresse übermittelt, und außerdem sei da gar kein neuer Auftrag da. Wieder Huch angerufen, gesagt, das die Telekom gesagt hat, dass sie die Bösen sind. Huch beleidigt. Huch motiviert. Also abends ein Rückruf von Huch: Sie hätten alles richtig gemacht, Telekom die Bösen, sie haben den Auftrag wieder an die Telekom gegeben.
26.4. Keine Meldung von niemandem. Wieder mal bei Huch angerufen. Telekom-Typ wird sich melden wegen Herstellung. Madame ist grrrr.
27.4. Telekom-Typ meldet sich, Herstellung am 29.4.
29.4. Unglaublich. Der Mann war da. Das ominöse Lämpchen leuchtet! Sollte jetzt etwa alles funktionieren? Ein Test. Internet geht! Jippie! WLAN geht! Olé! Telefon! Geht nicht. Mist. Also, genau, Huch anrufen. Huch ist etwas verdattert. Ja, also, da muss er mal gucken, muss prüfen, er melde sich gleich. Er meldet sich auch sogleich. Ja, also, etwas peinlich, wir seien da dem falschen IP-Bereich zugeordnet, deshalb könne sich unser Telefon nicht bei ihnen im Netz registrieren. Im Klartext: Fon denkt ich sitze in Timbuktu, findet das komisch und lässt uns deshalb nicht ins Netz. Madame ist sauer. IP-Zuweisung dauert bis zu 48 Stunden. Immernoch kein Telefon.
3.5. Es geht immernoch nix. Huch angerufen. Ziemlich stinkig. Oh, sagt Huch, irgendwie haben sie die Fertigstellung unseres Anschlusses erst am 6.5. im System, deshalb haben sie den IP-Auftrag nicht bearbeitet. Madame sehr stinkig. Wie es wohl sein kann, das man seit 3 Wochen einen Anschluss zahlt und sie zu dusselig sind ihn herzustellen. Huch pikiert, er könne nichts dafür, er sei nur ein armer Call-Center-Mensch. Madame einsichtig aber trotzdem sauer.
Das vorläufige Ende vom Lied: Eventuell haben wir ab Sonntag Festnetz. Ich glaub noch nicht dran. Hmpf.
