Hochseilakt.
Das Wochenende war aktiv. Dank Petrus, der ein Einsehen hatte, Sonne und Hitze walten ließ, konnten wir genüßlich Outdoor-Aktivitäten frönen. Erst mal Wandern. Sehr schon. Da auch noch hoch? Ach nö, lieber hoch fahren, runter laufen, wie die Touristen. Büttebütte. Nicht? Hoch laufen, runter fahren? Na gut. Nach zwei Drittel Wegzeit ist die Madame gereizt und stinkig. Immerhin liefen wir zwei Mountainbikern hinterhier, die sich permanent in Sichtweite befanden, grade ständig 20 Meter voraus. Oben angekommen war die Laune wieder gut. Wenn es Essen gibt bin ich besänftigt. Dann per Gondel wieder runter und in einen Waldseilgarten.
Ein Waldseilgarten, das sei hier kurz erklärt, ist ein Park wo sich mittelprächtig lebensmüde Menschen an Gurten gesichert zwei bis sieben Meter über dem Boden über Parcours bewegen. Das sieht mal mehr, manchmal weniger elegant aus. Bei mir eher weniger. Man kann sich kaum vorstellen, was Schimpansen so in den Armen haben müssen. Bei mir ist es wohl Pudding. Oder Mousse au Chocolat. Jedenfalls nix was zum festhalten taugt. So hangelte ich mich, vom Adrenalin geschoben, durch die Wipfel, fuhr auf Meterhoch befestigten Snowboards und Schlitten in luftigen Höhen durchs Geäst und trainierte entsetze Gesichtsausdrücke bei Windböen. Lustig war es schon, aber heute würde ich gerne meine Arme abschrauben und gegen ein Paar neue eintauschen. Alter Falter, jetzt weiß ich genau, was den Mensch vom Affen trennt.

*kopfeinziehundschnellweg*