Ja, Panik.
Was sind wir Krisengeschüttelt. Und gebeutelt. Aktuell treibt es Griechenland zu wild und will uns den Euro madig machen. Auf der Tour de France dopen sie, oder nicht, oder doch, oder doch nicht. Die USA steuert auf die Staatspleite zu. In Ostafrika ist die größte Hungersnot seit langer Zeit im Gange. In Norwegen schießt eine völlig durchgeknallte, kranke Gestalt Jugendliche nieder.
Und was war vorher?
Vorher war zum Beispiel EHEC. Wo isser eigentlich hin, der Darmkeim? Wo kam er denn schlussendlich her? Und wie epidemös war die Epedemie wirklich? Und wie geht es Lybien? Und Ägypten? Und Japan? Und war es jetzt schlimm, das die deutschen Damen so früh aus der WM geflogen sind? Vorher war außerdem noch die Voratsdatenspeicherung, die wird jetzt grade wieder aktuell. Vorher war auch Terrorismus, aber irgendwie anders. Vorher war Ölknappheit, die Energiesparlampe und die erste Frau auf allen Achtausendern. Vorher war auch mal irgendwann der Kongo, der Tsunami und Neuwahlen und Westerwelle und Rinderwahn. Man möchte Hyperventilieren angesichts dieser ganzen vergangen Katastrophen, Dramen, Warnungen, Krisen und Zusammenbrüche.
Manchmal, muss ich gestehen, geht mir die Welt zu schnell. Dann denke ich kurz an eine Nachricht von gestern und keiner kann mir sagen, wo die so plötzlich hin ist. Als wäre das alles gar nicht so schlimm. Und vor allem: als wäre nie was gewesen. Wirklich merkwürdige Sache, das.

Und ja... was ist denn mit den Japanern und der Frauen WM? Wenn man das wissen will, muss man irgendwann mal Glück haben und ne Doku erwischen, die sich auch genau das fragt.