Mann, oh Mann.
Am Samstag habe ich abendlich mal wieder den Fernseher angeworfen. Dank DVB-T beläuft sich mein Sendespektrum auf fünf Schweizer Sender, davon drei deutsch, einer französisch, einer italienisch, ORF 1 und 2, 3-Sat und zwei österreichische Rumpelkanäle.
Bis jetzt dachte ich am schlimmsten eingschränkt sei die Auswahl des Programms bei der Ausstrahlung von Wetten dass...? Dieses Schlachtschift der Unterhaltung läuft nämlich dann auf SF1, ORF1 und, wenn ich Pech habe, auch noch auf 3Sat. Kaum eine Chance Gottschalk zu entkommen. Generell sind diese ganzen Eurovisions-Sendungen ein Fluch. Dazu zählt leider das gesamte Spektrum des Grauens der Samstags-Abend-Unterhaltung inklusive Volksmusiksendungen.
Gestern hingegen war anders. Auf vier Sendern das gleiche Programm. Ich konnte also die – Achtung – Mister (!) Schweiz Wahl (!) auf vier Kanälen verfolgen! Auf deutsch, italienisch und französisch. Unglaublich. Achtzehn Männer, die sich gebärden, wie Germany's next Topmodels, sich beim Yoga räkeln und versuchen beim Wasserski sexy auszusehen. Zugegeben, den meisten gelang das. Wenn auch nicht beim Wasserki. Und auch zugegeben, ich bin hängen geblieben. Beim Mister Schweiz. Und den ganzen nicht-Mister-Schweiz. Und ganz ehrlich? Abendfüllend Männern beim schön sein zuzuschauen ist immer noch um Längen besser als Gottschalks Moderations-Granaten. Da würde ich sogar was drauf wetten.
