Rache.
So, jetzt isser also weg, der große alte Mann des Terrors. Nach 10 Jahren haben die USA es endlich geschafft, zufällig im genau richtigen Moment der tiefesten Regierungs-Umfragewerte, ihm die Lichter auszublasen. Auge um Auge, Zahn um Zahn, willkommen im alten Testament. Und jetzt? Party feiern und hoch die Tassen und god bless America? Den Reflex verstehe ich nicht. Kein World-Trade-Center-Opfer steht wieder auf, weil bin Laden tot ist. Die Menschen in der Madrider U-Bahn auch nicht. Und wer glaubt denn wirklich, das Terror sich erledigt, wenn man ein Organisations-Mitglied killt, das nachweislich gar nicht mehr im operativen Geschäft – boah, wie das klingt – tätig war? Und wie viele Menschen hat eigentlich der Tepco-Chef auf dem Gewissen? Oder Kim Jong-Il? Oder die russische Regierung? Und wollen die USA die jetzt alle mit special forces units unter die Erde bringen? Komische Politik. Komische Nicht-Politik. Elendes Macht-Geschacher. Und alles hinterlässt einen doofen Nachgeschmack von Anti-Amerikanismus, Anti-Islamismus, Wahlkampf und wer hat in der Welt eigentlich den Größten.

der bringt es auf den Punkt