Sitzung.
Wenn ein internes Firmen-Meeting schon De-Briefing-Termin heißt, dann lässt die Formulierung erahnen, dass es in Bullshit-Bingo endet. Gestern hatte ich eben jene achtstündige Sitzung. Meine Notizen, ich hatte wirklich, ehrlich vor mitzuschreiben und mir die Erkenntnlsse des Tages zu notieren, belaufen sich nach acht Stunden auf eine halbe Din A4 Seite und jede Menge Randkritzeleien. Blüten, Ranken und 3D-Würfel. Weil die Herren der Schöpfung den Sinn dieses Termins nicht verstanden haben. Vielleicht hätte man das eingangs auf ein Flipchart schreiben sollen: Liebe Männer, es geht nicht um Ego-Vertretung. Es geht nicht darum wer von Euch in wasauchimmer besser ist. Es geht auch nicht darum sich möglichst pavianesk zu veralten und jedem der redet ins Wort zu fallen. Dauerhaft. Eigentlich wäre es darum gegangen in verschiedenen Punken pro und contra abzuklären und dann Dinge zu entscheiden. Oder zumindest zu vertagen, wenn man feststellt, das zu wenige Informationen zum Entscheiden vorliegen. Aber irgendwie funktioniert das nicht. Irgendwie findet immer jemand eine andere Lappalie wichtig, der Wald verschwindet hinter Blättern und Rascheln und so findet dann die erste Kaffeepause statt, nachdem sage und schreibe zwei Agendapunkte (von ca. vierzig) abgehandelt sind. Manchmal ist es unglaublich, wie die Wirtschaft trotz solch sonderbarer Mechanismen funktioniert.

Also ich sehe das ganz anders ...... es wird mittlerweile lediglich nur noch viel Kohle erfunden um zu vertuschen das es nicht klappt und um diesen Tatbestand zu verschleiern benutzen die Beteiligten sinnentleerte dengliche Wörter deren Bedeutung selbst denen die diese benutzen nicht bekannt ist. Dazu ist die sogenannte Wirtschaft verkommen, n Stammtisch der seine eigenen Parolen nicht mehr versteht. Das beruhigende daran ist, das es immer noch ein paar Menschlein gibt die vernünftige Arbeit leisten, aber die findet man nicht bei Meetings ...... die sind am malochen weil sonst das ganze Kasperltheater beendet werden müsste.