Talk to me.
Moderne Kommunikationsmethoden machen das Leben interessant. Und schneller. Schon das Ausfüllen von Partner-Börse-Fragebögen würde manchen Schreibern im Live-Interview die Schamesröte ins Gesicht treiben. Man stelle sich vor der Bursche würde face-to-face so etwas sagen wie: Ich bin schüchtern, sensibel und einfühlsam, aber wenn es drauf ankommt mache ich Dir den Hengst!
Es ist ein interessanter Aspekt der moderenen Kommunikation, dass sie ein stückweit Grenzen außer Kraft setzt. Dinge anonymisiert, obwohl man sich kennt. Es fällt einfacher im Chat mitzuteilen was grade angesagt ist als live. Beim Bier. In der Eckkneipe. Schließlich riskiert man online nur aus dem Fenster zu fliegen, wogegen die Abfuhr vor den Kumpels am Abend doch echt elend ausfallen kann.
Macht das Dinge einfacher? Zum Teil schon. Macht es sie auch schwieriger? Bestimmt. Denn wenn alles nachgelesen werden kann, was man schreibt. Wenn die Goldwaage ausgepackt wird bei jedem Wort. Wenn ich ständig überprüfen kann, ob ER oder SIE jetzt online ist oder nicht, und wenn ja, warum ER, SIE oder ES nicht mit mir redet, dann wird es anstrengend. Zermürbend zuweilen.
Ich glaube wie überall ist hier das Maß gefragt. Wie viel davon will ich? Wie viel vertrage ich? Wie weit will ich gehen und wenn ja wohin? Wer bin ich und wenn ja wie viele? (Sorry, der musste jetzt sein) Dann ist es ganz einfach. Und ein nettes Instrument kommunikative Wege weiter zu gehen. Hürden zu überwinden. Und Türen zu öffnen.
Die Dinge können so simpel sein, wenn man sie nicht ständig verkompliziert. Und manchmal, ja manchmal, da übertreffe ich mich beinahe selbst im Schlussfolgern.

Prinzip verstanden und gleich zur Anwendung gebracht. ;-)
erst fällt er montags aus, dann mittwochs und dann wochenlang.