Tinitus-Tendenz.
Gestern war Konzert. Eine ganz wunderbare Band aus Hamburg: Kettcar. Mit einer ebenfalls wunderbaren Vorband: We invented Paris. Soweit, so schön. Nicht so schön waren die zwei Mega-Fans hinter uns, ein Männlein und ein Weiblein, die uns schon Ohrensausen vor dem ersten Song der Hauptband verpassten, weil sie sich vor lauter Kreischen kaum mehr einkriegen konnten. Wohlgemerkt, da war noch kein Ton gespielt. Und wer mag, der googel Kettcar, er oder sie wird feststellen, es handelt sich weder optisch noch Zielgruppentechnisch um Britney Spears oder Justin Bieber. Nach den Brüllorgien wurde mitgesungen. Jedes Wort. Jedes. Einzelne. Wort. Laut und falsch. Rabäh. Nach dem obligatorischen Platzwechsel fanden wir uns dann in einer Gruppe pogender Jugendlicher wieder, mit Hang zum stage-diving. Super. Bei Kettcar. Also irgendwie bin ich langsam entweder zu alt oder zu intolerant, aber wenn ich mittelgroße Beträge für Musik ausgebe, dann hätte ich sie auch gerne unbekreischt und nicht ständig angerempelt gehört. Ich miesepetrige Madame ich.
Update: Das ist doch bitte DIE Lösung! Wellness auf dem Open-Air – pardon – indoor-Air. Wie bitte konnte das an mir vorbei gehen? Wenn sich jetzt noch barrierefreie Treppenhäuser finden und ein Becherchen für die Zahnprothese bin ich sowas von dabei. Brüller.
