The day after...

25.09.2009 um 10:30 Uhr

Alter Schwede, die Zweite.

von: Mdm_Mimm   Kategorie: Bad

Nein, ich brauchte keine Teelichter. Auch keine Servietten. Ich brauchte einen Duschvorhang und hatte Zeit. So kam er also, der IKEA-Trip. Ich gebe zu, manchmal fahre ich da gern hin. Ach Blödsinn, eigentlich fahre ich da immer gerne hin. Außer ich muss wirklich auf Teufel komm raus eine Wohnung einrichten, planen und bis auf den letzten Zentimeter Wandmaße im Kopf haben. Nun gut. Wo war ich? Ach genau. Duschvorhang.

Auf der Autobahn kurz gegrübelt und zu dem Entschluss gekommen, das sich eine schlichte Kommode in einem Eck meiner Wohnung echt gut machen würde, zumal dort Chaos herrscht. Und so ein kleiner Couch-Tisch wär nicht schlecht. Kosten ja nix die Dinger. Und ohne mindestens eine Packung Servietten gehe ich da sowieso nie raus, so gut kenne ich mich dann mittlerweile auch schon. Freudig hab ich dann tatsächlich eine Kommode entdeckt und auch besagtes Tischchen. In der Deko-Abteilung: Augen gradeaus und bis auf die Servietten auch allen Dingen widerstanden, ich bin Stolz auf mich. Kurz vor meiner Haustür erfasste mich dann so ein diffuser Gedanke.... Weswegen war ich gleich noch mal.... Verdammt. Duschvorhang. Ja genau. Bockmist. Natürlich vergessen. 

Den habe ich jetzt aber auch noch besorgt. Nicht beim Schweden. Sondern bei meinem örtlichen Kaffeeröster, der eigentlich keiner mehr ist. E-Dusch-O sei dank. 

 

05.08.2009 um 10:06 Uhr

Doppel-Null.

von: Mdm_Mimm   Kategorie: Bad

Im Büro ist das Klo kaputt. Genauer gesagt die Brille des Damenklos. Und das im eigentlichen Betriebsurlaub. Vermutlich lässt sich die Schuldige auch nicht wirklich ausfindig machen, denn wer gibt schon gern zu mit seinem Hintern Firmeneigentum zerlegt zu haben? Naja. Wie dem auch sei: Gefährlich ist es. Klappt in die falsche Richtung wenn man sich setzt und befördert einen fast auf den Fliesenboden. Und klappert lautstark. Ist also nix mehr mit stillem Örtchen.

Oh ja, das Sommerloch wiegt wahrlich schwer, wenn ich schon solche Themen aus der Kiste zaubern muss. Hoffentlich wird es bald wieder spannender.

08.06.2009 um 10:19 Uhr

Grey.

von: Mdm_Mimm   Kategorie: Bad

Heute morgen habe ich mein erstes graues Haar gefunden. Jetzt fängt der Verfall also auch bei mir an. Wobei. Vielleicht ist es auch ein Zeichen für Reife. Für Weisheit. Und für Gelassenheit. Viel Om und Ruhe. Ein nicht umkehrbarer Prozess. Also annehmen und zulassen. Andere färben sich Strähnchen, bei mir kommen sie von alleine. Und vielleicht muss ich dann in Zukunft nicht mehr meinen Ausweis zeigen, wenn ich Wodka kaufe. Das wäre doch was.

 

 

22.04.2009 um 11:38 Uhr

Bad hair day.

von: Mdm_Mimm   Kategorie: Bad

Ich muss zum Frisör. Aber sowas von. Meine Haare stehen in sämtliche Richungen als hätten sie vor den Erdmagnetismus in all seinen Feinheiten anzuzeigen. Und die der restlichen Planeten dieses Sonnensystems gleich mit. Das mag vielleicht daran liegen, dass ich mich gestern mit nicht ganz getrockneter Frisur ins Bett gelegt habe, aber so geht das definitiv nicht.

Ich denke ich werde wieder zu meinem Standard-Frisör gehen. Er ist einer der wenigen, der mit der Ansage: Machen Sie halt so, dass es nachher gut aussieht! nicht überfordert ist. Im Gegenteil. Da kommt seine gestalterische Seele endlich mal zum Einsatz. Ich muss dazu sagen: Ich bin verhältnismäßig mutig. In meinem Umfeld gibt es auch Damen die bei zwei falsch gelegten Haaren Tobsuchstattacken erleiden und bei denen anschließend der entsprechende Haar-Laden mit Terror-Drohungen rechnen muss. Bei mir nicht.

Einmal, allerdings, bin auch ich etwas nervös geworden. Da hatte mir eine noch sehr, sehr, sehr junge Dame die Haare gefärbt. Strähnchen. Nach etwa zehn Minuten fingerte sie einen der Silberfolien-Streifen auf meinem Kopf auseinander und es entfuhr ihr ein dezentes: Oh, sch....ße. Wenn man nicht genau sehen kann, was sich auf dem Kopf tut und jemand, der das Heft in der Hand hat so reagiert, ist das unter Umständen für eine Panik-Attacke gut. Ich hielt mich also am Stuhl fest und fragte nach, was denn genau so schlimm sei, worauf sie mit Brummlauten reagierte. Lange Rede, kurzer Sinn, am Ende war doch alles gut. Wenn auch vielleicht etwas... nunja... unkonventionell.

Und by the way: Den Wunsch jemals auszusehen wie Gwyneth Paltrow, den hab ich mir schon vor längerem abgeschminkt. Blond ist wohl einfach nicht mein Ding.

14.03.2009 um 10:32 Uhr

Distanzhalter.

von: Mdm_Mimm   Kategorie: Bad

Es gibt einen Fluch. Er liegt auf mir und auch auf einem Großteil der restlichen Damenwelt und er heißt: Pickel. Grundsätzlich tauchen diese miesen kleine Biester immer dann auf, wenn etwas Schönes oder Wichtiges bevorsteht.

Ich glaube ja bei mir sitzt eine Brigade kleiner Monster unter der Haut und wartet nur auf Worte wie: Schön! Ich freue mich auf morgen! Dann geht es los. Auf zum Angriff. Die Haut wird ausgebeult, untergraben, angedellt. Ruckizucki hab ich die Dinger an den unglaublichsten, dümmsten Stellen. Das bedeutet Krieg. Sämtliche Waffen kommen zum Einsatz, Peeling, Maske, Anti-Mitesser-Zeugs, zuletzt: Ein ordentlicher Abdeckstift. Schadensbegrenzung. Aber allein das Wissen um ihre Anwesenheit kann einen netten Abend ordentlich lahm legen.

Danach scheint es als würden sie in Ruhe auf ein Feierabendbier gehen, sich bewundernd zunicken und sagen: Mission accomplished, Nähe abgewendet. Und dann ist die Haut in kürzester Zeit wieder zart wie eine Babyrückseite. Was für eine Gemeinheit.

 

25.02.2009 um 14:05 Uhr

Well done.

von: Mdm_Mimm   Kategorie: Bad

Leute, ich bin Wellness-reif. Ich möchte meinen Luxukörper nur noch in einen plüschigen Bademantel stecken, mich durchkneten lassen und die Welt durch das Loch einer Massage-Liege betrachten, auch wenn das eingeschränkte Blickwinkel bedeutet. Wer ist dabei?

20.02.2009 um 09:08 Uhr

Bathroom stories.

von: Mdm_Mimm   Kategorie: Bad

Vor kurzem war ich im schwedischen Möbelhaus und habe Handtücher gekauft. Riesige Badetücher. Groß, weich und wonnig. Man könnte diese Dinger getrost als Partyzelte missbrauchen. Sollte ich, weiblich und nicht sonderlich groß gewachsen, irgendwannn mal nach dem Duschen umfallen wird man vermutlich die Mafia verdächtigen, denn die entsorgen ihre Opfer am liebsten in eingerollten Teppichen. Das Bild dürfte ähnlich sein.

Die größten Männer hingegen benutzen am liebsten winzige Stückchen Stoff nach dem Duschen. Zwanzig mal zwanzig Zentimeter, gerade knappste Verhüllung gepaart mit scheinbar höchster Feuchtigkeitssaugkraft. Wer kann sich das erklären? Sind die abgehärtet? Zeigefreudig? Genügsam? Ich weiß es nicht. Jedenfalls werde ich auch weiterhin meine Riesenlaken benutzen. Braucht man auch nur eines, denn für möglichen Männerbesuch scheint ja das Gästehandtuch vollkommen ausreichend zu sein.

 

 

03.02.2009 um 09:03 Uhr

Das Drama mit dem Haar.

von: Mdm_Mimm   Kategorie: Bad

Wenn ich schon gerade Körperpflege-Themen auf der Kappe habe kann ich zu einem weiteren, spezifisch weiblichen Problem kommen: Dem Friseur. Der ist ansich noch kein Problem, wir – damit meine ich den Großteil der weiblichen Bevölkerung – neigen aber dazu es zu einem zum machen.

Wenn Männer zum Friseur gehen wollen sie eine Haarschnitt. Meistens, der Einfachheit halber, mit Milimeterangabe, 2 mm hinten, 6 mm vorne, Rest egal. Frauen wollen eine Frisur. Diese wird voher mühevoll und sorgsam aus der Masse von Bildern in Frauenzeitschriften herausgepickt, gerne unter Vernachlässigung der Gesichtsform. Meines rund, das des Models lang, oval, zierlich. Pony rappelkurz, Deckhaar mittellang, hinten nur die Spitzen schneiden und die Farbe bitte in einem zarten kupfer-violett-mahagoni-rot. Kann doch nicht so schwierig sein, schließlich hat man die Vorlage schon dabei, nicht wahr? Dann das Drama beim Friseur. Wenn er seinen Job schlecht macht fängt er direkt an zu schneiden und beim abschließenden Betrachten der Tat inklusive Heulkrampf der Klientin zuckt er mit den Schultern und sagt einen Satz wie 'das wollten Sie doch so!'. Ein guter Friseur diskutiert vorab die Einzelheiten. Fragt meistens, ob er doch noch zwei Milimeter mehr weg nehmen darf, der Konturen wegen und ob die Länge tatsächlich so in Ordnung ist. Außerdem hält er am Ende souverän die Kleenex-Box an den Stuhl und schneidet nach vollbrachter Tat noch einmal Alibihalber ein paar Häärchen nach. Für diese halbe Lebenskrise zahlt man dann ca. sechzig bis hundertzwanzig Euro und schwört sich nie, nie, nie wieder dort hin zu gehen.

Mein Termin ist übrigens nächste Woche. Und ich glaube ich möchte dieses Mal aussehen wie Gwyneth Paltrow. Kann ja nicht so kompliziert sein.

02.02.2009 um 11:00 Uhr

Hot or not.

von: Mdm_Mimm   Kategorie: Bad

Ok, jetzt wird es schlüpferig. Auch das kann mal sein. Gestern war Sauna. Gemischt. Und die Ansichten, die einem dort geboten werden sind unter gegebenen Umständen Weltklasse. Oft relativiert es die Ansichten zum eigenen Körperbau enorm, es sei also jeder Dame mit Problemzönchen empfohlen dort mal hinzugehen und sich vor allem die Herren der Schöpfung unauffällig anzuschauen. Erster Blickfang: Tattoos. Der etwas aus der Form gegangene Mitfünfziger, der auf der Unterseite des Oberarms "Disziplin, Kraft, Wille" stehen hat. Oder der junge, knackige, dessen Schlange sich von der linken Brust über den Bauchnabel hin zu... Lassen wir das.

Noch besser: Welch unglaubliche Dinge sich mit Körperbehaarung anstellen lassen! Von komplett rasiert – ja, Baby, dann sieht man meine Muskeln besser – bis hin zu vollbehaart mit kreisrunder Aussparung an – nun ja – expliziten Stellen – böse Zungen meinen damit man überhaupt was sieht – alles vorhanden.

Jungs, lasst Euch gesagt sein: Wer die Haarpracht eines Yetis besitzt, sollte das so belassen. Vergebene Liebesmüh. Und irgenwie wirkt die Teilrasur ein wenig wie ein Notausgang-Schild: Auch den hätte man ohne Hinweisleuchte locker lokalisieren können.

19.01.2009 um 12:35 Uhr

Je mehr Vermutung desto Theater

von: Mdm_Mimm   Kategorie: Bad

Frauen neigen dazu unsicher zu sein. Bin ich schön? Kann mich jemand mögen, wie ich bin? Sollte ich anders sein? Andere Einstellungen haben? Andere Freunde? Ein anderes Leben? Und oft neigen wir noch dazu nicht darüber zu reden, sondern zu vermuten.

Ich frage ihn: Findest du mich schön? Und er sagt: Ja, schon. Ich frage: Warum? Er sagt: Na weil Du bist wie Du bist. Hm. Eigentlich eine perfekte Antwort. Aber irgendwie auch oberflächlich. Und die einfache Variante. Findet er mich also global hübsch oder war es nur die ausweichende Antwort um gröberen Diskussionen aus dem Weg zu gehen? Warum wird er nicht konkret? Wahrscheinlich mag er mich gar nicht. Will nur das eine. Nicht aber das andere. Natürlich. Ich hätte es gleich wissen sollen. Und meine Freunde mag er auch nicht. Die findet er alle doof. Und bestimmt hat er auch was an meinem Kaffee auszusetzen. Und an meiner Katze. Und meiner Haarfarbe. So ein Idiot.

– Schnitt –

Wir erinnern uns. Er hat gesagt, er findet mich schön. Ich lehne mich zurück, schaue meinem Kopf beim Denken zu und beschließe mich selbst ein bißchen doof zu finden. Denn wer würde sich nicht schlicht über einen solchen Satz freuen? Also. Und damit basta. Komische Kopfdiskussion. Und überhaupt, mit wem rede ich da eigentlich?

17.01.2009 um 15:21 Uhr

Das Tier kann nichts dafür.

von: Mdm_Mimm   Kategorie: Bad

So. Es ließ mir keine Ruhe und ich habe es gegoogelt: Was hat die Gattung der Felidae mit meinem Zustand am Tag nach dem Vollrausch zu tun? Warum heißt es einen "Kater" haben? Die Antwort: Nicht die Tiere sind schuld, sondern die Sachsen. Denn die sächsische Aussprache hat aus dem Wort Katarrh – Wikipedia: eine Entzündung der Schleimhäute, (...) die mit einer vermehrten Absonderung wässrigen oder schleimigen Sekretes verbunden ist – einen Kater gemacht. Fortan ward das Tier nicht nur arm und schwarz, sondern auch zuständig für Kopfweh, rote Augen und Sätze wie: Ich trinke nie, nie wieder. Eigentlich hat man den Bock zum Gärtner gemacht. Wo das schon wieder herkommt? Ich google ein anderes mal, versprochen.