love´n´tragedy

30.09.2006 um 23:29 Uhr

tränenschwer

von: lesaja   Stichwörter: Alkohol, Depression

Stimmung: müde, gedämpft
Musik: Tränenschwer, Depression

September 05



Du sagst, du spürst nicht
und deine Liebe ist verblasst.
Doch ich durchschau dich,
denn deine Worte sind aus Glas.

Sie dreht die braune Flasche unschlüssig in der Hand. Schon das sechste Bier...Ihre Zunge war taub und die gedanken schwer...aber immer noch bei ihm. und immer noch diese frage im kopf. warum?

Du hattest dir geschworen,
dass wir uns nie mehr wieder sehn.
Du dachtest 1000 Jahre
würden nicht so schnell zu Ende gehn.

ja, viel hast du geschworen. viel zu viel. und das du nie wieder einen fuß in diese wohnung trittst. und nun sitzt du da drüben im nebenzimmer...bei ihr. keine 10 meter weiter...man könnte euch durch die wand lachen hören, wenn die musik nicht so laut wäre....

Doch tränenschwer stehst du jetzt hier vor mir,
ich habe doch gewusst, dass wir uns,
dass wir uns irgendwann wiedersehn.

Und tränenschwer stehst du in meiner Tür,
ich hab gewusst, dass du kommst,
weil du nicht ohne mich leben kannst.

kannst du nicht? im moment anscheinend schon...sie dreht die flasche bier wieder in der hand. der durst ist schon lange weg. einzig und allein das verlangen sich zu betäuben blieb vorhanden. und der schmerz...der endlose schmerz....

Du bist tränenschwer.


du nicht...aber das gebrochene mädchen vor dem pc...das mädchen mit den geschwollenen augen, das mädchen mit der flasche in der hand. tränenschwere gedanken in der nacht...


Du kommst nicht weiter,
ich weiß am besten, was dir fehlt.
Es macht keinen Sinn mehr,
denn unsre Tage sind gezählt.


sinn? sie stürzt den rest des bitteren gebräus hinunter und verzieht das gesicht...nichts, aber auch gar nichts hilft gegen diese leere. nichts hilft gegen diese leere, diesen hass, diese trauer...hilflosigkeit

Du hattest dir geschworen,
dass wir uns nie mehr wieder sehn.
Du dachtest 1000 Jahre
würden nicht so schnell zu Ende gehn.

Doch tränenschwer stehst du jetzt hier vor mir,
ich habe doch gewusst, dass wir uns,
dass wir uns irgendwann wiedersehn.

Und tränenschwer stehst du in meiner Tür,
ich hab gewusst, dass du kommst,
weil du nicht ohne mich leben kannst.

verbissen will sie daran glauben. wie oft hatte er es ihr gesagt? wie oft sagte er"ich kann nie wieder ohne dich leben"? aber da gab es sie noch nicht...sie im nebenzimmer.wann steht er vor ihrer tür? wann?


Du bist tränenschwer.

Baby, du bist Teil der Vergangenheit.
Baby, du bist Teil der Vergangenheit.
Baby, du bist Teil meiner Vergangenheit.


Vergangenheit..und doch so allgegenwärtig.


Und tränenschwer stehst du jetzt hier vor mir,
ich habe doch gewusst, dass wir uns,
dass wir uns irgendwann wiedersehn.

Und tränenschwer stehst du in meiner Tür,
ich hab gewusst, dass du kommst.

Und tränenschwer stehst du in meiner Tür,
ich hab gewusst, dass du kommst,
weil du nicht ohne mich leben kannst.



aber wann? wann kommt er zu ihr? wann kann sie ihn abweisen?
Sie streicht sich über die haut....und kann sich nicht erinnern, wann er sie das letzte mal berührt hat. wann er sie das letzte mal mit liebe in den augen angesehen hat...dieser blick, der jetzt auf sie gerichtet ist. wie konnte es nur so weit kommen?
während sie zur nächsten flasche greift, denkt sie zum hundertsten mal an ihren anfang...wie er sie behandelt hatte...wie sehr sie ihn liebte...wie konnte es nur so weit kommen?




***


April 02

Sie saß am PC mitten in der kneipe...er war neu. ein highlight hier auf dem dorf. er war oft im internet gewesen, sie nie. er hat viel gechattet. und sie hatte darüber gelacht, dass er beim bravo-chat war...in seinem alter! 26 jahre und im bravo-chat...
und jetzt? jetzt konnte sie nicht mehr über ihn lachen. eigentlich lachte sie nur noch selten. als sie sich trennten vor ein paar wochen war sie am boden zerstört. sie weinte viel. ihre mutter holte sie nach hause und gab ihr irgendwann sogar baldrian-tabletten. damit stand sie dann den alltag durch und die schule. damit schaffte sie es, an seinem haus vorbei zu gehen. sie wohnten direkt neben einander. damit schaffte sie es, wie durch eine wattewolke zu denken.

nun erholte sie sich langsam. sie ging mit ihrer besten freundin in IHRE stammkneipe, um auf andere gedanken zu kommen. aber sie sah dort nur IHN...nur erinnerungen..

sie setzte sich mit ihrem bier an den rechner. internet..soso...man soll ja offen für neues sein. sie ging auf bravo.de und loggte sich ein. mmmausi...dummer nick, aber egal. dummer chat, dummer nick. und es war genauso bekloppt und genauso kindisch wie sie es sich vorstellte. mit ihren 18 war sie unter den ältesten...wenn man mal von den pädophilen idioten absieht, die da ihr unwesen trieben...und sie wurde ständig von vorpubertierenden notgeilen steinzeit-typen angequatscht. "stehst du auf cs? welche bh-größe hast du? welche unterwäsche trägst du?"...sie wollte schon aufgeben und fragte nur einmal in die runde "gibt es hier jemanden, der NICHT über cs oder irgendwas anderes sexuelles reden will?" und da meldete sich das schicksal bei ihr....eine mail mit dem kurzen inhalt "ich!"
serialpark....
sie chatteten die ganze nacht. er war 20, kam aus dem fernen fernen berlin und hatte genauso großen liebeskummer wie sie. er hatte sich im chat verliebt und nachdem seine freundin einmal bei ihm war und ihm die große liebe schwor fuhr sie flott nach hause und betrog ihn gleich...seither trank er, rauchte und schottete sich vom leben ab...
sie verstanden sich auf anhieb. er hörte ihr zu, sie hörte ihm zu. und beide verstanden sich blind. über den chat hinaus tauschten sie telefonnummern, email-adressen und postadressen. sie schrieben sich jeden tag und sonntags telefonierten sie den ganzen tag, dank telefonflat...
seine stimme brachte das kribbeln zurück, die gespräche brachten verloren geglaubtes vertrauen zurück und sie lehrten sich das lachen wieder.
er verstand sie wie kein anderer und ein leben ohne ihn wurde unmöglich. ein halbes jahr später fuhr sie mit der bahn nach berlin. er konnte sie nicht besuchen. er war krank. das reizdarmsyndrom hinderte ihn daran das haus zu verlassen. oder war es nur die angst davor?
zitternd stand sie vor seiner tür. er kannte nicht einmal ein foto von ihr. die tür öffnete sich und da stand ihr mr. big. er trug ein grünes hemd, beige baggies und war ebenso nervös wie sie. big nahm sie in den arm und trug dann schweigend ihren koffer nach oben. sie ging zitternd hinter ihm her. das war er also. big stand endlich vor ihr.
oben in der wohnung angekommen, standen sie im halbdunkeln. er stellte dem koffer in den flur und fragte unbeholfen: "soll ich dir die wohnung zeigen?" "ja, bitte..." verlegen schauten beide zu boden...am telefon so vertraut und jetzt das große schweigen..."soll ich das licht anmachen?" "NEIN!" "ok..." und so machten sie eine dunkle tour durch die wohnung....sie erkannte kaum was, brauchte aber die kurze anlaufphase. er roch so gut...dann standen sie wieder in der küche. "möchtest du ein bier?" "ja, bitte!" er ging schnell zum kühlschrank und holte sich eine flasche, öffnete sie nervös udn trank. grinsend fragte sie "bekomme ich bitte auch eine?" "OH" brachte er verlegen hervor..."`tschuldige..." grinste er.
sie beschlossen in sein zimmer zu gehen und setzten sich auf das bett, tauschten nervöse belanglosigkeiten aus ohne sich anzublicken. sie kratzte am etikett des becks. die kette um ihren hals schien schwer und eng zu sein. vor wochen hatte sie ihm einen kleinen zettel geschickt mit einer diddl-maus unten in der ecke. sie hielt einen schlüssel. darüber schrieb sie "hier ist der schlüssel zu meinem herzen...!" eben kitsch, den die verliebten so schreiben. vor der fahrt ist sie zum juvellier und hat eine kette gekauft mit anhänger in form eines schlüssels. den trug sie und wollte ihn mr. big überreichen.
er räusperte sich und schaute sie schüchtern an. "darf ich dich was fragen?" brachte er mühsam hervor. "klar!" sagte sie ängstlich. jetzt kommt es. er mag sie nicht...
"darf ich dich in den arm nehmen?" tausend steine fielen von ihren schultern...er wollte sie! er wollte sie trotzdem...obwohl sie so aussah! so...naja, eben so wie sie war. sie mochte ihr aussehen nicht und hatte deswegen schon immer große selbstzweifel.
"ja, natürlich!" antwortete sie dankbar. und er schloss sie in die arme....und sie konnte ihrem schicksal nicht mehr entrinnen.....


***



Depression - Klammer um meinen Kopf
Depression - hast nicht mal angeklopft
Depression - Ungebetener Gast
Depression - Produzierst in mir Hass

Depression, Depression

Depression - Meine Seele tut weh, so weh
Depression - Will keinen Menschen mehr seh'n
Depression - Im Meer von Alkohol
Depression - Hab' meine Achtung verlor'n

Depression, Depression
Depression, Depression

Depression, Depression
Depression, Depression

Ich sitz' in einer Wattekugell
Und tue mir so leid
Ich habe keine Hoffnung mehr
Daa mich noch jemand befreit

Depression - Hab' keine Tranen mehr
Depression - Und die Häuser sind leer, so leer
Depression - Du bist so unsagbar stumm
Depression - Bitte bring mich nicht um

Depression, Depression
Depression, Depression, Depression, Depression








24.09.2006 um 19:12 Uhr

der erste versuch...

von: lesaja   Stichwörter: Müdigkeit, Traurigkeit, Dunkelheit

Stimmung: mies & genervt
Musik: ne-yo - so sick

tja..das ist mein erster eintrag. und ich weiß so gar nicht, was ich eigentlich schreiben will. hmm...heute ist wieder so ein tag, an dem ich nur müde bin und so viel machen müsste. vielleicht bin ich deswegen so erschöpft? jeden tag das gleiche. jede menge druck und sorgen. ich bin erschöpft. und mein mr. big ist schon seit einem jahr aus meinem leben verschwunden. seit einem jahr geht es mir nun schlecht und ich weiß nicht, was ich dagegen tun kann....


auf den knien


Gotta change my
answering machine
Now that I' m alone
' Cuz right now
it says that we
Can' t come to the phone
And I know
it makes no sense

' Cuz you walked
out the door
But it' s the only way
I hear your voice anymore
( It' s ridiculous )
It' s been months
And for some reasons
I just ( can' t get over us )
And I' m stronger than this
( Enough is enough )
No more walkin' ' round
With my head down



I' m so over being blue
Cryin' over you



And I' m so sick
of love songs
So tired of tears
So done with wishing
you were still here
Said I' m so sick of Love
songs so sad and slow
So why can' t I
turn off the radio ?
Gotta fix that
calendar I have
That' s marked July 15th
Because since there' s
no more you
There' s no more
anniversary
I' m so fed up with
my thoughts of you
And your memory
And how every song
reminds me
Of what used to be




That' s the reason
I' m so sick of love songs
So tired of tears
So done with wishing
she was still here

Said I' m so sick of love
songs so sad and slow
So why can' t I
turn off the radio ?
( Leave me alone )
Leave me alone
( Stupid love songs )
Don' t make me think
about her smile
Or having my first child
I' m letting go
Turning off the radio