just another weblog

17.11.2008 um 16:48 Uhr

was denn jetzt?

so, endlich zu hause. mein gesicht schmerzt immer noch verdammte kacke.

ich war stehngeblieben bei der frage, was männer wollen. auf dem nachhauseweg von der party haben A und sein kollege P, welchen ich wirklich sympathisch finde, über die prüfungszeit diskutiert. P hat die prüfung hinter sich und erfolgreich bestanden, er hat bereits eine stelle gefunden und ist fürs erste versorgt. A hat die abschlussprüfung erst im märz.

ich war mitunter etwas überfordert und bissig, ich hatte den eindruck, sie reden beide auf mich ein und erzählen mir dinge, die ich schon weiss.

P hat im wesentlichen gesagt, dass es ein fehler war, während seiner prüfungsvorbereitung eine beziehung einzugehen. er habe sein ziel vor augen gehabt und alles andere sei nicht wichtig gewesen, einschliesslich der beziehung. er habe die zeit nicht gehabt, seine freundin richtig kennen zu lernen und obwohl er sie mochte, empfand er die beziehung durchgehend als belastung. er sei abends jeweils total fertig gewesen vom lernen und habe kaum noch energie gehabt, zeit mit ihr zu verbringen. sie hat ihn nach dem schriftlichen teil der prüfungen verlassen, dafür ist er ihr dankbar, dass sie wenigstens erst nach der prüfung  gegangen ist. jetzt geniesse er sein singledasein extrem, er findet es toll, keinerlei verpflichtungen zu haben, seine freizeit für sich gestalten zu können und einfach mal das zu machen, was er will. mit einer freundin müsse man immer kompromisse eingehen und zur zeit will er das nicht.

A hat immer wieder bestätigend genickt, immer wieder gesagt, dass dies bei uns auch das problem sei, dass man sich eigentlich möge, aber er den nerv/die zeit/die geduld nicht hat, nicht aus böswilligkeit, siondern wegen dem stress. er sei auch überzeugt, dass eine partnerschaft nur dann funktionieren kann, wenn beide parteien die gleichen ziele haben, soll heissen, eine erfolgreiche karriere anstreben und die wenige freie zeit, die man dann noch habe, bei gelegenheit zusammen teilt. er findet es schon problematisch, wenn die frau zum beispiel nur 50% arbeitet und der mann 100%, weil dann habe die frau immer irgendwelche ansprüche an ihn, fühle sich alleine und das fördere das zerbrechen der beziehung. 

auf meine frage hin, warum sie denn nicht frauen aus ihrem fach suchen, antworteten beide einstimmig, dass dies absolut langweilig sei.  auf meinen hinweis, dass aber nur frauem aus ihrem fach auch gleiche arbeitszeiten und ziele haben können, antwortete P, dass er in der arbeitszeit keine probleme sehe. im gegenteil, er fände das gut, da er an die traditionelle rollenverteilung glaubt. A antwortete nichts. 

P hat sich weiter beklagt, dass es extrem schwierig sei, eine passende frau zu finden. er wolle keine coiffeuse, mit der könne er ja über nichts reden. er will eine intelligente frau. A hat zugestimmt.

***

gut, es war 6uhr morgens, es ist viel bier geflossen. aber ich denke, beide haben ganz ernsthaft über das thema gesprochen. und vermutlich bin ich einfach verblödet, aber für mich klingt das alles so widersprüchlich! einerseits wollen sie ne frau, andererseits keine verpflichtungen und freiheit. 1. schliessen sich die beiden punkte denn aus?! ich verstehe nicht, wo das problem ist? ein paar besteht aus 2 individuen, 2 einzelne personen, welche immer noch ein eigenes leben haben. keiner sollte dem anderen was verbieten, beide sollten respektvoll und ehrlich sein, und damit sollten doch alle probleme eine lösung haben. 

ich habe den eindruck, dass sich die herren (ich kann natürlich nur von denen sprechen, die ich kenne) selber unter druck setzen, ohne uns eine chance zu geben. beim kleinsten fehler wird die ganze beziehung in frage gestellt, es werden parallelen zu exfreundinnen oder mütter gezogen - man hat gar keine chance, eine normale beziehung zu führen.

dabei ist es sehr einfach. grundsätzlich muss man erst mal entscheiden, ob man sich auf eine beziehung einlässt oder nicht. wenn man sich dagegen entscheidet, weil man seine 'ruhe' haben möchte, dann finde ich das absolut legitim. wenn man sich für eine beziehung entscheidet, dann sollte man dem partner auch eine reale chance geben. das ganze hickhack ist so unnötig! 

17.11.2008 um 09:35 Uhr

aua

meine linke gesichtshälfte schmerzt. über  nacht hat sich mein zahnfleisch irgendwie entzündet und fühlt sich jetzt an, als würde es von einer minute zur anderen explodieren. war wohl wieder einmal zu grob mit der zahnseide. ich müsste eh mal wieder zum zahnarzt, kontrolle und so. ich hasse zahnärzte. man sitzt da auf dem stuhl und ist total ausgeliefert...bä.

draussen ists grau und nass, ich bin müde, hab viel arbeit, montargh eben.

das wochenende war auch mehr anstregend als sonstwas. am freitag waren A und ich aus, sind bis 2 in einer bar gesessen, war sogar lustig und entspannt! am samstag haben wir dann mit einem kollegen sein studiumabschluss und seine neue stelle gefeiert. bis 6uhr morgens. gääähn. gut, den restlichen sonntag haben wir wirklich nichts gemacht ausser gefaulenzt, aber müde bin ich trotzdem. super war, dass wir um 6uhr morgens auf dem nachhauseweg mit eben dem kollegen, welcher auch jurist ist und während der prüfungsvorbereitung von seiner freundin verlassen wurde, eine existentielle diskussion führten. soll heissen, die beiden herren führten sie mit mir und ich stand zum glück noch genug unter alkoholeinfluss, um  mich nicht zu nerven.es ging um frauen und männer und beziehungen und dass man(n) ein egoist und arschloch sein will, wenn man(n) im leben etwas erreichen will und dass es sich nie lohnt, für eine frau was aufzugeben oder kompromisse einzugehen, weil die beziehungen eh alle hopps gehen irgendwann und überhaupt sei es so schwierig eine passende frau zu finden, welche die gleichen ziele hat, es dürfe aber nicht eine mit der gleichen ausbildung/arbeit sein (auf meinen vorschlag hin, doch nur noch mit juristinnen auszugehen...) denn das sei langweilig und blaaaaaaa.

später mehr.

eines ist sicher, ich verstehe die männer einfach nicht. oder besser gesagt, die männer mit akademischer ausbildung. je länger je mehr hab ich das gefühl, dass sie tatsächlich nicht wissen, was sie wollen. karriere machen; frei sein; den sonntag gammelnd und sack-kratzend auf dem sofa verbringen; dann doch wieder eine liebe frau, die ihnen die füsse massiert und da ist, bloss nur genau dann, wann die herren es wollen. kurz, eine unverbindliche affäre mit einer karrierefrau, der das eigene wohl wichtiger ist als alles andere. für mich klingen diese aussagen (es waren alles zitate männlicher kollegen) widersprüchlich. eine karrierefrau wird sich einen feuchten dreck dafür interessieren, während ausgewählten stunden das weibchen zu spielen für einen mann, der sie nicht liebt. das wären dann die vielzitierten eiskalten zicken.

ach, ich muss arbeiten, sinniere später weiter....