just another weblog

25.11.2008 um 13:26 Uhr

jetzt ist später

also. rollen wir das thema mal von der seite auf.

nachdem mir A's kollege nun schon ein paar mal gesagt hat, dass A so ist wie er ist, wegen der geschichte mit seiner mutter, habe ich ihn am samstagabend beim fondue essen (ich habs nicht so mit timing - andererseits, wann ist ein guter zeitpunkt um so ein gespräch zu führen?!) darauf angesprochen. ob die sache mit seiner mutter sein frauenbild beeinflusst hat und nach wie vor tut. und er hat es bejaht.

er ist ein einzelkind, sein vater hat stets gearbeitet, seine mutter war hausfrau und immer zu hause. er wuchs sehr wohlbehütet auf, als einzelkind halt recht verwöhnt meiner meinung nach (was sich heute auch häufig in seinem verhalten wiederspiegelt). es fehlen viele teile in der erzählung, aber als A 18 wurde, fingen die probleme zu hause an.

das ganze ging etwa 5 jahre so, dann kam die scheidung, sie räumte ihnen praktisch die bude leer, er blieb bei seinem vater und letzterer wurde ziemlich ausgenommen. A's vater ist ein sehr lieber, ich kenne ich natürlich nur von den besuchen, aber ich habe mich von anfang an sehr gut mit ihm verstanden.

seither hat A kein wort mehr mit seiner mutter gesprochen. sie weiss nicht, wo er wohnt. und so soll es, wenn es nach ihm geht, auch bleiben.

er für seinen teil ist nun soweit davon betroffen, dass er sagt, keiner frau mehr so richtig vertrauen zu können. sie war seine bezugsperson, 18 jahre lang war sie sein lebensmittelpunkt und der vertrauensbruch ihrerseits hat ihn so geprägt. er gab zu, selber zu merken, dass viele unserer probleme daher rühren. seine letzte beziehung war eine fernbeziehung und damit konnte er gut umgehen, weil er - wie er am samstag selber eingestanden hat (fortschritt!!!) - eigentlich wusste, dass daraus nie mehr entstehen würde. mit mir wäre das nun anders, da ich ja hier bin und die voraussetzungen, eine zukunft gemeinsam zu gestalten, gegeben sind. und das mache ihm angst weil er nicht daran glaubt, dass beziehungen lange dauern, oder dass man zusammen alt werden kann.

bei dem hintergrund hab ich 2 möglichkeiten:

so schnell wie nur möglich die fliege machen

oder

ihm zeigen, dass es auch anders geht.

zweiteres braucht wohl recht geduld und gelassenheit. sein kollege sagt mir immer wieder, dass A sich gegen aussen immer so kalt und berechnend gibt; auch seinem freundenkreis gegenüber. aber er sei sich sicher, dass er nicht mehr mit mir zusammenwäre, wenn er dies nicht wollte.

so siehts aus.

 

***

nachtrag: nach dem gespräch hat A mir noch gesagt, dass es ihn extrem störe, wenn ich mit seinem kollegen über unsere beziehung rede. er fühle sich blossgestellt und möchte, dass ich das in zukunft unterlasse. M sei sein kollege und nicht meiner. ich hab ihm gesagt: "mein lieber, ich würde viel lieber mit dir über unsere beziehung sprechen. das willst/kannst du aber nicht und deshalb wende ich mich an M, weil er eine vertrauensperson ist und dich dein leben lang kennt. dass er dir immer loyal sein wird, das weisst du viel besser als ich."   

25.11.2008 um 13:06 Uhr

tch**o (darf ich das als titel verwenden oder ist das schon werbung?) ;)

leute, was haltet ihr von der tchibo ware? die scheinen immer das zu haben, was man braucht. irgendwie. ich muss mich ganz fest zusammenreissen, jetzt bei dem ganzen xmas kram nicht den laden leer zu kaufen. eins frage ich mich. warum sieht im laden immer alles so toll aus, und zu hause macht es dann icht halb so viel her?!