update und dank
also, erstmal lieben dank an euch, die ihr so lieb kommentiert habt. danke für die lieben zusprüche und das virtuelle drücken. ihr seid der grund, weshalb ich bei blogigo bleibe, denn obwohl ich euch nicht persönlich kenne, nehmt ihr teil an meinem leben und lasst mich bei euch reingucken.
nun, ich bin gegen 16.30 zu ihm gegangen. er hat schon auf mich gewartet und hat mich mir einer zarten umarmung begrüsst. wir haben uns gesetzt und ich hab - meinem notizzettel sei dank - mein vorschlag unterbreitet. er hat zugehört, zwischendurch geweint, und am schluss stellung bezogen. er hat es eingesehen, dass er eine therapie machen muss und gesagt, sobald die prüfungen durch sind und er die stelle beim gericht hat, und somit geld für die sitzungen, einen psychologen aufsuchen wird.
er hat darauf bestanden, dass wir getrennt bleiben und bis januar keinen aktiven kontakt haben. da wir beide an der uni arbeiten, lassen sich - vor allem jetzt zur weihnachtszeit - etwaige treffen bei veranstaltungen nicht vermeiden. da will er, dass wir normal miteinander umgehen, also nicht, dass einer von uns solchen anlässen fernbleibt, nur um dem anderen aus dem weg zu gehen. ansonsten keinen kontakt. ab januar wollen wir uns treffen, also verabreden, und gucken, ob sich ein neuanfang ergibt.
es hätte schlimmer ausgehen können. ich hatte angst, dass er abweisend und kalt ist, es war aber innig und hat enorm gutgetan zu sehen, dass es ihm auch so nahe geht. er hat erzählt, dass er seit donnerstag auch kaum geschlafen und gegessen hat, und dass er sich am freitag, nach meinem überstürzten abgang, übergeben musste. mir gings ja gleich, ich habs kaum heimgeschafft, vor aufregung und schmerz hatte ich umgehend durchfall.
ich hoffe nun, dass in dieser zeit keine andere in die quere kommt und wir ab januar wieder schritt für schritt zueinander finden.
ist nicht leicht, aber es sieht zumindest nicht so aussichtlos aus, wie gestern. wir haben einen plan. ist mehr, als wir gestern hatten.

Der Unterschied zwischen Realismus und Pessimismus ist dem nicht sehen wollenden eben unbekannt.
Für mich spricht die Erfahrung, für dich die Hoffnung. Es ist nicht so, das ich euch den Erfolg nicht gönne - allein mir fehlt der Glaube. Aber so wie ihr nicht anders könnt (und wollt), so kann (und will) ich nicht anders. Wenn die mahnende Stimme die eigene Überzeugng stärkt, dann ist sie freudig zu hören, wenn sie sie schwächt, dann sind die eigenen Argumente zu prüfen.
Audiatur et altera pars! ;O)
@lady: eben, so will ich denken und wir werden sehen, was passiert.
ich spreche jetzt nicht von einem religiösen glauben; aber ich glaube, dass alles einen sinn hat und ich glaube vor allem, dass jeder mensch sein leben selber beeinflusst und nicht fremdbestimmt ist. insofern denke ich, dass entscheidungen treffen und miteinander reden die menschen weiter bringt, als einfach dazusitzen und die 'realität' an sich vorbeiziehen zu lassen, weil es eben nicht anders geht. es geht sehr wohl anders. man muss jedoch wollen.
Nein, mir fehlt mitnichten der "Glauben" an die Stärke und Fähigkeiten des Menschen. Ganz im Gegenteil. Mir fehlt in diesem Fall nur der Glaube an euer Gelingen in Herzensangelegenheiten, weil ihr m.E. zu "weiblich2 an die Sache herangeht - beide übrigens. Und ich halte es nicht nur für unschädlich sondern auch für durchaus hilfreich zu diesem Thema eine andere Stimme/Meinung zu lesen, gerade WEIL sie so anders und konträr ist. Ihr fühlt euch jedoch direkt immer persönlich angegriffen und gekränkt, wenn man nicht in die selbe Kerbe der "Schulterklopfer" und "Alles-wird-gut-Fraktion" schlägt. Das mag ok sein, denn es schützt vor Nachdenken und Zweifel - aber es schützt eben nicht vor Enttäuschungen. Da die Enttäuschung aber die böse Schwester der Hoffnung ist, werdet "ihr" eben häufiger von ihr eingeholt, als wenn ihr euch mit beiden Seiten beschäftigt. So zumindest erlebe und lese ich es. Obwohl ich oft den Eindruck habe, das ihr weitaus weniger optimistisch seid, wie ihr wirken wollt - viell. auch deshalb diese Aggressivität?!
Jeder Mensch wird fremdbestimmt und dennoch kann er sein Leben bestimmen - wenn er eben darum weiß, mit allen Konsequenzen. Das ist meine Meinung. Und natürlich kommen wir niemals "zusammen" weil wir viel zu verschieden sind. aber so, wie mich eure Sicht "befruchtet" so solltet ihr meine zulassen, selbst auch nur als Beweis der Richtigkeit eurer Ansicht.
Nochmal - ihr seid mir persönlich völlig egal, mich interessieren nur eure Geschichten und Ansichten. Also macht nicht immer eine Fehde daraus! ;O)
Einen schönen Tag und ein "friedliches" Weihnachtsfest. *lächel*
meine erlebnisse und gedanken hier zu 'publizieren' impliziert ja, dass ich mich anderen meinungen aussetze. das ist auch der sinn der übung. klar ist, das hier ein etwas verzerrtes bild der blogger entsteht, bestimmt auch von dir. schon nur deshalb kann ich mich nicht angegriffen fühlen, weil wir dir - und du uns - persönlich egal sind/bist. letztendlich habe ich ja die wahl, kommentare stehen zu lassen oder zu löschen, und solange diese nicht beleidigend sind habe ich keine mühe damit, egal wie stark sich diese von meiner meinung unterscheiden. um auch mal gebrauch vom grossen latimun zu machen: errare humanum est. ich kann jetzt komplett schief gewickelt sein mit meiner hoffnung. aber genauso schief kannst du liegen, mit deinem nichtglauben an, ich zitiere: "euer Gelingen in Herzensangelegenheiten". und das ist ja das schöne :)
Und für jeden 'Schulterklopfer' findet sich auch ein 'Mahner'. *lach*
Was ich auch schön finde, Hoffen und Glauben sind (deiner Meinung nach) weiblich. Schön, das gefällt mir, Hoffnung treibt die Welt an. *lächel*
Aber weibliche Eigenschaften sind ja keinesfalls grundsätzlich negativ - so wie männliche auch nicht. Die Mischung machts! Und genau das ist der Punkt. Wenn es keine "gut" Mischung gibt, verdirbt die Rezeptur und was wir uns dann backen wird ungeniessbar - auch wenn es manchmal noch so schön anzuschauen ist. ;O)
@lady, das man dich immer erst ärgern muss um mal solch schöne Kommies zu lesen!? ;O)
Obwohl ich nicht denke, das die Hoffnung die Welt antreibt, sie bremst sie eher hier und da indem sie dem freien Fluss der Kräfte entgegen tritt. Und immer ist Hoffnung letztlich nur ein Beweis für einen nicht existierenden Zustand. Aber wir meinen wohl das selbe. Wenn Hoffnung zum Antrieb wird, dann ist sie eine "gute" Kraft, wenn sie zur Stagnation durch puren Glauben wird, dann ist sie gefährlich.
amen! *schmunzel*