was denn jetzt?
so, endlich zu hause. mein gesicht schmerzt immer noch verdammte kacke.
ich war stehngeblieben bei der frage, was männer wollen. auf dem nachhauseweg von der party haben A und sein kollege P, welchen ich wirklich sympathisch finde, über die prüfungszeit diskutiert. P hat die prüfung hinter sich und erfolgreich bestanden, er hat bereits eine stelle gefunden und ist fürs erste versorgt. A hat die abschlussprüfung erst im märz.
ich war mitunter etwas überfordert und bissig, ich hatte den eindruck, sie reden beide auf mich ein und erzählen mir dinge, die ich schon weiss.
P hat im wesentlichen gesagt, dass es ein fehler war, während seiner prüfungsvorbereitung eine beziehung einzugehen. er habe sein ziel vor augen gehabt und alles andere sei nicht wichtig gewesen, einschliesslich der beziehung. er habe die zeit nicht gehabt, seine freundin richtig kennen zu lernen und obwohl er sie mochte, empfand er die beziehung durchgehend als belastung. er sei abends jeweils total fertig gewesen vom lernen und habe kaum noch energie gehabt, zeit mit ihr zu verbringen. sie hat ihn nach dem schriftlichen teil der prüfungen verlassen, dafür ist er ihr dankbar, dass sie wenigstens erst nach der prüfung gegangen ist. jetzt geniesse er sein singledasein extrem, er findet es toll, keinerlei verpflichtungen zu haben, seine freizeit für sich gestalten zu können und einfach mal das zu machen, was er will. mit einer freundin müsse man immer kompromisse eingehen und zur zeit will er das nicht.
A hat immer wieder bestätigend genickt, immer wieder gesagt, dass dies bei uns auch das problem sei, dass man sich eigentlich möge, aber er den nerv/die zeit/die geduld nicht hat, nicht aus böswilligkeit, siondern wegen dem stress. er sei auch überzeugt, dass eine partnerschaft nur dann funktionieren kann, wenn beide parteien die gleichen ziele haben, soll heissen, eine erfolgreiche karriere anstreben und die wenige freie zeit, die man dann noch habe, bei gelegenheit zusammen teilt. er findet es schon problematisch, wenn die frau zum beispiel nur 50% arbeitet und der mann 100%, weil dann habe die frau immer irgendwelche ansprüche an ihn, fühle sich alleine und das fördere das zerbrechen der beziehung.
auf meine frage hin, warum sie denn nicht frauen aus ihrem fach suchen, antworteten beide einstimmig, dass dies absolut langweilig sei. auf meinen hinweis, dass aber nur frauem aus ihrem fach auch gleiche arbeitszeiten und ziele haben können, antwortete P, dass er in der arbeitszeit keine probleme sehe. im gegenteil, er fände das gut, da er an die traditionelle rollenverteilung glaubt. A antwortete nichts.
P hat sich weiter beklagt, dass es extrem schwierig sei, eine passende frau zu finden. er wolle keine coiffeuse, mit der könne er ja über nichts reden. er will eine intelligente frau. A hat zugestimmt.
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gut, es war 6uhr morgens, es ist viel bier geflossen. aber ich denke, beide haben ganz ernsthaft über das thema gesprochen. und vermutlich bin ich einfach verblödet, aber für mich klingt das alles so widersprüchlich! einerseits wollen sie ne frau, andererseits keine verpflichtungen und freiheit. 1. schliessen sich die beiden punkte denn aus?! ich verstehe nicht, wo das problem ist? ein paar besteht aus 2 individuen, 2 einzelne personen, welche immer noch ein eigenes leben haben. keiner sollte dem anderen was verbieten, beide sollten respektvoll und ehrlich sein, und damit sollten doch alle probleme eine lösung haben.
ich habe den eindruck, dass sich die herren (ich kann natürlich nur von denen sprechen, die ich kenne) selber unter druck setzen, ohne uns eine chance zu geben. beim kleinsten fehler wird die ganze beziehung in frage gestellt, es werden parallelen zu exfreundinnen oder mütter gezogen - man hat gar keine chance, eine normale beziehung zu führen.
dabei ist es sehr einfach. grundsätzlich muss man erst mal entscheiden, ob man sich auf eine beziehung einlässt oder nicht. wenn man sich dagegen entscheidet, weil man seine 'ruhe' haben möchte, dann finde ich das absolut legitim. wenn man sich für eine beziehung entscheidet, dann sollte man dem partner auch eine reale chance geben. das ganze hickhack ist so unnötig!

Was ich damit sagen will: Du scheinst mir eine Frau mit wachem Verstand zu sein. Du erwartest nicht zu viel aber gibts viel. Du engst nicht ein, aber lässt dich einengen. So kommt es mir zumindest vor. Wenn für deinen A eine Beziehung nur eine Belastung darstellt (weil Betrunkene und Kinder sagen die (ihre) Wahrheit) dann such dir einen Mann, der deine Gefühle teilt und nicht nur nimmt. Was wird er von Beruf? Manager, Bänker oder am Ende sogar Unternehmensberater oder Anwalt? Alles reine Kopfmenschen (zumindest die, die ich kenne) , die wären nix für mich. Ich hatte einen Betriebswirt...grauenhaft...Zahl und Gier trifft auf Gefühl und Sensibilität.
wir haben in der tat sehr verschiedene ansichten was beziehung angeht. ich stelle das erst in letzter zeit immer wieder fest. bis vor ein paar monaten war ich überzeugt, dass wir eigentlich sehr ähnlich ticken.
erstaunlicherweise geht er aber nie auf meine trennungsvorschläge ein. ich weiss nicht, ob ihm die beziehung doch tatsächlich soviel bedeutet, oder ob er angst vor der trennung hat, oder ob er - ganz mies - einfach darauf wartet, dass seine prüfungen vorbei sind.
ich rede in leztter zeit auch oft mit einem seiner besten kollegen. dieser kennt A seit der grundschule und er betont immer wieder, dass A gegen aussen hin schon immer dieses kalte und berechnende getue herausgehängt hat. er vermutet, dass es mit der scheidung seiner eltern zusammenhängt, dass sein frauenbild dadurch massiv gestört wurde und er seither grundsätzlich den frauen misstraut.
A selber behauptet immer wieder, ein 'herdentierchen' zu sein und keine interesse an kurzlebigen affären zu haben. keine ahnung.
komplizierter mann!!!