Ich wollte diesen Eintrag eigentlich gestern schon machen, weil er sich auch auf gestern bezieht, aber meine Mutter erschien Punkt halb zehn (abends) in meinem Zimmer und wollte, dass ich den PC ausschalte. Naja, ich schreib dann mal, was ich eigentlich gestern geschrieben hätte...
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BuJu. Abkürzung für Bundesjugendspiele - von den einen geliebt, von den anderen gehasst. Ich zähle mich zweifellos zu Letzteren. Wir verteilen unsere BuJu immer über zwei Tage, weil wir zu viele Klassen sind. In diesem Fall am Mittwoch die 5.-, 7.- und 9.-Klässler und am Donnerstag (heute) die 6.-, 8.-, und 10.-Klässler. Die Klassen, die jeweils am einen Tag sporteln müssen, haben am anderen Tag Wandertag oder frei.
Nur wir, die G8b, die Klasse, die den Schulsportleiter zum Klassenlehrer hat, den Schulsportleiter, der den ganzen Tag im Wettkampfbüro sein muss, wir sind die, die völlig unverschuldet die Helferklasse machen müssen. Normalerweise ist das Zeiten nehmen, Sprung-, Wurf- und Stoßweiten messen und Aufräumen ein Job für die Klassen, die was angestellt haben und deswegen keinen Wandertag verdient haben. War es eigentlich auch - die Leute von der H8irgendwas waren auch da - aber die (zumindest unsere Leute, wir waren für's Kugelstoßen verantwortlich) lagen stundenlang am Rand und sahen uns zu oder spielten Fußball. Zwei, drei mal die Kugeln zurückrollen war genug, um sich von den Aufsichtslehrerinnen mit einem "Sagt nicht, er hätte nichts gemacht! Er hat doch die Kugeln zurückgerollt!" verteidigen zu lassen. Wir, die wir nur wegen unserem nicht für einen Wandertag verfügbaren Klassenlehrer da waren, wurden wie die eigentlichen "Verbrecher" behandelt. Die Drecksarbeit durften wir machen, noch nicht einmal Ablesen war uns erlaubt. Nein, wir durften das Maßband festhalten, aber Ablesen blieb der Aufsichtslehrerin überlassen. Ich wusste irgendwann nicht mehr, ob ich darauf achten sollte, wo die Kugel landet, oder ob der Kugelstoßer übergetreten ist. Wenn ich auf Ersteres achtete und jemand übergetreten war, wurde ich von der Aufsicht mit einem knappen "Bleib!" wie ein Hund zurückgehalten. Wenn ich drauf achtete, ob jemand übergetreten ist, wusste ich nicht wo die Kugel war und musste mich auf Außenstehende verlassen, die mir die Stelle zeigten.
Wir waren knapp fünf (in Zahlen: 5!) Stunden im Stadion und hatten etwa 4 oder 5 Gruppen, die Kugelstoßen gemacht haben. In diesen Zeiten durften wir (Isa und ich) die ganze Arbeit machen und die Jungs aus der H8 zugucken lassen (was für Gentlemen...). Dazwischen hatten wir gar nichts zu tun, und das in der prallen Hitze (obwohl es laut Wetterbericht eiskalt werden sollte). Ich habe den anderen geholfen, 80- und 200-Gramm-Bälle zurück zu werfen und 5-Kilo-Kugeln zurück zu rollen, und das hat mir mein rechter Arm ganz schön übel genommen.
Um zu sagen, wieso ich diesen Titel da oben gewählt habe: Ihr könnt euch vielleicht gerade mal in Ansätzen vorstellen, wie ich da ausgesehen habe, nach Stunden zwischen Kugelstoßkugeln und Sand und Staub. Ich bin hergekommen mit schwarzem Top, weißer Weste mit T-Shirt-Ärmeln, einer schwarzen Jeans und dunkelblau-weißen Turnschuhen. Heimgegangen bin ich mit schwarzbraunem Top, dreckigweißer Weste mit T-Shirt-Ärmeln, einer graubraunen Jeans und graubraunen Turnschuhen. Mal abgesehen von meinen völlig verdreckten Händen und meinem dringenden Bedürfnis nach einer warmen Dusche...
Jetzt sitze ich zu Hause, während die anderen einen weiteren Tag im Stadion verbringen (diesmal als Sportler und nicht als Helfer). Ich sitze zu Hause mit Sonnenbrand an beiden Armen und im Gesicht und mit einem üblen Muskelkater im rechten Arm (siehe oben). Meine beste Disziplin ist Werfen - das kann ich mit dem Arm sowieso vergessen. Meine Haut wird es mir danken, wenn ich mich nicht noch einmal für Stunden dem Wetter aussetze. Meine Mutter machte den Vorschlag, mich zu Hause zu lassen und mir eine Entschuldigung zu schreiben.
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Ich fühl mich dreckig.