Das Leben ist eine Baustelle

21.08.2009 um 13:30 Uhr

Es kann und wird verwendet

...... gegen sie verwendet werden...... 

Wer kennt ihn nicht, den Spruch. Und einmal mehr trifft er auch auf die unergründlichen weiten des WWW zu. Vielmehr auf die Daten, welche wir so tagein tagaus vermeidlich anonym von uns geben.

Es gab ja schon hier und da den ein oder anderen Rüffel fuer diverse Internet-Communikations-Anbieter. Allerdings, hier wird wohl doch die Maus in der Pfanne verrueckt.

Falls man irgendwo eine Bewerbung laufen hat, und sich wundert, das man nicht genommen wird, koennte folgendes der Grund sein: Der vermeidlich neue Chef, schlau wie er ist, wird sich ein wenig im Netz umschauen und den ein oder anderen Namen suchen. Auf was er dann stoßen wird, kann zum Teil eine noch nicht einmal gestartete Karriere zerstören.

Sollte man sich jetzt überlegen, was man alles zu sagen hat und ob man dies öffentlich tun sollte? Geht es nur anonym um im WWW zu "überleben"?

Wie dem auch sei... vielleicht ist das einmal mehr ein Grund für eine Montags-Demo?!

Entscheidet selbst!

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Bewerber-Check: Spionage bei studiVZ & Co.
Freitag, den 21.08.09 12:25  
 
Viele Firmen nutzen das Internet um im Vorfeld persönliche Daten über Bewerber zu sammeln. Dies geht aus einer Meinungsumfrage des Dimap-Instituts hervor, die das Verbraucherministerium in Auftrag gegeben hat. Die Ergebnisse der Umfrage liegen nun der "Berliner Zeitung" vor.

Informationen aus sozialen Netzwerken

Einem Bericht zufolge informieren sich über ein Viertel (28 Prozent) der Firmen über potenzielle Arbeitnehmer sowohl bei privaten als auch bei job- und karriere-orientierten Netzwerken. Ein Großteil (80 Prozent) der Arbeitgeber führt die Recherche bereits vor dem ersten Bewerbungsgespräch durch. 20 Prozent dieser Firmen gaben in der Studie an, regelmäßig oder gelegentlich auf Daten aussozialen Netzwerken zuzugreifen. Weitere 16 Prozent stöbern dort eher selten. Ein Viertel der Unternehmen habe Bewerber aufgrund von Erkenntnissen aus der Online-Recherche sogar nicht zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. 

Party-Fotos ungern gesehen

Die Studie gibt auch Aufschluss über die größten Bewerber Fauxpas in den Augen der Arbeitgeber: Negative Äußerung über die derzeitige und letzte Jobsituation lesen 76 Prozent der Personalchefs ungern. Ebenfalls kritisch wird von 43 Prozent das Bereitstellen von persönlichen Daten wie zum Beispiel Fotos der letzten Party gesehen. Doch gerade dieser Punkt wird von Experten kritisch gesehen. Firmen müssen sich auch die Frage stellen, ob sie lieber einen Bewerber mit gesundem Sozialwesen einstellen oder einen Einzelgänger. 

Die Verbraucherministerin Ilse Aigner von der CSU rief die Bürger zu einem sorgsamen Umgang mit persönlichen Daten im Internet auf: "Die unbekümmerte Preisgabe persönlicher Daten im Netz kann zum Stolperstein für die berufliche Karriere werden", sagte Aigner gegenüber der Berliner Zeitung.
 
Autor: Marcel Petritz (mpe@onlinekosten.de)

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenJOblogt schreibt am 21.08.2009 um 17:30 Uhr:ich bin für die demo, keine frage.
    haut den bossen, auf die flossen!
  2. zitierenDer Krangewarefahrer schreibt am 21.08.2009 um 17:37 Uhr:Naja, was soll man da großartig machen? Sowas ist mittlerweile fast schon normal. Besonders in der EDV-Branche wird man vor einem Vorstellungsgespräch schon mal "durchleuchtet". Aber auch in anderen Branchen guckt der eventuell zukünftige oder auch der jetzige Chef gerne mal, was man so treibt. So hat auch schon ein ehemaliger Kollege von mir mal einen Rüffel vom Chef bekommen, weil er in seinem Profil bei wkw irgendwelche Unwahrheiten verbreitete.
    Damit muss man wohl leben aber man kann ja auch einiges dafür tun, dass das Ergebnis vom Chef nicht gar so schlecht ausfällt ;-)
  3. zitierenstardrifter schreibt am 23.08.2009 um 23:09 Uhr:Ist zwar kein Montag und nicht speziell auf schnüffelnde Chefs beschränkt, aber nichtsdestotrotz:

    http://www.freiheitstattangst.de

    Und wo wir schon dabei sind:
    http://www.piratenpartei.de/

    (Das Drifterli überlegt ernsthaft da einzutreten...)
    Vielleicht ist dir das ja auch einen Blogeintrag wert. :)

    Ansonsten muß ich sagen, wenn mich eine Firma nicht einstellt, weil sie was an meinem Privatleben auszusetzen hat, dann soll mit das auch recht sein.
    Besser so als in einer Firma anzufangen, die nichts besseres zu tun hat als einem hinterherzuschnüffeln und die berufliche Qualifikation daran festzumachen, was man nach Feierabend treibt...

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