Das Leben ist eine Baustelle

23.12.2006 um 09:59 Uhr

Interviewtermin "ANGEL WITHOUT WINGS"

Fröhlich
GUTEN MORGEN
SO. ich habe meinen ersten Interview Termin mit Karla Kunstwandl absolviert ...
und
es tat garnicht weh... Fröhlich
Ich freue mich, dieses Interview auch hier online stellen zu können/ dürfen/ wollen.
Vielen Dank an Euch
 
 
Die lieben blogigo-Kollegen.

Nach George Tenner, heute:

Cora Wegner
über ihren Debut-Roman

"Angel without wings"

(ISBN: 3865167438, Verlag „Mein Buch" 2006)

Das Interview führte die Regisseurin,
Dramaturgin und Leseratte Karla Kunstwadl.

(Alle Rezis usw. ab sofort hier !)

(Vor dem Interview-Termin hat sich Karla
das Buch in ihrer Lieblingsecke bei Keksen
und Kerzenschein zu Gemüte geführt.)




Karla Kunstwadl:


Cora, dein erstes Buch „Angel without wings" ist im September 2006 erschienen, riecht also noch ganz frisch nach Druckerei. Lass uns ein bisschen in die Vergangenheit zurückblicken! Wann ist dir zum ersten Mal die Idee gekommen, ein Buch zu schreiben, wie bist du auf das Thema der Geschichte gekommen und wie lange hat die Arbeit am Buch gedauert?

Cora:

Die Idee kam mir zum ersten Mal 1998, als ich einen Film sah (City of Angels mit Meg Ryan und Nicolas Cage). Außerdem spielte der Verlust einer nahestehenden Person eine wichtige Rolle. Die Geschichte hatte zwar zu dem Zeitpunkt schon einen Inhalt, und ich wusste, wo ich hin wollte, dennoch war es schwierig, überhaupt mit dem Schreiben zu beginnen. Nicht nur einmal hätte ich am liebsten den Stift in die Ecke geworfen. Die Geschichte selbst habe ich zwischen 2001 und 2002 geschrieben. Bis zur endgültigen Veröffentlichung im Jahr 2006 habe ich noch sehr viel daran gebastelt. So richtig loslassen konnte ich nicht. Könnte ich wohl noch immer nicht, wenn ich mir nicht den Ruck gegeben hätte, es endlich einmal zu verschicken.

Karla Kunstwadl:

Wir wollen nicht allzu viel über den Inhalt der Geschichte verraten. Schließlich soll der Roman gekauft und gelesen werden. Kann man den Plot so umreißen, dass nicht die gesamte Handlung preisgegeben, aber das Interesse potentieller Leser und Leserinnen doch geweckt wird? Ein Spagat – aber vielleicht magst du's einfach mal mit einem Exposé versuchen?

Cora :

Exposé klingt so schwierig. Eine Aufgabe, die man für die Präsentation erfüllen muss! Wie soll ich eine Geschichte, zu der ich circa 260 Seiten benötige, in so wenige Worte zusammenfassen? Ein wenig banal wäre vielleicht, einfach zu sagen: es geht um DAS LEBEN. Obwohl dies natürlich ein großer Teil der Geschichte ist. Ebenso der Tod. Das Verlassen, das Lieben. Hassen und Loslassen müssen. Ich wollte wohl versuchen, meine Ängste mit meinen Gefühlen zu vereinbaren. Das, worüber ich mich nicht traue zu sprechen, wollte ich aufschreiben. Ob es mir gerade mit dieser Geschichte gelungen ist, weiß ich nicht. Es wird sich sicherlich herausstellen.

Karla Kunstwadl:

Aus der Schule kennen wir noch alle die Literatur-Interpretationen, die uns von nervigen Lehrern abverlangt wurden. Motto „Was wollte uns die Dichterin damit sagen?" respektive „Welche Intentionen verfolgt die Autorin mit diesem Text?" Gibt es in „Angel without wings" ebenfalls eine Botschaft, die der Leserschaft „überbracht" werden soll? Oder schreibst du rein aus Freude am sprachlichen Gestalten, ohne dabei eine besondere Mission – außer natürlich der Unterhaltung – zu verfolgen?

Cora Wegner:

Sicherlich gibt es einen Grund, warum diese Geschichte entstanden ist. Zum einen, um mich von meinen Ängsten rund um den Tod zu befreien. Um mir selbst vielleicht ein wenig einzureden, das es mehr gibt als nur dieses eine Leben. Zum anderen ist es wohl auch der Wunsch, Dinge die im Leben schief gelaufen sind, rückgängig zu machen. Eine zweite Chance zu erhalten. Wenn man in sich hineinschaut, dann findet man immer etwas, was man verändern möchte. Dennoch, man sollte es akzeptieren, dass es eben so gelaufen ist und nicht anders. Wenn ich weiter so darüber nachdenke, ist es einfach eine Geschichte, die ich für mich geschrieben habe, um die Personen festzuhalten, am Leben zu erhalten, wenn man so will, die bereits nicht mehr bei mir sind. So einfach ist es halt nicht, Menschen loszulassen.

Karla Kunstwadl:

Das stimmt. Aber ist es nicht so, dass alle Menschen solche Erfahrungen machen? Jeder hat schon einen geliebten Menschen verloren – oder wird es früher oder später tun. Mit zunehmendem Alter häufen sich diese Verlusterfahrungen dann ganz fatal. Und doch schreibt nicht jeder gleich ein ganzes Buch darüber. Hast du dir Gedanken darüber gemacht, warum für dich ausgerechnet Schreiben eine Daseinsbewältigung darstellt?

Cora:

Sicherlich machen alle Menschen diese Erfahrungen. Aber, jeder Mensch geht auch anders mit der Verarbeitung um. Einer verkriecht sich in der Musik, ein anderer feiert. Ich habe für mich entdeckt, dass ich mich, wenn es mir nicht gut geht, zurückziehe. Dann möchte ich mit meinen Gedanken allein sein und teilweise sind sie so nervig, das ich sie aufschreiben muss. Denn nur, wenn ich sie aufschreibe, sie dann sozusagen aus mir heraus sind, dann lassen sie mich auch in Ruhe. Ansonsten würde ich wohl den ganzen Tag mit mir selbst erzählen.

Karla Kunstwadl:

Du schreibst im Internet häufig – und sehr anschaulich – über das Schreiben. Man kann dort erfahren, (ich gebe deine Ausführungen jetzt sinngemäß wieder) dass es bei dir Phasen gibt, in denen du einfach alles aufschreiben musst. In solchen Phasen treten äußere Umstande in den Hintergrund. Du vergisst, du essen, zu schlafen; auch die jeweilige Tages- oder Nachtzeit ist dir einerlei. In solchen kreativen Perioden sind deine Gedanken schneller als deine Finger, die fieberhaft auf die Tastatur einhämmern. Deine Musen erzählen wild durcheinander; ihre Stimmen fahren in deinem Hirn Karussell. Das klingt richtig dramatisch und nicht gerade entspannend. Trotzdem sagst du, dass Schreiben deiner Seele gut tut. Lässt sich dieser Widerspruch auflösen?

Cora :

Wenn ich mir die Frage so durch lese, dann klingt das nach einem Genie mit einer kleinen Macke. Für mich ist es schon eine Art Entspannung, wenn ich beim Schreiben bin. Egal, ob die Stimmen wild umherbrabbeln oder es gerade halb 3 Uhr mitten in der Nacht ist und ich genau weiß, dass ich spätestens um 9 Uhr bei der Arbeit zu sein habe. Eben darum ist es Entspannung, weil ich, sobald es auf dem Papier ist, die Gedanken loslassen kann. Weil sie dann nicht mehr in mir sind – mich nicht mehr nerven können, ich nicht mehr pausenlos daran herumbasteln muss. Die Gedanken stehen dann sichtbar vor mir. Sie haben insofern nichts mehr mit mir zu tun. Dennoch, sind die Durststrecken, durch die man geht, eben noch immer das Schlimmste. Wobei, als Mensch sollte man diese Zeit genießen, da man dann nämlich die Augen und Ohren wieder offen für alles andere hat. Wenn man sich in der Phase des Schreibens befindet, dann möchte man nur dies machen. Das geht aber nicht, weil man Termine einhalten und arbeiten gehen muss, Freunde treffen und das Private nicht vernachlässigen möchte.

Karla Kunstwadl:

Leider ist man nicht immer in einer kreativen Phase. Trotzdem sollte man regelmäßig, am besten jeden Tag schreiben, um nicht aus der Übung zu kommen. Von Ernest Hemingway ist bekannt, dass er literweise Alkohol (vorzugsweise Rum) in sich hineingoss. Erst dann wankte und schwankte er zu seiner Schreibmaschine. Von vielen Autoren weiß man, dass sie sich erst mühsam in Schreib-Stimmung bringen müssen, bevor etwas Brauchbares auf dem Papier entstehen kann. Etwa durch lange Spaziergänge, Meditiation usw. Wie ist es mit dir? Kennst du auch solche Rituale? Wie bringst du dich in Schreiblaune?

Cora:

*hüstel* Da gibt es wohl jemanden, der könnte Storys erzählen! Aber dummerweise ist wirklich ein klein wenig an der Sache dran. Ohne Alkohol geht es nicht und mit schon gleich gar nicht. Ich glaube dennoch, dass es eine faule Ausrede ist. Denn entweder man befindet sich in einer Phase, wo man schreiben kann oder nicht. Ich kann nichts herbeizaubern, was nicht schon irgendwo existiert. Vielleicht zum „Warm-up" einen Lütten – warum nicht? Das Problem ist, wenn einem beim ersten Glas noch nichts Gescheites einfällt, dann ist man frustriert und trinkt das nächste. (Ich bevorzuge ja Rotwein, wenn überhaupt. Mit Bier hat es nicht so geklappt. Und Rum hab ich noch nicht versucht … also, mit dem Schreiben und dem Rum). Irgendwann ist man dann so betrunken und noch frustrierter als zuvor und schläft über der Tastatur ein. Hat dann also auch nichts gebracht. – Täglich schreiben … ja, das habe ich auch gehört. Aber aus irgendeinem Grund schaffe ich es nicht.

Karla Kunstwadl:

Ich denke auch, dass Schreiben und Alkohol nicht so recht zusammenpassen wollen. Man muss beim Schreiben seine grauen Zellen schon ziemlich anstrengen. Gerade auch für die Entwicklung von Charakteren braucht es einen klaren Kopf! Deine Protagonistin überzeugt nicht zuletzt dadurch, dass du die Figur dreidimensional angelegt hast. Samantha besitzt – wie ein realer Mensch – eine körperliche, eine soziale und eine seelische Dimension. Der Leser kann sich nur dann in eine Figur hineinversetzen, sich mit ihr freuen und mit ihr leiden, wenn er ihre ganz persönliche Biographie kennt, wenn er zum Beispiel weiß, wer Samantha ist, woher sie kommt, wie ihr soziales, berufliches und privates Umfeld aussieht, welche Hoffnungen, Ängste und Träume sie hat, wie sich ihre Vergangenheit gestaltet hat, welchen Wert die Menschen für sie haben, die sie tagtäglich umgeben. Nur wenn der Leser all diese Interna kennt, kann er verstehen, warum Samantha Samantha geworden ist, warum sie so und nicht anders lebt und handelt. Wenn die Autorin wie in deinem Fall gute Vorarbeit geleistet hat, wird dem Leser das Verstehen nicht schwerfallen.

Aber wie hast du selbst es erreicht, Samantha „von Kopf bis Fuß“, in allen Einzelheiten und bis tief in ihre Seele kennenzulernen? Wie hast du die Figur entwickelt?

Cora :

„Angel without wings" ist ja nicht von heute auf morgen von vorn bis hinten plötzlich da gewesen. Es hat schon gedauert. Und mit jedem Mal, mit dem ich das Script in der Hand hatte, „wuchs" Samantha heran. Man stellt sich halt einen Menschen vor, wie man ihn mag – oder mögen würde. Ohne dabei zu vergessen, das er auch Macken und Fehler hat, oder auch die liebenswürdigen Seiten. Interessanterweise „entwickelte" sich Samantha, während ich schrieb. Normalerweise sollte man ja zuerst die Charaktere beschreiben können und seine Figuren in gewisser Weise „kennen". Doch habe ich festgestellt, dass sich die Charaktere während des Schreibens verändern und entwickeln können, wie eine real existierende Person im richtigen Leben. Da kann man auch nicht vorher sagen, sie wird dieses oder jenes tun. Diese Dinge kommen mit der Zeit und sie werden zur richtigen Zeit am richtigen Ort passieren.

Karla Kunstwadl:

Beim Lesen deiner Geschichte hat man den Eindruck, dass du ein Mensch mit ausgeprägter optimistischer und romantischer Veranlagung bist. Trotzdem gaukelst du deinen Lesern keine heile Welt vor. Im Gegenteil: du stürzt sie trickreich in ein Wechselbad der Gefühle und Widersprüchlichkeiten: Angst, Trauer, Schmerz, Freude, Hoffnung ... „Angel without wings“ ist, wie dem Cover zu entnehmen ist, „eine Reise zwischen Fragen und Antworten, Träumen und Hoffnungen, Tod und Leben.“ Welches Ziel hat die Autorin Cora Wegner mit dieser interessanten Reise verfolgt? Wohin soll die Leserschaft geführt werden?

Cora :

Das klingt ja alles sehr dramatisch! *lach* Habe ich das wirklich geschrieben? Vielleicht will ich einfach nur sagen: Es geht immer weiter, irgendwie. Ich konnte es nur vorher nicht in einfachere Worte packen.

Karla Kunstwadl:

Der Begriff „Odyssee“ ist zum Synonym für lange Irrfahrten geworden. Glaubt man der Statistik, wird nur eines (!) von 1.000 (!) unverlangt eingesandten Manuskripten tatsächlich gedruckt. Wer als AutorIn noch keinen Namen hat, findet nur sehr schwer einen Verlag. Obwohl auch unbekannte Autoren gute Bücher schreiben, ist es eher so, dass viele Jungautoren und -autorinnen die Nerven aufreibende Suche nach einem Verleger als wahre „Irrfahrt“ erleben.

Magst du ein bisschen von deiner Odyssee, von deinem eigenen Wechselbad der Gefühle zwischen Hoffnung und Frustration erzählen, als dein Buch endlich fertig war und du nach einer Veröffentlichungsmöglichkeit gesucht hast? Wie bist du schließlich bei dem Verlag „Mein Buch“ gelandet?

Cora :

Odyssee trifft es wohl auf den Kopf. Naja. Andere können dieses Lied bestimmt viel lauter singen als ich. Zumal ich mich vorher in verschiedenen Büchern (siehe auf meiner Seite http://www.twentysixseven.de/Books.htm) über das Veröffentlichen von Geschichten Informiert habe. Leider ist es halt so, das man gewisse „Voraussetzungen" erfüllen muss. Ich tue mich sehr schwer, eine Geschichte von mehr als 300 Seiten auf nur 6 Seiten zusammenzufassen. Dabei sollte man darauf achten, wieviel gebe ich von der Geschichte preis, was ist spannend, was lohnt sich, in das Exposé mit einzubringen und derartige Scherze.

Bis ich von der Idee „Books on Demand“ erfahren habe. Von da an habe ich versucht, mich über diese Art des Verlegens schlau zu machen. Ich habe mein Script an einen Verlag geschickt, der sich vorher leider nicht als „Zuschussverlag" zu erkennen gab. Dieser Verlag wollte von mir einen Betrag in 5-stelliger Höhe, damit das Buch gedruckt wird. Ich war natürlich erschüttert, denn ich wollte nicht mehr investieren als ich je herausbekommen würde. Verständlicherweise war danach mein Bedarf an einer Veröffentlichung erst einmal gedeckt. Bis ich irgendwann das Script wieder herausnahm, es noch einmal durchging und erneut nach einem passenden Verlag suchte. Da kam mir der Verlag „Mein Buch" entgegen, der damit wirbt, dass er das Buch zu einem von mir festgelegten Preis drucken würde. Ich wollte eigentlich unter 10 € bleiben, das war jedoch bei allen vorherigen Verlagen nicht möglich (jetzt weiss ich auch warum ...). Jedenfalls gab es dort eine „günstigere" Variante, das Buch verlegen zu lassen. Nach langem Hin-und-Her und Noch-einmal-drüber-Schauen habe ich mich dann doch entschieden, das Script wegzuschicken. Wer nicht wagt ... oder so.

Übrigens, den kleine Engel auf dem Cover habe ich selbst fotografiert. Der stand da einfach so da auf einem Grab. Das war ein Wink des Himmels. Oder des Schicksals, dass dieser kleine, dicke Engel ohne Flügel mit den Weg zeigte.

Karla Kunstwadl:

Arbeitest du bereits an einem neuen Projekt? Wenn ja, verrätst du uns, welcher Stoff hier literarisch verarbeitet wird? Findest du, dass Geschichten einfach so auf der Straße liegen? Dass das Leben die besten Geschichten schreibt? Oder woher nimmst du deine Ideen? Was wirst du beim nächsten Buch anders machen? Hatte die Veröffentlichung von „Angel without wings“ einen Einfluss auf deine persönliche Entwicklung? Träumst du von einer Zukunft als Schriftstellerin? Welche Hoffnungen hegst du in Bezug auf deine schriftstellerische Tätigkeit?

Cora :

So viele Fragen auf einmal. Gut Karla, dann werde ich sie mal alle beantworten. Noch ein Teechen, bevor es weitergeht?

Karla Kunstwadl:

Gerne, für mich bitte schwarzen Tee mit Zitrone! Und vielleicht noch ein bisschen Teegebäck dazu?

Cora :

Aber gerne! Dann aber wieder zurück zum Thema!!!

Da die Entstehung von „Angel without wings" ja nun schon eine Weile zurückliegt, kann ich sagen, das ich in der Zwischenzeit natürlich nicht zu schreiben aufgehört habe. Einige kurze Eindrücke bekommt man auf meiner Seite http://www.twentysixseven.de/CoCo.html. Dort habe ich „Kurzgeschichten" online gestellt. Zwischenzeitlich habe ich versucht, Drehbücher zu schreiben. Es ist mir, glaube ich, gelungen. Nur habe ich sie noch niemandem angeboten. Fertig bin ich ja auch noch nicht ganz damit. Erfreulicherweise habe ich dieses Jahr mit einer Geschichte begonnen, die zu einem Buch führen könnte. Ich bin ganz erstaunt, wie einfach es war.
Was auch gleich die nächste Frage beantwortet. Manchmal, wenn man Glück hat und die Augen offen, findet man tatsächlich die Ideen zu Geschichten „auf der Straße". Oder im wahren Leben. Ich kann nicht sagen, was nötig ist, um eine Geschichte für mich „interessant" oder „schreibenswert" zu machen. Manchmal bedarf es nur eines Wortes, oder eines Lied, das ich höre, dann habe ich eine Idee zum Schreiben. Klingt komisch, ist aber so.

Die Veröffentlichung von „Angel without wings" hatte bisher keinen Einfluss auf mich. Es ist ein Kapitel, das ich nach langer Zeit abschließen konnte und wollte.

Meine Zukunft als Schriftstellerin? Naja. Ich hoffe, das ich irgendwann in einen „richtigen" Verlag hineinrutsche und – wenn es die Zeit neben meinem Job hergibt (ich muss mir schließlich meinen Lebensunterhalt verdienen) – weiterschreiben kann.

Karla Kunstwadl:

Leser haben’s gut. Die können sich ihre Schriftsteller aussuchen. Deshalb meine ketzerische Frage: Wenn du als Autorin die Möglichkeit hättest, welche Leser und Leserinnen würdest du bevorzugen? Wer sollte deine Bücher nicht lesen?

Cora :

Jeder Schriftsteller oder Autor wünscht sich, glaube ich, in erster Linie VIELE Leser. Es kommt nicht darauf an, wer es liest oder wer nicht. Das ist sowieso eine Frage des Geschmacks. Ich kann nur von mir sprechen und sagen, das ich gewisse Sachen auch nicht lesen mag. Insofern kann ich es niemandem „zumuten" das Buch zu lesen, wenn es ihn nicht interessiert.

Karla Kunstwadl:

Cora, glaubst du an Engel oder ist das eine total unmögliche Frage?

Cora :

Nein, mit Sicherheit ist das keine unmögliche Frage, denn sie liegt ja irgendwie nahe. Dennoch ist sie schwierig zu beantworten. Manchmal wünschte ich, es gäbe Engel. Dann wieder sehe ich sie und weiss genau, das sie keine Flügel haben und unter uns weilen. Egal, welches Gesicht sie haben und wer sie sind. Es gibt definitiv Engel! Ob man daran glaubt oder nicht. Wenn man einem begegnet, weiss man es!

Karla Kunstwadl:

Wir bedanken uns für das ehrliche und sympathische Gespräch und wünschen dir noch zahlreiche kreative Ideen – und natürlich ganz viel Erfolg für alle deine zukünftigen Pläne!



Und wer wissen will, was Karla außer Bücherlesen
sonst noch mag, darf gerne mal hier klicken !

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenbuchzeiger schreibt am 23.12.2006 um 11:48 Uhr:Karla braucht neuen Lesestoff. Sie ist ein Suchtkrüppel!

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