Das Leben ist eine Baustelle

15.06.2006 um 11:41 Uhr

Right to wrong, wrong and right

von: twentysixseven   Kategorie: Alltägliches

Stimmung: positiv sonnig
Musik: immer noch Moby, obwohl mir der Sinn nach etwas anderem steht

So ist es im Leben. Mann trifft Entscheidungen, Frau ebenfalls. Mal sind sie gut, mal weniger erfolgreich. Richtiges gibt es wohl nicht, genau wie Falsches. Doch, warum entscheiden wir zwischen Richtig und Falsch? Richtig ist das, was sich gut anfühlt. Das, mit dem wir etwas anfangen können. Richtig ist das, was wir "einfach" so entscheiden, ohne groß zu überlegen. Richtig ist es in dem Moment, ehe wir darüber Nachdenken ((Nach)Denken - Fluch und Segen des Menschens, eine Funktion zu haben, die es teilweise schwerer macht). Deswegen heisst es wohl NACHdenken. Nach dem Denken. Nicht etwa vordenken. Oder denkt man vor? Man denkt immer erst hinterher. Wenn man denkt. Also, ist es doch richtig, was wir entscheiden, bevor wir NACHHER denken, das es eigentlich nicht gut war, somit vielleicht nicht Richtig, oder sogar Falsch. Falsch dann wohl dementsprechend das, was sich nicht gut anfühlt. Was sofort, nachdem wir richtig gehandelt haben, weh tut. Schmerzt und für Verwirrungen sorgt. Falsch ist nicht etwas, das von Anfang an falsch ist. Es wird Falsch, dadurch, das wir von dem Richtigen abkommen und es für falsch befinden, weil wir ja nochmals drüber NACHgedacht haben.

Dennoch drücken wir uns manchmal vor Entscheidungen. Weil sie, obwohl sie sich gut anfühlen, wohl nicht gut sein können, weil wir ja darüber NACHdenken. Je länger wir das tun, verlieren wir den Blick dafür. Verlieren den Sinn für die Gedanken. Machmal jedenfalls. Bis wir es irgendwann vergessen haben. Bis es irgendwann wieder hoch kommt. Ausgegraben wird, ob nun freiwillig oder unfreiwillig.

Was ist also Richtig, und was ist Falsch? Ist es tatsächlich nur das Gefühl für gut oder schlecht? Oder ist es doch komplizierter, als man es denken mag? Vielleicht ist es garnicht so schlimm? Dennoch wollen wir halt immer einen Rückhalt, der uns zeigt, das war gut/ richtig und das widerrum genau das Gegenteil? HINTERfragen, NACHdenken warum nicht einfach akzeptieren? Wenn wir das wohl könnten, wären wir keine Menschen.


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