Das Leben ist eine Baustelle

12.10.2006 um 09:37 Uhr

Semper Oper - ein gelungener Abend.

von: twentysixseven   Kategorie: Kultur

Musik: Liebe Pur - Cora

Dank des Karten Anrechtes waren wir gestern Abend in der Semper Oper zum Stück (nicht Stuck, aber, danke fuer den Joke Lydi) "Elektra" von Richard Strauss. Das Bühnenbild war sehr gewöhnungsbedürftig... Aber, das haben diese Inszinierungen glaube ich heutzutage so an sich... Jetzt, nachdem ich mir den Inhalt so durchgelesen habe... kann ich mir ein GANZ Klein wenig einen Reim auf das Bild machen. Ein Wunder hat das Orchester verbracht.. die waren einfach nur klasse. Der Dirigent, im Schweise seines Angesichts, hat sie genau da hin gebracht, wo er sie hin haben wollte. Und die Darsteller mit ihren OpernArien waren einfach nur traumhaft. Schon irre, wie man so lange in diesen Tonlagen singen kann. *R*E*S*P*E*C*T*

Einzig zu bemängeln an dem so gut wie ausverkauften Stück, wenn man in der - so wie wir- 2ten Reihe sitzt, und direkt das Orchester vor sich hat, dann bekommt man vom geschehen auf der unteneren Bühne leider nichts, bis garnichts mit.. Gut. Man kann den Gesang noch hören, wenn auch nicht verstehen.. Aber, den Orchestergraben ein klein wenig versenkt und schon haben auch die ersten Reihen etwas von dem Abend.

Danach waren wir noch im Bierkeller an der Elbe als sich der Abend langsam dem Ende neigte. Später noch das Auto gesucht und ab nach Hause ins warme Bettchen.

Richard Strauss - Elektra (1 Handlungsakt)

Agamemnon ist nach seiner Heimkehr aus dem Trojanischen Krieg von Aegisth und seiner Frau Klytämnestra erschlagen worden. Seither herrscht das Mörderpaar in Mykene, es hält Elektra und Chrysothemis im Palast gefangen. Orest, Agamemnos Sohn, wurde verbannt und ist seitdem verschwunden. Die Mägde im Hof verspotten Elektra, die verzweifelt um ihren Vater klagt und sich lieber verhöhnen lässt, als den Übeltätern die Hand zu reichen. Als eine der Mägde die Partei der misshandelten Elektra ergreift, jagt die Aufseherin alle ins Haus.
Elektra bleibt allein (Allein, weh, ganz allein). Der Gedanke an Rache, die Orest vollziehen soll, hält sie aufrecht. Die weiche, frauliche Schwester Chysothemis leidet wie sie unter der Situation am mykenischen Hof, kann aber für Elektra kein Verständnis aufbringen. Sie unterwirft sich Klytemnästras Gebot. Ihr einziger Wunsch ist es, Kinder zu haben und ein normales Leben zu führen (Ich kann nicht sitzen). Sie warnt Elektra vor der Mutter, die sie einsperren will.
Die Königin naht und sucht vergeblich ein Mittel, das ihr den Schlaf wiederbringt (Ich habe keine guten Nächte). Elektra droht mit Vergeltung und Sühne, Klytämnestra eilt triumphierend davon, als ihre Vertraute berichtet, dass Orest tot ist. Nun will Elektra selbst die Rachetat vollbringen und fordert Chrysothemis auf, mit ihr zusammen die Mutter zu töten. Die Schwester schreckt davor zurück und eilt davon.
Ein Fremder erscheint, der Orests Tod melden will und an Elektras Klagen sieht, dass er seine Schwester vor sich hat (Was willst du, fremder Mensch?). Er gibt sich als Orest zu erkennen und gelobt, den Mord an dem Vater und das unwürdige Dasein der Schwestern zu rächen. Die Dienerschaft stürzt Orest zu Füssen, doch der Pfleger, der mit Orest gekommen ist, warnt vor Spitzeln. Dienerinnen geleiten die beiden fremden Männer ins Haus. Bald darauf tötet Orest mit einem im Haus verborgenen Schwert die Mutter. Aegisth erscheint, durch die Schreie der Dienerschaft und Klytämnestras herbeigelockt. Elektra leuchtet ihm mit einer Fackel ins Haus. Orest und die Sklaven erschlagen den Thronräuber und seine Familie. Chrysothemis meldet der Schwester den Tod des Herrscherpaares und den Sieg des Bruders. Elektra frohlockt und beginnt zu tanzen (Ob ich nicht höre?). Vergeblich versucht Chrysothemis die Schwester zu beruhigen. Elektra stürzt in wildem Triumph tot zu Boden.


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