Das Leben ist eine Baustelle

14.10.2006 um 18:11 Uhr

Theaterabend in der Komödie Dresden

von: twentysixseven   Kategorie: Kultur

YEAH... gestern Abend war es endlich so weit und ich habe es endlich geschafft, seit ende der Sommerpause (01.09.) in die Komödie in Dresden zu gehen. Ich muss sagen, ich habe selten so herzhaft über ein Theaterstück lachen können wie am gestrigen Abend.

  

Leider lief das Stück "Taxi Taxi" zum fast letzten mal. Laut der Aussage meines Freundes, war ich wohl diejenige, die am lautesten gelacht hat (ich saß ja auch direkt neben dir, Schatz); ansonsten, falls ich gestern irgendjemanden belästigt haben sollte... Sorry.. aber, das war einfach zu genial Verworren und besser hätte es nicht sein können. Obwohl sich John Smith (welch ausgefallener Name) immer tiefer und immer irrer in ein Lügennetz verstrickt hat, dabei nicht einmal Rücksicht auf seinen Freund Stanley (HALLOOOO) zu nehmen, wurde das Stück zu keiner Minute langweilig oder langatmig. Es war einfach nur lustig anzusehen, mit welcher Prezision und Leidenschaft der Autor diese Geschichte gestrickt hat. Eine wunderbare Vorstellung der Darsteller auf der Bühne (nein, sie kippte nicht wirklich) vor einem leider nicht ganz ausverkauftem Haus.

Ich wünsche, mir mehr solcher Komödien in der Komödie und der Komödie mehr euphorische Zuschauer!!!

Bin bald wieder im Haus...

 

Alles liebe an die Daheim gebliebenen... IHR HABT ECHT WAS VERPASST!!!

  

 

~ INHALT ~

TAXI, TAXI oder Der doppelte Ehemann

Schauspiel

mit Kati Grasse, Dietmar Burkhard, Thomas Stecher, Gundula Köster, Jörg Bretschneider, Holger Thews und Andreas Rüdiger

Mary, John, Barbara, Stanley

Bobby, der die 70ger hasst und dem 15 Liter Zinoberrot ausgelaufen sind.

Mary, Stanley, Inspektor Porterhouse

Stanley und John

 

 

 
 

In frecher Harmonie lebt der Taxifahrer und Bigamist John Smith (Thomas Stecher) nach einem exakten Stundenplan mit seinen Ehefrauen Mary (Gundula Käster) und Barbara (Kati Grasse), welche nichts von einander wissen, in zwei Wohnungen. …an zwei Adressen …in zwei Ehen.
Und es geht ihm gut dabei - er ist der glücklichste Mann der Welt.
Solange, bis ein Unfall alles durcheinander bringt.
John landet im Krankenhaus und seine besorgten Gattinen, die zu hause auf ihn warten, bitten unabhängig von einander, zwei Polizeidienststellen um Hilfe.
Diese lassen in Gestalt von zwei harmlosen Polizeiinspektoren (Dietmar Burkhard und Jörg Bretschneider) nicht lange auf sich warten und schon steckt John in im Dilemma. Alles droht nun aufzufliegen. Mit Hilfe seines Freundes und Nachbarn Stanley (Holger Thews) führt John die beiden Polozisten in ein Labyrinth irrwitziger Ausreden und Lügen, in welchem plötzlich Transvestiten und hysterische Nonnen auftreten, während der wendige John den entsetzten Stanley mal zu seinem Kind, mal zum homosexuellen Verführer umdichtet. Nahezu perfekt erspinnt John ein Geflecht aus wahnsinnigen Lügen, denen bald nicht einmal mehr er selbst folgen kann.
Das Chaos komplett macht schließlich Bobby (Andreas Rüdiger) der als Nachbar aus der Wohnung oben drüber permanent zum falschen Zeitpunkt auftaucht.
Aber… um ganz ehrlich zu sein: Einen richtigen Zeitpunkt scheint es für John nicht mehr zu geben, denn sein seit Jahren wohl gehütetes Doppelleben steht auf dem Spiel.
Es scheint, als gäbe es keinen Ausweg aus diesem Irrgarten, in dem kein Auge trocken und keine Wahrheit übrig bleibt, bis am Ende alle Personen dem Gesetz der Verrücktheit erliegen.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenbuchzeiger schreibt am 14.10.2006 um 18:40 Uhr:So was müsste ich mal schreiben können! Da hätte ich sicher mehr Erfolg als mit meinen faden Büchern.
  2. zitierentwentysixseven schreibt am 16.10.2006 um 16:29 Uhr:geht mir genau so... :)

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