Gedankenschwemme

19.07.2017 um 19:19 Uhr

Ein bisschen mehr geht immer...

Um die Marktposition zu sichern bedarf es Wachstum. Denn wenn die anderen wachsen und wir nicht, verlieren wir Marktanteile. Und so weiter.  Die Daseinsberechtigung scheint verloren, wenn der Gewinn zu gering ist. Also werden tolle Ideen verkauft, Bedürfnisse geweckt, wo vorher kein Mangel bestand. Propagierte oder tatsächliche Alternativlosigkeit? Investoren stehen Schlange, um auch noch den letzten Euro aus ehemals öffentlichen Händen zu quetschen. Die Gier ist groß, der Machthunger scheinbar unendlich. Bescheideneit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr. Ein alter Spruch zwar, aber aktuell wie immer. Der Karrierehunger vieler Arbeitnehmer scheint zwar nachgelassen zu haben, die Luft nach oben wird dünner, zu wenige schaffen es ganz an die Spitze. Und wenn ich es nach oben schaffe, gefällt es mir dann auch? Die Gier der ganz Großen scheint indes ungebrochen. "Mehr" ist das oberste Prinzip. Mehr Macht, mehr Einfluss, mehr Geld. Doch wohin damit? Die verzweifelte Suche nach Steueroasen oder geeigneten Investments treibt die Phantasie an. Schafft dieses Streben Befriedigung oder befeuert es nur das Streben nach noch mehr? Mir fehlen Bezug und Verständnis für Karrierestreben und Geldgier. Dennoch möchte ich mein Tun angemessen bezahlt wissen. Was jedoch ist angemessen? Bekomme ich den gleichen Lohn für gleiche Arbeit? Beim Vergleich unter Kollegen könnte es noch klappen. Wer misst aber den Wert der Arbeit in nicht wertschöpfenden Branchen? Mir reicht mein Lohn für ein Leben mit kleinen Extras, der "richtigen" Branche sei Dank. Doch wer befindet über den Wert der Extras? Der Neid? Konsumwahn? Prestige? Und was ist mit denen, die zwar mehr Verantwortung tragen, aber geringer dafür entlohnt werden? Versteht noch jemand die Welt? Gibt es doch kaum Möglichkeiten, dem Mainstream zu trotzen, oder nutzt du etwa nicht g**gle, f@ceb00k, @m@z0n und Konsorten und hast du etwa noch nie bei R€w€ eingekauft?

06.07.2017 um 14:15 Uhr

Mindset

von: Frau_VonUndZu   Kategorie: Unwörter

Mein Unwort des Tages, der Woche, des Monats. Wenn ich es höre, sträubt sich alles in mir. Deutsche Entsprechungen gibt es genügend, viel schönere und leichter zugänglich.

02.07.2017 um 17:16 Uhr

Mein und Dein

von: Frau_VonUndZu   Kategorie: Unverdautes

Was des einen Sein ist des anderen Mein. Wer kennt sich da schon aus. Am besten lässt man es gar nicht erst soweit kommen, dass Mein und Dein durcheinander gerät, man lässt sie am besten nicht einmal in die Nähe zueinander gelangen. Es ist auch recht, das beizeiten zu betonen, nicht dass jemand dabei auf falsche Gedanken kommt. Widersprüchliche Gedanken kämpfen um die Vorherrschaft. Verwirrt, verworren, ungeordneter Kreisverkehr. Was soll das? Dass es ohne Hintergedanken war, wage ich nicht zu denken.

25.06.2017 um 21:52 Uhr

Orientierungslos

von: Frau_VonUndZu   Kategorie: Unverdautes

Klitzekleine Kleinigkeiten streifen die Wahrnehmung und vorbei ist es mit der inneren Ruhe... Was ich sehe, reicht mir nicht, der Blick ist leer, die Gedanken stumpf.

17.06.2017 um 10:01 Uhr

Entfernung

von: Frau_VonUndZu   Kategorie: Unverdautes

... im Sinne von räumlichem Abstand. Oder Entfernung im Sinne von Schaffen emotionaler Distanz. Das eine lässt sich einigermaßen objektiv mittels irgendwelcher Maßeinheiten und Messmethoden feststellen, das andere ist ein Wunder der Subjektivität. Dazwischen gibt es unendlich viele Variationen und Ansichten, je nachdem ob man nur den räumlichen Abstand betrachtet oder auch den emotionalen berücksichtigt. Was der eine als Nähe empfindet kann für den anderen eine unüberwindbare Distanz bedeuten. Manch einer braucht nach Phasen großer Nähe wieder eine Pause in der emotionalen oder räumlichen Entfernung, verkriecht sich ins Schneckenhaus, baut Mauern auf und leckt sich die Wunden, sofern vorhanden. Manchmal braucht man den Abstand aber auch aus anderen Gründen...