unanswering answers

27.05.2012 um 22:00 Uhr

wer ich bin?

Nie kann ich erkennen wer, wie oder was ich bin, weil ich immer danach suche wie ich sein will.

So viele verschiedene Charaktere die mich beeindrucken.
Die Charaktere die ich sehe, die Maenner beeindrucken..

Die Charaktere die ich sehe, die andere Frauen beeindrucken..

Die Charaktere, die ich sehe, die so besonders sind.

Filme machen mich kaputt.. aber es sind nicht nur die Filme, denn auch im normalen Leben begegnet man diesen Menschen die man so sehr beeindruckend findet, dass man ein Teil von ihnen im eigenen Charakter haben moechte.. Oft genug entsteht dann aber ein haessliches Misch-Masch aus Stimmungsschwankungen und man erreicht das Gegenteil von dem was das Ziel war. Anerkennung und Selbstliebe.

Ich hatte eine Zeit in der ich mich selbst liebte. Eine Zeit in der ich zufrieden mit meinem Ich war und im Einklang mit der Natur.

Wo ist das hin?

Ein Mann bringt mich nie aus der Bahn - So sollte es fuer mich sein..  So denke ich dass es fuer mich ist. Doch jetzt wo ich so darueber nachdenke , das erste mal so wirklich, nachdem ich endlich erkannt habe , dass es tatsaechlich so ist, dass ich nicht mehr "Eins" mit mir bin,ist es genau so, dass ich mich nicht entsinnen kann, dass es irgendeinen anderen Grund dafuer geben koennte.

Doch jetzt bin ich nicht mehr ich. - und endlich habe ich dies erkannt.. immer wieder fiel es mir auf.. doch speziell nach einem Ausflug auf einen Bio-Bauernhof. Klingt banal.. Doch der Mann, der uns herumfuehrte zog meine Bewunderung an sich.. ich war so beeindruckt von diesem Mann. Ich war auch einmal so gewesen. Er erklaerte uns verschiedene Bodenarten und als er einmal mit dem Spaten ein  Stueck Erde aushob und so enthusiatisch  davon redete..

Davon, wie viel Leben in diesem Stueck Erde stecke.

Davon,  wie viele verschiedenen Organismen darin lebten.

Davon, wie man genauer hinsehen muesse und davon wie man all dies nur zu schaetzen wissen muesse.

So ueberwaeltigt war ich einst auch von der Natur.. Es geht hierbei nicht nur um die Natur sondern um den Gefallen an den kleinen Dingen, der heutzutage vielen Menschen fehlt. Dieser Gefalle an den kleinen Dingen machte mich immer stolz, da dieser mich zu etwas Besonderem machte.. Ich hatte Etwas was nicht jeder hatte, etwas das vor jedermanns Augen ist, immerzu, und nur ich habe, von all diesen Menschen, das Wunderbare darin erkannt. Das gab mir Lebensfreude. Das Gefuehl des Ich seins. Immerzu gute Laune und gluecklich. Doch jetzt bin ich wieder auf Selbstfindungskurs und ich willl versuchen das, was mich frueher ausgemacht hat, diese Liebe am Leben und an Allem drumherum, wiederzufinden. Doch noch sehe ich das Licht am Ende des Tunnels nicht. Ich bin mir nicht einmal sicher ob ich im richtigen Tunnel bin. Doch die Zukunft wird zeigen ob.. die Zukunft bringt alles, es lohnt nicht zu spekulieren oder zu versuchen hellzusehen. Der Versuch und Wille des Aenders zaehlt.

Ich will aufhoeren zu versuchen zu sein was ich nicht bin und wieder sein was ich bin. Laut. Immer am Lachen. Verrueckt. "Sonnenschein" wie ich einst genannt wurde. DAS war ich. Bin ich es noch immer? Das denke ich jedenfalls. Doch wie soll ich wissen ob es noch so ist? In letzter Zeit bin ich oft griesgraemmig. Das ist mein derzeitiger Charakter. Also ist das ich. Jedoch bin ich so nicht gluecklich und oefters habe ich in letzter Zeit auch das alte Ich gesehen, dieses war auch dann das, was mir von aussen positive Reaktionen (wobei mir dieses Wort nicht gefaellt und ich das das ich suche nicht finde) brachte.

Doch andererseits - dieses Griesgraemige, ist lediglich Reaktion auf mein Umfeld - der Grund, warum ich auch nie ueber Jahre hinweg sehr eng mit einer Person befreundet bleibe - ich finde immer irgendetwas, das mich am Menschen stoert. Und so kommt auch alles zu Stande. Wenn mir etwas am Menschen nicht passt, sage ich das auch genauso. Oder auch wenn ich die Denkweise eines Menschen nicht verstehe oder laecherlich finde. Ich sehe auch nicht ein dies abzulegen. Jedoch koennte man dieses eventuell doch durch ein in-sich-hineinschmunzeln ersetzen.

 

Also wer bin ich nun? Das alte Ich, das neue Ich oder das gemischte Ich?

 

Ich danke dem Schreiben dafuer, dass es mir zur Selbstfindung hilft.. Das was ich sonst nicht erkenne und nicht mit so einer klaren Struktur erfasse, erfahre ich durchs Schreiben. Und somit ist das Schreiben ein Puzzleteil auf dem Weg zum Ziel.