Unentschlossen.

28.07.2009 um 21:03 Uhr

Ich will, weißt du. Und ich wünschte.

Ich habe mal etwas geschrieben vor sehr vielen Monaten. Du hast fast alles erfüllt. Schön, nicht?

Ich wäre gerne dein Lieblingsmädchen. Ich wünschte du würdest jedem zeigen wollen, dass ich deins bin. Ich wünschte du würdest in den stillen Momenten, die in denen du lächelst und mich erwartungsvoll anschaust und in denen ich weggucken muss, weil du so intensiv in einen hineinschaust, was ich denke, weil ich immer dasselbe denke. Ich liebe dich. Ich wünschte du fändst mich schön. Du bist schön. Ich wünschte du würdest mir all deine Gedanken anvertrauen. Ich wünschte ich würde das auch tun können. Ich wünschte ich wäre das Letzte an das du vor dem Einschlafen denken würdest und das Erste an das du am Morgen denkst. Ich wünschte wir würden unser Leben miteinander leben. Ich wünschte ich wäre dein Leben. Ich wünschte wir würden nebeneinander Einschlafen und Aufwachen. Ich wünschte ich könnte vor dir weinen. Ich wünschte die Welt wäre auf uns neidisch. Ich wünschte dies wäre dein und mein Sommer. Ich wünschte wir könnten gemeinsam auf dem Böden liegen und von Musik weggetragen werden, ohne uns auch nur zu berühren. Ich will dir durch Gedanken nah sein. [...] Ich will mit dir die Zeit jagen und nichts tun. Ich will, weißt du. Und ich wünschte. Ab jetzt wäre schön, bitte.

28.07.2009 um 20:10 Uhr

Nach Ewigkeiten eine Andere?

Wenn man nach gefühlten Ewigkeiten festgehaltene, alte Gedanken liest, dann ist das komisch. Auf der einen Seite schätze ich bin ich jetzt eine ganz Andere, doch auf der anderen Seite liest man da die Dinge, die einen zu dem gemacht haben das man jetzt ist - also ist man nicht anders, nur an Erfahrungen reicher.

01.02.2009 um 16:20 Uhr

Es ist so, dass du fehlst.

Nur durch Nichtigkeiten fällt mir auf, dass er fehlt.
Ich steige nicht mehr in diese Buslinie.
Ich warte nicht mehr unendlich lange glücklich in der Kälte auf ihn.
Wir flüchten nicht mehr vor Schneestürmen.
Er wird nie wieder bei Konzerten hinter mir stehen und mir ins Ohr summen.
Ich wache nicht mehr neben ihm auf.
Wir treffen uns nicht mehr in dem Cafè, in dem man so gut lesen konnte.
Ich sehe beim Küssen nicht mehr dieses eine Muttermal auf seinem Hals.
Ich küsse ihn ja schließlich auch nicht mehr.
Und morgens um sieben liegen keine blauen, schmal zusammengefalteten Briefe mehr vor meinem Fenster.
Doch am schlimmsten ist es nachts, wenn ich nicht schlafen kann und ich das Flimmern der Ziffern meines Weckers sehe und daran denken muss, dass er mir auch so fehlt. Ohne Nichtigkeiten. Dann weiß ich, nichts wird mehr wie es war.

28.01.2009 um 19:49 Uhr

Kein Wir, kein Uns mehr.

Jetzt bin ich eine einzelne Person.
Es gibt kein Wir, kein Uns mehr.
Wenn ich mir das vor Augen halte,
dann fange ich jedes Mal an zu versinken.

Komisch, nicht?

Ich meine, wie schnell kann sich das Blatt wenden?
Zwei Wochen. Eine Woche tausende Kilometer voneinander entfernt, eine Woche mit zwei grausamen Gesprächen und schon verfliegt Liebe. Liebe, die nicht stark war.
Warum liebe ich zu sehr?
Warum ich?


Kann mich bitte jemand festhalten.

17.01.2009 um 16:06 Uhr

Der Abend geriet ins Rutschen, er rauschte, der Abend.

Der Abend geriet ins Rutschen, er rauschte, der Abend.
Schon wieder ein Ortswechsel.
Zu viel Alkohol, süßlicher Rauch.
"Noch ein Glas, Liebes?" - "Eine Cola, bitte."
Gelächter ringsrum.
Eiswürfelgeklimper.
Erneuter Ortswechsel.
Die Stadt - nur Lichtgirlanden auf den Pupillen.
"Süß, die Kleine." Besitzerstolz. "Mach ein Foto."
Posieren, Blitzlichtblindheit, zu süßes Aftershave.
Wieder ins Auto.
Berührungen ignorieren, alles ignorieren.
Sich auf die Existenz des Seins konzentrieren.
Nur das, sonst nichts.
Rettet vielleicht?