ungebremst ins Chaos

29.06.2007 um 22:14 Uhr

Meine 5 Lieblings...

von: blacksheep   Kategorie: was mich betrifft

...bücher

1. Christopher Moore "Die Bibel nach Biff - die wilden Jugendjahre von Jesus, erzählt von seinem besten Freund"

Innentext (gekürzt): Levi bar Alphaeus, kurz Biff, wird aus seinem fast 2000 Jahre andauernden Todesschlaf erwacht um ein Buch zu schreiben über das, was Jesus bis zu seinem 30 Geburtstag gemacht hat. Engel Raziel soll ihn dabei überwachen und sperrt ihn in einem Hotelzimmer in St. Louis ein. Biff, der von Kindesbeinen an  Jesus' bester Freund war, bemüht sich, ihre großen und kleinen Abenteuer glaubhaft niederzuschreiben: Unfähig, etwas anderes als di Wahrheit zu sagen und genauso unfähig, sich gegen Hänseleien auch mal mit der Faust zu wehren, zieht Jesus Ärger geradezu magisch an. Doch Biff ist Manns genug, die eine oder andere Lüge zu verbreiten und seinen Freund zu verteidigen. Da Jesus auch fleischlichen Gelüsten entsagt, muß sich Biff außerdem mit den vielen Frauen abplagen, die schon frühzeitig für den jungen Messias schwärmen. Und während er in alten Erinnerungen an ihre abenteuerliche REise nach China und Indien schwelgt, verfällt Engel Raziel mehr und mehr amerikanischen Seifenopern und amerikanischer Pizza...

2. John Gray "Männer sind anders - Frauen auch"

Wir leben in Zeiten der Emanzipation. Frauen haben "Männerberufe", machen Karriere und verlangen im Zuge der Gleichberechtigung dieselben Chancen und Möglichkeiten wie Männer. Dabei scheinen wir alle, Männer wie Frauen, zu vergessen daß wir trotz allem unterschiedlich sind. Dieses Buch erinnert uns daran, ganz ohne Vorwürfe, daß Männer und Frauen von Natur aus unterschiedlich ticken und wenn man sich das erst wieder ins Gedächtnis gerufen hat, regt man sich über manche "Macken" des anderen Geschlechts gar nicht mehr auf.

3. Helen Fielding "Schokolade zum Frühstück"

Bridget Jones tritt so ziemlich in jedes Fettnäpfchen, sie raucht, säuft, schläft mit ihrem Vorgesetzten (der ein arrogantes Arschloch ist), ihre Mutter meint es gut mit ihr - kurz, es scheint so  ziemlich alles schief zu laufen was schief laufen kann. Trotzdem kriegt sie am Ende den netten Mann.  Das läßt mich hoffen.

4. Bastian Sick "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod"

Ich muß zugeben, daß ich zwar wenig Grammatikfehler in meinen Texten produziere aber niemandem Grammatik erklären könnte. Weder die deutschte, noch die englische oder spanische, die ich ebenfalls mal gelernt habe(n sollte). Aber Bastian Sick kann erklären. Und selbst wenn man's hinterher noch nicht verstanden hat, man wurde wenigstens gut unterhalten.

5. Klaus Heer "Paarlauf"

Der Paartherapeut Klaus Heer hat jeweils eine "Pärchenhälfte" über einen langen Zeitraum über die Beziehung ausgefragt. Alle Beziehungen dauern schon jahre- manche auch jahrzehntelang. Wenn man dieses Buch gelesen hat, muß man schon sehr idealistisch sein um noch daran zu glauben daß man in einer Beziehung jahrelang glücklich ist. So gesehen ist es ein ziemlich deprimierendes Buch. Andererseits fühlt man sich hinterher mit dem Gedanken, man sei der einzige Mensch auf der Welt der sieht daß viele Beziehungen nicht glücklich sondern nur Gewohnheit sind, gar nicht mehr allein. Weil man erkennt, daß die Paare (oder zumindest die Hälfte des Paars) es auch weiß, sich mit seinem/ihrem Leben arrangiert hat und trotzdem einigermaßen zufrieden ist.

29.06.2007 um 21:02 Uhr

Gewohnheiten

von: blacksheep   Kategorie: was mich betrifft

Im Laufe der Zeit entwickelt ja jeder Mensch so seine Gewohnheiten. Mein Vater zum Beispiel sitzt jeden Abend pünktlich um 19 Uhr in seinem Fernsehsessel und sieht Nachrichten.

Das erste, was ich mir angewöhnt habe, war ein Nutellabrot zum Frühstück. Wenn ich morgens kein Nutellabrot hatte, hatte ich den ganzen Tag schlechte Laune. Mein Vater hat alles versucht, mich auf ein billigeres Produkt umzupolen (er hat sogar andere Nuß-Nougat-Creme in ein Nutellaglas umgefüllt - da habe ich ihm, ich war vier, voller Überzeugung erklärt, daß DAS kein Nutella sei, danach hat er aufgegeben). Ich esse zwar immer noch gern Nutella zum Frühstück, aber es hat keinen Einfluß mehr auf meine Laune.

Inzwischen habe ich andere Angewohnheiten, jedoch keine von der ich sagen würde, daß sie extrem nervtötend ist oder daß man(n) damit nicht leben könnte.

1. wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, mache ich als erstes den PC an um zu sehen, ob jemand im ICQ ist mit dem ich über meinen Tag reden kann (schließlich ist zu Hause ja keiner und ich telefoniere so ungern).

2. ich besitzt eine fast so große Auswahl an Putzmitteln wie der Supermarkt und benutze sie auch alle - wöchentlich (okay, mal abgesehen von Fensterputzmittel). Das heißt aber nicht, daß ich putzwütig bin (ich kann durchaus auch ohne) oder daß es bei mir aussieht als würde hier niemand wohnen (hab nämlich in dieser Hinsicht keinen Hang zum Perfektionismus)

3. jeden Mittwoch sitze ich pünktlich um 22 Uhr vor dem Fernseher und sehe "Boston Legal" im Fernsehen. 

4. es gibt Dinge, ohne die ich eigentlich nie aus dem Haus gehe: Notizblock+Stift, mein Handy, Geldbörse (auch wenn mal kein Geld drin ist, aber so weiß ich wenigstens immer wo sie ist), Kamera und Kondome (hätte ich früher auch nicht gedacht, aber man weiß ja nie - ich erwähne es nur nicht ständig, auch nicht, wenn ich danach gefragt werde)

5. ich putze regelmäßig mein Auto, eigentlich auch wöchentlich. Das muß wohl an der Gegend liegen in der ich wohne. Wenn man hier samstags mittags durch den Ort fährt, kann man auf nahezu jedem Hof die Spuren einer Autowäsche sehen (wenn es ansonsten trocken ist), obwohl es ja verboten ist sein Auto woanders zu waschen als auf Waschplätzen.

28.06.2007 um 18:49 Uhr

Überlegungen

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Ich bin jetzt schon eine ganze Weile beim DRK, allein 5 Jahre davon dort, wo unter anderem auch Julius ist. Seit ich umgezogen bin, gehe ich zu einer Gruppe bei mir im Ort und im Moment denke ich darüber nach, "offiziell" zu wechseln. Allerdings hänge ich ziemlich an meinen Leuten und bin mit einigen auch befreundet. Andererseits merke ich selber, daß ich nicht mehr ich selbst bin wenn Julius in der Nähe ist, erst recht nicht, wenn er seine Freundin dabei hat. Mal ganz abgesehen von der Tatsache, daß ich auf Grund der Entfernung sowieso recht selten dort sein kann.

Die neue Gruppe ist was völlig anderes als das, was ich gewohnt bin. Und das liegt nicht nur an den Leuten, die ungezwungener miteinander umgehen und nicht so an den Vorschriften kleben. Es gibt andere Prioritäten und nicht dieses "wir müssen mehr machen um mehr Geld reinzukriegen um uns mehr Dinge anschaffen zu müssen". Eine Zeit lang sieht man das ja noch ein und alle beteiligen sich, aber irgendwann ist kein Ende mehr in Sicht und ich hab gemerkt wie der Spaß an der Sache langsam verloren gegangen ist.

Ich sollte meine Entscheidung von mir selbst abhängig machen. Ich denke, ich werde den Schritt tun und wechseln. Noch mal von vorne anfangen. Mich nicht unter diesen Leistungsdruck stellen lassen, ich mach das schließlich freiwillig und weil ich Spaß dran habe. Die, mit denen ich befreundet bin, werden es nicht davon abhängig machen wo ich wohne oder bei welchem DRK ich bin. Und eigentlich ist allein die Tatsache, von Julius wegzukommen, schon ein sehr guter Grund es zu tun - selbst wenn man Entscheidungen nicht von Personen abhängig machen sollte. Ich weiß, daß ich besser klarkomme wenn ich Abstand zu ihm habe, ich wollte das nur lange nicht wahr haben.

Anscheinend habe ich mich weiter entwickelt. Es ist wohl doch noch nicht alles verloren.

28.06.2007 um 13:19 Uhr

Das Wetter

Im Moment gibt es ja überall viel Regen und Wind, zum Teil Stürme. Dazu habe ich gestern im Frühstücksfernsehen gelernt, daß im Sommer die Bäume bei Sturm viel schneller umfallen als im Herbst. Weil im Sommer mehr Laub dran ist und es eine größere Angriffsfläche gibt.

Ich  bin mir allerdings noch nicht sicher, ob ich das logisch finde, weil ich ja irgendwie der Meinung bin, daß so ein Baum im Sommer dann ja auch schwerer ist und eigentlich stabiler stehen sollte.

27.06.2007 um 23:28 Uhr

verzichten

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Worauf kann man verzichten wenn man meint, die große und einzig wahre Liebe seines Lebens getroffen zu haben? Muß man überhaupt auf Dinge verzichten die einem lange Zeit wichtig waren? Sollte sich nicht jeder etwas bewahren was nur einem selbst wichtig ist damit man nicht irgendwann das Gefühl hat, daß man nur noch zu zweit ein vollständiger Mensch ist?

Was ist, wenn man sich sein Leben lang Kinder gewünscht hat aber der Mann den man liebt unfruchtbar oder sterilisiert ist? Reicht Liebe allein um den Rest seines Lebens miteinander glücklich zu sein?

Sind wir Menschen überhaupt für Monogamie gemacht oder ist das etwas, das wir uns haben eintrichtern lassen? Ich meine, es gibt Milliarden Menschen auf der Welt. Ständig begegnen wir neuen Leuten und jeder von ihnen hat etwas besonderes. Daß es den perfekten Partner nicht gibt ist klar, aber auf welche Eigenschaft des "TRaumpartners" kann man verzichten? Und wenn man sich für etwas entschieden hat worauf man verzichten kann, was ist, wenn man jemanden kennenlernt der gerade diese Eigenschaft besitzt und man dafür auf eine andere verzichten müßte, was man sich dann aber auch vorstellen kann? Oder muß man sich einfach damit abfinden daß man sich immer das wünscht, was man nicht haben kann?

26.06.2007 um 18:33 Uhr

Saisonvorbereitung 1

Auch ich kann in der Sommerpause nicht ohne Fußball auskommen. Also habe ich mal angefangen mich ein wenig zu informieren damit ich pünktlich zum Beginn der neuen Saison auch "up to date" bin. Leider ist das mit dem Informationsfluß in der 2. Kreisklasse ziemlich schwierig, aber im Internet findet man ja doch das ein oder andere mit dem man was anfangen kann.

Nebenbei lese ich ein Buch über "Team-Building" weil ich im Laufe der vergangenen Saison leider feststellen mußte, daß der Teamgeist ein wenig verloren gegangen ist. Kann ja auch verstehen, daß man ziemlich gefrustet ist wenn man immer nur verliert (was heißt immer, eigentlich nur 18 mal. Wir konnten immerhin 4 Siege und 4 Unentschieden verbuchen).

Mal abgesehen davon muß ich als Frau ja auch extrem aufpassen, daß ich nicht irgendeinen Blödsinn von mir gebe wenn es um Fußball geht - die Jungs sollen mich schließlich ernst nehmen. Wobei ja meine Spielberichte doch qualitativ gut sein müssen, beschwert hat sich zumindest noch keiner.

Und da man ja nicht ständig nur Theorie machen kann, habe ich mir fest vorgenommen, mit Sport anzufangen. Ob ich nun laufe oder walke weiß ich noch nicht so genau, muß immerhin ne ziemliche Masse in Bewegung setzen, da ist Walking für den Einstieg wahrscheinlich besser.

Wie auch immer. Am WE habe ich frei. Vielleicht setze ich mich da mal auf meine Bank beim Fußballplatz. Ein guter Ort zum Nachdenken und Ausspannen.

 

26.06.2007 um 17:57 Uhr

Vergessen

von: blacksheep   Kategorie: Männer

Mail von Julius. Mir war schon klar, daß wieder was drinsteht, worüber ich nur den Kopf schütteln kann. Kann mir mal einer erklären, warum Männer sich angegriffen fühlen und beleidigt sind obwohl es überhaupt keinen Grund gibt? Wenn mir jemand sagt daß er sich von mir mißverstanden fühlt und traurig darüber ist, daß ich ihm ein paar Dinge nicht erzählt habe, bin ich ja auch nicht beleidigt. Schließlich kann man gegen Gefühle ja nichts machen. Das habe ich Julius auch schon tausend mal erklärt, aber er begreift es einfach nicht. WAs schreibt er statt dessen? Zitat: "Ich kann ja nicht wissen was bei dir so los ist. Mir tut es leid was dir passiert ist, aber ich kann es auch nicht ändern." und (auch wenn kein Ton dabei ist, weiß ich, daß das ironisch gemeint ist) "es tut mir leid daß ich dir diese hochwichtigen Dinge verschwiegen habe".

Tief durchatmen. Was gibt es dazu noch zu sagen? Eigentlich nichts. Beziehungsweise nur noch eins, nämlich folgendes (habe ich ihm zurückgeschickt) "Du hast es noch nicht kapiert, aber weißt du was: vergiß es. Ich verstehe auch nicht warum du ständig beleidigt bist obwohl ich nur versuche meine Sichtweise zu erklären. Aber ich werde dich nicht weiter belästigen."

Also, abgehakt. Strich drunter. Ich hab mich sowieso viel zu lange mit ihm beschäftigt.

25.06.2007 um 20:58 Uhr

Schreiberei

von: blacksheep   Kategorie: was mich betrifft

Seit meinem 13 Lebensjahr (was nun immerhin auch schon 15 Jahre zurückliegt) schreibe ich. Geschichten, Tagebuch, Szenen, Beobachtungen und was mir so in den Sinn kommt. Ich bin mir nicht sicher ob ich mich als Schriftstellerin bezeichnen darf nur weil ich immer noch daran arbeite irgendwann mal ein Buch zu schreiben.

Wie auch immer. Die schlimmsten Phasen sind immer die, wo ich den Kopf voller Ideen habe, aber keine will raus. Da liegt das weiße Blatt Papier stundenlang, tagelang vor mir, den Kugelschreiber in der Hand und nichts passiert außer daß die Zeit rumgeht.

Meine Lehrer haben mir immer eine außergewöhnlich gute Ausdrucksweise bescheinigt, aber was nützt mir die, wenn ich es einfach nicht schaffe eine Geschichte vom Anfang bis zum Ende zu erzählen? WEil ich ständig alles wieder über den Haufen werfe und überarbeite, weil sich neue Aspekte ergeben und der ganze rote Faden im Eimer ist?

Ich habe mal gelesen, man muß mit Einsamkeit klar kommen wenn man Schriftsteller werden will. Also was das angeht bin ich die Idealbesetzung. Mein Problem ist allerdings, daß ich meine Geschichten an sich zwar für gut halte, aber die Ausführung dessen meiner Meinung nicht reicht um das Risiko einzugehen es jemanden lesen zu lassen, der nichts nettes darüber sagen kann. Aber vielleicht muß ich genau das mal tun. Jemanden das Lesen lassen was ich so fabriziere. Irgendwann kann man sich nicht mehr aus eigener Kraft weiter entwickeln.

Vielleicht bin ich aber in diesem Fall (wie so oft) einfach zu kritisch mit mir selbst. Liegt wohl am Sternzeichen. Jungfrauen neigen ja wegen ihrer perfektionistischen Art dazu, alles und jeden (vor allem auch sich selbst) ständig zu kritisieren. Deswegen sind sie auch so unbeliebt. Und einsam.

25.06.2007 um 20:40 Uhr

mißverstanden

von: blacksheep   Kategorie: Männer

Heute kam eine Mail von Julius. Ich hatte schon gedacht er reagiert gar nicht mehr, weil er mein Verhalten mal wieder voll daneben oder nicht nachvollziehbar findet oder was auch immer. Es ging darum, daß ich ihm mehr oder weniger vorgeworfen habe nur hintenrum erfahren zu haben, daß er mit seiner Freundin  zusammen ziehen will. Ich hatte eigentlich gedacht er würde mir sowas erzählen, schließlich haben wir uns meiner Meinung nach trotz allem was passiert ist immer gut verstanden. Und was schreibt der Knallkopf zurück? Zitat: "Wenn du öfter da wärst, hättest du das mitbekommen. Ich werde ja wohl kaum eine Liste der Dinge erstellen, die ich dir unbedingt mitteilen muß..." Will der Typ mich auf die Palme bringen oder versteht er mich tatsächlich nicht? Er tut ja gerade so als ob ich über jeden Schritt den er macht, informiert werden will. Dabei war alles, was ich dachte, daß größere Schritte im Leben den Menschen denen man irgendwie nahesteht mitgeteilt werden. Direkt, nicht nur auf Umwegen. Ich hätte es  zumindest so gemacht. Aber entweder ist es für ihn kein großes Ereignis oder ich habe mich bezüglich unsres guten Verhältnisses geirrt.

Ich weiß, ich sollte mich über ihn nicht mehr aufregen, er hat mich eigentlich schon genug meiner Nerven und vor allen Dingen meiner Zeit gekostet, die ich damit verbracht habe, ihm nachzurennen. Aber ich hasse es, falsch verstanden zu werden und ganz besonders bei ihm "Mr. Oberkorrekt". Ignorantes Arschloch.

Ich kenne ihn ja nun schon eine ganze Weile und im Moment ist der einzige Grund, den er für diesen Schritt haben kann eigentlich der, daß seine Freundin schwanger ist. Weil er nämlich dann die Verantwortung für sein Tun übernimmt - dann wenn es unbedingt nötig ist. Ansonsten ist er ja kaum in der Lage, sich für sein manchmal ziemlich taktloses Verhalten zu entschuldigen (Ich habe in den nun 7 Jahren, die ich ihn kenne, EINMAL den Satz "Es tut mr leid" gehört).

Ein gutes scheinen die Katastrophen, die ich in letzter Zeit erlebt habe, ja zu haben. Julius ist abgehakt. Zumindest beziehungstechnisch. Was eine Freundschaft angeht, kämpfe ich noch. Weil es macht so wahnsinnig Spaß mit ihm  zu diskutieren. Weil wir merkwürdigerweise beide so lange weiter erklären bis wir sicher sind, daß wir uns richtig verstehen.

Ist sicher ein bißchen verwirrend was ich hier schreibe, aber mein Verhältnis zu Julius war schon immer kompliziert und verwirrend. Wahrscheinlich macht das den Reiz aus.

24.06.2007 um 16:25 Uhr

Hochzeit

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Da heute ein Tag ist, an dem ich absolut nicht weiß, was ich mit mir anfangen soll, denke ich mal wieder nach. Darüber, daß Klaus in nicht mal mehr zwei Wochen kirchlich heiraten wird. Er ist halt Idealist. Für ihn bedeutet es noch was sich in der Kirche das Jawort zu geben. Auch wenn er dieses Mal evangelisch heiraten wird.

Ich muß zugeben, daß ich neidisch auf seine Frau bin. Aber ich bin nicht überzeugt davon, daß sie weiß, was für ein toller Mann er ist. Ich will ihr keinen Egoismus unterstellen (den sie  zweifelsfrei mehr hat als er) aber jemand, der sein ganzes Leben lang tun und lassen konnte was ihm in den Sinn kam, kann schwerlich jemanden verstehen der sich schon früh um eine Familie kümmern mußte. Der sich immer noch kümmert auch wenn seine Kinder fast alle erwachsen sind. 

Möglicherweise idealisiere ich ihn auch ein wenig, aber in der Zeit, in der wir noch zusammen gearbeitet haben, habe ich ihn besser kennengelernt als jeder andere in der Firma und stellenweise verstehe ich ihn besser als seine jetzige Frau (ich war überrascht als er mir das "zwischen den Zeilen" sagte). Irgendwie sind wir uns halt doch sehr ähnlich. Wir sind beide Gewohnheitstiere. Ich hab mich daran gewöhnt, daß jede meiner Männergeschichten in einer Katastrophe endet und er hat sich daran gewöhnt die Marotten einer Frau zu übersehen mit der er  zusammen bleibt weil er Angst vor dem Neuen hat. Das Leben ist schon merkwürdig.

Als er mir erzählte, wie sie sich einen Trauspruch aussuchen mußten und wie erschreckend er es fand, daß es - auch bei den Evangelen - noch so viele Sprüche gibt aus denen hervorgeht, daß die Frau mehr oder weniger der Besitz oder zumindest die Dienerin des Mannes ist, mußte ich innerlich seufzen. Dieser Mann und DIE Frau - das ist reine Verschwendung.

Wenn er sich für mich entschieden und wir irgendwann auf der Suche nach einem Trauspruch gewesen wären, hätte ich den passenden gehabt:

"Die Liebe erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf."  (1. Korintherbrief 13, Vers 7)

Ich weiß daß es besser wäre, ich würde mich nicht ewig mit der Vergangenheit beschäftigen, aber wie heißt es doch so schön in dem Lied "Immer wieder" von Madsen: "Der Weg zurück ist viel bequemer als der Weg nach vorn" Was auf mich und Julius perfekt zutrifft, so oft wie ich mir gesagt habe daß es vorbei ist und dann trotzdem wieder in seinem Bett gelandet bin. Aber was ihn betrifft scheint es inzwischen doch so zu sein, daß ich zumindest auf dem Wege der Besserung bin. Daß die Nachricht, er würde mit seiner Freundin  zusammenziehen wollen, der letzte Schlag ist den ich gebraucht habe um zu kapieren daß ich ein Idiot bin. Bzw. daß er ein Idiot ist. Oder wir beide, jeder auf seine Art. Letztendlich sind schließlich alle verliebten irgendwie Idioten.

In einem Kloster wäre ich sicher gut aufgehoben. Ich bin allein, ich kann ohne Sex gut auskommen und im Grunde genommen bin ich auch relativ genügsam.  Das ganze hat nur einen Nachteil: Gott hängt da mit drin und an den glaube ich nicht. Zumindest nicht so, wie es nötig wäre um in einem Kloster durchzukommen.

Ich muß mir also doch was anderes überlegen.

23.06.2007 um 14:22 Uhr

Auch das noch...

Nachdem ich den Schock mit der Stromrechnung halbwegs überstanden hatte, öffnete ich meinen Briefkasten und hielt einen Umweltpapierfarbenen Umschlag in der Hand. Absender: Landkreis Göttingen. Und da ich mich da für gewöhnlich nicht aufhalte und mich da nicht beworben oder sonstwas hab, konnte das nichts Gutes bedeuten. Und richtig. Die Knalltüten haben mich geblitzt. Auf der Autobahn. Wozu gibt es überhaupt Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Autobahn? Ich meine, bei Fahrbahnverengungen und Baustellen - okay, das sehe ich ja noch ein. Aber auf einer dreispurigen Autobahn wo weit und breit nichts ist soll man 100 fahren? Wahrscheinlich damit die ihr Blitzdings aufbauen und abkassieren können. Super. Der Spaß kostet mich jetzt nochmal mindestens 70 Euro und einen Punkt bekomme ich dafür wohl auch. Zum Glück ist die Woche vorbei.

22.06.2007 um 17:53 Uhr

Ich habe jetzt einen Anwalt

Zugegeben, auf der Liste der Dinge, die ich in meinem Leben noch vor habe, stand "einen Anwalt brauchen" nicht wirklich weit oben. Genau genommen war dieser Punkt nicht berücksichtigt worden. Wer denkt denn schon darüber nach, daß man mal einen Anwalt brauchen könnte?

Genaugenommen weiß ich nicht mal, ob ich überhaupt einen Anwalt brauche. Ich hätte ja einfach die 600 Euro Stromrechnung bezahlen können. Aber als ich mir das Ding heute genauer ansah, stellte ich fest, daß ich laut der Abrechnung ein ganzes Jahr lang überhaupt keinen Strom verbraucht habe und dann in ca. 3 Monaten gleich 1000 kWh.

Und wie heißt es doch so schön: "Fragen sie jemanden, der sich mit sowas auskennt." Also habe ich mir einen Anwalt gesucht. Der hat die Abrechnung genauso wenig nachvollziehen können wie ich, was ja  zumindest schon mal heißt, daß ich nicht ganz so blöd bin, wie ich gestern dachte. Naja, jedenfalls werde ich erst mal nicht bezahlen und "mein Anwalt" (will man nie brauchen, klingt aber gut) fragt erstmal nach, wie die überhaupt auf die Abrechnung kommen usw.

Nebenbei habe ich heute einen ähnlich netten Brief bekommen, der mich allerdings nicht ganz so viel Geld kosten wird. Der Landkreis Göttingen hat mich nämlich beim Übertreten der Höchstgeschwindigkeit erwischt und ein echt furchtbares Foto von mir gemacht. Was mich, laut Internet, 40 Euro Strafe, 24 Euro Gebühren und einen Punkt in Flensburg kosten wird. Glücklicherweise ist heute Freitag, es kann also diese Woche nicht mehr allzu viel passieren *klopf auf Holz*.

21.06.2007 um 22:58 Uhr

vorausgesetzt

Heute bekam ich Post von der Firma, die behauptet, sie hätte Strom für immer. Wie schön, ich kann also auch weiterhin mein Licht anmachen, Fernsehen und am PC rumdaddeln. Weniger schön war allerdings die Zahl, die auf dem Blatt mit der Aufschrift "Rechnung" stand. Nämlich: 604,12Euro. Zugegeben, aufgeteilt auf die  26 Monate, die ich im meiner alten Wohnung gewohnt habe, macht das nicht mehr allzuviel pro Monat aus, aber da ich in dieser  Zeit nie eine Stromrechnung gesehen habe und auch schon seit einem halben Jahr nicht mehr dort wohne, war mein Schock entsprechend groß als ich den Brief in der Hand hielt. Ist sowas überhaupt erlaubt? Ich meine, klar, ich habe Strom verbraucht und ich sehe auch ein, daß ich dafür zahlen soll. Aber ich dachte, das läuft alles über die Nebenkosten. Woher soll man auch wissen, daß man sich bei einem Stromanbieter melden und sagen muß: "Hey, ich verbrauche Strom, schreibt mir ne Rechnung." Sowas sagt einem schließlich keiner. Es wird einfach vorausgesetzt daß man es weiß. Weil es eben so ist. Aber mal ehrlich, hätte der Stromfirma nicht auch eher mal auffallen können, daß ich Strom verbrauche, mich aber nirgendwo gemeldet habe? Mal abgesehen davon, daß ich nie jemanden zu Gesicht bekommen habe, der meinen Zählerstand abgelesen hat. Ich hab versucht, das mal im Internet herauszufinden, aber aus dem, was man da so findet, bin ich nicht so wirklich schlau geworden. Muß wohl doch ein wenig Beratungshonorar für einen Anwalt ausgeben. Muß man sich echt alles gefallen lassen? Und neben dem Schock muß ich dann wohl auch noch mal meinen jetzigen Vermieter anrufen und mich vergewissern, daß ich jetzt meinen Strom über die Nebenkosten bezahle - ich meine zumindest, daß es so in den Zusatzvereinbarungen in meinem Mietvertrag steht, ich hab es jedenfalls da rausgelesen.

Warum werden eigentlich im Leben ständig irgendwelche Sachen vorausgesetzt ohne daß man es weiß? Die Jungs, die das Maibaumgeld eingesammelt haben, haben auch immer vorausgesetzt daß man weiß, wo es versoffen wird. Ich wußte es natürlich nicht, woher auch? Und deshalb habe ich mich irgendwann einfach geweigert zu zahlen. Was hab ich denn mit deren Besäufnis zu tun?

Das ist genau wie in Beziehungen. Wie oft habe ich schon den Satz gehört "Ich dachte du wüßtest..." Halloooo? Bin ich Hellseher oder was? Ich kann nichts wissen was man mir nie gesagt hat. Ist eben so. Wird auch so bleiben. Nur daß das in Beziehungen keine 600 Euro kostet.

20.06.2007 um 19:55 Uhr

vermissen

von: blacksheep   Kategorie: Männer

Irgendwie vermisse ich Daniel. Daniel ist der Mann, bei dem ich vor  zehn Tagen ein Wochenende verbracht habe als ich ihn gerade mal zehn Tage kannte. Ich hatte mich wahnsinnig auf dieses Wochenende gefreut und ziemlich viel Hoffnung da reingesteckt, doch es kam alles irgendwie anders. Es funkte einfach nicht. Der Sex war, für meine Verhältnisse, ziemlich gut, aber es funkte einfach nicht. Ehrlich gesagt war ich darüber irgendwie traurig. Wäre ja auch zu schön gewesen wenn es mal gut gelaufen wäre.

Danach schien es irgendwie, als hätten wir uns nichts mehr zu sagen. Kein Anruf, keine SMS, kein Chat. Als wäre alles genauso schnell vorbei wie es angefangen hat. Inzwischen chatten wir wieder. Nicht so viel wie vor dem Wochenende aber immerhin.  Ich hätte nicht gedacht, daß ich ihn vermissen würde. Tue ich aber. Immerhin hat er mir eine andere Sicht auf viele Dinge ermöglicht. Okay, das hat mich 180 Euro Spritgeld gekostet, aber das wars wert.

Julius vermisse ich merkwürdigerweise überhaupt nicht. Gott sei Dank. Vielleicht bin ich, was ihn betrifft, doch endlich mal aufgewacht. Ich sollte mal aufhören zu glauben, daß in jedem Kerl, der sich wie ein Idiot benimmt, doch irgendwo was gutes steckt. Meine "ich bin sauer auf dich"-mail hat er auch noch nicht beantwortet. Und der soll mir bloß nicht mit Streß kommen, den habe ich auch.

Frank vermisse ich. Aber den werde ich mindestens bis zur Sportwerbewoche nicht sehen, glaube ich zumindest. Und da werde ich ihn auch höchstens "sehen". Was wahrscheinlich besser ist. Für uns beide.

Klaus vermisse ich auch. Es war so schön mit ihm zu reden als er letzte Woche da war und jetzt warte ich schon wieder drauf wann ich ihn mal anrufen könnte ohne aufdringlich zu werden. Nicht vor seiner Hochzeit. Kirchliche Hochzeit. Riesenparty. *seufz*

Eigentlich sollte ich nicht rumjammern. Mir gehts ja gut. Ich bin gesund, habe einen Job, ein schickes Auto, eine Wohnung und was  zu essen. Also gehts mir doch gut. Sollte es  zumindest.

19.06.2007 um 13:19 Uhr

Was ist eigentlich Glück?

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken   Stichwörter: Glück

Damit nicht irgendwer auf die Idee kommt, daß mein Leben ständig nur problembelastet ist und ich mich für den bedauernswertesten Menschen auf der Welt halte (was ich definitiv nicht tue, weil jeder ja für die Situation in der er steckt eine gewisse Mitverantwortung hat), wollte ich heute mal loswerden, was für mich Glück ist.

Habe vor knapp zwei Jahren dazu im Fernsehen folgendes gehört:

"Das Glück ist weder Raum noch Fläche, es ist ein Punkt, nichtmal ein Strich - doch wer die Punkte seines Lebens sammelt, hat einen Sternenhimmel über sich."

Ich fand das eine treffende Aussage, weil man doch zunehmend feststellen muß, daß Glück nichts dauerhaftes ist. Glück ist für mich ein ziemlich großes Gefühl, welches durch eine Häufung von guten Dingen ausgelöst wird. Es ist nicht das Gefühl das man einen tollen Job hat, der einem Spaß macht - das ist mehr Zufriedenheit. Glück ist wenn man während der Arbeit sieht was man durch sein tun geleistet hat, wenn man sich dadurch irgendwie nützlich fühlt, erkennt daß das, was man tut, nicht einfach nur getan und dann wieder vergessen ist. Wenn ich draußen auf dem Feld stehe, mir das Getreide ansehe das so langsam gelb wird und mir dann denke "Ja, hätte ich nicht so gut gedüngt, das Unkraut und die Pilzkrankheiten bekämpft, dann würde das hier ganz anders aussehen."

Oder wenn ich ein einem sonnigen Samstagnachmittag auf meiner Bank am Fußballplatz sitze, zusehen kann wie meine Jungs guten Fußball spielen und mir dann noch der ein oder andere zulächelt und wir im besten Fall auch noch gewinnen.

Glück ist für mich auch, wenn mein Vater aus dem Urlaub zurückkommt und mir Laugenbrezeln aus Stuttgart mitbringt, weil die nachweislich am besten schmecken.

Glück ist wenn Klaus anruft und wir zusammen Eis essen gehen. Glück ist, wenn ich im Schwimmbad gutaussehende junge Männer beobachten kann ohne daß sie was davon merken. Glück ist, nicht zu wissen, welche Geschenke Weihnachten unter dem Baum liegen.

Leider übersieht man diese Glücksmomente oft weil man sie an sich vorbeiziehen läßt während man sich mit Momenten, in denen man eher das Unglück gepachtet zu haben scheint, länger auseinandersetzt. Man fragt sich oft, was habe ich getan daß ich schon wieder Pech habe - aber man fragt sich selten wieso man Glück hat.

Schade eigentlich.

18.06.2007 um 13:21 Uhr

Beginnt das Unglück mit der Ehe?

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Es regnet. Immer wenn es regnet fange ich an über Dinge nachzudenken, für die man normalerweise keine Zeit verschwendet. Oder auch über mich selber. Und manchmal finden diese beiden Punkte zusammen.

Ich habe mal wieder über Frank nachgedacht. Der mir am Freitag sagte, daß er mich "mehr als lieb" habe, was auch immer das bedeutet. Vielleicht ist es antiquiert zu denken, daß man diese Art des jemanden mögens, ausschließlich für seinen dauerhaften Partner haben sollte.

Manchmal kommt es mir so vor, als seien Männer, wenn sie erstmal verheiratet sind, mit ihrer Frau unglücklich, unabhängig davon, wie sehr sie mal meinten sich geliebt zu haben. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Was ich meine ist, man hat sich doch irgendwann entschieden, den Rest seines Lebens mit diesem Menschen zu verbringen, wenn man das nicht vorhätte, hätte man nicht geheiratet - aus anderen Gründen sollte man zumindest nicht heiraten. Und im Normalfall kennen sich die Menschen, die sich aneinander binden, doch schon eine Weile. Sie haben sich geliebt, gestritten, versöhnt. Sie kennen ihre Vorzüge und Macken. Was ändert sich durch die Tatsache, daß man "JA" zueinander sagt?

Werden Männer grundsätzlich zu workaholics die sich nach Feierabend noch zu Hause verkriechen um irgendwas am PC zu machen, oder zu frustrierten, ich-will-meine-Ruhe Biertrinkern die sich im Fernsehsessel durch das Programm zappen bis es Zeit ist schlafen zu gehen? Die sie denken, daß sie sich nicht mehr anstrengen müssen weil sie ja nun eine Frau haben? Die es für selbstverständlich halten wenn abends das Essen auf dem Tisch steht, die Bude sauber ist, die Kinder im Bett sind und die Frau trotz ihres ebenfalls stressigen Tages immer noch ganz scharf darauf ist, die halbe Nacht zu vögeln wenn der Kerl gerade Lust hat?

Und werden Frauen zum Talkshowguckenden Hausdrachen, der dem angetrauten Abends vorhält wie anstrengend doch die Hausarbeit ist und warum ER denn nicht auch mal mit anpackt wo er doch an der Unordnung wesentlich beteiligt ist? Die sich sobald sie schwanger sind mit einer "Faß mich bloß nicht an, ich bin schwanger und deine Probleme interessieren mich nicht" - Mauer umgeben, die sich nach der Geburt in ein "Faß mich nicht an ich bin kaputt weil ich mich ständig um das Kind und den Haushalt kümmern muß und das ist mir eigentlich alles zuviel" umwandelt, so daß der Mann am Ende den Eindruck hat, daß er sowieso zu nichts zu gebrauchen ist und dann anfängt zu saufen oder sich mit anderen Frauen zu vergnügen?

Warum können erwachsene Menschen die sich lieben nicht einfach vernünftig miteinander reden ohne daß der andere sich gleich angegriffen fühlt und meint sich sofort verteidigen zu müssen obwohl ihm niemand einen Vorwurf gemacht hat?

Frank hat mich letztens gefragt was für eine sexuelle Phantasie ich habe und ich habe ihm ganz ehrlich geantwortet. Nämlich, daß ich keine habe. Weil ich Sex für überbewertet halte und weil ich mit Sicherheit ziemlich lange ohne auskommen würde. Er hat's mir nicht geglaubt. Wie auch, wenn man als Mann nichts anderes im Kopf hat. Wieso denken Männer eigentlich daß sie ein toller Kerl sind nur wenn sie gut im Bett sind? Das ist mir einfach zu hoch.

Vielleicht brauchen Männer einfach zwei Frauen. Eine Gluckenmutti für die Kinder zu Hause und eine zweite, die einfach für sie da ist ohne Forderungen zu stellen, die ihn einfach nur nehmen läßt, ihm nicht das Gefühl gibt, daß er eh alles falsch macht. Daß er auch mal verstanden wird und nicht immer nur verstehen muß. Das ist nämlich etwas, was Frauen manchmal nicht merken. Daß sie immer verstanden werden wollen, aber nie verstehen. Man sollte dran arbeiten. Wobei sich bei dieser These die Frage stellt, welche von den beiden Frauen ich sein will.

16.06.2007 um 11:02 Uhr

Merkwürdige Situation

von: blacksheep   Kategorie: Männer

Gestern Abend habe ich mich mit Frank getroffen. Nachdem er fast täglich angerufen hat um zu fragen wie es mir geht und zu sagen daß es ihm leid tut, hielt ich das für richtig. Ihm die Möglichkeit zu geben mir in die Augen zu sehen während ich ihm sage daß es mir gut geht. Damit er sieht, daß wirklich alles in Ordnung ist.

Punkt sieben war er am Sportplatz. Wir setzten uns unters Vordach auf eine Bank. Er sah furchtbar aus. Naja, vielleicht optisch nicht so ganz offensichtlich, aber der Gesichtsausdruck. Er hat sich wieder entschuldigt und ich hab ihm wieder gesagt daß es keinen Grund gibt, weswegen er sich Sorgen machen müßte. Am Telefon sagte er gestern, er überlegt, ob er seiner Frau davon erzählt. Und wenn er so weit ist, muß ihn das ganze ziemlich belasten. Weil es wahrscheinlich ist, daß er seine Frau los ist wenn er ihr das erzählt.

Wäre ich in ihn verliebt würde ich ihm wahrscheinlich zuraten. Ich würde mich freuen wenn er wieder "zu haben" ist. Aber ich bin nicht in ihn verliebt. Ich mag ihn wahnsinnig gern, aber verliebt sein fühlt sich anders an.

Irgendwann kam mir der Gedanke, ob wir ein Paar wären wenn er seine Frau nicht hätte. Das habe ich ihn gefragt, aber ne Antwort habe ich nicht bekommen. Ich glaube nicht, daß wir ein Paar wären. Er ist eigentlich gar nicht mein Typ. Ich hab keine Antwort bekommen weil er noch nicht darüber nachgedacht hat. Vielleicht tut er's jetzt. Wobei ich nicht weiß ob ich das will weil ich nicht absehen kann, welche Konsequenzen das hat.

Er sagte: "Ich hab dich lieb." Was bedeutet es, wenn ein Mann das sagt? Ich meine, ich finde es schon sehr erstaunlich daß er "ich hab dich lieb" und "ich liebe dich" differenzieren kann, weil ich da bei den meisten Männern echt so meine Zweifel habe. Weil viele den Satz "ich liebe dich" dazu mißbrauchen, eine Frau noch schneller ins Bett zu kriegen. Daß er das bei mir nicht versuchen muß, ist ja nichts neues, schließlich haben wir schon miteinander geschlafen.

Frank sagt immer: "Wir müssen damit aufhören, oder?" Und es klingt jedes mal, als sei dieser Satz unvollständig. Als gehörte noch ein "aber ich will es nicht" dahinter. Und überhaupt WIR müssen nicht aufhören. ER müßte, weil er verheiratet ist. Weil seine Frau schwanger ist. ICH muß gar nichts. Ich sollte aber auch, aus denselben Gründen aus denen er MUß. Aber ich kann auch nicht.

Wenn er mich umarmt hat, hatte ich manchmal das Gefühl, daß er sich wie ein Ertinkender an einer Rettungsboje, an mir festklammert. Ich bin überzeugt davon, daß ich nicht sein einziges Problem bin. Und das macht mir Sorgen. Weil er nicht darüber redet. Auch nicht mit mir obwohl er ziemlich ehrlich zu mir ist.

Dann hat er noch etwas gesagt, was mir sehr zu denken gegeben hat. Nach einem "ich hab dich lieb" kam ein fast zögerndes "ich hab dich mehr als lieb"-Geständnis. Ich glaube er war sich nicht ganz sicher ob er das sagen sollte oder nicht.

Eine ziemlich seltsame Sache in der wir da stecken. Es fühlt sich gut an wenn er "ich hab dich lieb" sagt. Aber ich weiß auch, daß es nicht richtig ist. Aber ist es nicht so daß (unabhängig von der Sache zwischen Frank und mir) sich Gefühle manchmal ändern und man damit zwangsläufig auch den Menschen weh tut, die man mal geliebt hat oder immer noch liebt aber auf eine andere Art und Weise? Und eigentlich denke ich auch, daß niemand sich Vorwürfe machen sollte wenn er Gefühle für einen anderen Menschen hat, selbst wenn sie, laut "Moralvorstellung" der Gesellschaft oder wie auch immer man das nennen will, sich nicht Gefhören

15.06.2007 um 12:58 Uhr

Männer und Frauen können Freunde sein, hoffe ich

von: blacksheep   Kategorie: Männer

Am Mittwoch hatte ich Besuch von einem Mann, in den ich mal wahnsinnig verliebt war und wegen dem ich meinen Job geschmissen habe. Klaus. Seit er mir am 23.12.2006 eröffnet hat, daß er heiraten wird, haben wir uns nicht mehr gesehen. Ich hatte ihn natürlich angerufen um ihm zur Hochzeit zu gratulieren (was mir wirklich wahnsinnig schwer gefallen ist weil ich überzeugt war wir hätte einfach nur noch etwas Zeit gebraucht) - schließlich zeugt es von geistiger Reife dem Menschen, den man sehr mag, Glück zu wünschen, selbst wenn es einem selbst weh tut. Und ist es letztendlich nicht auch das, was Liebe ausmacht? Wenn ich einen Menschen liebe heißt das für mich, daß ich diesem Menschen wünsche, daß er glücklich ist. Auf die Art und Weise, wie jeder sein Glück definiert, habe ich keinen Einfluß. Und wenn Klaus meint, daß ihm das Risiko einer Beziehung mit einer 15 Jahre jüngeren Frau zu groß ist und er sich deshalb für die vermeintlich sichere Variante entscheidet, respektiere ich das. Und es geht mir gut damit.

Ich bin immer noch ziemlich aufgeregt wenn wir miteinander telefonieren weil es für mich immer noch etwas besonderes ist. Als ich sah wie er mit seinem Volvo auf den Parkplatz fuhr, war das ein tolles Gefühl. Zugegeben, ich hatte ein wenig Angst ihn wiederzusehen weil ich nicht wußte ob er jetzt, wo er verheiratet ist, anders mit mir umgehen wird, aber diese Angst war wie weggeblasen als er aus dem Auto stieg und mich zur Begrüßung umarmte.

Er sah gut aus. Fröhlich, erholt, optimistisch (trotz momentaner Arbeitslosigkeit) und schlanker (meine ich zumindest). Er trug wieder das weiße Hemd mit den schmalen orangefarbenen Streifen das ich wahnsinnig an ihm mag und die Sonnenbrille mit der er irgendwie cool aussieht und das wirkt nicht mal lächerlich, trotz seiner 43 Jahre. Wahrscheinlich weil er es nicht drauf anlegt cool  zu sein.

(später mehr, Mittagspause ist rum)...

so, weiter gehts (mittlerweile nach Mitternacht...)

Wir setzten uns auf der Terrasse der Eisdiele unter einen Baum. Nebeneinander, nicht gegenüber. Wir müssen uns also nicht hinter einem Tisch verstecken. Das ist gut. Ich esse, wie immer, einen Schokobecher und er heute mal einen "Waldbecher" - ohne Sahne, wie immer. Und nebenbei erzählt er mir von seiner Stellensuche und den Vorstellungsgesprächen. Und daß seine Frau schon mit der "ob du in deinem Alter überhaut noch was neues findest?"-Tour gekommen ist. Sollte man als Ehefrau seinen Mann in dieser Situation nicht unterstützen anstatt durch sowas noch den Optimismus  zu bremsen? Ich hätte das zumindest versucht so gut ich kann. Was heißt hätte? Ich tue es, obwohl ich eigentlich nicht sonderlich gut darin bin, Optimismus zu verbreiten. Das weiß er.

Er redet die meiste Zeit. Ich höre ihm gern zu. Er kann gut erzählen. Ich mag es wenn er von seinen Kindern spricht. Wobei man "Kind" nicht mehr zu wörtlich nehmen darf, die jüngste wird schließlich bald 18. Man hört an seiner Stimme wie sehr er seine Kinder liebt und wie stolz er auf sie ist. Kann er auch sein, denke ich - nach allem was ich über sie weiß.

Er redet fast nie über seine Frau. Es klang etwas fremd als er wörtlich "meine Frau" sagte. Nicht nur, weil er verheiratet ist (der schlichte, goldene Ehering sprang mich förmlich an obwohl ich gar nicht darauf  geachtet habe), sondern weil er auch früher schon so gut wie nie "meine Freundin" oder auch nur ihren Namen gesagt hat. Es ging meistens um seine Kinder oder um seine Ex-Frau. Sollte einem das nicht zu denken geben?

Wie auch immer. Natürlich redeten wir über mein Wochenende mit dem Mann, den ich übers Internet kennengelernt habe. Ich weiß noch, wie ich am Samstagabend bei ihm anrief und er sich so ehrlich darüber freute daß ich sowas wie ein "Date" habe. Ich kann mich nicht erinnern daß sich jemand mal auf diese Art und Weise für mich gefreut hat. So aus ganzem Herzen. Ich weiß daß das jetzt irgendwie kitschig klingt, aber es fühlt sich wirklich genau so an. Er fand es schade, daß es zwischen mir und dem anderen nicht gefunkt hat und versuchte mich mit einem "du findest auch schon noch einen" zu trösten. Das war so ein Moment, an dem ich fast aufgestanden und gegangen wäre. Denn wenn es etwas gibt, worauf ich extrem allergisch reagiere, dann ist das dieser Satz. Aber weil er eben Klaus ist, habe ich ihm das schnell verziehen. Aber beim nächsten mal haue ich ihm diesen Satz um die Ohren wenn ich ihn hören muß, das habe ich schließlich beim letzten Mal auch gemacht. Nach 15 Jahren in denen man diesen Satz ständig von allen Leuten, die es gut mit einem meinen, aufs Brot geschmiert kriegt, hängt er einem halt aus den Ohren raus. Es ist wie eine abgelatschte Durchhalteparole die einem kein bißchen Mut macht.

Als es in der Eisdiele zu kalt wurde, sind wir in meine Wohnung gefahren. Heißen Cappucino trinken, zum Aufwärmen. Der erste Mann (mal abgesehen von meinem Vater) der meine eingerichtete Wohnung zu sehen bekam. Und dem (im Gegensatz zu meinem Vater) meine Wohnzimmerfarbe (weinrot in Farbfeldern) sehr gefiel, genau wie die apfelgrüne Küche. Und der meine Entscheidung, jetzt ein neues Auto zu kaufen, richtig fand. Weil er nämlich verstanden hat, warum das sein mußte. Daß man irgendwann mal "was eigenes" haben muß um zu wissen, wofür man eigentlich arbeitet. Der Rest Geld ist sowieso schnell genug weg ohne daß man wirklich was davon gehabt hat.

Auf meinem Sofa habe ich dann so nebenbei erfahren, daß in drei Wochen die kirchliche Trauung von Klaus und Bea stattfinden wird. Und daß er die Trausprüche, aus denen hervorgeht, daß die Frau der Besitz des Mannes ist, antiquiert findet und daß die doch "so langsam mal rausgestrichen werden" müßten.

Zum Abschied haben wir uns wieder umarmt. Ziemlich lange sogar. Für einen Moment kam es mir fast so vor als wolle er gar nicht gehen, aber diesen Gedanken habe ich so schnell wie möglich wieder aus meinem Kopf verbannt. Wenn wir beiden uns wie erwachsene Menschen benehmen, können wir ziemlich gute Freunde werden. Trotz des Altersunterschiedes. Einfach nur weil wir uns so nahe sind. Weil wir uns ähnlich sind. Sowas wie Seelenverwandte. Klingt schon wieder kitschig, ist aber so.

Außerdem mag er mich. Ziemlich. Ich war eine der ersten an die er gedacht hat, als er gestern die Zusage für einen neuen Job bekam.

Männer und Frauen können Freunde sein. So lange sie nicht miteinander schlafen wollen oder es schon getan haben. Sex macht da einiges kaputt. Schade eigentlich. Vielleicht wäre es besser, wenn sich gute Freunde heiraten und einfach mit anderen Männern bzw. Frauen Sex haben. Da hätten wir alle weniger Ärger.

14.06.2007 um 21:41 Uhr

was ist eigentlich "das Richtige"?

von: blacksheep   Kategorie: Männer

Seit vor 10 Tagen diese unschöne Sache zwischen mir und Frank passiert ist, mache ich mir Gedanken über eine Menge Dinge, von denen ich nie geglaubt hätte, daß ich mal darüber nachdenken müßte.

Zum Beispiel ab wann eine Vergewaltigung eine Vergewaltigung ist. Vergewaltigung ist, wenn die Frau "Nein" sagt und der Mann nicht drauf reagiert. Aber was ist, wenn das "Nein" nur gewimmert ist und der Mann es einfach nicht hört? Und was ist, wenn die Frau den Mann vorher so auf Touren gebracht hat, daß ihm die Sicherungen durchgebrannt sind? Wer entscheidet ob es eine Vergewaltigung gegeben hat? Die Frau? Der Mann? Die Polizei? Der Richter?

Was macht man als Frau mit einem Mann, der sich für einen Vergewaltiger hält, während die Frau alles, was passiert ist, als "Verkettung unglücklicher Umstände" sieht?

Ja, es geht um mich. Und um Frank. Ich hab ihn heiß gemacht, er hat mein Nein nicht gehört. Aber er hat irgendwann zwischendrin gemerkt, daß etwas schief läuft. Nicht, daß das eine Entschuldigung sein soll, aber ich würde sagen, er hat die Kurve noch gekriegt. Er hat sich sofort entschuldigt und für mich war die Sache damit erledigt. Für ihn auch - dachte ich.

Am nächsten Tag rief er an. Fragte wie's mir geht und ob ich sauer sei. Ich verneinte. Gespräch beendet. Fünf Minuten später rief er wieder an. Und fragte nochmal. Wieder erklärte ich ihm, daß ich okay sei und keineswegs sauer. Dann fragte er, ob ich nun zur Polizei gehen würde. Und, ehrlich wie ich bin, erzählte ich ihm, daß ich, nachdem ich die blauen Flecken an meinem Körper gesehen hatte, darüber nachgedacht hatte, was die Polizei wohl dazu sagen würde. Ich hab keine Ahnung wie ich darauf gekommen bin, vermutlich habe ich zu viele Filme gesehen. Ich hatte keineswegs vor zur Polizei zu gehen, aber Frank ließ sich danach nur schwer beruhigen. Ich brauchte fast eine Viertelstunde. Nach einer weiteren halben Stunde rief er wieder an. Fast eine ganze Stunde lang telefonierten wir. Nach zehn Minuten fing er an zu heulen und ich konnte ihn nicht beruhigen. Ich konnte ihn auch nicht dazu kriegen sich mit seinem LKW auf einen Parkplatz oder den Standstreifen zu stellen obwohl er in seinem Zustand alles andere als fahrtauglich war. Was zur Folge hatte, daß er mir am nächsten Tag (als wir wieder eine dreiviertelstunde telefonierten) erzählte, daß der LKW quer auf der Autobahn gestanden hatte nachdem er ein Stauende etwas spät gesehen hatte. Ich hab einen Mordsschreck bekommen.

Wir telefonieren seit dem fast täglich. Er hat mir einiges anvertraut was sonst kaum jemand weiß und ich verstehe inzwischen auch, warum er so drauf ist, wie er drauf ist. Weil er niemanden hat, mit dem er darüber reden kann. Er kann ja schlecht zu seiner Frau gehen und sagen: "Schatz, ich hab ne andere vergewaltigt." Ja, so sieht er es. Er hat heulend am Telefon gesagt "Ich bin ein Schwein. Ich bin ein Vergewaltiger." Ich habe versucht ihm klarzumachen daß ich das anders sehe. Daß er für mich ein Mensch ist, der einen Fehler gemacht hat. Woraufhin er  (nicht ganz unberechtigt) den Einwand brachte, daß "so ein Fehler" nicht passieren dürfe. Aber was soll ich denn machen? Mehr als ihm sagen daß es mir gut geht, daß ich nicht sauer auf ihn bin und daß ich weder zur Polizei noch zu seiner Frau gehe und daß ich auch keinen  Zettel ans schwarze Brett vom FC hänge kann ich auch nicht tun. Oder?

Ich glaube doch. Eine Möglichkeit habe ich noch ihm zumindest ein bißchen was gegen seine ständige Grübelei zu tun. Er muß mir gegenüber stehen und mich ansehen während ich ihm das alles sage. Ich gehe fest davon aus, daß das gut für ihn sein wird. Ich hoffe, daß es das sein wird. Weil ich nicht weiß, was ich sonst tun kann. Ich will nicht, daß er so leidet. Ich weiß wie es ist, sich einsam zu fühlen und er ist im Moment verdammt einsam. Völlig isoliert mit dem was passiert ist.

Ich weiß nicht, ob ich das richtige tue, aber ich habe ihm gesagt daß ich glaube, daß es gut für ihn ist wenn wir uns sehen und er mir in die Augen sehen kann während wir miteinander reden. Damit er nicht denken muß daß ich mir ins Fäustchen lache und ihm am Telefon einen vom Pferd erzähle. Also treffen wir uns morgen. Und was kommt ihm dabei in den Sinn? Daß ich die Polizei mitbringe. Ich glaube, er braucht nötiger einen Therapeuten als ich. Wahlweise auch erstmal einen besten Freund zum Reden. Wo er sich mal richtig auskotzen kann und der ihm nicht als erstes Vorwürfe macht weil er seine Frau betrügt.

Was ist eigentlich "das Richtige"? Gibt es das überhaupt? Oder stellt man am Ende immer fest, daß "das Richtige" genau das war, was man nicht getan hat?

Ich hoffe zumindest, daß ich das richtige tue.

13.06.2007 um 22:47 Uhr

"Manche Probleme erledigen sich von allein"

von: blacksheep   Kategorie: überraschend positiv

Manchmal weiß man nicht, wie man alles unter einen Hut kriegen soll. In der Firma sollen möglichst drei Sachen auf einmal erledigt werden, was selbst  für eine Multitasking-fähige Frau unmöglich ist, weil auch die nicht an zwei Orten gleichzeitig sein kann.

Aber wie sagt Chef immer "Manche Probleme erledigen sich von allein - man muß nur lange genug warten".

So kam es also, daß ich ihn Ruhe in den Stall konnte während Chef das Heu geschwadet hat damit es heute noch gepreßt und eingewickelt werden konnte - für die nächsten Tage ist schließlich Regen angesagt, was nicht gut für die Qualität wäre.

So kam es, daß ich heute nicht die Mastschweine allein sortieren mußte weil sie nun doch erst am Montag geholt werden (um 4 Uhr morgens, aber dann ist wenigstens mittags Schicht).

Und nun scheint es so, als bräuchten weder meine Internet-Bekanntschaft bei der ich am Wochenende war noch ich zu sagen, daß wir wohl nicht zusammen passen. Wir chatten wieder, so als wäre nichts gewesen und er ermutigt mich, mit anderen Männern auszugehen. Das würde er doch nicht tun, wenn er noch ernsthaftes Interesse an mir hätte, oder? Zumindest nicht wenn er absoluten Wert auf Treue legt.

Das macht die Sache leichter.