ungebremst ins Chaos

27.07.2013 um 22:00 Uhr

Die Hose passt!

von: blacksheep   Kategorie: überraschend positiv

Ist es denn zu fassen?

Seit etwa einem Jahr hängt in meinem Badezimmer eine Hose die mir nicht passt. So quasi als Motivation mich endlich von den überflüssigen Pfunden zu trennen, die sich im Laufe der Jahre so angesammelt haben. In etwa derselben Zeit habe ich 14kg abgenommen, aber die Hose passte immer noch nicht.

Gestern hab ich mich mal wieder getraut, hineinzuschlüpfen um einen Test zu wagen. Und was soll ich sagen?

Tadaah! Die Hose passt. Jippie jay!

Ich schleppe sie seit ungelogen SECHS JAHREN mit mir herum ohne dass sie passt. Diverse andere Klamotten für die ich zu fett geworden war, haben mich seit dem verlassen, aber bei dieser Hose war ich einfach zu geizig. Das Teil hat mich damals immerhin 70 Euro gekostet, was in etwa das zehnfache dessen ist, was meine "kleine" Schwester für ihre Hosen bezahlt hat. Außerdem liebe ich diese Hose weil sie so stylisch ist und ich sie nur zwei Mal getragen habe.

Und jetzt passt sie wieder.

Kaum zu glauben wie sehr man sich über Kleinigkeiten freuen kann.

22.07.2013 um 13:02 Uhr

Es ist geil, ein Arschloch zu sein...

... so der Titel eines überflüssigen Liedes mit dämlichem Text an dem aber eine Menge Wahres dran ist.

Aber: Nein, es ist nicht geil ein Arschloch zu sein. Zumindest nicht, wenn man ein Mensch mit Gewissen ist. Das Dumme an der Sache ist nur, wenn man ein Mensch mit Gewissen ist und dabei ist, etwas arschloch-mäßiges zu tun, ist man ein sicherer Kandidat für Depressionen oder andere negative Auswirkungen.

Hat irgendjemand da draußen eine Ahnung was man in so einem Fall macht?

Ja, ich bin ein Mensch mit gewissen, aber nein, ich habe nichts angestellt. Oder sollte ich besser sagen, noch nicht? Ich bin mir nicht ganz sicher. Sicher ist nur, dass mein Gewissen mir schon im Vorfeld eine Menge Stress macht und ich mich gerade in einem stockdunklen Raum verkriechen und heulen will, weil ich das alles so verdammt Scheiße finde.

Ich traue mich schon fast gar nicht es zu sagen, aber es ist (mal wieder) Julius. Oder doch eher Heimweh? Schwelgen in der Vergangenheit? Oder eine Mischung aus allem? Keine Ahnung.

Das Einzige, was ich weiß ist, dass ich übers WE bei meinen Leuten war und dabei auch auf ihn getroffen bin, was sich nicht vermeiden ließ. Ich will es auch gar nicht vermeiden, denn ich mag Julius. Ich verteidige ihn sogar immer noch. Wobei, verteidigen jetzt nicht so ganz das richtige Wort ist. Sagen wir, ich versuche den Leuten klar zu machen, dass Julius nicht so ganz derjenige ist, den sie in ihm sehen. Möglicherweise ist er auch nicht der, den ich in ihm sehe, aber das ist ja ein anderes Thema.

Ich habe einfach das Gefühl, dass mir gerade klar wird, dass Verdrängung eins meiner Talente ist. So nach dem Motto "aus den Augen, aus dem Sinn" konnte ich mir eine gefühlte Ewigkeit einreden, dass das Thema Julius für mich erledigt hat, und dieses kleine Aufflackern von Gefühlen was kam wenn wir uns mal über den Weg liefen habe ich als sentimentale Erinnerung kleingeredet und abgehakt damit es nicht so an mich herankommt. Vielleicht war ich es auch irgendwann einfach leid zu warten und zu hoffen dass wir eines Tages mal zusammenfinden. Wenn ich mal Kinder haben will, habe ich schließlich nicht ewig Zeit.

Und jetzt? Jetzt bin ich seit einem halben Jahr verheiratet und schon zum zweiten Mal so weit, dass ich mich frage, ob ich hier nicht den größten Fehler meines Lebens gemacht habe.

Wahrscheinlich sollte ich mich nicht beklagen. Ich bin mit meinem Mann nun schließlich schon fünf Jahre zusammen und es war doch okay. Und das ist vermutlich der eigentliche Fehler den ich gemacht habe. Mich mit einem mittelmäßigen "es ist okay" zufrieden zu geben, da muss man ja zwangsläufig irgendwann anfangen, das Ganze zu hinterfragen. Warum merkt man sowas eigentlich nie rechtzeitig? Warum kann ich Julius nicht einfach "nur" mögen, als Mensch, ohne immer wieder mal auf die Frage zu stoßen was wäre, wenn damals nur nicht der richtige Zeitpunkt für uns war und jetzt, wo er eventuell näher rücken könnte, es quasi zu spät ist (ich will mich doch nicht nach sechs Monaten schon mit dem Scheidungsthema herumschlagen).

Warum kann man eigentlich nicht einfach mal zufrieden sein mit dem, was man hat?

11.07.2013 um 18:09 Uhr

Träume sind Schäume - oder?

von: blacksheep   Kategorie: Männer

Als ich heute Nacht gegen 1 Uhr aufwachte, war das erste was ich dachte "Scheiße, muss das ausgerechnet jetzt sein?"

Ich hatte von Julius geträumt. Dabei habe ich seit mindestens drei Wochen nicht mal mehr an ihn gedacht. In keinster Weise. Merkwürdig. Aber zurück zu meinem Traum. Julius und ich in einem Schlafzimmer, mit einem großen Bett in das ich ihn unbedingt kriegen wollte. Mit mir versteht sich. Warum auch immer. Und ausgerechnet er, der früher nie ein Problem hatte mit mir ins Bett zu gehen obwohl er vergeben war, hatte auf einmal so etwas, wie ein Gewissen. Er wollte zwar, aber er hat sich (noch) geweigert es zu tun. Weil ich verheiratet bin. Gut, dachte mein Traum-Ich, irgendwie krieg ich schon was ich will.

Und schwupps - wach war ich. Verdammter Mist. Das ist wie wenn man im Fernsehen einen spannenden Film sieht und plötzlich ist der Bildschirm schwarz. Aarrrgghh.

Na gut, nicht zu ändern. Ich mich umgedreht, Augen zu weitergeschlafen.

Wieder Julius und ich. Wieder ein Schlafzimmer mit einem großen Bett. Sah etwas anders aus als das erste, aber wer wird sich schon mit Nebensächlichkeiten aufhalten wenn man nahezu dasselbe nochmal träumt? Ich hatte mir schon das eine oder andere Kleidungsstück ausgezogen, als sein Vater plötzlich ins Zimmer spazierte. Schräg. Er erzählte Julius ein paar Dinge wegen der Firma und sah großzügig und mit einem leichten Grinsen im Gesicht über die Tatsache hinweg, dass sein Herr Sohn Besuch von einer spärlich bekleideten Dame hatte. Danach war mein Traum-Ich kurz davor, Julius ins Bett zu kriegen, doch dann....

Driiiiiinngg! Dann meine mein Wecker mich darüber informieren zu müssen, dass es 6 Uhr früh ist und ich gefälligst aufstehen sollte. Oh Mann, kann so ein Ding noch ungünstiger losklingeln?

Was bleibt sind die Fragen.

Warum um alles in der Welt träume ich jetzt sowas?

Gibt es da etwas in meiner (unserer) Vergangenheit, das noch nicht abgehakt ist?

Sagen Träume etwas über die Realität oder sind es einfach nur Träume?

Und, die wichtigste Frage überhaupt: 

Hat mein Traum-Ich ihn rumgekriegt und wenn ja, wie war's?

05.07.2013 um 21:04 Uhr

6 Jahre

Kaum zu fassen, dass ich diesen Blog jetzt schon seit sechs Jahren habe. In der Zeit ist echt eine Menge passiert und in den letzten Wochen habe ich darüber nachgedacht, dass ich diesen Blog hier echt ein wenig vernachlässigt habe und dass es mir irgendwie fehlt so ehrlich über mein Leben zu schreiben wie ich es hier bislang getan habe.

Im Moment bin ich ein wenig im Streß, mit zwei Jobs, Teilzeitstudium, Mann und Haushalt, den Sport nicht zu vergessen, kommt einem der Tag mit seinen oft so endlos langen 24 Stunden in dieser Zeit ein wenig kurz vor. Aber ich werde versuchen, hier wieder öfter was zu hinterlassen. Damit ich in sechs Jahren beim durchstöbern wieder weiß, was so los war in meinem Leben...