ungebremst ins Chaos

28.07.2015 um 20:56 Uhr

Zitate

von: blacksheep   Kategorie: und sonst?

Gerade ist mir beim Aufräumen meines Schreibtisches ein Blatt Papier in die Hände gefallen, auf dem ich Zitate aus Büchern notiert habe. Und weil ich gerade nicht über mein Leben jammern aber trotzdem etwas posten will, hier mal fünf meiner Lieblingszitate:

Ohne Postboten würden wir ständig in unsere Briefkästen schauen und wären ständig enttäuscht. Die Welt wäre ein traurigerer Ort.
(aus: Barry Jonsberg "Das Blubbern von Glück")

Wohin kannst du gehen, wenn statt eines Ortes eine Person dein Zuhause geworden ist? Wohin dann ohne diese Person?
(aus: Terezia Mora "Das Ungeheuer")

Die ewigen Dating-Regeln:
Sehen sie im besoffenen Zustand grundsätzlich von Kurznachrichten ab.
(aus: Helen Fielding "Bridget Jones - verrückt nach ihm"

Ich wünsche dir, dass du das Leben lieben kannst. Das Leben ist ein großartiges Geschenk.
(aus: Kirsten Boie "Der Junge, der Gedanken lesen konnte")

In meiner Familie glaubt man, die Lösung für jedes Problem sei Schokolade.
(aus: Marian Keyes "Erdbeermond")

26.07.2015 um 10:24 Uhr

Was für ein Glück...

von: blacksheep   Kategorie: überraschend positiv

... dachte ich eben, als ich die letzten 24 Stunden Revue passieren ließ.

Offenbar befinde ich mich nämlich gerade in einer "Knall mir die ungeschminkte Wahrheit an den Kopf"-Phase, was meine Freunde mit einer Gnadenlosigkeit ausnutzen die ich selten erlebt habe.

Also, was für ein Glück dass ich trotz jeglicher großen und kleinen Katastrophen in meinem Leben ein Mensch bin, der immer einmal mehr aufsteht als er zu Boden geht. Eine Eigenschaft für die ich wirklich sehr dankbar bin, auch wenn sie mir erst spät bewusst geworden ist.

Wenn aus leisen, kleinen Zwischenbemerkungen die zum Nachdenken anregen plötzlich emotionslos dahingesagte Fakten werden, sollte man sich diesen Zeichen wohl ernsthaft stellen. Das Dumme ist nur, ich weigere mich noch hinzufallen. Und noch dümmer ist: wenn man erstmal fällt kann man nicht auf halbem Weg wieder umkehren.

Was für ein Glück...

25.07.2015 um 22:32 Uhr

Was ist eigentlich Liebe?

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Gute Frage, oder? Auch wenn wahrscheinlich jeder eine andere Antwort darauf hat. Es gibt nicht DIE Definition von Liebe. Liebe ist ein Gefühl, das sich auf unterschiedliche Arten ausdrückt. Man kann seine Eltern lieben, seine Kinder, Freunde, Haustiere, was auch immer - aber alles auf eine eigene Art.

Wenn man die Frage "Was ist Liebe" bei google eingibt, kommt man auf ca. 124.000.000 Antworten. In der Schweiz gibt es sogar eine Internetseite, die diesen Namen trägt (die dortigen Ratschläge kann man allerdings auch in jeder fünftklassigen Frauenzeitschrift nachlesen wenn man mehr der Fan von Papier ist).

In einem der Artikel, las ich folgendes:
"... Liebe ist was egoistisches. Wir lieben einen Menschen nicht um seiner selbst willen, sondern immer nur, weil er uns gewisse Bedürfnisse und Wünsche erfüllt."

Was für ein Quatsch. Oder?
Ich weiß nicht. Im ersten Moment wollte ich das Beispiel von Eltern und Kindern als Gegenargument bringen, aber dann dachte ich lieben Eltern ihre Kinder vielleicht nicht einfach nur weil es sie gibt, sondern weil sie ihr Bedürfnis nach einer Familie oder dem Wunsch jemanden zu haben, um den sie sich kümmern können? Und lieben Kinder (auch schon im Babyalter) ihre Eltern vielleicht vor allem deshalb, weil sie für sie  sorgen, ihnen Sicherheit und Geborgenheit bieten (also ihre Grundbedürfnisse erfüllen)?
Also kein gutes Beispiel.

Vielleicht ist es doch wahr.
Dann dachte ich an Juli. Ich glaube, ich liebe Juli, ich weiß nur nicht so genau warum. Einfach nur weil er so ist wie er ist? Nein. Weil er mich versteht, weil wir uns irgendwie ähnlich sind und weil er - so bescheuert er sich manchmal auch verhält - doch immer wieder mein Selbstbewusstsein poliert. Weil er mich immer noch mag obwohl er sogar von meinen Schandtaten weiß.

Okay, ich gebe zu: Liebe ist was egoistisches.

Später im Text dann dieser Satz:
"... Jede Liebesbeziehung lebt von der Erfüllung der Bedürfnisse des anderen. Das ist okay und wenn man sich dessen bewusst ist, dann kann eine Partnerschaft funktionieren."

Hm. Aber ist manchmal nicht genau das das Problem? Das man genau das versucht, es dem anderen aber doch nicht recht machen kann? Lernen wir nicht im Laufe unseres Lebens, dass man nicht immer das bekommen kann, was man sich wünscht? Auch der eigene Partner ist keine eierlegende Wollmilchsau. Und mal ehrlich - wir selbst sind es auch nicht.

Ist alles verloren wenn man aufhört, es zu versuchen? Oder muss man sich irgendwann eingestehen, dass man die Grenze der eigenen Fähigkeiten erreicht hat und der andere damit entweder zufrieden sein muss oder man daraus die Konsequenzen zieht? Vielleicht reicht es manchmal, die eigenen Erwartungen ein wenig runterzuschrauben. Vielleicht sollte man aber jemanden suchen, mit dem man dem "Idealzustand" am nächsten kommt.

Wie vieles im Leben ist auch die Sache mit der Liebe eine komplizierte Kiste.

24.07.2015 um 22:39 Uhr

Kleine Schubser

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Man sagt ja hin und wieder, dass man nur einen kleinen Tritt in den Allerwertesten braucht, um etwas zu ändern was einen schon ewig stört. Zum Beispiel die mangelnde Fitness. Wenn dein Kumpel dann sagt "Komm, wir gehen zusammen zum Fitnesstraining" ergreifst du dankbar seine Hand und nutzt die Chance die sich ihm bietet. Es sei denn es stört dich nicht wenn sogar ein dreijähriger mit seinen kurzen Beinen schneller rennt als du und dir schon nach fünf Meter die Zunge auf dem Boden hängt.

Bei den kleinen Dingen ist es noch leicht. Da ist die Einsicht, das etwas geändert/getan werden muss, schnell da und logisch nachvollziehbar und die Veränderung ist meist weder besonders schwer noch hat sie weitreichende Konsequenzen - okay 30kg weniger sind auch erhebliche Konsequenzen, aber ja wohl eher im positiven Sinne.

Aber was ist, wenn es um die großen Dinge im Leben geht? Wenn  man für einen Job hunderte Kilometer von seiner Familie entfernt leben muss, denkt man vielleicht mehr darüber nach. Je nachdem wie sehr man an seiner Familie hängt, ist dies sicher ein Faktor, der die Entscheidung für oder gegen den Job beeinflusst.

Oder: wann trennt man sich von einem langjährigen Partner?
Ich bin nicht so naiv zu glauben, dass der Himmel immer rosa und voller Geigen ist wenn man mit der Liebe seines Lebens zusammen ist - das sehe ich bei meiner Freundin, bei der es auch hin und wieder mal ordentlich kracht, aber sogar wenn sie sich mit ihrem Mann in die Wolle bekommt spürt man deutlich, wie viel Liebe zwischen den beiden ist und man weiß, dass sie sich später (so in etwa fünf Minuten) wieder vertragen und alles ist gut.

Wann aber sollte man sich trennen? Woher weiß man, wann der Zeitpunkt gekommen ist, an dem es keine Hoffnung mehr auf Veränderung/Verbesserung gibt? Oder reicht es, wenn man sich selbst so verändert hat, dass man sich selbst nicht wieder erkennt? Wenn drei deiner besten Freunde dir unabhängig voneinander einen Platz zum Schlafen anbieten für die erste Zeit, in der du wieder für dich  selbst sorgst um dir eine neue Zukunft aufzubauen? Wenn jemand, der dich 3 Mal für wenige Stunden gesehen hat, dir sagt, dass du ohne deinen Partner witzig, locker und für jeden Scheiß zu haben bist und dich mit Partner in eine humorlose Zicker verwandelst mit der man nichts anfangen kann (das ist übrigens etwas, das verdammt weh tut, soviel steht fest).

Ja, in der Komfortzone ist es urgemütlich weil man genau weiß, wie es läuft. Nämlich wie immer. Und Verlässlichkeit ist doch etwas sehr beruhigendes, wenn auch oft langweilig und sie bietet keine Herausforderungen. Man hat es da nicht so schlecht.
Aber möchte man in einem "eigentlich ist es doch ganz okay"-Zustand leben oder ein Leben haben, in dem manches auch mal "einfach nur scheiße" ist, anderes dafür wieder "zum heulen schön", aufregend oder einfach nur neu?

Das Dumme ist, wenn es um die großen Dinge im Leben geht, muss man sich selbst anschubsen und bis man das tut, muss schon einiges passieren, denn die eigene Leidensgrenze ist oft höher als man vermutet.

17.07.2015 um 21:48 Uhr

Zwischen Genie und Wahnsinn

von: blacksheep   Kategorie: was mich betrifft

Rauf, runter, rauf, runter und das in einem Tempo, bei dem einem fast schwindelig wird. So sieht mein derzeitiger Gefühlszustand aus.

Das nervt schon ein wenig vor allem wenn man gerade auf dem Weg nach irgendwo ist und plötzlich aus unerfindlichen Gründen die Tränen scheinbar unaufhaltsam laufen. In der einen Minute denke ich "na super, schon wieder nicht gesellschaftstauglich" und drei Minuten später bin ich wieder auf dem Null-level im Alltagszustand. Meine Hochachtung vor mir selbst, dass ich noch nicht vollends durchdrehe. Ich schätze, momentan hält mich noch mein fester Wille davon ab.

Wie meinte mein Laufkollege am Dienstag noch "Na, deinen Humor hast du aber noch nicht verloren". Zum Glück. Auch wenn der stellenweise auch nur dazu dient, meinen desolaten Gemütszustand zu verdecken.

Das schlimmste an diesem Zustand ist, dass man keinen konkreten Punkt hat den man dafür "verantwortlich machen" kann. Das ist keine Sache wie "aha, Abfluss verstopft, Rohrfrei reinkippen und weiter gehts". Ich mache Gedankenknoten in meinen Kopf. Analysiere dies, überdenke jedes und am Ende ist das Knotenknäuel größer als vorher. Dann fällt mir immer Julis Frage ein: "Und was hast du jetzt vor?" Und meine Antwort lautet wie immer: "Drauf warten, dass mir eine Lösung vor die Füße fällt."

Aber für gewöhnlich fallen einem Lösungen nicht vor die Füße, also muss ich irgendetwas finden wohin ich meine "Grübelenergie" (oder wie auch immer man es sonst nennen will) umlenken kann, damit ich daraus etwas sinnvolles produziere.

Neulich, als ich mal wieder bei der Psychologin saß, war ich doch sehr erstaunt/fasziniert/überrascht als ich von meinem Leben erzählte und sie dann sagte "Ich stelle mir ihr Leben unglaublich anstrengend vor" Woraufhin ich wohl sehr verwirrt ausgesehen haben muss, denn sie ergänzte "Diese ganze Energie, die da in ihnen steckt und die raus will aber nicht weiß wohin."
Ja, dachte ich, endlich mal jemand, der kapiert was ich meine. Ich hab schon so oft versucht, das meinem Mann zu erklären, aber alles, was der dazu zu sagen hat ist "ich versteh das nicht".
Das war im übrigen das erste Mal, dass ich von jemandem der sich "Psychologe" nennt, so eine Rückmeldung bekommen habe oder überhaupt eine Rückmeldung mit der ich etwas anfangen kann. Ich meine, für gewöhnlich rede und heule ich denen die Ohren voll und bekomme nichts anderes zu hören als das, was ich eh schon weiß bzw. worüber ich schon eine gefühlte Million Mal nachgedacht habe. Vielleicht ist in diesem Berufszweig ja doch noch nicht alles verloren. Und bei mir auch nicht.

Was mich wieder zu Juli führt, der sagte "Ich mache mir Sorgen um dich. Nein, um DICH eigentlich nicht. Eher um deine momentane Situation"

Verstanden zu werden ist schon was schönes. Manchmal.

07.07.2015 um 17:25 Uhr

Die Dinge nehmen, wie sie kommen

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Eigentlich bin ich ganz gut darin, die Dinge so zu nehmen, wie sie kommen. Jedoch mit einer Einschränkung: es geht (meistens) nicht in dem Moment, in dem sie kommen.

Nicht schwanger.

Ich habe keine Ahnung ob oder was das Schicksal mir nun damit sagen will und ehrlich gesagt ist es mir in diesem Moment auch ziemlich scheißegal, weil ich mich jetzt gerade mal ganz gepflegt beschissen fühle. Schon als die Arzthelferin bei mir anrief und sagte, dass das Ergebnis negativ ist, musste ich anfangen zu heulen und die mitfühlende Stimme der Dame hat es mir nicht gerade leichter gemacht. Ich kann es gar nicht gut haben wenn andere mitkriegen, dass es mir gerade schlecht geht, ich will dann einfach nur meine Ruhe haben, mich mit ungesundem Essen vollstopfen und mich selbst bemitleiden. Das mit dem "Ruhe haben" ist in diesem Fall nun nicht so ganz möglich, da es ja noch jemanden gibt, der von diesem Dilemma betroffen ist. Naja, aber nachdem ich nun etwa zwei Stunden lang heulend auf dem Sofa lag, kann ich die Sache schon etwas differenzierter betrachten und habe festgestellt, dass die Tatsache, dass ich nicht schwanger bin, nur einen Teil meiner Gemütslage ausmacht. Da ist nämlich auch noch ein Gemisch aus Wut und Enttäuschung, denn, mal ehrlich, wie ätzend ist es denn, wenn man diesen ganzen Zirkus aus Hormonbehandlung, externer Befruchtung und einsetzen von Embryonen usw. durchmacht und am Ende nicht mal belohnt wird? Wobei ich mir auch nicht sicher bin, ob ich jetzt freudestrahlend ums Quadrat hüpfen würde, wenn der Test positiv ausgefallen wäre. Womit wir wieder beim Thema wären: Die Dinge nehmen, wie sie kommen.

Trotzdem bestehe ich für heute auf meine Selbstmitleidsphase.

Der eine oder andere mag vielleicht sagen, dass Selbstmitleid nicht gut ist, aber ich bin da anderer Meinung. Zumindest so lange man es bewusst einsetzt. Nicht schwanger - den Rest des Tages Selbstmitleid, heulen und alles scheiße finden, morgen früh aufstehen, aufrechte Haltung und Attacke, das Leben ist schließlich noch nicht zu Ende. Vielleicht werde ich am Ende auch gar nicht schwanger sondern reich und kann herumreisen und werde doch irgendwann mal Bücher schreiben die vielleicht sogar irgendwer liest. Vielleicht brenne ich mit einem Rockstar durch oder Ende als schrullige Tante in einem Haus voller Katzen (so lange es da vernünftiges Internet gibt wäre das auch okay).

Letztendlich, denke ich, wird schon alles seinen Sinn haben. Auch wenn der sich nicht immer im ersten Moment erschließt.

06.07.2015 um 20:21 Uhr

Warten ist scheiße... und sonst?

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Stimmung: nervös

Morgen ist Tag X
Schwangerschaftstest 14 Tage nach dem Embryotransfer und nachdem ich bis Samstagnacht einigermaßen abgelenkt war, bin ich seit gestern ein nervliches Wrack.

Nein, das ist ehrlich gesagt etwas zu melodramatisch. Es ist ein bisschen wie Weihnachten, wenn in ein paar Stunden Bescherung ist und man darüber nachdenkt, welche Wünsche man wohl erfüllt bekommt und was man dann mit den tollen neuen Sachen so alles anstellen kann. Der Haken an der Sache ist nur, dass es bei mir gerade darum geht ob mir denn nun tatsächlich ein Wunsch erfüllt wird oder nicht. Und das macht es irgendwie unerträglich.

Da ich mich jedoch dieses Mal nicht mit Hormonaufgeblasenen Eierstöcken und den Nachwirkungen einer Follikelpunktion herumärgern muss durfte ich (Zitat Frau Dr.): "Alles machen was sie wollen". Was ich auch getan habe. In Urlaub fahren, auf Spielplätzen rumtoben, mich in Kleiderschränken verstecken, in Hamburg feiern, mir ein Airbrush-Tattoo verpassen lassen, Sushi essen usw. Nur auf Sport habe ich verzichtet, aber eher unfreiwillig weil ich bei den Sahara-Temperaturen meinen Kreislauf nicht mit Laufen oder sonstigen Aktivitäten überfordern wollte.

Aber der Grund, warum ich schreibe, ist eigentlich ein anderer.

Ich habe (mal wieder) nachgedacht, auch wenn es dieses Mal nicht Juli war, der mich dazu gebracht hat. Sondern jemand, der manchmal Dinge sagt (oder besser: schreibt) bei denen ich denke: Das hätte auch von Juli kommen können.

Zwischenweltler, du bist gemeint.

Anstoß meiner Gedankengänge war deine Überlegung, dass man, wenn man seinen besten Freund heiratet, ihn ja irgendwie als besten Freund und vor allem als Geheimnisträger verliert.
Wem erzählt man denn nun, wenn man mal Scheiße gebaut hat?

Diese Frage brachte mich dazu, Juli mal von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Ich meine, ich habe schon oft versucht, Juli als einen Freund zu sehen, aber irgendwie war ich durch unsere Vergangenheit wohl so in dem Gedanken verknotet, dass es uns mal als "richtiges" Paar geben müsste, dass es mir nie so richtig gelungen ist. Vom Verstand her schon, aber vom Gefühl her nicht. Das ist mir klar geworden, der Kommentar zu meinem letzten Post sich gesetzt und ich das in Bezug auf mein Gespräch mit Juli nochmal überdacht habe.

Wahrscheinlich tut uns der Abstand gut. Dadurch, dass wir uns nicht mehr so oft sehen müssen wir nicht mehr im Schnellgang aufeinander reagieren und können Gespräche, oder was auch immer, erstmal in Ruhe verdauen und uns mit Sinn und Verstand einen Reim darauf machen. (Gelingt nicht immer, aber besser als früher). Mir wurde jedenfalls klar, dass Juli und ich tatsächlich inzwischen eine sehr tiefe freundschaftliche Verbindung haben und dass diese Art von Beziehung mit ihm wahrscheinlich das Beste ist, was mir passieren konnte. Denn ihm kann ich tatsächlich Dinge erzählen, die ich nichtmal meiner besten Freundin erzählen kann - und die verträgt wirklich eine Menge.

Irgendwie finde ich es gerade sehr faszinierend, das erkannt zu haben...