ungebremst ins Chaos

26.09.2015 um 10:00 Uhr

Familie kann man sich nicht aussuchen

von: blacksheep   Kategorie: was mich betrifft

Vor ein paar Tagen stellte meine Schwester eine Anfrage bezüglich eines Babysitter-Termins für ihre beiden Jungs, was dem einen oder anderen komisch vorkommen mag weil ich immerhin beinahe 150km von ihr entfernt wohne, auf der anderen Seite jedoch Sinn macht wenn man bedenkt, dass alle ortsnahen Babysittingkandidaten sich auf derselben Party vergnügen wollen. Mal abgesehen davon, weiß sie ganz genau wie gerne ich Zeit mit den Jungs verbringe.

Als ich später von ihr die Nachricht bekam, ich solle sie anrufen wenn ich zu Hause sei, war ich schon etwas verwundert. Der Termin ist immerhin noch zwei Wochen entfernt und muss nun nicht so dringend geklärt werden.

Wie auch immer, die Aufklärung kam dann prompt. Ihre (also biologisch gesehen auch meine) Mutter hat (mal wieder) Krebs und das inzwischen so weit, dass schon die Rippen und innere Organe angefressen werden und ohne Morphium schon gar nichts mehr geht. Lebenserwartung, naja, im allergünstigsten Fall zwei Jahre, davon sollte man aber angesichts der Situation wohl eher nicht ausgehen. Unsere vor Ort lebende Tante kümmert sich so weit sie kann und redet auch mit den Ärzten obwohl sie ja "nur" die Schwester ist, Muttern ist jedoch seit einiger  Zeit Witwe und somit ist wenigstens eine vor Ort die sich mit dem ganzen Kram befasst.

Das ist nun eine tragische Geschichte, das will ich gar nicht abstreiten, jedoch berührt sich mich nun nicht besonders. Möglicherweise sollte es das aber, da sie immerhin meine Mutter ist, auf der anderen Seite jedoch hatten wir die letzten grob geschätzt 15 Jahre höchstens 3-5 Mal Sichtkontakt bzw. Mini-Gespräche. Sie ist einfach nicht so, wie man sich eine Mutter vorstellt. Die sich mit Liebe und Begeisterung (und manchmal natürlich auch genervt) um ihre Kinder kümmert und da ist, wenn man mal ein Problem hat. Meine Mutter ist anders. Sie lässt sich (wenn man von meinem Vater mal absieht) grundsätzlich auf die falschen Männer ein (erkennt da jemand die Parallelen?), sie ruft ihre Kinder nicht mal zum Geburtstag an mault jedoch, wenn sich keine bei ihr meldet und für finanzielle Sicherheit erträgt sich auch schon mal einen idiotischen Ehemann bis zum bitteren Ende. Allerdings kann man (und das ist etwas, das ich an ihr wirklich mag) ihr nicht vorwerfen, sie wäre faul und arbeitsscheu. Sie hat eine Firma in die Pleite geritten (aus Naivität und weil sie nicht auf meinen Vater gehört hat, der ihr gleich sagte sie sollte die Finger von Dingen lassen, von denen sie keine Ahnung hat) jedoch hinterher ihre Schulden abgearbeitet. Was sie jedoch nicht davon abhielt, irgendwann wieder eine Firma aufzumachen und nun (soweit ich weiß) erneut mit einem riesigen Berg Schulden dazustehen.

Erwähnte ich mal, dass sie abgehauen ist als ich in der 1. Klasse war?

So weit so gut. Nun also bettelte die Kümmmer-Tante darum, dass wir mal so eine Art "Familientreffen" veranstalten sollten so lange es noch geht. Ihr liegt es schon lange schwer im Magen, dass vor allen Dingen meine Mutter und ich keinen Kontakt haben und so könnten wir noch die Gelegenheit nutzen, Dinge zu klären, die wir geklärt haben wollen.

Ich will nichts geklärt haben. Das Verhältnis zu meiner Mutter ist eins der wenigen Dingen in meinem Leben, bei denen ich mit mir selbst im Reinen bin. Es hat mich Jahre gekostet zu akzeptieren dass alles so ist, wie es ist, aber ich komme so weit gut zurecht und hege auch keinerlei Groll gegen sie. Sie kann ja auch nichts dafür, dass sie von ihrer Mutter abstammt - die ebenso launisch und starrköpfig war.

Aber damit sowohl meine Kümmer-Tante als auch meine Schwester (die ebenfalls der Meinung ist, das Treffen ist eine gute Idee) wieder mit gutem Gewissen schlafen können und meine Mutter mit ruhigem Gewissen sterben kann (falls es denn etwas gibt, was sie geklärt haben möchte), werde ich mich also gleich auf den Weg machen. Was tut man nicht alles für die Familie - selbst wenn man außer "Blutspuren" nicht wirklich etwas mit ihnen zu tun hat.

Ich hoffe nur, dass ihr Immunsystem einigermaßen funktioniert, weil ich gerade eine fette Erkältung mit mir rumschleppe. Falls nicht ist das aber auch kein Problem, weil mir mein Arzt gestern freundlicherweise zwei von diesen schicken OP-grünen Mundschutz-Dingern überlassen hat - wie gesagt, man weiß ja nicht wieviel Zeit noch bleibt.

Bin ich eigentlich herzlos weil sich das für mich so neutral anfühlt oder ist das (in irgendeiner Form) normal? Was sicher nicht so ganz normal ist, ist, dass ich gestern vor dem Einschlafen daran dachte, dass ich im Fall des Ablebens meiner Mutter gerne ihre Kochbuchsammlung und ihre Handarbeitssachen hätte...

21.09.2015 um 15:43 Uhr

Party (fast) all night :)

von: blacksheep   Kategorie: und sonst?

Musik: The Beatles - Yesterday

Am Wochenende stand das 25jährige Ehejubiläum eines befreundeten Paares an, da durfte ich natürlich auf keinen Fall fehlen. Ich kenne die beiden inzwischen seit fast 15 Jahren - also genauso lange wie Juli, was aber nicht wirklich überraschend ist wenn man bedenkt, dass wir damals alle im selben Verein waren bzw. es heute noch sind.

Wie es an solchen Tagen so ist, fällt mir irgendwann gegen Mittag ein, dass ich UNBEDINGT noch ein neues Kleid haben will, das ich abends zur Feier trage. Nur mit dem Unterschied, dass ich dieses Mal für den Notfall noch ein passendes zu Hause hängen hatte - nicht so wie beim letzten Mal als ich dachte "ach, das kann ich wohl noch mal anziehen" um dann kurz vor Ladenschluss festzustellen, dass es inzwischen viel zu groß ist oder ich 15Kilo zu leicht, je nachdem wie man es denn sehen will. Naja, ich also rein in den Laden und nach etwa zehn Minuten wieder raus - mit Kleid (ihr seht, hin und wieder kann ich schon sehr zielstrebig und entscheidungsfreudig sein...) und ab zum Friseur, wo ich allerdings 6x so lange brauchte für einmal "Haare schön" und ein bisschen Farbe im Gesicht. Wer war eigentlich die gelockte, zufrieden und fröhlich aussehende Frau, die ich da im Spiegel gesehen habe kurz bevor ich raus ging????

Der Empfang begann um sechs (wir waren fast pünktlich) und ich verkrümelte mich nach 2stündiger Fahrt erst noch kurz auf dem WC bevor ich draußen ganz entspannt den Rest unserer Truppe - oder besser gesagt David, der winkend und rufend auf sich aufmerksam machte um mich dann fest in die Arme zu schließen. Dieser Typ verbreitet eine gute Laune, das kann nicht normal sein. Wahrscheinlich ist er als Baby in deine Tonne Glückspillen gefallen. Dazu ist er jung, gutaussehend und er kann mich gut leiden. Was will man mehr? (In diesem Fall... GAR NICHTS, ehrlich).

Dann stürzten wir uns ins Getümmel. Das Jubelpaar begrüßen, erste Komplimente für mein Aussehen einstecken und ran an den Alkohol :) Als Aperitif einen Orangensaft mit Passoa *lecker*

Als wir dann später an den uns zugewiesenen Plätzen saßen, ließ ich meinen Blick ein wenig durch die Gäste wandern und blieb schließlich an IHR hängen. Julis Freundin.

Mal ehrlich, als ich süße 19 Jahre alt und schlank war (jetzt bin ich, wie Juli letztens so "charmant" formulierte: "nicht mehr ganz taufrisch", wie ich sagen würde, gefühlte sechs Jahre älter und nicht mehr ganz so schlank...) und auf Festlichkeiten dieser Art eingeladen war, hätte mich nichts und niemand davon abhalten können, ein kurzes, figurbetontes Kleid anzuziehen und mich in jeglicher Form aufzuhübschen (leider gab es damals nur höchst selten so eine Gelegenheit). NIEMALS wäre ich auf die Idee gekommen, mich wie eine alte, jungfräuliche Gouvernante anzuziehen. Heißt: Hose, hoch geschlossene Bluse, schlichter Blazer drüber und - ernsthaft - die Haare zu einem Dutt zusammengesteckt.
Zugegeben, das Outfit an sich - so ein klassischer Hosenanzug, wenn man es mal nett formulieren möchte - ist ja klassisch chic und deshalb im Prinzip auch zu so einem Anlass gut tragbar, mit offenen Haaren und einem Lächeln. Aber sie war nicht nur angezogen wie Fräulein Rottenmeier, sie machte auch genauso ein mürrisches und verkniffenes Gesicht.

Für gewöhnlich bin ich immer diejenige, die auf Partys einen Stoß in die Rippen kriegt und der ein "jetzt lächel doch mal"  zugezischt bekommt weil ich leider das Gesicht von meiner Mutter geerbt habe und nicht das von meinem Vater, der sogar nach Lächeln aussieht wenn er wütend ist. Als wir irgendwann in einer kleinen Gruppe draußen standen, fragte Juli mich dieses Mal: "Warum lachst du die ganze Zeit?"
Ähm, ja...
Meine (tatsächliche) Reaktion: "Möchtest du, dass ich aufhöre?"
Juli (lächelnd): "Auf keinen Fall."
Die Reaktion, die mir im Kopf herumschwirrte: Weil das hier die Party ist, bei der hinterher niemand von mir sagen wird, ich hätte mit ernstem Gesicht in einer Ecke herumgestanden, denn das tut heute jemand anders. Ich bin diejenige, die den ganzen Abend lächelnd von einem zum andern getingelt ist und sich köstlich amüsiert hat. Und weil ich gesehen habe, wie du mich vorhin angeguckt hast.

Das war nämlich einer dieser Momente wo man denkt, man sei  Hauptdarsteller in einer TV-Schmonzette. Ich war auf dem Weg nach draußen und er hatte sich gerade einen Kaffee geholt und wollte damit zurück in den Saal und wie es so ist, wenn man sich entgegen kommt, sobald einer den Weg frei machen will, geht der andere automatisch aber unabsichtlich in dieselbe Richtung. Meine gut gelaunte Version guckte ihn an und er guckte mich an. Mit diesem "Schnell-Scan" - Frisur, Makeup, Klamotte, Schuhe (hatte ich erwähnt, dass er auf Schuhe achtet?). Laut seinem Blick wurde ich für "bewundernd anerkennenswert gut" befunden und mein Lächeln wurde eine Spur breiter.

Wir feierten bis etwa halb 3 in der Frühe, was sich am nächsten Tag natürlich rächte. Es kann natürlich auch am Rotwein und am Rhabarberlikör gelegen haben... Denn als wir zum Cappucino trinken bei meiner Freundin ankamen und ich mich auf zehn Minuten in Ruhe am Küchentisch sitzen freute, kam mein Patenkind direkt auf mich zu, sah mich mit diesen treuherzigen Dackelblick-Kinderkulleraugen an und sagte "Komm, spielen. Eisenbahn". *Seufz* Wer kann da Nein sagen? Ich jedenfalls nicht.
Naja, wenigstens bekam ich meinen Cappucino ins Kinderzimmer geliefert :)

05.09.2015 um 21:28 Uhr

Irrungen & Wirrungen - 2. und 3. Akt

von: blacksheep   Kategorie: Männer

Obwohl ich nun schon seit knapp einer Woche in der Internet-Zivilisation angekommen bin (Urlaub bei meinem Vater ist zwar sehr erholsam, aber auch Internet-frei wenn ich nicht gerade einen Abstecher zu meinen W-Lan-fähigen Freunden mache), komme ich erst jetzt dazu, über mein Date mit Juli zu berichten. Es war sehr lang und sehr aufschlussreich...

Viereinhalb Stunden mit Juli bieten eine Menge Stoff zum Nachdenken. Wie immer. „Passiert“ ist nichts, aber darüber bin ich ehrlich gesagt keineswegs unglücklich. Ich hatte einen tollen Abend. Überraschend, witzig, informativ, erkenntnisreich, faszinierend, emotional und überhaupt – dieses Gespräch hatte alles das, was ein gutes Gespräch ausmacht. Letztendlich ist es wahrscheinlich auch keine gute Idee aus unserer (freundschaftlichen) Beziehung eine weitere reale Baustelle zu machen.

Am Ende waren wir soweit dass er irgendwie Mitleid mit mir hatte – fühlt sich nicht so gut an. Ich will nie wieder mit diesem Blick von ihm angesehen werden. NIE! Schon schräg, ständig wünsche ich mir, dass mich mal jemand für einen kurzen Moment bedauert anstatt mir kluge Ratschläge zu erteilen und wenn es passiert ist es auch nicht richtig.

Aber nun erstmal auf Anfang…

Wir trafen uns in seinem Büro, einer chaotisch anmutenden Holzkiste mit einer lebensgefährlichen Treppe und verbunden mit Erinnerungen, wo er Akten sortierte, Kaffee kochte und mir an den Schreibtisch brachte während ich einfach nur da saß und mit ihm redete. Über meine Ehe, meinen Kinderwunsch und das sonstige Chaos in meinem Kopf. Über seine Beziehung, die Arbeit, die ihm über den Kopf wächst und das sonstige Chaos in seinem Kopf (von dem ich ehrlich nicht ahnte, dass es in dem Ausmaß vorhanden ist – wobei es mich jetzt, wo ich davon weiß, auch nicht so wirklich überrascht dass es vorhanden ist…). Dabei gelangte ich zu der überraschenden Erkenntnis, dass wir uns in vielfältiger Weise ähnlicher sind als ich es jemals für möglich gehalten hätte, obwohl ich im Laufe der Zeit diverse Ähnlichkeiten entdeckt habe.

Wir definierten „effektiv“ und „effizient“ sowie „Opportunitätskosten“ (keine Ahnung wie wir darauf gekommen sind) bevor wir uns darüber unterhielten ob ich schon zu Abend gegessen habe und beschlossen (nachdem ich seine Frage verneint hatte), dass wir uns das letzte Brötchen teilen. Selbiges wurde bestrichen mit von ihm höchstpersönlich in einer nächtlichen Aktion gekochten Mirabellenmarmelade (DAS kann er also auch…). Wir redeten über Palettenmöbel, Sex und die Frage warum es manchen Menschen schwer fällt, Berufliches und Privates zu trennen. Nebenbei brachte er mir noch einen Kaffee, regte sich über Frauen im allgemeinen und eine im speziellen auf und grinste hin und wieder vor sich hin. Wir diskutierten über das Schwänze kürzen bei Schweinen, die Flüchtlingsproblematik und den Arbeitsmarkt sowie den Sinn bzw. Unsinn von Piercings. Dann sicherte er seine Daten und beschloss, es sei an der Zeit Feierabend zu machen (das war gegen 21 Uhr…)

Wir wollten in die Eisdiele umsiedeln, doch die stellten da schon die Stühle hoch, so dass wir letztendlich in dem Spezialitätenrestaurant mit dem großen M gelandet sind wo wir ein nicht durchgerührtes McFlurry verspeisten, Juli mich bzw. das was ich sagte als „süß“ bezeichnete und ich eine Mücke umbrachte bevor sie dazu kam, mich zu stechen. Danach sprachen wir erneut über meine derzeitige Situation und es fühlte sich ein wenig an wie eine Therapiesitzung. Einfach nur weil er immer weiter gefragt hat und immer tiefer eingestiegen ist, so wie es die Psychologin tut. Sehr anstrengend. Die Verabschiedung bestand aus einer kurzen Umarmung (es regnete und der Herr wollte nicht nass werden...) und seinem Satz: "Wenn du mich diese Woche noch mal sehen willst, ich hab Samstag Nachtschicht in W..." - Ich muss ehrlich einen echt bedauernswerten Eindruck hinterlassen haben...

Als ich im Bett lag konnte ich natürlich nicht sofort schlafen, weil mein Hirn so am Rattern war um das Gespräch zu verarbeiten. So konnte ich noch meine Freundin über den Verlauf des Abends informieren, sie konnte sich über mich aufregen (mein Umfeld ist auch schon Juli-geschädigt, wenn auch in einer anderen Form als ich...) und wir stritten uns fast über dieses leidliche Thema. Wie war das noch mal mit der nicht erreichten Grenze der Leidensfähigkeit? Ich habe also durchgeatmet und so elegant wie ich konnte das Thema gewechselt um mir den Abend nicht doch noch zu versauen.

Am Samstag machte ich mich also auf nach W. Erstmal das "Taschengeld" von meinem Vater mit Karussellfahren verprassen und dann auf zu Juli und dem Rest der Rettungstruppe, die sich die Zeit mit Gesellschaftsspielen vertrieb in der Hoffnung, keine Verletzten verarzten zu müssen.

Und dort lernte ich SIE kennen. Julis 19jährige Freundin.

Zu der haben natürlich alle eine Meinung (und komischerweise sind sich da auch alle, die sich zu ihr äußerten, bemerkenswert einig...), was mich einen Schlenker zum Anruf einer Bekannten machen lässt, die mich anlässlich meines 37. Ehrentages anrief...

C: Und? Was wie ist dein Eindruck? (Es ging um Julis Freundin)

Ich (herumdrucksend): Ja, hm, also...

C: Ich weiß nicht, was er an der findet. Mal ehrlich, findest du sie besonders hübsch? Oder besonders klug?

Ich: Besonders? Ja, besonders jung, aber sonst...

C: Wenn hinter ihr die Sonne scheint, sieht man's doch durchleuchten, oder?

Da könnt ihr euch jetzt wohl denken, dass das Urteil mancher Leute über SIE nicht besonders schmeichelhaft ausfällt.

Aber zurück zu Samstagabend. Ich hatte mir zwei Dinge fest vorgenommen:

1. Ihr gegenüber nicht voreingenommen zu sein. Denn: Ich kenne sehr nette, gutaussehende, intelligente 19jährige Menschen

2. Nicht so offensichtlich Gar nicht raushängen zu lassen dass ich mal was mit Juli hatte (Ich habe offensichtlich etwas an mir, dass seine aktuellen Freundinnen mich als Konkurrentin sehen, auch wenn ich mir nicht so genau erklären kann was)

Zumindest letzteres gelang mir bis auf einen kleinen Seitenhieb ganz gut und ich glaube, den hat sie nichtmal mitbekommen, auch wenn alle anderen wissend gegrinst haben. Ehrlich, sie ist ja ganz nett, aber... nichts für Juli. Damit meine ich jetzt nicht, dass ich mich für die bessere Wahl halte. Ich bin einfach nur der Ansicht, dass er eine Frau mit ein wenig mehr Lebenserfahrung und Selbständigkeit an seiner Seite braucht, die ihm auch mal den Rücken stärken kann - er hat schließlich genug um die Ohren. Nicht voreingenommen sein war da schon schwieriger. Nicht nur wegen der Meinung der anderen, auch Juli und ich hatten schon ein paar Takte über sie gesprochen und vieles von dem, was er sagte, konnte ich in der kurzen Zeit, in der ich sie gesehen/gesprochen habe, wiederfinden.

Soviel dazu.

Es war sicher noch nicht das Ende...