ungebremst ins Chaos

22.05.2017 um 19:53 Uhr

löchrige Woche

von: blacksheep   Kategorie: überraschend positiv

Morgen habe ich frei wegen heute - das hat mein Chef sehr treffend festgestellt als ich um 15.30 Feierabend machte. Klingt im ersten Moment witzig, ist aber soweit logisch. Normalerweise war das vergangene Wochenende nämlich mein freies - aber auf Grund betrieblicher Abläufe ist das gerade nicht drin. Ich habe also sonntags frei und hätte (theoretisch) auch montags frei, was aber ebenfalls wegen betrieblicher Abläufe nicht geht, also ist dann der Dienstag wieder frei. Mittwoch und Donnerstagvormittag wird dann wieder gearbeitet und der Freitag ist zwecks Ausnüchterung (haha, als würde ein Tag dafür reichen) frei. Mein Chef ist schon irgendwie cool - normalerweise würde ich an dem Tag nämlich nicht freibekommen wegen der ganzen Arbeit... Samstag und Sonntag muss ich regelkonform arbeiten - das wird doppelt hart, da viel Arbeit und Chef weg...

Wie auch immer.

Für morgen habe ich einen Ausflug in den Waschsalon geplant.
Doch, natürlich besitze ich eine Waschmaschine. Die ist aber nicht groß genug für 5 Kubikmeter Brautkleid. Also gefühlt. Und weil ich nicht gewillt bin, einer Reinigung 130 Euronen hinterherzuschmeißen um mein Brautkleid zu reinigen, wird es halt in eine große Waschmaschine gestopft und dann gebetet, dass es am Stück wieder rauskommt. Möglicherweise will es ja noch jemand haben, ansonsten wird es einem guten Zweck zugeführt (ich habe mal im Internet von einer Dame gelesen, die aus Brautkleidern Beerdigungskleider für verstorbene Frühchen näht) - ich werde es so oder so nicht wieder anziehen. Obwohl so ein "Trash the Dress"-Fotoshooting wäre eine Überlegung wert...

Außerdem müsste ich dringend mal wieder eine Runde laufen gehen. In nicht ganz zwei Wochen steht schließlich in Köln meine nächste läuferische Herausforderung auf dem Plan und 27km sind kein Pappenstiel - jedenfalls nicht wenn Treppen und Brücken dazukommen. Wie bin ich nochmal auf diese bescheuerte Idee gekommen? Ach ja, Instagram...

Ansonsten genieße ich das herrliche sonnige Wetter und die T-Shirt-Temperaturen. Und das Anhalten meiner "ich entrümple die Bude"-Phase. Mein Sparschwein bekommt ordentlich Futter von den ganzen ebay-Verkäufen und dann heißt es demnächst "Tschüs Schulden" - zumindest für die, die nichts mit meinem schnuckligen Auto zu tun haben. Sieht beinahe so aus als würde ich langsam mein Leben wieder auf Spur kriegen.
Schrittchenweise.
Immerhin.

Und meine Freundin lauert schon wieder auf Katastrophenmeldungen von mir...

18.02.2017 um 21:01 Uhr

Die Rennschnecke ist auf dem richtigen Weg

von: blacksheep   Kategorie: überraschend positiv

Am Donnerstag war meine  Erkältung so weit verschwunden, dass ich mich wieder sportelnd nach draußen wagen konnte. Ein paar Sonnenstrahlen ließen sich auch blicken, also in die 3/4-Laufhose und los. Der Wind war kalt und blöd (weil von Osten), die Strecke war nicht so lang wie gehofft (6,5km) aber okay. Ich war laufen.

Gestern habe ich dann mein Wochenende (1 Tag frei) äußerst beschäftigt hinter mich gebracht, aber ein Frühstück mit ner Freundin war auch noch drin. Abends hatten wir dann den vorletzten Wettkampf im Freihandschießen. Auf den hatte ich mich total gefreut, weil ich am Montag beim Training ja mein Rekordergebnis geschossen hatte. Natürlich habe ich beim Wettkampf mal wieder total in den Sack gehauen. Schlechtestes Ergebnis ever. Sad

Als ich heute von der Arbeit nach Hause kam, juckte es mir schon wieder in den Füßen. Die wollten Laufen. Der Rest von mir eher weniger. Grauer Himmel, kein bisschen Sonne zu sehen. Von den Temperaturen her okay, aber dieses Grau... Eher deprimierend als motivierend. Dummerweise war da dieses 10km Wochenziel...
Mein Verstand kämpfte gegen meinen äußerst hartnäckigen inneren Schweinehund. Auch noch als ich schon in Laufklamotten vor der Tür stand. Da war es plötzlich kälter als ich dachte und die Aussicht auf kalten Wind am Deich ließ meine Motivationskurve steil nach unten fallen. Ich zog einen Kompromiss mit meinem inneren Schweinehund in Erwägung 8km, wenn es mit dem Wind zu schlimm ist 6km. Zufrieden mit dieser Idee, lief (schlich) ich los. Auf dem Weg zum Deich pfiff mir der kalte Wind um die Ohren, aber am Deich selbst war es windstill und beinahe ideal zum Laufen. Und nach etwa 3 Kilometern kam plötzlich meine Motivation um die Ecke. Nix Kompromiss 5km - nix 8km. Ich hatte die 10 im Kopf.
Und als ich zu Hause ankam, hatte ich sage und schreibe 11,8 km auf der Uhr stehen. Ein km-Sprung von 5 Kilometern und sogar die Geschwindigkeit war besser als die letzten Male. Ich bin jetzt noch fassungslos vor Begeisterung. HappyNachdem ich vorgestern noch skeptisch war, ob es wirklich realistisch ist, jetzt noch über den Halbmarathon in Hannover nachzudenken, bin ich mir spätestens jetzt sicher, dass es klappen kann. Ich hab noch fast 7 Wochen um mich auf 18 raufzuarbeiten - der Rest geht dann von selbst. Hat letztes Mal auch funktioniert. Ich weiß, dass ich das schaffen kann. Vorausgesetzt, meine Gesundheit macht mit.

Daumen drücken. Läuft bei mir.

04.02.2017 um 22:02 Uhr

Es geht aufwärts

von: blacksheep   Kategorie: überraschend positiv

oder abwärts, je nachdem welches Thema behandelt wird. Aber in beiden Fällen kann ich dem durchaus Positives abgewinnen.

Fangen wir also mit "abwärts" an. Dahin geht nämlich mein Gewicht. Jaaa, ich weiß. Abnehmen ist wahrscheinlich das am meisten breitgetretenste (?) Thema der Welt, aber was soll ich machen. Ich bin halt zu schwer (zu dick würde ich nicht sagen, denn ich finde nicht, dass ich dick aussehe - aber das finden manche Dicke auch nicht. Und jetzt schäme ich mich mal kurz falls ich jemanden diskriminiert haben sollte...) und finde, das meine Waage mal freundlichere Zahlen anzeigen sollte. Und obwohl ich nur semi-diszipliniert bin schaffe ich dieses weight watchers Ding irgendwie ganz gut.
Die Kilos purzeln jedenfalls. Auch wenn es keinen interessiert.

Aufwärts gehts auch. Mit meiner Stimmung zum Beispiel. Auch wenn es insgesamt gesehen nur ein MÜ oder so ist. Depressionen kriegt man halt nicht unter Kontrolle in dem man sagt "Ey, Depression, ich hab gerade keinen Bock auf dich, also verhalt dich ruhig". Glücklicherweise bin ich ja nur ein bisschen gestört, damit kann ich mich arrangieren. Wenn mein Geist nicht gerade voll aktiv ist während mein depressiv-bleischwerer Körper nicht vom Sofa hochkommt obwohl das "doch echt nicht so schwer ist mal eben aufzustehen und die Spülmaschine auszuräumen" komme ich damit natürlich nicht so klar - verständlicherweise. Aber diesen Winter habe ich dann mal eben ohne Gute-Laune-Pillen überstanden, auch wenn Weihnachten deshalb etwas gelitten hat und die Ordnung im Haus sowieso und meine persönliche innere Ordnung auch und mein Sport und... naja, wie das halt so ist. Egal. Keine Pillen ist super. Dann heule ich halt mal grundlos vor mich hin. Sieht ja meistens keiner.

Aber jetzt geht's auch sportlich bergauf. Noch ein paar selbst-in-den-Hintern-Tritte und ich werde wieder zur Rennschnecke - jedes Wochenende auf einer anderen Piste. Verdammt nochmal, ich will doch nach Hannover, da wird's Zeit dass ich mich unter Kontrolle kriege.

Ich lese fleißig Bücher, mein Kopf ist voller kreativer Dinge aber irgendwie hat der Tag gefühlt nur 8 Stunden von denen ich 3 arbeite, 4 schlafe und in der übrigen alles andere versuche.

Wie sagte Juli neulich noch? Er hätte gerne mal die Möglichkeit auf einen Pause-Knopf zu drücken und sein Leben anzuhalten. Einfach nur um mal in Ruhe das zu tun, worauf er wirklich Bock hat und dabei nicht das Gefühl haben zu müssen, dass er was verpasst. Wenn er ihn findet, kann er mein Leben gleich mal mit anhalten.

07.08.2016 um 23:46 Uhr

Lobhudelei

von: blacksheep   Kategorie: überraschend positiv

"Hi, schön dass du da bist!"
"Ich freue mich SO, dich zu sehen."
"Du rettest mir den Abend."
"Danke dass du da warst."
"Du bist die Beste."
"Du bist ein Schatz."

Klingt nach einer Party mit Freunden. Die man lange nicht gesehen hat und denen man nach der Party noch beim Aufräumen hilft. Ist aber nicht so.

Das sind ausnahmslos Sätze, die ich von meinen Kollegen im Restaurant zu hören bekomme. Ich war ja ein wenig skeptisch als ich dort Anfing, man hört ja immer so viel darüber, wie stressig der Job ist, wie nervig manche Kunden sein können, über Zickereien unter Kollegen und komische Chefs. Ja, der Job ist manchmal stressig - man darf sich halt nicht aus der Ruhe bringen lassen. Vor allem nicht von dem komischen Chef, der selbst hektisch wird wenn der Laden voll ist und dann alle durcheinander bringt statt sie in Ruhe alles abarbeiten zu lassen. Meine Kollegen sind toll und der Chef, naja, den nehmen wir alle mit Humor. Da lässt man sich dann auch schonmal Samstagsabends zur Tanke schicken um Eiswürfel zu besorgen.

Ich mag den Job mehr als ich erwartet hatte. Sehr viel mehr. Vor allem wenn ich mit Niko hinter der Theke stehe und er mir nach und nach alles beibringt was ich dort so können muss. Bier zapfen (hatte ich schnell raus), Hefeweizen richtig einschenken (ist auch total einfach wenn man weiß wie), Kaffee und Espresso machen (total einfach, aber dort steht ein Ferrari von Kaffeemaschine mit diversen Knöpfen...), Cocktails (ich glaube, bevor ich die lerne, lerne ich Cappucino machen) und natürlich Wein und so weiter.

Auch in meinem "Hauptjob" scheint mein Chef recht zufrieden mit mir zu sein - auch er freut sich, mich zu haben, endlich kann er am Wochenende mal ausschlafen oder einen Tag mit der Familie wegfahren ohne sich ständig Gedanken machen zu müssen ob auf dem Hof alles in Ordnung ist. Auch hier gibt es mal sowas wie ein Lob oder ein Dankeschön.

Wundert es da jemanden, dass ich lieber arbeiten gehe als zu Hause zu sein und dort etwas zu tun, wo alles als selbstverständlich hingenommen wird und dann auch noch rumgenölt wird, wenn mal was nicht gemacht wrude (obwohl man es ganz leicht eben schnell selbst machen könnte)?

26.07.2015 um 10:24 Uhr

Was für ein Glück...

von: blacksheep   Kategorie: überraschend positiv

... dachte ich eben, als ich die letzten 24 Stunden Revue passieren ließ.

Offenbar befinde ich mich nämlich gerade in einer "Knall mir die ungeschminkte Wahrheit an den Kopf"-Phase, was meine Freunde mit einer Gnadenlosigkeit ausnutzen die ich selten erlebt habe.

Also, was für ein Glück dass ich trotz jeglicher großen und kleinen Katastrophen in meinem Leben ein Mensch bin, der immer einmal mehr aufsteht als er zu Boden geht. Eine Eigenschaft für die ich wirklich sehr dankbar bin, auch wenn sie mir erst spät bewusst geworden ist.

Wenn aus leisen, kleinen Zwischenbemerkungen die zum Nachdenken anregen plötzlich emotionslos dahingesagte Fakten werden, sollte man sich diesen Zeichen wohl ernsthaft stellen. Das Dumme ist nur, ich weigere mich noch hinzufallen. Und noch dümmer ist: wenn man erstmal fällt kann man nicht auf halbem Weg wieder umkehren.

Was für ein Glück...

27.07.2013 um 22:00 Uhr

Die Hose passt!

von: blacksheep   Kategorie: überraschend positiv

Ist es denn zu fassen?

Seit etwa einem Jahr hängt in meinem Badezimmer eine Hose die mir nicht passt. So quasi als Motivation mich endlich von den überflüssigen Pfunden zu trennen, die sich im Laufe der Jahre so angesammelt haben. In etwa derselben Zeit habe ich 14kg abgenommen, aber die Hose passte immer noch nicht.

Gestern hab ich mich mal wieder getraut, hineinzuschlüpfen um einen Test zu wagen. Und was soll ich sagen?

Tadaah! Die Hose passt. Jippie jay!

Ich schleppe sie seit ungelogen SECHS JAHREN mit mir herum ohne dass sie passt. Diverse andere Klamotten für die ich zu fett geworden war, haben mich seit dem verlassen, aber bei dieser Hose war ich einfach zu geizig. Das Teil hat mich damals immerhin 70 Euro gekostet, was in etwa das zehnfache dessen ist, was meine "kleine" Schwester für ihre Hosen bezahlt hat. Außerdem liebe ich diese Hose weil sie so stylisch ist und ich sie nur zwei Mal getragen habe.

Und jetzt passt sie wieder.

Kaum zu glauben wie sehr man sich über Kleinigkeiten freuen kann.

23.02.2012 um 19:10 Uhr

Mal wieder ein bisschen Teenie sein

von: blacksheep   Kategorie: überraschend positiv

Gestern Abend war es mal wieder so weit. Ich hatte Ausgang und bin mal eben 200 Kilometer durch die Niederlande geeiert um mir ein Konzert meiner derzeitigen Lieblingsband Sunrise Avenue anzusehen. Zur Abwechslung mal in klein und gemütlich, da die Jungs in den Niederlanden noch  nicht denselben Bekanntheitsgrad haben wie hierzulande. Ich bin schlecht im schätzen aber ich würde sagen es waren etwa 400 Leute und darunter viele deutsche Fans. Jedenfalls gab es das Ticket für 15 Euronen inklusive Gebühren, was gemessen an hiesigen Ticketpreisen ein echtes Schnäppchen ist.

Die Niederländer sind ein hilfsbereites Völkchen. Nachdem mich mein inneres Navi ein wenig im Stich gelassen hatte, haben mir zwei freundlich Mädels erklärt wie ich da hinkomme wo ich hin muss und ein netter Herr um die 50 hat mir versichert, dass ich das Schild vor dem ich parkte, richtig verstanden habe (es war eins dieser Schilder die besagen man darf parken, wenn nicht gerade dies und jenes stattfindet). Ich meine, es ist ja besser mal nachzufragen bevor man mitten in der Nacht irgendwo im Ausland herumsteht und sein Auto abgeschleppt wurde.

Am Merchandise-Stand habe ich dann mein bestes Englisch rausgekramt und mit dem Verkäufer gesmalltalkt nur um festzustellen, dass er, nachdem ich mich umgedreht habe, sich mit seinem Kumpel auf deutsch unterhält.

Die Vorband kam aus England, wobei ich nicht weiß, ob der Frontmann das unterschreiben würde, weil er ja Schotte ist. Die Jungs waren auch nicht übel, aber ich glaube nicht, dass ich mir eine CD kaufen würde. Insgesamt waren die alle aber ziemlich cool drauf, nach ihrem eigenen Auftritt haben sie sich selbst noch ins Publikum gemischt um den Rest der Sunrise Avenue Show anzusehen und später bekam jeder der wollte noch ein Autogramm oder ein Foto.

Sunrise Avenue waren mal wieder einfach toll, neben eigenen Songs gabs noch Cover z.B. von Billy Idol (Rebel yell) und AC-DC (Thunderstruck). Der Sänger, Samu, war ein wenig erkältet, aber zum Glück war es noch nicht ganz so schlimm. Ein Plektrum (oder wie auch immer die Dinger heißen) ist ziemlich in meiner Nähe gelandet aber gefunden haben wirs am Ende nicht und ich hatte (obwohl ich das Ding echt gerne mitgenommen hätte) keine Lust auf allen Vieren auf dem Hallenboden herumzukriechen - da wäre ich mir doch etwas blöder vorgekommen als ich verkrafte.

Die Lichter gingen an und ich saß noch eine Weile auf dem Podest um meinen Füßen ein wenig Erholung zu gönnen - warum hatte ich eigentlich hochhackige Schuhe an? Irgendwann beschloss ich dann, die Heimreise anzutreten. Doch draußen standen vor dem Backstage Eingang gerade mal eine Hand voll Mädels und überhaupt hatten sie die Reihen mächtig gelichtet, da verwandelte ich mich auf einmal zurück und schloss mich den Wartenden an. Unter Garantie werde ich niemals nicht wieder so nahe an einen Backstage Eingang kommen, warum sich also nicht mal wieder wie ein schwärmender Teenie benehmen?

Im Grunde genommen war es nicht besonders kalt, aber der Nieselregen und der Wind machten das ganze ziemlich ungemütlich. Zum Glück hatte ich wenigstens den dicken Wintermantel mit der Kapuze angezogen (drei Kreuze im Kalender...) und ich kam mit ein paar anderen ins Gespräch, so dass die Warterei einigermaßen erträglich wurde.

Es war etwa halb eins als der erste rauskam und schnurstraks mit seinem Köfferchen zum Bus marschierte. Ungläubige Blicke der anderen während ich sicher war, dass er nur seinen Koffer los werden und sich eine warme Jacke anziehen muss - und so war es.

Wenig später hatte ich mein erstes Autogramm. Auch der Rest der Band verschwand irgendwann mit ihren Koffern im Bus und als erstes kam dann der Gitarrist, der im übrigen angezogen viel sexier ist als oben ohne. Es folgte der Bassist und das erste was ich dachte war, boah ist der klein... Bis schließlich und endlich Kreischobjekt No 1, Frontmann von Sunrise Avenue, Samu Haber erschien. Ich war so fasziniert wie gesittet das ganze vor sich ging, nachdem ja die üblichen Verdächtigen - die Kreischtrinen - nicht anwesend waren.

Was soll ich sagen, ich hab mich auf der Stelle verliebt. Verrückt

Scherz. Also, schon verliebt, aber nicht so.

Ich meine, ich hab ja schon oft in einschlägigen Foren gelesen, dass die Jungs total normal und überhaupt nicht abgehoben sein sollen, aber es selbst zu erleben hat mir beinahe die Sprache verschlagen. Irgendwann tauchte natürlich der obligatorische Spaßverderber mit seinem "Wir müssen jetzt aber weg"-Spruch auf und dem passenden grimmigen Gesichtsausdruck woraufhin Samu sich umdrehte und erwiderte "I need five minutes. I REALLY need five minutes" während er die Nervensäge eindringlich ansah. Wobei der ja auch nur seinen Job macht. Es ging also fröhlich weiter und ich hatte immer noch kein Autogramm als der Typ wieder auftauchte und freundlicherweise noch eine Minute aufschub gewährte. Als die Minute vorbei war  hatte ich immer noch kein Autogramm, aber bescheiden und schüchtern wie ich bin, dachte ich innerlich seufzend "okay, nah dran" und muss dabei wohl so ein Weltuntergangsgesicht gemacht haben, dass er auf mich zukam und ich mein heiß ersehntes Autogramm doch noch bekam.

Seufz. Schmacht. Seufz.

Meine Jacke war durch, meine Füße taten sauweh und meine Finger waren fast abgefroren aber ich war bestimmt ein paar Minuten der glücklichste Teenie Anfang 30 der da herumlief.

05.11.2011 um 17:52 Uhr

haarscharf...

von: blacksheep   Kategorie: überraschend positiv

Es gibt doch einen Grund zum in die Luft springen vor Freude...

Habe bei meiner Modulabschlussprüfung doch nicht so daneben gegriffen wie ich dachte und mit 3,7 bestanden. Gott sei Dank, den Scheiß muss ich nicht noch mal machen.

Jippiee.

29.10.2011 um 13:31 Uhr

Erstes Ergebnis

von: blacksheep   Kategorie: überraschend positiv

Es hat zwar lange gedauert, aber in diesem Fall würde ich fast sagen, das Warten hat sich gelohnt. Ich habe ja im Sommersemester angefangen zu studieren und musste ihm Einführungsmodul eine Hausarbeit schreiben. Die ist nun (zwei Monate nach Abgabetermin) endlich korrigiert und benotet. Mit einer 2,7.

Okay, das ist jetzt für manchen vielleicht kein Grund, Luftsprünge zu machen, aber wenn man undiszipliniert ist und im Juli/August tausend andere Sachen lieber macht als eine Hausarbeit zu schreiben, dann ist das - zumindest meiner Meinung nach - doch ein Recht passables Ergebnis. Und immerhin ist nun meine Befürchtung, dass ein Studium im Fach Politikwissenschaft eventuell nicht das Richtige für mich ist, erstmal hinfällig.

In diesem Semester warten dann wahrscheinlich zwei Klausuren auf mich. Eine im Bereich "Internationale Politik" und eine im Bereich "Europäische Verfassungsgeschichte". Falls ich es mir nicht noch anders überlege und mich auf eine beschränke. Mal sehen wie der November so läuft.

22.08.2009 um 18:42 Uhr

Bayern hat verloren

von: blacksheep   Kategorie: überraschend positiv

Ich als bekennender FC-Bayern-Hasser habe heute allen Grund zur Freude. Bayern hat verloren und das ausgerechnet gegen Mainz. Da kann man sich als Fußballinteressierter Mensch ja ein schadenfrohes Kichern nicht verkneifen. Will ich auch gar nicht. Wann hat man schon mal die Gelegenheit, den bekennenden Bayern-Fans mal mit den Worten "Na, was habt ihr euch daa denn geleistet? Hä? Formkrise oder was?" unter die Augen zu treten und dann noch breiter zu grinsen wenn man ein muffliges "ach, lass mich doch in ruhe" als Antwort kriegt.

Es gibt Sachen, die sind einfach nur toll. Immer.

Bayern hat verloren.Fröhlich

12.04.2009 um 12:07 Uhr

Osterzeit - Wunderzeit

von: blacksheep   Kategorie: überraschend positiv

... und damit meine ich nicht, dass Jesus auferstanden ist.

Heute hat mich meine Mutter angerufen. Zum ersten Mal seit... bestimmt fünf Jahren. Nicht, dass ich besonderen Wert darauf gelegt hätte, schließlich bin ich die letzten fünf Jahre auch ganz gut rundgekommen, aber allein dass sie sich die Mühe macht, meine Nummer zu erfragen (deshalb weiß ich auch, dass sie schon so lange nicht mehr angerufen hat, meine jetzige Nummer hab ich nämlich schon ein paar Jahre...) ist schon beachtlich.

06.01.2009 um 17:54 Uhr

Juhuuuuuu!!!!!!!!

von: blacksheep   Kategorie: überraschend positiv

Samstag: Stellenangebot entdeckt

Sonntag: Vorstellungsgespräch


HEUTE: ZUSAGE!!!!!

 

P.S. Merkwürdig. Jedes Mal, wenn die vom Verarschungsamt mich in eine Maßnahme stecken, hab ich ruckzuck einen Job...

05.01.2009 um 21:18 Uhr

Alles auf Anfang

von: blacksheep   Kategorie: überraschend positiv

Vor einer Woche noch habe ich mich gefragt, ob ich möglicherweise Ende des Monats auf der Straße sitze weil Leo es nicht hinkriegt, mit seinen Eltern Tacheles zu reden und was passiert?

Am Wochenende wird öffentlich über Umbau gesprochen und Leo erzählt mir was von renovieren und Platz im Keller schaffen und ich hab das Gefühl ich bin im falschen Film. Auf einmal ist es klar, dass ich einziehe und ich hab nicht mitgekriegt wann und vor allen Dingen wie das passiert ist. Kann mir ja auch eigentlich egal sein, Hauptsache es ist mal geklärt.

Super. Nächstes Wochenende wird das Schlafzimmer leer geräumt, Tapeten runter und los gehts. Gestern haben wir schonmal das Bett umgeschoben um zu testen ob das so geht. Vom Platz her super, auch wenn ich es lieber anders gehabt hätte. Leo mit seinen blöden Wasseradern. Aberglaube. Außerdem muss ich noch den Plan für den Schrank fertig zeichnen, den bauen wir nämlich selber damit er unter die Schräge passt.

Dazu kommt, dass ich vielleicht ab nächste Woche einen neuen Job habe. Einerseits freut mich das natürlich, andererseits wäre mir zwei, drei Wochen später lieber gewesen, damit ich das mit dem Umzug in Ruhe auf die Reihe kriege, aber das muss dann halt irgendwie nebenbei laufen.

Heute habe ich erstmal meinem Vater erzählt, dass ich zu Leo ziehe. Dann habe ich bei meinem Schwager den Lkw organisiert. Nebenbei packe ich ja schon seit einer Weile Kartons, aber heute habe ich festgestellt, wieviel Kleinkram ich in der Küche habe. Das Büro ist schon fast komplett eingepackt, viel ist nicht mehr drin, im Schlafzimmer ist eh fast nichts außer Klamotten und Kartons mit Deko. Trotzdem graust es mir ein wenig vor der Umzieherei. Ich hasse umziehen. Jedenfalls den Teil mit Kartons packen und Zeug rumschleppen. Renovieren mach ich gerne.

Aber was soll's. Ich tröste mich damit, dass es wohl für lange, lange Zeit mein letzter Umzug sein wird.

17.06.2008 um 20:11 Uhr

Du auch hier...?

von: blacksheep   Kategorie: überraschend positiv

Als ich nach meinem Umzug vom studi-vz in mein-vz mal so in meinen Freundeslisten stöberte fiel mir auf, dass eine meiner Freundinnen aus der Oberstufe jetzt ganz in meiner Nähe wohnt, nämlich nur 20km weiter. Da hab ich ihr erstmal ne Nachricht geschickt und letzten Freitag haben wir uns dann  zum Kaffee trinken getroffen.

Wir hatten uns eine Menge  zu erzählen, schließlich haben wir uns fast neun Jahre nicht gesehen! Jedenfalls verging der Nachmittag rasend schnell und wir werden das auf jeden Fall wiederholen.

Meine Güte, was wäre das Leben langweilig ohne Internet! 

24.11.2007 um 20:53 Uhr

Erinnerungen

von: blacksheep   Kategorie: überraschend positiv

Bin seit neuestem auch im Studi-VZ angemeldet. Hat mich meine Schwester draufgebracht. Nellie hat im Gegensatz zu mir dort auch schon einen Haufen Freunde. Kunststück, ist wohl auch nicht sooo schwer wenn man tatsächlich studiert/hat und nicht nur so ne Mogelpackung ist wie ich...

Aber wie auch immer. Sogar ich hab jetzt nach 6 Tagen schon 9 Freunde. Okay, vielleicht zählt meine Schwester nicht, also 8, aber davon sind 6 die ich schon fast acht Jahre nicht gesehen habe. Damalige Freundinnen von mir, Leidensgenossen im Mathe- bzw. Erdkunde-Leistungskurs...

Ich find's echt klasse, daß wir auf diese Weise wieder miteinander in Kontakt kommen. Ist doch schade wie schnell man sich aus den Augen verliert und ohne Internet würden wir uns wahrscheinlich nie wieder sehen oder miteinander kommunizieren. Dabei hatten wir damals ne schöne Zeit zusammen, auch wenn's manchmal Streß gab. Wir waren zusammen in Prag, im Februar bei eisiger Kälte und hatten Angst nicht mehr nach Hause zu kommen weil die Bahn in Tschechien damals gestreikt hat... Wir waren im Phantasialand in Brühl, haben nach Parties nachts Laternen ausgetreten und Kühe umgeschubst, sind mit dem Einkaufswagen die Hauptverkehrsstraße bergab gefahren, haben die Freistunden in der Eisdiele verbracht, zusammen Theater gespielt - das Video hab ich heute noch und ich lach mich jedesmal kringelig. Unser Vorzeigetürke spielte einen griechischen Gott, und unser Oberstreber machte den Ansager, der das Publikum erfunden hatte und hatte mit seiner trockenen Art die Lacher auf seiner Seite, gerade als er sich unseren recht strengen Biolehrer vornahm und meinte "ich muß daran denken daß man ihn anders anzieht".

Da kommen die ganzen Erinnerungen wieder hoch und ich denke, ich werde mich mal ein ein neues Projekt wagen, eine Art Buch über mein Leben. Erinnerungen, Geschichten und Fotos damit sich meine Enkel mal ein Bild davon machen können wie mein Leben so gelaufen ist. Ich wollte immer, das mein Vater mal aufschreibt, was er als Kind so erlebt hat. Weil der bei Hochwasser mit einem selbstgebauten Floß zur Straße fahren mußte um zur Schule zu kommen. Oder wie er, als er in der Bäckerei gearbeitet hat, mal die Berliner mit Senf gefüllt hat ohne daß jemand davon wußte... Ich hör immer gerne zu wenn er von früher erzählt.

Ach herrje, ich werde sentimental... 

01.07.2007 um 15:20 Uhr

Gemütliches Wochenende

von: blacksheep   Kategorie: überraschend positiv

Ich war mal wieder über Nacht "zu Hause" also bei meinem Vater. Schließlich hatte ich ihm versprochen mal meinen Krempel zu sortieren, der bei ihm in der Garage steht. Habe ich auch gemacht, war nach ca. 1 Stunde damit durch und hatte Langeweile. Also hab ich kurzentschlossen meine Schwester Nellie angerufen um mir ein paar CDs auszuleihen. Sie war zu Hause, also fuhr ich hin. Da meine Schwester noch eine Unterrichtsvorbereitung fertig machen mußte, wollte ich auch nicht lange bleiben. Da kam sie mit dem Stapel CDs an, öffnete die Wohnzimmertür und ich erhielt freie Sicht auf einen Sessel voller Bügelwäsche. Sie grinste mich an. "Wenn du das weggebügelt hast, kannste nach Hause." Sie meinte das nicht wirklich ernst und guckte deshalb auch etwas verwirrt als ich sagte: "Dann mach mal das Bügeleisen an." Hat sie dann auch. Bevor ich es mir anders überlege. Dann brachte sie mir noch ein kühles Vitamalz und machte mir den Fernseher an. Also verbrachte ich die nächsten anderthalb Stunden damit, VfB-Stuttgart-T-Shirts ihres Verlobten und ihre KLamotten zu bügeln, Vitamalz zu trinken und mir eine Doppelfolge "Schwarzwaldklinik" reinzuziehen. *nostalgisch werd*

Ich hab ja letztens grad vor dem original Schwarzwaldklinikgebäude im Glottertal gestanden. Ach ja,  zu Schwarzwaldklinikzeiten war die Welt noch in Ordnung.

13.06.2007 um 22:47 Uhr

"Manche Probleme erledigen sich von allein"

von: blacksheep   Kategorie: überraschend positiv

Manchmal weiß man nicht, wie man alles unter einen Hut kriegen soll. In der Firma sollen möglichst drei Sachen auf einmal erledigt werden, was selbst  für eine Multitasking-fähige Frau unmöglich ist, weil auch die nicht an zwei Orten gleichzeitig sein kann.

Aber wie sagt Chef immer "Manche Probleme erledigen sich von allein - man muß nur lange genug warten".

So kam es also, daß ich ihn Ruhe in den Stall konnte während Chef das Heu geschwadet hat damit es heute noch gepreßt und eingewickelt werden konnte - für die nächsten Tage ist schließlich Regen angesagt, was nicht gut für die Qualität wäre.

So kam es, daß ich heute nicht die Mastschweine allein sortieren mußte weil sie nun doch erst am Montag geholt werden (um 4 Uhr morgens, aber dann ist wenigstens mittags Schicht).

Und nun scheint es so, als bräuchten weder meine Internet-Bekanntschaft bei der ich am Wochenende war noch ich zu sagen, daß wir wohl nicht zusammen passen. Wir chatten wieder, so als wäre nichts gewesen und er ermutigt mich, mit anderen Männern auszugehen. Das würde er doch nicht tun, wenn er noch ernsthaftes Interesse an mir hätte, oder? Zumindest nicht wenn er absoluten Wert auf Treue legt.

Das macht die Sache leichter.