ungebremst ins Chaos

08.10.2016 um 17:32 Uhr

nachgedacht

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Jetzt merkt man, dass der Sommer vorbei ist. Morgens ist es noch nicht hell wenn ich zur Arbeit fahre und Abends ist es so früh dunkel, dass wir unsere Laufzeiten um eine halbe Stunde vorverlegt haben. Also, nicht dass ich gerade laufen würde - es war mir ja verboten wegen der blockierten Wirbel - aber das heißt ja nicht, dass ich nicht weiß was bei der Truppe so abgeht.

Mein Chef war die ganze Woche zu nix zu gebrauchen weil am Montag einer seiner besten Freunde aus heiterem Himmel umgekippt ist und am nächsten Tag tot war.
Sowas kann einen gewaltig aus der Bahn schmeißen. Man fängt wieder an über das Leben nachzudenken und vor allem darüber, ob im eigenen Leben gerade alles okay ist oder ob es dringenden Verbesserungsbedarf gibt. Dass es bei mir deutlich Luft nach oben gibt, ist ja kein Geheimnis. Allerdings durfte ich gestern mal wieder feststellen, dass man mit meinem Mann nicht über Probleme reden kann.

Ich hab keine Ahnung wie er auf das Thema kam, aber er fragte mich doch allen Ernstes, ob wir noch mal eine Kinderwunschbehandlung machen wollen.

WHAT?

Ich meine, wenn meine Frau vor ner Ewigkeit aus dem Schlafzimmer ausgezogen ist (und von Sex wollen wir mal gar nicht reden) - sollte ich als Mann mir da nicht erstmal überlegen was schief läuft bevor ich über Kinder nachdenke?
Aber das ist ja das Problem - mir gehts zwar nicht so besonders, aber ich lass das nicht so raushängen. Außer hier, aber der Sinn dieses Blogs ist ja der, dass ich hier ungeschminkt alles loswerden kann, was mir so auf der Seele liegt. Aber wenn man mich mittlerweile seit 8 Jahren kennt sollte man doch merken, wann es mir nicht gut geht - nicht nur wenn ich offensichtlich krank bin. Ich hab Freunde, die kennen mich noch nicht so lange und da brauche ich nur durch die Tür kommen und die wissen wie es mir geht.

Zurück zu meinem Mann. Jedenfalls erwiderte ich ihm auf seine Frage, dass man keine Kinder in die Welt setzen sollte wenn man sich nichtmal sicher ist, wie es in Zukunft überhaupt weitergehen soll. Daraufhin hat er im übertragenden Sinne den Kopf eingezogen und ward den Rest des Tages nicht mehr gesehen.

Es ist doch so wie der Spruch, den ich neulich bei facebook gelesen habe....

Ich will meine Probleme von 1990 wiederhaben!

30.09.2016 um 13:43 Uhr

Die kleinen Dinge machen das Leben schön

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Ja, so ist es und daran sollte man sich öfter mal erinnern. Auch, wenn es  zugegebenermaßen schwer ist, sogar diese Kleinigkeiten zu finden wenn man sich gerade in einer "alles ist scheiße"-Phase befindet. Nicht, dass ich mich aktuell in einer solchen Phase befinde, aber ich habe den Eindruck, dass ich nicht besoonders weit davon entfernt bin.

Es gibt ja den Trend, sich eine Liste mit Dingen aufzuschreiben, die man noch tun möchte. Entweder in einem bestimmten Zeitraum oder "irgendwann mal". Zugegeben, ich habe auch so eine 101 Dinge in 1001 Tagen- Liste. Schon die zweite und auch wenn diese weniger ambitioniert ist als die erste, so werde ich es auch dieses Mal nicht schaffen, alles abzuhaken. Das ist okay, denn im Grunde genommen betrachte ich diese Liste mehr als Erinnerungsstütze weil ich im Alltag so viele Dinge, die ich gerne mal tun würde, aus dem Auge verliere.

In den letzten Tagen bin ich mit offeneren Augen durch die Welt - bzw. das Kaff in dem ich lebe - gegangen und mich gefragt, was mich denn jetzt so spontan  zum Lächeln bringen könnte. Tatsächlich sind mir ein paar Sachen eingefallen.
  • reife Erdbeeren aus dem eigenen Garten im September (verrücktes Jahr)
  • ein leuchtend blauer Himmel mit weißen Wattewolken
  • ein sternenklarer Nachthimmel
  • Ringelblumen
  • mir vorstellen was wäre, wenn...
  • Feuerwerk ansehen
  • zu einem Ausflug entführt werden
  • von jemandem ehrlich angelächelt werden
  • groovige Musik hören
  • in einem Buch versinken
  • der Geruch von frisch gebackenem Brot

Ich glaube, ich sollte mal eine richtig lange Liste über sowas schreiben und diese deutlich sichtbar aufhängen. Damit sie mich dran erinnert, dass es eigentlich diese Dinge sind, die das Leben schön machen. Weil sie weniger vergänglich sind, als die Dinge, von denen wir denken sie würden uns glücklich machen. Liebe zum Beispiel.

25.07.2015 um 22:32 Uhr

Was ist eigentlich Liebe?

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Gute Frage, oder? Auch wenn wahrscheinlich jeder eine andere Antwort darauf hat. Es gibt nicht DIE Definition von Liebe. Liebe ist ein Gefühl, das sich auf unterschiedliche Arten ausdrückt. Man kann seine Eltern lieben, seine Kinder, Freunde, Haustiere, was auch immer - aber alles auf eine eigene Art.

Wenn man die Frage "Was ist Liebe" bei google eingibt, kommt man auf ca. 124.000.000 Antworten. In der Schweiz gibt es sogar eine Internetseite, die diesen Namen trägt (die dortigen Ratschläge kann man allerdings auch in jeder fünftklassigen Frauenzeitschrift nachlesen wenn man mehr der Fan von Papier ist).

In einem der Artikel, las ich folgendes:
"... Liebe ist was egoistisches. Wir lieben einen Menschen nicht um seiner selbst willen, sondern immer nur, weil er uns gewisse Bedürfnisse und Wünsche erfüllt."

Was für ein Quatsch. Oder?
Ich weiß nicht. Im ersten Moment wollte ich das Beispiel von Eltern und Kindern als Gegenargument bringen, aber dann dachte ich lieben Eltern ihre Kinder vielleicht nicht einfach nur weil es sie gibt, sondern weil sie ihr Bedürfnis nach einer Familie oder dem Wunsch jemanden zu haben, um den sie sich kümmern können? Und lieben Kinder (auch schon im Babyalter) ihre Eltern vielleicht vor allem deshalb, weil sie für sie  sorgen, ihnen Sicherheit und Geborgenheit bieten (also ihre Grundbedürfnisse erfüllen)?
Also kein gutes Beispiel.

Vielleicht ist es doch wahr.
Dann dachte ich an Juli. Ich glaube, ich liebe Juli, ich weiß nur nicht so genau warum. Einfach nur weil er so ist wie er ist? Nein. Weil er mich versteht, weil wir uns irgendwie ähnlich sind und weil er - so bescheuert er sich manchmal auch verhält - doch immer wieder mein Selbstbewusstsein poliert. Weil er mich immer noch mag obwohl er sogar von meinen Schandtaten weiß.

Okay, ich gebe zu: Liebe ist was egoistisches.

Später im Text dann dieser Satz:
"... Jede Liebesbeziehung lebt von der Erfüllung der Bedürfnisse des anderen. Das ist okay und wenn man sich dessen bewusst ist, dann kann eine Partnerschaft funktionieren."

Hm. Aber ist manchmal nicht genau das das Problem? Das man genau das versucht, es dem anderen aber doch nicht recht machen kann? Lernen wir nicht im Laufe unseres Lebens, dass man nicht immer das bekommen kann, was man sich wünscht? Auch der eigene Partner ist keine eierlegende Wollmilchsau. Und mal ehrlich - wir selbst sind es auch nicht.

Ist alles verloren wenn man aufhört, es zu versuchen? Oder muss man sich irgendwann eingestehen, dass man die Grenze der eigenen Fähigkeiten erreicht hat und der andere damit entweder zufrieden sein muss oder man daraus die Konsequenzen zieht? Vielleicht reicht es manchmal, die eigenen Erwartungen ein wenig runterzuschrauben. Vielleicht sollte man aber jemanden suchen, mit dem man dem "Idealzustand" am nächsten kommt.

Wie vieles im Leben ist auch die Sache mit der Liebe eine komplizierte Kiste.

24.07.2015 um 22:39 Uhr

Kleine Schubser

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Man sagt ja hin und wieder, dass man nur einen kleinen Tritt in den Allerwertesten braucht, um etwas zu ändern was einen schon ewig stört. Zum Beispiel die mangelnde Fitness. Wenn dein Kumpel dann sagt "Komm, wir gehen zusammen zum Fitnesstraining" ergreifst du dankbar seine Hand und nutzt die Chance die sich ihm bietet. Es sei denn es stört dich nicht wenn sogar ein dreijähriger mit seinen kurzen Beinen schneller rennt als du und dir schon nach fünf Meter die Zunge auf dem Boden hängt.

Bei den kleinen Dingen ist es noch leicht. Da ist die Einsicht, das etwas geändert/getan werden muss, schnell da und logisch nachvollziehbar und die Veränderung ist meist weder besonders schwer noch hat sie weitreichende Konsequenzen - okay 30kg weniger sind auch erhebliche Konsequenzen, aber ja wohl eher im positiven Sinne.

Aber was ist, wenn es um die großen Dinge im Leben geht? Wenn  man für einen Job hunderte Kilometer von seiner Familie entfernt leben muss, denkt man vielleicht mehr darüber nach. Je nachdem wie sehr man an seiner Familie hängt, ist dies sicher ein Faktor, der die Entscheidung für oder gegen den Job beeinflusst.

Oder: wann trennt man sich von einem langjährigen Partner?
Ich bin nicht so naiv zu glauben, dass der Himmel immer rosa und voller Geigen ist wenn man mit der Liebe seines Lebens zusammen ist - das sehe ich bei meiner Freundin, bei der es auch hin und wieder mal ordentlich kracht, aber sogar wenn sie sich mit ihrem Mann in die Wolle bekommt spürt man deutlich, wie viel Liebe zwischen den beiden ist und man weiß, dass sie sich später (so in etwa fünf Minuten) wieder vertragen und alles ist gut.

Wann aber sollte man sich trennen? Woher weiß man, wann der Zeitpunkt gekommen ist, an dem es keine Hoffnung mehr auf Veränderung/Verbesserung gibt? Oder reicht es, wenn man sich selbst so verändert hat, dass man sich selbst nicht wieder erkennt? Wenn drei deiner besten Freunde dir unabhängig voneinander einen Platz zum Schlafen anbieten für die erste Zeit, in der du wieder für dich  selbst sorgst um dir eine neue Zukunft aufzubauen? Wenn jemand, der dich 3 Mal für wenige Stunden gesehen hat, dir sagt, dass du ohne deinen Partner witzig, locker und für jeden Scheiß zu haben bist und dich mit Partner in eine humorlose Zicker verwandelst mit der man nichts anfangen kann (das ist übrigens etwas, das verdammt weh tut, soviel steht fest).

Ja, in der Komfortzone ist es urgemütlich weil man genau weiß, wie es läuft. Nämlich wie immer. Und Verlässlichkeit ist doch etwas sehr beruhigendes, wenn auch oft langweilig und sie bietet keine Herausforderungen. Man hat es da nicht so schlecht.
Aber möchte man in einem "eigentlich ist es doch ganz okay"-Zustand leben oder ein Leben haben, in dem manches auch mal "einfach nur scheiße" ist, anderes dafür wieder "zum heulen schön", aufregend oder einfach nur neu?

Das Dumme ist, wenn es um die großen Dinge im Leben geht, muss man sich selbst anschubsen und bis man das tut, muss schon einiges passieren, denn die eigene Leidensgrenze ist oft höher als man vermutet.

07.07.2015 um 17:25 Uhr

Die Dinge nehmen, wie sie kommen

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Eigentlich bin ich ganz gut darin, die Dinge so zu nehmen, wie sie kommen. Jedoch mit einer Einschränkung: es geht (meistens) nicht in dem Moment, in dem sie kommen.

Nicht schwanger.

Ich habe keine Ahnung ob oder was das Schicksal mir nun damit sagen will und ehrlich gesagt ist es mir in diesem Moment auch ziemlich scheißegal, weil ich mich jetzt gerade mal ganz gepflegt beschissen fühle. Schon als die Arzthelferin bei mir anrief und sagte, dass das Ergebnis negativ ist, musste ich anfangen zu heulen und die mitfühlende Stimme der Dame hat es mir nicht gerade leichter gemacht. Ich kann es gar nicht gut haben wenn andere mitkriegen, dass es mir gerade schlecht geht, ich will dann einfach nur meine Ruhe haben, mich mit ungesundem Essen vollstopfen und mich selbst bemitleiden. Das mit dem "Ruhe haben" ist in diesem Fall nun nicht so ganz möglich, da es ja noch jemanden gibt, der von diesem Dilemma betroffen ist. Naja, aber nachdem ich nun etwa zwei Stunden lang heulend auf dem Sofa lag, kann ich die Sache schon etwas differenzierter betrachten und habe festgestellt, dass die Tatsache, dass ich nicht schwanger bin, nur einen Teil meiner Gemütslage ausmacht. Da ist nämlich auch noch ein Gemisch aus Wut und Enttäuschung, denn, mal ehrlich, wie ätzend ist es denn, wenn man diesen ganzen Zirkus aus Hormonbehandlung, externer Befruchtung und einsetzen von Embryonen usw. durchmacht und am Ende nicht mal belohnt wird? Wobei ich mir auch nicht sicher bin, ob ich jetzt freudestrahlend ums Quadrat hüpfen würde, wenn der Test positiv ausgefallen wäre. Womit wir wieder beim Thema wären: Die Dinge nehmen, wie sie kommen.

Trotzdem bestehe ich für heute auf meine Selbstmitleidsphase.

Der eine oder andere mag vielleicht sagen, dass Selbstmitleid nicht gut ist, aber ich bin da anderer Meinung. Zumindest so lange man es bewusst einsetzt. Nicht schwanger - den Rest des Tages Selbstmitleid, heulen und alles scheiße finden, morgen früh aufstehen, aufrechte Haltung und Attacke, das Leben ist schließlich noch nicht zu Ende. Vielleicht werde ich am Ende auch gar nicht schwanger sondern reich und kann herumreisen und werde doch irgendwann mal Bücher schreiben die vielleicht sogar irgendwer liest. Vielleicht brenne ich mit einem Rockstar durch oder Ende als schrullige Tante in einem Haus voller Katzen (so lange es da vernünftiges Internet gibt wäre das auch okay).

Letztendlich, denke ich, wird schon alles seinen Sinn haben. Auch wenn der sich nicht immer im ersten Moment erschließt.

06.07.2015 um 20:21 Uhr

Warten ist scheiße... und sonst?

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Stimmung: nervös

Morgen ist Tag X
Schwangerschaftstest 14 Tage nach dem Embryotransfer und nachdem ich bis Samstagnacht einigermaßen abgelenkt war, bin ich seit gestern ein nervliches Wrack.

Nein, das ist ehrlich gesagt etwas zu melodramatisch. Es ist ein bisschen wie Weihnachten, wenn in ein paar Stunden Bescherung ist und man darüber nachdenkt, welche Wünsche man wohl erfüllt bekommt und was man dann mit den tollen neuen Sachen so alles anstellen kann. Der Haken an der Sache ist nur, dass es bei mir gerade darum geht ob mir denn nun tatsächlich ein Wunsch erfüllt wird oder nicht. Und das macht es irgendwie unerträglich.

Da ich mich jedoch dieses Mal nicht mit Hormonaufgeblasenen Eierstöcken und den Nachwirkungen einer Follikelpunktion herumärgern muss durfte ich (Zitat Frau Dr.): "Alles machen was sie wollen". Was ich auch getan habe. In Urlaub fahren, auf Spielplätzen rumtoben, mich in Kleiderschränken verstecken, in Hamburg feiern, mir ein Airbrush-Tattoo verpassen lassen, Sushi essen usw. Nur auf Sport habe ich verzichtet, aber eher unfreiwillig weil ich bei den Sahara-Temperaturen meinen Kreislauf nicht mit Laufen oder sonstigen Aktivitäten überfordern wollte.

Aber der Grund, warum ich schreibe, ist eigentlich ein anderer.

Ich habe (mal wieder) nachgedacht, auch wenn es dieses Mal nicht Juli war, der mich dazu gebracht hat. Sondern jemand, der manchmal Dinge sagt (oder besser: schreibt) bei denen ich denke: Das hätte auch von Juli kommen können.

Zwischenweltler, du bist gemeint.

Anstoß meiner Gedankengänge war deine Überlegung, dass man, wenn man seinen besten Freund heiratet, ihn ja irgendwie als besten Freund und vor allem als Geheimnisträger verliert.
Wem erzählt man denn nun, wenn man mal Scheiße gebaut hat?

Diese Frage brachte mich dazu, Juli mal von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Ich meine, ich habe schon oft versucht, Juli als einen Freund zu sehen, aber irgendwie war ich durch unsere Vergangenheit wohl so in dem Gedanken verknotet, dass es uns mal als "richtiges" Paar geben müsste, dass es mir nie so richtig gelungen ist. Vom Verstand her schon, aber vom Gefühl her nicht. Das ist mir klar geworden, der Kommentar zu meinem letzten Post sich gesetzt und ich das in Bezug auf mein Gespräch mit Juli nochmal überdacht habe.

Wahrscheinlich tut uns der Abstand gut. Dadurch, dass wir uns nicht mehr so oft sehen müssen wir nicht mehr im Schnellgang aufeinander reagieren und können Gespräche, oder was auch immer, erstmal in Ruhe verdauen und uns mit Sinn und Verstand einen Reim darauf machen. (Gelingt nicht immer, aber besser als früher). Mir wurde jedenfalls klar, dass Juli und ich tatsächlich inzwischen eine sehr tiefe freundschaftliche Verbindung haben und dass diese Art von Beziehung mit ihm wahrscheinlich das Beste ist, was mir passieren konnte. Denn ihm kann ich tatsächlich Dinge erzählen, die ich nichtmal meiner besten Freundin erzählen kann - und die verträgt wirklich eine Menge.

Irgendwie finde ich es gerade sehr faszinierend, das erkannt zu haben...

20.05.2015 um 20:04 Uhr

Es ist mal wieder alles doof

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Kennt ihr das? Das Gefühl, dass etwas passieren wird, das man nicht aufhalten kann, egal wie sehr man sich das wünscht?

Ich hab mal erwähnt, dass ich im Winter eine leicht depressive Phase hatte und ich weiß noch, wie ich damals bei meinem Arzt saß und ihm sagte es würde sich anfühlen, als würde jemand auf meinen Schultern stehen und mich zu Boden drücken.

Dieser jemand war gestern wieder da und ehrlich gesagt macht mir das irgendwie Angst. Ich bin seit dem Winter ständig damit beschäftigt, irgendwie wieder auf ein "normales" Level zu kommen was mein Leben angeht, aber es funktioniert einfach nicht. Sport? Fehlanzeige. Gerade als ich in der Lage war, wieder richtig Gas zu geben, bekam ich wegen der Kinderwunschgeschichte und die durch Hormonspritzen vergrößerten Eierstöcke ein Sportverbot. Dann wurde ich natürlich NICHT schwanger, sondern frustriert und letzte Woche zeigte mir die Waage wieder eine Zahl an, die der 90 beträchtlich nahe kam.  Es ist einfach nur noch ätzend. Mein Kopf weiß ganz genau was falsch läuft, aber mein Körper macht einfach nicht mit.

Ich gehe tatsächlich wieder zu einer Psychologin damit ich mal über das ganze Chaos reden kann, aber die Frau ist mir keine große Hilfe. Klar, es tut gut mal reden zu können, aber Ratschläge? Fehlanzeige. Vielleicht könnte sie was tun, wenn ich richtig gestört wäre und nicht nur so ein bisschen durcheinander. Möglicherweise liegt es auch daran, dass ich nach meinen bisherigen Erfahrungen mit ihren Berufskollegen nicht besonders überzeugt von Psychologen bin. Aber wohin soll man denn bitte gehen wenn man nicht mehr weiter weiß?

Ich will nicht wieder heulend bei meinem Arzt sitzen und mir danach monatelang "Gute-Laune-Pillen" reinschmeißen. Ich will meine Ruhe. Ich will ein normales Leben mit Hochs und Tiefs, aber nicht diese ständige Scheiße. Das ist anstrengend und es nervt und.. Ich will das nicht. Basta.

18.02.2015 um 20:11 Uhr

Loslassen

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Stimmung: nachdenklich - philosophisch
Musik: nothing is over - sunrise avenue

Heute früh las ich beim Durchblättern meines Notizbuches den Satz "Was du liebst, lass frei" und da ich gerade in die Fastenzeit gestartet bin und es da ja auch um Verzicht und "Loslassen" geht, fand ich das ein gutes Thema über das ich heute nachdenken könnte.

Man braucht diesen oder ähnliche Sätze ja oft wenn es um Kinder geht. Darum, dass man nicht wie eine Glucke auf ihnen sitzen sondern ihnen die Möglichkeit geben soll, eigene Erfahrungen zu machen, selbst wenn man dabei hin und wieder auf die Nase fällt. Klar möchte ich Menschen, die ich liebe, Kummer ersparen, aber wie sollen wir denn stark werden, wenn wir nicht lernen, schwere Situationen zu meistern oder mit Niederlagen umzugehen?

Es heißt auch, dass man die Dinge verschenken soll, die man selbst gerne hätte. Aber warum ist das so schwer?
Vielleicht, weil man sich oft durch das definiert, was man besitzt oder geleistet hat. So wie es auch schon mal in der Werbung gezeigt wurde "Mein Haus, mein Auto, mein Boot" .... mein Doktortitel.... meine wohlerzogenen und intellligenten Kinder... und so weiter.

Vielleicht ist es aber auch nur Gewohnheit. Wir halten an Dingen fest, weil wir zu faul sind, sie zu ändern. Oder auch zu feige. Wer kann schon genau sagen, wo das eine aufhört und das andere anfängt.
Zum Beispiel in Beziehungen, seien es nun Partnerschaften oder Freundschaften. Man erhält sie aufrecht obwohl sie schon lange nicht mehr in der Form existieren wie sie einmal waren oder wie wir sie gerne sehen würden.

Natürlich geht das auch mit materiellen Dingen. Warum bewahre ich meine Boygroup-Poster & Bravoartikelsammlung zwei Jahrzehnte fein säuberlich eingeheften in Aktenordnern auf die in meinem Regal vollstauben und Platz wegnehmen? Weil sie mich an eine Zeit erinnert in der ich jung, unbeschwert und das Leben unkompliziert war (mal abgesehen von Jungs)? Aber die Erinnerung verschwindet doch nicht, nur weil man einen Haufen Altpapier entsorgt. Vielleicht wird sie ein wenig tiefer vergraben in den millionen anderer Erinnerungen in meinem Kopf, aber wer sollte sie mir denn wegnehmen?

Warum sammeln wir diesen ganzen Ballast an? Warum fällt es uns so schwer uns mit dem zu  begnügen was wirklich wichtig ist? Essen, ein Dach über dem Kopf, Freundschaft/Familie?

Alles was wir ansammeln, bremst uns aus. Das fängt ja schon beim eigenen Körpergewicht an. Je mehr man wiegt umso schwerer fallen einem manche Dinge. Es ist doch unbestritten, dass man mit einer Joey-Kelly-Statur schneller läuft als mit der von Ottfried Fischer. Allein schon aus physikalischen Gründen. Schwungmasse, Erdanziehungskraft und so weiter.
Wenn ich ein ganzes Haus voller Krempel habe, kann ich nicht spontan beschließen, in einen Bauwagen zu ziehen ohne mich von 85% meines Besitzes zu verabschieden.

Aber warum habe ich dieses ganze Zeug obwohl ich es doch eigentlich nicht wirklich zum Leben brauche?
Angst vor der Leere die entsteht wenn alles weg ist?

Wahrscheinlich aus denselben Gründen wie ich so lange kein Freund von weißen Wänden war. Sie sind leer, weiß, langweilig, unberührt. So ziemlich alles was mir irgendwie unheimlich ist, wo die Welt doch groß und bunt und voller Abenteuer steckt.

Was meint ihr?

23.01.2015 um 20:02 Uhr

Wie ehrlich darf man sein?

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Am Wochenende traf ich mich mit ein paar Freundinnen zu einem gemütlichen Frühstück in einem urigen Café in der Stadt. Wo die Kellner noch in Uniform herumlaufen, aber trotzdem recht locker sind und immer einen flotten Spruch drauf haben. Wir schaffen diese Treffen nicht besonders regelmäßig, versuchen aber, uns zweimal im Jahr zu sehen und dann gibt es natürlich immer viel zu erzählen.

Eine Freundin fragte mich dann, wie es mir so geht und ohne zu zögern fing ich an über meine leichte Depression (auch wenn mein Arzt es immer noch nicht so nennen will, mir aber keine treffendere Bezeichnung einfällt), meinen schweigsamen Ehemann und mein langweiliges Leben zu jammern. Und zwar auf die selbe Art, wie ich es hier tue. Mit einer gehörigen Portion Ironie und Galgenhumor, aber doch mit gewissem Ernst. Und plötzlich stand ich einen winzigen Moment lang neben mir und dachte "wow, so ehrlich habe ich seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr mit Freunden geredet" dicht gefolgt von dem Gedanken "ich war schon lange nicht mehr so ich selbst wie jetzt gerade".

Wahrscheinlich machte mir die Tatsache, dass wir uns so selten sehen das Reden leichter, ebenso wie die Tatsache, dass besagte Freundin in der Psychatrie gearbeitet hat und schon mit wesentlich gestörteren Leuten als mir umgehen musste. Und weil wir vier durch unsere gemeinsame Krankheits-/Leidensgeschichte irgendwie miteinander verbunden sind (seit über 20 Jahren wir mir auf dem Heimweg erschreckend bewusst wurde).

Ich habe mich nicht einen Moment lang gefragt, ob ich das alles überhaupt erzählen darf. Ich meine, klar weiß ich, dass mein Mann es nicht so prickelnd findet, wenn ich über ihn bzw. Probleme rede die ihn in irgendeiner Weise beinhalten (inklusive der Kinderwusch-Sache), aber wie soll man denn Probleme lösen, wenn man nicht darüber redet?

Eben.

Naja, jedenfalls habe ich meinen Mädels irgendwann gedankt, dass sie mir so zuhören und dieses Thema auf ernsthafte Weise mit mir ausdiskutieren und dabei ihre eigene Meinung äußern ohne dadurch Einfluss auf mich auszüben zu wollen. Ganz im Gegensatz zu dem Gefühl, was ich bei anderen Freunden habe, die sich mein Problem anhören und dann versuchen, mir eine Lösung aufzuzeigen bzw. mich in eine bestimmte Entscheidungsrichtung schieben wollen.

Aber wie ehrlich darf man eigentlich sein?
Darf man Freunden wirklich offen die Meinung sagen? Ich meine damit natürlich nicht, dass man dabei verletzend oder so werden sollte.

Ein Beispiel:
Ein ehemaliger Mitschüler von mir stand kurz vor der Hochzeit mit seiner Auserwählten und fragte seinen besten Freund, ob er nicht sein Trauzeuge sein wolle. Besagter Freund konnte sich aber absolut nicht mit der Frau anfreunden.

Was also tut er?
a) Er bedankt sich höflich für die Anfrage, fragt aber ob es möglich wäre, den Job jemand anderem zu überlassen weil er ja bekanntermaßan mit der Braut nicht ganz grün ist
b) Er verkneift sich jegliche Bemerkung und steht seinem besten Freund zur Seite weil es dessen Wunsch ist
c) Er versichert seinem Freund, dass er auch nach der Hochzeit weiter mit ihm befreundet ist, lehnt es aber kategorisch ab Trauzeuge zu sein weil er das mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann

Was würdet ihr tun?
Ist euch euer bester Freund so viel Wert, dass ihr ihm die Wahrheit sagt?
Glaubt ihr, er kann die ganze Wahrheit verkraften?
Stellt ihr eure persönlichen Ansichten beiseite und sagt zu um eure Freundschaft nicht zu gefährden?

Vielleicht kommt es darauf an, wie blöd - untauglich oder was auch immer ihr die Braut findet, um zu entscheiden ob ihr die Entscheidung von eurem Gewissen abhängig macht oder von eurem Herzen, was ja nicht zwangsläufig ein Unterschied sein muss.

Was mich angeht, ich weiß es nicht.

Was den besten Freund meines Mitschülers angeht...

Er entschied sich für Variante C. Genau genommen waren seine Worte folgende: "Ich wäre wirklich gerne dein Trauzeuge, aber ich unterschreibe nicht mit dem Teufel auf dem selben Blatt Papier."
Mein Mitschüler war zwar enttäuscht weil er ihn gerne an seiner Seite gehabt hätte, hat aber seine Entscheidung akzeptiert und die beiden sind immer noch Freunde.

Sollten wir also ehrlicher zu unseren Freunden sein, selbst wenn es ihnen nicht gefällt?

21.09.2014 um 22:47 Uhr

Was ist eigentlich so schwer am SMS-schreiben?

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Es ist Sonntagabend, es ist spät und ich langweile mich. Was liegt da näher als über Dinge nachzudenken, die einem sinnlos das Hirn verkleben obwohl man genau weiß, dass genau dieses Nachdenken es noch schlimmer macht?

Ich komme wohl nicht umhin zuzugeben, dass es jemand bestimmtes ist, der mich dazu veranlasst über so "lebenswichtige" Dinge wie SMSen nachzudenken. Ich muss auch zugeben, dass dieser ganze alberne Kram mich selbst sowas von nervt dass ich am liebsten gar nicht drüber reden, geschweige denn nachdenken möchte. Das Dumme an der Sache ist nur: das Denken kann man nicht abschalten. Und wenn man darüber nicht reden will, es aber trotzdem loswerden muss, kann man immerhin das www damit nerven.

Tut mir leid. Ihr müsst herhalten.

In meinen Bemühungen, möglichst unverfänglich und dabei irgendwie witzig zu sein, habe ich hin und wieder mal eine SMS an Juli verschickt, auf die er aber nicht reagiert. Das eine oder andere Mal denke ich "okay, ich habe keine Frage gestellt und er hasst unnütze Nachrichten" andererseits habe ich neulich noch erlebt, dass er den ganzen Abend mit einer Person getextet hat über die er gesagt hat sie würde ihm auf die Nerven gehen. Da fass ich mir doch an den Kopf. Wenn mich jemand nervt texte ich nicht zurück. Mal abgesehen davon, dass es unhöflich ist ständig das Handy in der Hand zu halten wenn man Besuch hat und diese Texterei nicht lebenswichtig ist.

Woran liegt es also, dass er bei mir nicht reagiert?

Er hat keine Zeit.
Ach ja? An 7 Tagen in der Woche 24 Stunden lang keine Zeit zu haben um ein paar Buchstaben ins Handy zu tippen stelle ich mir ziemlich anstrengend vor.

Er will keinen Kontakt.
Dann würde er mir keine Geburtstagssms schreiben und wenn doch, dann würde da nicht drinstehen dass er hofft mich bald wieder zu sehen.

Ich nerve.
Mich selbst, ja. Aber zwei SMS in drei Wochen kann man wohl schwer als nervig bezeichnen, oder?

XXXXXXXXX
Erklärungsvariante Nummer 4 befindet sich gerade im Löschvorgang. Ja, ich habe vorhin gesagt, man kann das Denken nicht abstellen, aber mit ein bisschen Mühe kann man sich vielleicht manchen Gedanken einfach mal verkneifen.

So, genug genervt. Ich versuche jetzt mal, mich in innerer Gelassenheit zu üben...

17.09.2014 um 22:11 Uhr

Könnt ihr in die Zukunft sehen?

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Als ich heute Vormittag einer ungemein stumpfsinnigen, aber notwendigen Arbeit nachging, die mit einem Gummianzug und einem Hochdruckreiniger zu tun hat, hatte ich Zeit nachzudenken. Nicht, dass ich von dieser Zeit nicht ohnehin viel zu viel hätte, ob ich nun will oder nicht. Also dachte ich an die Zukunft.

Genauer gesagt, dachte ich über die im Titel genannte Frage nach.

Auf den ersten Blick ist die Antwort auf diese Frage wahrscheinlich "nein", deshalb muss ich dazu sagen, sie ist nicht wörtlich gemeint. Eher im übertragenden Sinne.  In etwa so als würdet ihr in einer leeren Wohnung stehen und  zu eurem Begleiter sagen: "Da steht die Couch, darüber das Bild mit dem Sonnenuntergang... Ich sehe das alles schon ganz genau vor mir."

Letztens wurde ich gefragt, wie ich die Zukunft sehe. Da mir diese Frage in einem wirklich, WIRKLICH äußerst ungünstigen Moment gestellt wurde, hätte meine spontane Antwort "schwarz" gelautet. Aber da mein Hirn noch halbwegs arbeitete, antwortete ich ebenso wahrheitsgemäß: "Ich sehe gar nichts." Was immerhin nicht so einen negativen Nachklang hat. Es ist nunmal so. Ich kann nicht in die Zukunft sehen. Auch nicht in leeren Wohnungen, aber dort sehe ich immerhin grob, wo was am  besten stehen sollte. Das ist immerhin ein Anfang.

In einer Maßnahme für arbeitslose Jugendliche (vor gefühlten hundert Jahren, und so ganz jugendlich waren wir da auch nicht mehr) hatten wir mal die Aufgabe zu beschreiben, wie wir uns unser Leben in fünf Jahren vorstellen. Hallo? Ich weiß noch nicht mal wie mein Leben in fünf Tagen aussieht, woher soll ich dann wissen wie es in fünf Jahren sein wird? Sicher, niemand kann wissen was in fünf Jahren oder nächste Woche sein wird, aber damals hatte ich so viele Ideen wie sich mein Leben entwickeln könnte. Nach der Ausbildung in eine große Stadt ziehen, weiter in der Nähe wohnen und einen Meisterkurs besuchen, einen echt tollen Typen kennenlernen und mit ihm nach Spanien auswandern... whatever.

Eine Freundin von mir sagt immer, als sie ihren (jetzigen) Mann zum ersten Mal gesehen hat wusste sie, dass sie ihn mal heiraten wird. Damals war sie 17 und heute ist sie immer noch glücklich mit ihm. Klar fliegen auch bei den beiden manchmal die Fetzen, aber sogar dann kann man sehen, dass sie sich lieben. Klingt ein wenig nach Kitschfilm, ist aber so. Ich erlebe es live. Immer wieder.

Das einzige in der Zukunft, das ich schon gesehen habe, ist Julis Baby. Wohlgemerkt, Julis Baby. Wer die Mutter dazu ist, habe ich nicht gesehen. Aber ich sah ein entzückendes kleines Wesen mit vollen Lippen und Stupsnase. Dabei fällt mir auf, dass ich auch nicht gesehen habe, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist. Hm.

Wie auch immer. Könnt ihr in die Zukunft sehen oder ist da auch so eine Art Vakuum in dem höchstens mal schemenhaft etwas vorbeischwirrt?

15.09.2014 um 21:18 Uhr

Sport im Allgemeinen, das Laufen im Besonderen und ich - die dicke Schnecke

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Ich weiß nicht, ob ich es in diesem Blog schon irgendwann mal geschrieben habe, aber ICH HASSE das LAUFEN.  Ihr wisst schon, enge Hosen, ärmellose Tops, teure Turnschuhe die nicht mal schön aussehen und damit dann kilometerwald durch die Gegend laufen ohne ein richtiges Ziel zu haben.

Trotzdem tue ich es so ziemlich regelmäßig und einigermaßen ernsthaft, so dass ich in diesem Jahr schon über 400 Kilometer gelaufen bin. Wahrscheinlich fragt sich der eine oder andere, warum ich denn laufe wenn ich es doch so schrecklich finde. Ganz einfach: ich wollte mir was beweisen. Ich WILL mir was beweisen. Nämlich dass sogar ich in der Lage bin, einen Halbmarathon zu laufen. Gut, Anfang des Jahres lag mein oberstes Ziel bei 10 Kilometern, aber seit ich laufe habe ich so ein paar (liebenswürdige) Verrückte kennengelernt die mich bewusst oder unbewusst zu solchen Sachen Treiben.

Wenn ich allein meine Runden gedreht habe, bin ich nie ohne meinen iPod losgelaufen weil... Warum eigentlich? Ich weiß nicht genau, wahrscheinlich weil ich Langeweile ganz schrecklich finde und der Meinung war, allein laufen ohne Musik wäre sterbenslangweilig. Ist es auch. Jedenfalls die ersten fünf Kilometer. Die ersten fünf Kilometer sind der reinste Horrortrip. Ich laufe grundsätzlich zu schnell los und habe nach 2km das Gefühl, ich müsste nötigst aufhören. Meine Beine fühlen sich an wie Betonpfeiler (schwer und unbeweglich), meine Füße entfernen sich gefühlt NULL vom Boden und der Kilometeranzeiger meiner GPS-Uhr (für die ich ein Vermögen ausgegeben habe) bewegt sich ebenso langsam wie die Schnecke in Laufschuhen, an deren Arm sie sitzt. Außerdem denke ich nach. Über meine dicken Beine, die bescheuerte Idee mit dem Halbmarathon, was ich esse wenn ich zu Hause ankomme, über mein langweiliges Leben und die Frage, wann ich endlich mal wieder morgens ohne Rückenschmerzen aufwache. Aber dann. So nach 5 oder 6 Kilometern, da läuft es plötzlich wie von selbst. Meine Füße bewegen sich einfach Schritt für Schritt vorwärts, ich hab mein Lauftempo gefunden und mein Kopf ist leer. Ehrlich, ich habe schon versucht in diesem Zustand über irgendwas nachzudenken - es funktioniert nicht. Ich glaube, das ist inzwischen mein Hauptgrund für die ganze Lauferei. Ich LIEBE diese Leere im Kopf.  Alles ist so leicht - sogar die 80kg-Schnecke die läuft - und ich kann mich nicht mal über irgendwas aufregen.

Und wenn ich nach der Laufrunde aus der Dusche komme und mich auf die Couch fallen lasse, fühle ich mich einfach phantastisch. Sehr k.o. aber phantastisch.

In Kombination mit dem Training im Fitnessstudio und einem Personal Trainer, den ich mir zwischenzeitlich mal für ein paar Stunden gegönnt habe, habe ich schon einiges erreicht.

Ich erinnere mich noch gut an die ersten Male im Fitnessstudio, das damals gefühlt einzig und allein aus Spiegelwänden bestand, die ich am liebsten mit Bettlaken zuhängen wollte weil ich nicht reinsehen mochte. Und jetzt? Heute stand ich mal ganz bewusst vor so einer Spiegelwand und dachte nur: "Verdammte Scheiße, seh ich gut aus" Okay, das ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber im Vergleich zu damals ist es wirklich zutreffend. Und ich hab's fast ganz allein geschafft "with a little help from my friends" und David, meinem Lieblingstrainer.

07.04.2012 um 21:35 Uhr

Ich habe zuviel Zeit...

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

... deshalb frage ich mich gerade ob es möglich ist, sich in jemanden zu verlieben den man nur durch eMails und Chats kennt.

Und welche Lüge man am Ende verzeihen kann wenn man sich sicher ist, den "Richtigen" getroffen zu haben.

30.03.2012 um 17:36 Uhr

irgendwie faszinierend...

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Da das Erdgeschoss unseres Hauses inzwischen fertig ist, bin ich zur Zeit dabei, das untere Büro einzurichten bevor ich meine eigene Kreativzone im Dachgeschoss bekomme. Und ich dachte mir, wenn ich schonmal dabei bin, kann ich gleich mal ein wenig ausmisten. Wobei das "wenig" durchaus wörtlich zu nehmen ist, denn ich bin nicht besonders gut darin, mich von Dingen zu trennen. Es artet zwar (Gott sei Dank) noch nicht im Messietum aus, aber ich habe schon einiges in Kartons und Schubladen, von dem ich mich irgendwie noch nicht trennen konnte.

Vorhin fiel mir der Ausdruck einiger Blogeinträge aus dem Jahr 2007 in die Hände und, so verrückt das auch klingt, ich hatte das Gefühl, mein Leben sei damals um einiges spannender gewesen wenn ich es mit dem heutigen Ist-Zustand vergleiche. Komplizierte Männergeschichten, Jobwechsel, Umzüge und so weiter scheinen das Leben mehr zu bereichern als eine gut laufende Beziehung, ein Haus und immer dieselben Jobs. Und das, obwohl es genau das war, was ich immer wollte. Okay, dass es nun so langweilig wird, hätte ich nicht für möglich gehalten, aber es ist im Leben ja doch oft so, dass man immer gerade das will, was man eben zur Zeit nicht hat.

Manchmal erinnert mich das mit meinem "wunschgemäßen Lebensabschnitt" an ein Hamsterrad. Man läuft und läuft und trotzdem bleibt um einen herum so vieles, wie es war. Okay, auf der anderen Seite hat man hingegen auch die Zeit, sich manche Dinge näher anzusehen/besser kennenzulernen, wobei ich das nicht immer sehr erstrebenswert finde (auch wenn es manchmal ungemein beruhigt).

Letztens sagte noch meine bessere Hälfte zu mir: "Bist du dieses Wochenende eigentlich mal zu Hause?"

Was soll ich sagen, ich brauche das eben. Unterwegs sein. Ich hab ihm von vornherein gesagt wenn er mich in diesem winzigen Dorf mit dem Deich drumherum ankettet, dann werde ich zuerst trübsinnig und dann wahnsinnig. Die Welt ist eben größer als zwei Quadratkilometer und ich möchte in meinem Leben noch ein bisschen was davon sehen.

Im Moment vermisse ich ein wenig die an die Wand gepinnten Konzerttickets, die mich daran erinnern, wann es wieder auf Tour geht, nur leider gibt es momentan kein einziges. In den letzten zwei Jahren waren es immerhin sechs (und das ist eine Zahl, die manche Menschen innerhalb von zwei Wochen verbrauchen wenn sie ihrer Lieblingsband nachtingeln - die Kohle hätte ich auch gerne).

Aber dafür ist ja nun der Frühling da und man kann öfter mal in der Sonne sitzen, mit dem Rad zur Eisdiele oder zum Fluss, oder sich im Gemüsegarten verausgaben.

Wie sagte doch schonmal ein amerikanischer Präsident (oder wars ein englischer Premier? egal): 

"There can't be a crisis next week. My schedule is already full."

In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal.

11.01.2012 um 22:14 Uhr

Was habe ich eigentlich vor?

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Das neue Jahr ist schon elf Tage alt und ich habe bislang noch keinen einzigen Vorsatz für dieses Jahr schriftlich festgehalten, so wie ich es sonst meistens schon so gegen Weihnachten tue. Im Grunde genommen liegt es daran, dass ich mir nicht sicher bin, wie ich meine Vorsätze formulieren soll. Ja, sicher gibt es jetzt Menschen die sagen "och nö, das mit den Vorsätzen ist doch eh bescheuert, die meisten hält man sowieso nicht ein", aber auch wenn ich selbst zu den Menschen gehöre, die sich eigentlich ständig neue Vorsätze nehmen und daran irgendwie scheitern, das heißt ja nicht, dass man es nicht wenigstens mal versuchen sollte. Oder mal öfter.

Zumindest einen Vorsatz habe ich im letzten Jahr umgesetzt: mehr Sport. Okay, eine Stunde Schwimmen in der Woche ist nicht viel und objektiv betrachtet ist es auch nicht mehr Sport als vorher, da unser Handballtraining sich auf einmal in der Woche reduziert hat, aber immerhin bewege ich mich. Aber in diesem Jahr muss es mehr werden definitiv.

Kommen wir zu Vorsatz Nr.2, einem Vorsatz den sicher viele kennen und selbst schonmal gefasst haben, nämlich dem "Ich nehme jetzt ab"-Vorsatz. Meine Waage zeigt schon wieder Zahlen an, bei denen mir ganz anders wird und die Phasen, in denen mich das stört werden länger und kommen häufiger durch. Das Gute ist, dass ich in diesem Jahr nicht allein bin. Meine Schwester beteiligt sich, weil sie bis nach den Sommerferien den Rest ihrer Schwangerschaftskilos loswerden will. Ich glaube, es sind etwa zehn. Also habe ich die zehn Kilo ebenfalls als Ziel (zumindest für den Anfang, man soll ja nicht übertreiben).

Bleibt noch Vorsatz Nr.3, der schwierigste von allen: mehr Ehrgeiz entwickeln. Ich habe absolut keine Ahnung, wie ich das machen soll und ich bin mir nicht mal sicher, ob das möglich ist oder ob bei mir schon Hopfen und Malz verloren ist. Aber mal ehrlich, wie soll denn aus jemandem, der eigentlich irgendwie zufrieden ist und dessen Leben doch recht erträglich vor sich hinplätschert (jedenfalls meistens) zu einem disziplinierten und zielstrebigen Teilzeitkarrieristen werden? Vielleicht sollte ich mich mal umhören und mir jemanden als Bonbontüte organisieren (also als jemanden, der mich belohnt wenn ich meine Teilschritte abhake). Hat als Kind immer ganz gut geklappt.

Wir werden sehen was das Jahr so bringt.

 

02.08.2008 um 01:42 Uhr

"Befreien sie sich...

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

... von Menschen die ihnen nicht gut tun." Das ist ein Satz den ich letztens irgendwo gelesen habe. Es ging darum, wie man sein Leben angenehmer gestaltet um sich besser zu fühlen oder zumindest so ähnlich.

Dieser Satz ist mir wieder eingefallen als ich vorhin auf dem Heimweg von Julius` Geburtstag war. Ich hab lange nichts von ihm geschrieben weil ich ihn in den letzten Monaten höchstens drei Mal gesehen habe und während diesr Zeit auch nicht besonders viel mit ihm gesprochen habe. Wie auch immer. Ich kam etwas später zu seinem Geburtstag und die Leute, die ich auch kannte, gingen schon wenig später. Und als dann später auch der Rest ging, habe ich mich angeschlossen. Julius und seine Freundin begleiteten uns nach unten. Julius und ich haben noch versucht uns ein wenig zu unterhalten - es war grauenvoll. Small talk an sich finde ich ja schon furchtbar aber das war jenseits von Gut und Böse. Wie kann man sich auch unterhalten wenn die ganze Zeit jemand in der Tür steht und wie eine Oberaufseherin darauf wartet, dass man sich durch irgendein Wort oder eine Geste verrät. Wobei es ja zwischen Julius und mir nichts mitzukriegen gibt. Nicht mehr. Trotzdem habe ich mich in ihrer Gegenwart nicht besonders wohl gefühlt. Auch wenn sie nichts gesagt hat außer ein "Kommst du?" was irgendwie an eifersüchtige Ehefrau erinnerte fühlte ich mich wie ein Eindringling.

Manchmal vermisse ich die Gespräche mit Julius. Ich glaube Männer und Frauen können nur befreundet sein, wenn bestimmte Kriterien eingehalten werden.

1. beide sind Single wobei dann die Gefahr besteht dass man irgendwann im Bett landet und hinterher alles den Bach runter geht.

2. beide sind glücklich liiert und/oder haben keine eifersüchtigen Partner.

3. einer oder beide sind homosexuell.

Julius hat die eifersüchtige Freundin - meine ich zumindest - also kann ich eine Freundschaft mit Julius wohl vergessen. Es ist schwer Dinge zurückzulassen die so lange ein Teil von einem waren. Freunde, Fußball, sonstige Hobbys. Es ist nicht nur schwer, es tut auch weh. Man merkt es nicht wenn man sich damit nicht beschäftigt. Aber an Tagen wie heute. Ich frage mich ob man das nicht auch anders regeln kann. Ich hasse es Dinge aufzugeben oder Menschen, die mal Freunde waren, hinter sich zu lassen. Liegt es an mir, hab ich irgendwas falsch gemacht? Keine Ahnung. Vielleicht ist seine Freundin auch nur paranoid. Möglicherweise ahnt sie, dass Julius nicht ganz sauber war oder ist (ich hab keine Ahnung ob er jetzt treu ist). Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass wir erwachsen werden, uns weiterentwickeln und in verschiedene Richtungen gehen.

Trotzdem tut es irgendwie weh. 

11.04.2008 um 18:39 Uhr

Es könnte alles schön sein...

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

aber irgendwas ist ja immer. Mein Vater hat mich heute genötigt mal mit meinem Auto in die Werkstatt zu fahren, was ja auch nötig war, schließlich leckte es schon seit einer Weile. Der Mechaniker warf einen Blick unter die Kiste und sagte: "Es ist eigentlich nicht so schlimm da ist nur blablabla kaputt." Ein Teil für 20 Euro, aber um das Scheißding auszutauschen muß man das gesamte Getriebe ausbauen, so dass man am Ende auf insgesamt 530 Euro kommt. Und da das Auto eh zur Inspektion muss, kommen da nochmal 200 Euro dazu.

Aber das hat mich dieses Mal gar nicht so sehr geschockt. Zum Einen wohl auch deshalb, weil ich in letzter Zeit ständig derartige Rückschläge hatte und zum anderen ist man als frisch verliebter Mensch wohl zum Teil immun gegen sowas. Zum Glück. Klar bin ich auch etwas geschockt, schließlich muss das Geld auch irgendwo herkommen. Was solls, nachher kommt Leo, der kann mich ja etwas aufmuntern... 

27.03.2008 um 21:07 Uhr

Vorfreude

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Vorfreude ist die schönste Freude, sagt man. Und wenn man verliebt ist, hat man öfter Vorfreude, weil es vor jedem Date so ist. Allerdings wartet man genausoviel wie man Vorfreude hat. Das ist der Nachteil an der ganzen Sache. Aber morgen ist das ja erstmal wieder vorbei, schließlich kommt Leo morgen. Ich war fast jeden Tag mit irgendwas beschäftigt. Küche putzen, Wohnzimmer aufräumen, Bad putzen, Wäsche waschen damit keine Stapel irgendwo rumliegen, Einkaufen usw. Heute bin ich etwas zurückhaltend mit der Arbeit da ich gerade  zur Blutspende war und ich danach immer etwas vorsichtig mit meinem Kreislauf sein muß. Dafür hab ich morgen eine Stunde eher Feierabend und kann dann noch einiges tun. Wohnung fertigmachen geht im Schnelldurchlauf super wenn ich weiß bis wann ich fertig sein muss *g*. Dieses System hat früher auch schon super geklappt.

14.03.2008 um 19:23 Uhr

Aufwärts

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

So langsam bin ich wieder fit. Würde gerne mal auf eine Waage steigen um zu sehen ob ich durch drei Tage Nulldiät (wenn man mal von Cola und Brühe absieht) das eine oder andere Gramm abgenommen habe. Aber da ich keine Waage besitze ist das nich möglich. Da würde ich mich vermutlich eh zu oft draufstellen

Das Date am Sonntag ist jetzt anscheinend fest. Uhrzeit, Treffpunkt... Die Spannung steigt. Ich bin ganz  schön aufgeregt. Er hat einen neutralen Treffpunkt gewählt an einem Ort, wo man super spazieren gehen kann weil er meint, dass man sich dann besser unterhalten kann. Ein echter Pluspunkt wenn sich ein Kerl über sowas Gedanken macht. Für mich ein Zeichen dafür, dass er (zumindest einigermaßen) erwachsen zu sein scheint. Das ist ja das was ich sonst immer irgendwie vermisse. Geistige Reife. Auch wenn das für mich irgendwie widersprüchlich klingt weil ich mich so gerne von nennen wir es mal jugendlicher Unbekümmertheit mit reißen lasse. Ich hoffe einfach, dass das eine das andere nicht ausschließt. Ansonsten bin ich total gespannt was das wohl wird.

Morgen gehts aber erstmal  zum Fußball. Darauf freue ich mich auch riesig. Zumal Chris überlegt morgen eine Art Mini-Einweihungsparty in seiner neuen "Bude" zu veranstalten und ich ein klitzekleines bißchen dem Traum nachhänge, dort hinzudürfen. Aber erstmal ist das Spiel wichtig. Es ist auswärts und es besteht die Chance, dass ich Frank wiedersehe, wobei ich noch nicht weiß, wie ich auf ihn reagieren werde. Naja, ich sollte mir nicht so viele Gedanken darüber machen sondern alles auf mich zukommen lassen.

Vorhin rief Eva an um zu fragen wie es mir geht und um mir zu sagen dass es ohne mich langweilig in der Firma ist. Tat echt gut das zu hören. Morgen wird wieder ein bißchen gearbeitet und am Montag gehts dann richig wieder los. 

11.03.2008 um 19:37 Uhr

Es ist furchtbar...

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

... wenn man krank ist und zu Hause niemanden hat, der da ist. einfach nur um das Gefühl zu haben nicht allein zu sein und jemanden rufen zu können der einem mal einen Eimer holt weil man nicht vom Sofa aufstehen kann ohne dass man sich das Frühstück noch mal durch den Kopf gehen lassen muss. Der einem ne Hühnerbrühe oder nen Obstsalat bringt auch wenn sich rausstellt, dass man das eigentlich gar nicht essen kann. Genauso gehts mir im Moment. Seit heute morgen um halb fünf liege ich wahlweise flach auf dem Sofa oder sitze bzw. hocke vorm Klo. Kommentar von meinem Chef als ich mich abmeldete: "Na dann legen sie sich mal ne gute Lektüre ins Bad." Die Tatsache dass ich darüber sogar noch lachen konnte ist ein Zeichen dafür, dass es heute früh noch ging. So richtig schlimm wurde es erst als ich vom Arzt wieder zu Hause ankam (nachdem ich beim Bäcker schon fast zusammengeklappt wäre) und das verschriebene Medikament eingenommen habe. Und weil ich mich so beschissen gefühlt habe, habe ich sogar  ne halbe Stunde mit meinem Vater telefoniert obwohl der genauso ungern telefoniert wie ich.

Inzwischen kann ich wieder sitzen, was ein echter Fortschritt ist, aber das rumtipseln am PC finde ich im Moment doch ziemlich anstrengend, zumal ich inzwischen auch noch Kopfschmerzen habe. Es ist so ätzend. Meine ganze Wohnung riecht nach Krankheit und ich hab zwei Stück superleckere Torte im Kühlschrank auf die ich mich seit gestern gefreut habe Traurig (Gesichtsfarbe ist glaub ich auch sehr treffend).

Allerdings bin ich echt froh, dass ich mir gestern einen neuen Receiver gekauft habe, nachdem meiner beim Sturm Emma den Geist aufgegeben hat. Auch wenn mich das Ding ne Stange Geld gekostet hat was ich im Moment nicht habe.

Mein vergangenes Wochenende war toll. Samstag hab ich erst wieder meine Scherzchen mit Julius gemacht obwohl wir nicht viel Zeit zusammen hatten. Montagabend bekam ich dann per ICQ ne Nachricht in der "Ich bins, deine Rivalin" stand mit einem fetten Smiley dahinter und mir war sofort klar dass es sich um seine EX handelt. Bin froh dass wir uns so gut verstehen obwohl sie mir ne Zeit lang vorgeworfen hat (besser gesagt hat sie es Julius vorgeworfen) dass ich mit ihm geflirtet habe.

Nachmittags war dann die Kuchenschlacht beim 8. Geburtstag meines Patenkindes wo wir uns mit vier Erwachsenen echt abgemüht haben so ein großes Trampolin aufzubauen bis wir mal auf die Idee kamen, die Aufbauanleitung bist zum Ende zu lesen...Fröhlich

Sonntag dann erst das Frühstücksbuffet mit meinen Fußballjungs und später das Spiel, was wir glücklich aber hoch verdient mit 1:0 gewonnen haben. Ich hab erfahren dass zwei von ihnen wieder solo sind weil sich die Frauen von ihnen getrennt haben (hat mir die neue Freundin von unserem "wieder da"-Stürmer erzählt, mit der ich mich ganz gut verstehe). Hannes ist erster bei der Kapitänswahl geworden, aber er hat abgelehnt, was ich gut finde. ich meine, klar, er hat das Vertrauen der Mannschaft aber er ist einfach nicht der Typ der anderen sagt wo's langgeht. Meinen Respekt. Ein Zeichen dafür, dass ich ihn richtig einschätze.

Ach, bevor ichs vergesse, Christian hat sich mal wieder gemeldet. Mal sehen ob er so langsam aus seinem Schneckenhaus raus kommt.

Und demnächst habe ich mal wieder ein Date mit jemandem, den ich auch übers Internet kennengelernt habe. Ich weiß nicht ob das Christian gegenüber vielleicht etwas unfair ist, aber letztendlich muss ich ja rausfinden was das Beste für mich ist. Und ein Mann mit einem Sack Probleme gehört sicher nicht dazu, denn die habe ich selber. Okay, ich hab jetzt ne Therapeutin und werde das schon irgendwie geregelt kriegen, aber so lange ich immer noch alles, was passiert auf mich beziehe ist ein "unbelasteter" Freund sicher erste Wahl. Ich rede natürlich nicht von den kleinen Problemchen die jeder hat. Streß im Job oder mal Ärger zu Hause sondern eher Dinge wie "Ich weiß nicht wo ich im Leben stehe und wo ich hinwill".

So, aber jetzt werde ich mich lieber noch wieder flach legen. Will ja schließlich gesund werden.

Liebe Grüße